W-001: Simeon v. Trier - der Einsiedler in der Porta Nigra (ca. 980/990-1035), mit JProf. Dr. A. Lehnertz & Dr. V. Skiba
Shownotes
Kooperation
Die Expert:innen sind JProf. Dr. Andreas Lehnertz und Dr. Viola Skiba.
Verknüpfte Folgen
Die antike Trierer Stadtmauer, mit Dr. Joachim Hupe und Dr. Karl-Uwe Mahler {Stadtmuseum Trier} (18.01.2025)
Mehrsprachigkeit im Spätmittelalter, mit Robert Friedrich und Andreas Lehnertz {Alfried Krupp Kolleg Greifswald} (18.12.2025)
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Die Episoden werden thematisch und nicht nach Erscheinungsdatum nummeriert. Für einen chronologischen Durchgang zur europäischen Geschichte sollten die Episoden nach Namen sortiert werden. Unten in den Shownotes findet ihr die Liste der einzelnen Kategorien!
schwarze0fm hatte als Hobbyprojekt begonnen - inzwischen habe ich aber durch Auftragsproduktionen und Crowdfunding die Möglichkeit gewonnen, mehr und bessere Folgen für Geschichte Europas zu produzieren. Das Prinzip "schwarze Null" bleibt - die Einnahmen werden verwendet, für mich Rahmenbedingungen zu schaffen, den Podcast zu betreiben und weiterzuentwickeln. In dieser Folge habe ich das ausführlich erklärt.
This episode of "Geschichte Europas" by schwarze0fm (Tobias Jakobi) first published 2026-06-08.
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Kategorien
Die Namen der Podcast-Folgen beginnen mit dem Schema „Buchstabe-Dreistellige Zahl“. Der Buchstabe steht dabei für die thematische Kategorie (die auch im Untertitel der Folge zu finden ist). So kann, zumindest für die Buchstaben B bis U, durch alphabetische Sortierung ein chronologischer Ablauf der Folgen dargestellt werden.
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• R = Zwischenkriegszeit
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• T = Kalter Krieg und Europäische Einigung
• U = Nach dem Kalten Krieg
• V = Europa aktuell
• W = Epochenübergreifende Biographien
• X = Geschichtswissenschaft und Erinnerungskultur
• Y = Quellen
• Z = Meta/ Podcast
Transkript anzeigen
00:00:00: Simion kauft sich einen Platz auf einem venezianischen Schiff und beginnt die Reise.
00:00:06: Nach kurzer Zeit in Richtung Niel-Delta werden sie von Piraten überfallen, Simion sieht das Ganze erneut voraus versucht den Kapitänen der Weiterreise vorab abzubringen allerdings erfolgreichlos.
00:00:22: Wahrscheinlich nicht ganz zufällig ist dann auch der Kapitän der Erste, der seinen Kopf hinhalten muss.
00:00:28: Alle anderen werden auf dem Schiff ebenfalls getötet, nur noch Simeon bleibt übrig, zieht sein Gewand aus, springt nackts ins Wasser und kann so
00:00:37: entkommen.".
00:01:12: In dieser Folge von Geschichte Europas spreche ich mit Junioprofessor Dr.
00:01:16: Andreas Lehnaz und Dr.
00:01:17: Viola Skiba über den heiligen Simeonen von Trier.
00:01:22: Dabei ist der Beiname von Trier eigentlich kaum passend, denn er stammte aus Sizilien, wuchs in Constantinople auf, lebte in Jerusalem, kam in ein Kloster auf einem Sinai, landete dann über Umwegen in Normandy und verbrachte letztlich nur seine letzten vier bis fünf Lebensjahre in Trier.
00:01:42: Für die älteste Stadt Deutschlands wird er aber prägend, denn da er als Einsiedler im alten römischen Stadttor lebte wurde das heutige Wahrzeichen der Stadt, die Porta Nigra nicht wie viele andere antike Bauwerke abgerissen sondern überstand als Kirche die Jahrhunderte.
00:02:00: Simeons Namen finden wir übrigens immer wieder im Trägerer-Stadtbild.
00:02:03: Die große Straße zum Hauptmarkt ist nach Imbenland.
00:02:06: Das Stadtmuseum Trier trägt den Namen Simeon Stift und zuletzt gibt es noch die Kirche Sankt Simeone, die nach Imenland wurde da er dort nach vielmehr hin und her bestattet wurde.
00:02:16: Die ganzen Details hört ihr natürlich jetzt in diesem Interview.
00:02:19: In den Show Notes Erfolge findet ihr Kontaktmöglichkeiten für Fragen, Feedback und Kommentare sowie Wege wie ihr mich und diesen Podcast unterstützen könnt.
00:02:27: Etwa durch Spenden via Paypal & Kofi oder durch regelmäßige Beiträge über Steady und Kofie.
00:02:33: In den show notes gibt es auch eine Liste inhaltlich für geffnete Folgen.
00:02:37: die steht jetzt aktuell gehalten wird.
00:02:39: Die Porta Nica spielt dabei etwa eine wichtige Rolle in der Folge zur römischen Stadt Mauer Trias.
00:02:44: Simeon selbst sprach fünf Sprachen und passt damit auch wunderbar zu meiner Folge über Mehrsprachigkeit im Mittelalter.
00:02:52: Und damit genug der Vorrede, jetzt geht's los!
00:02:55: Ich wünsche euch viele neue Erkenntnisse mit dieser Aufnahme aus dem März.
00:03:00: Ja, Simeonen ist natürlich den Drehrern und Drehren ganz gut bekannt durch verschiedene Namen das Stadtmuseum Simeonstift Eine Vertreterin haben wir heute hier.
00:03:10: Die Simionstraße Sankt-Simionkirchen Trier West, die Simionskapelle im Nordteil des Domes beispielsweise das Relief, dass wir aus dem achzehnten Jahrhundert noch Simionstift haben, die Simonrelikwien in Domschatz und so weiter und sofort.
00:03:25: Simion war also eine prägende Figur für die Trierer Sakraltypografie und erst vor allem – und das ist wahrscheinlich der wichtigste Punkt – der Grund weshalb wir die Porter Nikra heute noch haben!
00:03:38: Ja, ganz genau.
00:03:39: Die Porta Nigral war ja eigentlich länger als hier ein römisches Stadttor, war eine Kirche und zwar eine Kirch, die mit dem heiligen Simeon geweiht war und zu seinen Gedenken erbaut worden ist.
00:03:51: und als Kirche ist sie erhalten geblieben und das erste Anfang des neunzehnten Jahrhundert abgebrochen und wieder in ihre heutige Form zurückversetzt worden.
00:04:00: Und Sie haben auch schon eben im Vorbespräch beide kurz erwähnt, dass wir uns anschauen müssen, woher wir was über Simeon wissen.
00:04:07: Weil wieso häufig bei historischen Quellen gerade aus dem Mittelalter kann man nicht immer alles glauben wie es da schwarz auf weiß steht?
00:04:15: So ist das.
00:04:16: die hauptsächlichen Informationen, die wir über Simyon haben sind aus einer Vita, die verfasst wurde von Benediktima ab Eberevin aus dem St Martins Kloster also gleich an der Mosel.
00:04:30: So eine Vita hat natürlich bestimmte Motivation.
00:04:34: Das ist nicht einfach eine Lebensbeschreibung, der man ja uneingeschränkt Klauben schenken darf sondern das ist natürlich hageografische Literatur die bestimmten Mustern, bestimmten Typen verschrieben ist auch bestimmte Topoi bedient und natürlich neben der Lebensbescheidung einer Person vor allem die Wundertaten des entsprechenden Heiligen oder auch der Heiligen betonen soll, nicht selten auch schon vorausschauend um zu zeigen.
00:05:05: Schon im frühen Stadium seines Lebens gibt es erste Zeichen für die später eintretenen Wundertaten und dementsprechend raft oder verkürzt oder legt lang aus oder breit aus der Wietenschreiber, Eberwien bestimmte Begebenheiten im Leben Simions.
00:05:26: Und zwar ganz je nach Zielsetzung seiner Vita.
00:05:29: geht es zum Beispiel um Zähnen und Geschehnisse die den Charakter Simions Erzeiligen voraus sagen sollen oder auch seine Eignung für den späteren Werdegang exemplifizieren dann kann natürlich Eberwin detailreich beschreiben an anderen Stellen fast der Monat in einem Nebensatz zusammen wenn nicht gar Jahre.
00:05:49: Ein Beispiel wäre, um es vorweg zu sagen, Simions erste Reise nach Europa wird detailreich mit allen Beschwerlichkeiten geschildert.
00:05:57: Und die zweite Reise oder Rückreise besser gesagt wird nur ganz kurz erwähnt im Stil etwa sie fuhren weg und kam zurück Und dementsprechend wird schon in den ersten Zahlen der Vita auch Simeon als Virdei, also als Mann Gottes oder Gottesmann bezeichnet um die Leser gleich darauf vorzubereiten was kommt noch bevor?
00:06:20: wir lernen ja wie seine seine seine frühen Jahre verlaufen sind.
00:06:25: Wer die ersten Leser waren das war eigentlich von Anfang an relativ klar denn Das haben wir ja gerade schon gehört, die Vita wurde mit einem bestimmten Ziel verfasst und sie war als allererstes mal eine Anlage.
00:06:38: Und zwar einer Anlage für einen Brief nach Rom wo der Bischof, der Erzbischof um die Heidigsprechung von Simeon ersucht hat.
00:06:48: Da hat ein Sprief an den Papst geschrieben und hat quasi die Vitas, die eine Auftragsarbeit erstmal war beigefügt als Anlage das heißt die Kirchenoberen sollten da Ein Überblick über das Leben und das Wirken dieses Heiligen bekommen.
00:07:03: Und daraufhin auch die Heiligesprechung einleiten, und das hat tatsächlich sehr gut funktioniert.
00:07:10: Denn noch im selben Jahr, also im Todesjahr von Simeon einige Monate später kam dann eine Antwort aus Rom und Simeone war einer der ersten, die wirklich in einem offiziellen Verfahrenheilig gesprochen wurden.
00:07:26: Das ist eben etwas was ... dieses Dokument auch so interessant macht, dass es eben mit dieser Intention geschrieben ist.
00:07:34: Aber dennoch man davon ausgehen kann – anders als bei vielen anderen Heiligen Wieten – das Rahmenbedingungen stimmen.
00:07:42: Denn Eberswin hat ja den Simeon tatsächlich gekannt!
00:07:46: Er hat ihn getroffen und bereits im heiligen Land getroffen.
00:07:49: Darauf kommen wir später sicher noch zu sprechen... Aber deswegen ist es so eine Mischung zwischen der Zielsetzung und tatsächlichen Fakten, von denen wir in dieser Wite ausgehen können.
00:07:59: Und die wirklich das Fundament unseres Wissens heute über Simeon bilden.
00:08:04: Hör ich da richtig raus dass es keine anderen schriftlichen Quellen in diesem Umfang zumindest über Semeonventrier gibt?
00:08:12: Ich würde sagen, es gibt vor allem nichts was ähnlich zuverlässig ist.
00:08:16: Es gibt natürlich auch andere Quellen und Berichte die ihn erwähnen aber das ist eher am Rande beziehungsweise es handelt sich dann zum Teil auch um spätere Texte die ganz stark sich auf Divita beziehen.
00:08:29: also man kann denke ich mit Fug und Recht behaupten dass divita eigentlich die Hauptquelle zum Leben des heiligen Sinionen ist.
00:08:38: Das heißt aber auch Genug Quellenkritik, Minderkopf.
00:08:42: können wir dennoch seine Lebensgeschichte erzählen und damit würde ich jetzt gerne einsteigen.
00:08:47: Frau Skiba, wo kommt dieser Simeon denn her?
00:08:51: Denn Austria zumindest stammt er nicht!
00:08:54: Ja tatsächlich ist Simeon eine sehr, sehr spannende Figur wenn man sieht wo welche Station sein Leben genommen hat und ein bisschen vielleicht auch schon richtungsweisend ist seine Herkunft.
00:09:06: Er wird geboren auf Sizilien in Syrokus wahrscheinlich um das letzte Jahrzehnt des zehnten Jahrhunderts herum also neunhundundneinzig Und in dieser Zeit ist Sizilian eben arabisch regiert.
00:09:23: Aber es ist, wie es auch in späterer Zeit dann noch weiter ist wirklich ein... Wie soll ich sagen?
00:09:28: Viel Völkerstaat.
00:09:29: Ein kultureller Schmelztiegel!
00:09:31: Das heißt das gibt dort Christen, es gibt dort Muslime und es gibt aber auch jüdische Gemeinden Und es gibt einen relativ funktionierenden Miteinander.
00:09:42: In dieser Welt wird quasi Simeon hineingeboren In eine Familie die tatsächlich griechisch ist Denn in der Zeit war Ja, ganz Süditalien und auch Sizilien im bützantinischen Einflussbereich dann wie gesagt arabisch erobert.
00:09:59: Trotzdem gab es immer noch bützentinische Einflüsse.
00:10:02: der vor allem eben in Südtalien konzentriert war und war deswegen auch die Familie in dieser griechischen Minderheit.
00:10:11: Wahrscheinlich war der Vater im Militärdienst Die Mutter das wissen wir aus.
00:10:16: der Wieter war aus Kalabrien Stemmig was aber bedeutet sie war auch Griechisch nämlich den Kalabrien war byzantinisch und insofern ist der der Junge in diesem richtig strahligen Raum aufgewachsen letztendlich und hatte sich einen sehr starken Bezug in Richtung Bizanz.
00:10:34: Und die Familie ist dann auch, als er noch jüngern Jahren war, da ist Eberswin wieder ein bisschen unzuverlässig mit seiner Zeitangabe dann auch umgezogen wahrscheinlich weil der Vater einfach seine Position gewechselt hat also versetzt wurde könnte man sagen und dann Simeon auch nach Konstantinopel kommt.
00:10:55: Trotzdem ist er eben in einem Umfeld aufgewachsen, dass schon multikulturell war.
00:11:01: Er hat sicher auch da schon mit mehreren Sprachenkontakt gehabt und das wird ihn sicher für sein weiteres Leben auch geprägt
00:11:09: haben.
00:11:10: Ja ich denke, Sprachen sind da das gute Stichwort.
00:11:13: davon profitierte Simme und nämlich wie wir in der seiner Wieter lesen auch später immer wieder.
00:11:19: also Viola Skiba hat ja schon gesagt, dass er griechischsprachig aufgewachsen ist in einem arabisch dominierten Teil Italiens beziehungsweise Siziliens.
00:11:30: Er kannte, konnte wohl auch arabisch wie die Vita Auskunft gibt.
00:11:35: später kann er offensichtlich auch syrig das heißt also Aramesh.
00:11:40: Er spricht ägyptisch was wohl koptisch bedeutet, hat er wohl Laufe seines Lebens beides beide Sprachen gelernt und irgendwann wahrscheinlich in seiner Zeit als Pilgerführer darauf kommen wir noch zu sprechen lernt er auch Latein oder eine Vorstufe des Romanischen sozusagen mit dessen Hilfe er sich mit den Pilgern verständigen kann.
00:12:01: Damit sprach er fünf Sprachen und zwar damit ein Poliklott der sicherlich alle Mittel zur Verfügung hatte, um sich in der damaligen Welt als Kosmopolit zurechtzufinden.
00:12:14: Können wir jetzt eine Zeit auch nochmal in den größeren Kontext einbetten?
00:12:19: Wie ist zu diesem Zeitraum das Verhältnis zwischen den europäischen Territorien und den Territoriens in der Levante im Mittelmeerraum?
00:12:28: Letztendlich ist es so, dass das heilige Land im Prinzip oder die Dilewante immer sehr wichtig ist für von Europa aus gesehen.
00:12:38: Dass es Pilgerschaft gibt – also wir wissen, seit der Spätantike über das frühe Mitteilter hinein bis auch um die Zeit um tausend Pilgerfahrten unternommen werden von Zentral- und Südeuropa eben in Richtung des heiligen Landes und dass das über Konstantinopel sehr oft geht über den Seeweg und dass dort eine relativ, ja wie soll ich sagen unübersichtliche oder sich wechselnde politische Situation ergibt.
00:13:07: Das Byzantinische Reich ist erstmal der große Player in der Region Ja, mit wechselndem Erfolg einfach die Kontrolle auch über die großen Städte ausüben kann.
00:13:21: Und dann in der Zeit das vor den Kreuzzügen also zwischen dem Jahrtausend und dem Jahr tausend fünf neunzig als der erste Kreuzzug dann ausgerufen wird, wird die Lage dann etwas unübersichtlicher?
00:13:36: Und ja sage ich mal ist auch die Pilgerschaft eingeschränkt bzw.
00:13:41: sehr stark reglementiert oder umstritten, was jetzt die Zugänge angeht?
00:13:47: Ja und aufgrund von Simeons Ausbildung in Konstantinopel wo er wohl mit dem Alter von etwa sieben Jahren hinkommt weil sein Vater ein büzantinischer Militär war.
00:14:00: der genaue Rang wird uns nicht mitgeteilt aber deshalb zieht er nach Konstantinopel und genau da lernt er natürlich auch Pilger kennen Und ist fasziniert von diesen Heiligland-Pilgern.
00:14:13: Die Beobachtung dieser Pilger fasziniert ihn offensichtlich so sehr, dass er nach Jerusalem zu ziehen sich entschließt wo er wohl vor Tausend neun einige Jahre vorher schon angekommen sein dürfte.
00:14:30: Wir haben nicht die genauen Jahreszahlen hier auch da es die Wieter bei Weiten nicht genau genug.
00:14:38: Allerdings wissen wir, dass Tausendneuen die Krabeskirche zerstört wurde.
00:14:42: Von dem Fatimiden Kalifen Al-Hakim oder auf Zerstört lassen wurde und es ist anzunehmen das vielleicht auch die Zerstörung der Krabiskirche sein... Der Grund war weshalb er Jerusalem wieder verließt.
00:14:56: Darauf kommen wir gleich noch zu sprechen aber in seiner Zeit in Jerusalem hat er als Pilgerführer gearbeitet und zwar gemeinsam mit einem Mann, der sich Hilarius nannte.
00:15:08: Offensichtlich war er so eine Art geistiger mentaler Führer von dem er lernte Pilgerführe zu werden.
00:15:17: Vermutlich hat er hier auch weitere Sprachen gelernt.
00:15:21: Allerdings zieht er dann nach einigen Jahren, wir wissen nicht genau wie lange aus Jerusalem fort.
00:15:27: Wie gesagt ich nehme an das Tausendneuen ein guter Grund gewesen wäre denn der soll immer wieder fleißig die heiligen Städten besucht haben auch mit seinen ja mit seinen Gästen mit seinen Pilgergästen und er geht danach.
00:15:42: er geht dann ins ins Jordantal wo er um Jahrtausendneun wohl einen ersten Versuch macht, ein eremitisches Leben zu leben.
00:15:52: Und hier wird der Gefährte eines Einsiedlers Jordan Teil, der lebt in einer Tomruine im oberen Teil Simion lebt unten sozusagen am Erdgeschoss.
00:16:04: und auch hier ist es wieder auffällig und das sehen wir immer wieder in der Wieter dass er sich wie ich meine, von spirituellen Führungspersönlichkeiten angezogen fühlt oder zumindest ihre Nähe suchte.
00:16:17: Es ist natürlich der Wunsch ein abgeschiedenes Leben zu leben nach Maßgabe und nach dem Vorbild der Eremiten.
00:16:27: Andererseits hat er aber offensichtlich auch den Wunsch sich unter jemandem geistlicher oder geistiger Führungen anzuschließen.
00:16:36: Und das tut er hier erstmals.
00:16:38: Und da gibt es dann in der Wieter eine kleine Geschichte, wo er sich seinen umkäuschen Gedanken hingibt als er einige Frauen sieht und wird daraufhin, obwohl der ältere Eremit ihn nicht sehen konnte.
00:16:54: Darauf angesprochen.
00:16:55: also hier schon eine prophetische Gabe solche Dinge zu sehen bei dem älteren Eremiten und ja wird da zurechtgewiesen und stellt eben fest, dass er vielleicht auch noch nicht so weit ist.
00:17:10: Er gedient ihm aber treu weiter.
00:17:13: allerdings wird es diesem älteren Elremiten etwas zu belebt.
00:17:18: wir können vermuten das auch viele Pilger zu ihm kam oder ihn aufsuchten mit dem sprechen wollten das immer Wieder ein Problem für Eremiten, wenn zu viele Leute sie aufsuchen.
00:17:29: Und eines Tages plötzlich verschwindet dieser ältere Eremit, den man sich angeschlossen hatte und Simion steht wieder alleine da.
00:17:38: Als Lektion daraus die er zieht entscheidet er dass er offensichtlich noch nicht so weit ist das ganze allein betreiben zu können also Eremiet zu sein allein sich zurückzuziehen.
00:17:52: Er tritt ins Marinkloster in Bethlehem ein als Münch.
00:17:57: Offensichtlich, weil er sich entscheidet erst mal bevor er Einsiedler sein kann erstmal eine ja vita aktiver also in der Gemeinschaft einen Leben in der gemeinschaft aufzusuchen oder zu führen Bevor er an der Abgeschiedenheit also einer Vita einer Vitäkontemplative folgen kann.
00:18:15: In Bethleheme wo auch um tausend neun keine Zerstörung der dortigen Kirchen offensichtlich stattfindet, plackte um die zwei Jahre.
00:18:26: Und hier hält er auch eine Diakonatsweihe.
00:18:29: Das heißt also eine Art Assistenz des Priesters ist.
00:18:32: der darf aber selbst keine Messen abhalten und offensichtig reift er hier ein wenig heran.
00:18:38: Auch als Münch und ohne Gründe anzugeben zieht er dann ins Katharinen-Kloster in den Sinai Auch noch heute sehr bekanntes Kloster am Fuß des Berges Sinai, also im Süden auch der Sinai Halbinsel wo Moses ja nach Überlieferung die Gesetzestafeln erhalten haben soll.
00:19:02: Das Kloster selbst steht auch an der Stelle wo dieser Dornbusch Also der brennende Dornbusch in der Bibel überlegt liefert ist, wo sich Gott dem Moses offenbart haben soll.
00:19:13: Noch heute wächst dort ein Dornbusch, der diesen Busch darstellen soll.
00:19:18: Das ist eines der ältesten christlichen Klösteres.
00:19:20: Es ist dauerhaft bewohnt gewesen bis heute auch unbeschädigt geblieben und es liegt dort natürlich auch eine relative Abgeschiedenheit.
00:19:28: Das heißt der Zug nach in den Sinai das Katharinenkloster bringt ihn einen Schritt weiter zu seinem irremitischen Leben, aber gleichzeitig ist er erst mal noch in der Münchens Gemeinschaft.
00:19:43: Wobei dieser Bezug, diese Suchen eines Lehrer ist jetzt bei den Eremiten auch so ein bisschen aus dem griechischen Mönchtum heraus zu verstehen.
00:19:54: Was etwas anders funktioniert als praktisch im Westen und sehr viel persönlicher ist.
00:20:01: Das heißt junge Mönche suchen sich in der Regel auch innerhalb des Klosters oder eben wie in so einem Fall einen Eremit, ein freier, religiose quasi als Lehrer und versuchen quasi auf dieser persönlichen Ebene zu profitieren, zu lernen.
00:20:18: Und dann quasi sich weiterzuentwickeln.
00:20:20: also das ist sicher ein wichtiger Aspekt den man auch später in dem wenigen Verweisen auf das Dasein dann im Katharinenkloster wiedergespiegelt sieht.
00:20:31: Und was auch sehr wichtig ist, sind eben diese kleinen Geschichten.
00:20:35: Also diese Auseinandersetzung mit sozusagen den eigenen Gelüsten die dann wieder ein kleiner Twist in dieser Quelle sind.
00:20:44: Die eine kleine Geschichte sind, die authentisch wirken sollen und einen Einblick geben und schon so ein bisschen in diese Entwicklungsphase dieses Arremietendasern einerseits und diese Weiterentwicklung hin zu einem Heiligenmann voraus waren.
00:21:01: und das spiegelt sich immer stärker, dann je weiter man in der Vita fortschreitet wie Simeon quasi sich teleologisch entwickelt.
00:21:11: Also hin zu diesem erstens Eremiten- und zweitens heiligmäßig lebenden Mann, der mit gegen seine Dämonen und inneren Versuchungen kämpft wieder steht und dann eben zu dem Mann wird als den ihn die Trierer auch kennenlernen.
00:21:29: Dieses Eremietentum, das ist ja die Idee.
00:21:31: Dass man die Dinge, die man besitzt hinter sich lässt den Reichtümern und den schönen Dingen des Lebens entsagt und sich dann in die Wüste zurückzieht können wir abschätzen wie häufig das zu sehen uns Zeiten war dass ich Menschen dieser Herausforderung gestellt haben.
00:21:50: Ich habe meine Folge
00:21:51: über
00:21:52: Asketten gesprochen in der Spätantike.
00:21:54: Da war das ja eine ganz große Sache, wie sieht das dann fünf Seksiehundert Jahre später aus?
00:22:00: Also ich würde sagen so selten kamen das gar nicht vor.
00:22:03: also das war durchaus auch eine vorgesehene Art des religiösen Lebens und im den Quellen hört man auch immer wieder davon.
00:22:12: es ist ein sehr gutes Beispiel dass letztendlich dieser erste Errimit von dem Simeon lernt ihn verlässt weil es ihm zu bunt wird, weil es einfach zu viele Besucher gibt.
00:22:23: Weil auch natürlich Simeon ihn so ein bisschen behindert in seinem Alleinsein mit Gott oder mit dieser Abgeschiedenheit und wir sehen das auch später in der Wieter als dann Simeons selbst als Errimit von seinem Kloster versorgt aber schon als Erimit lebt ist er auch in einer Höhle und wird dann irgendwann auch sage ich mal von Besuchern heim gesucht.
00:22:46: also insofern können wir vielleicht davon ausgehen, dass Pilger die unterwegs waren durchaus den Zug hatten zu solchen Eremiten von denen sich eine ganze Menge gegeben haben wird.
00:22:59: Aber es gibt natürlich keine statistischen Auswertungen aber es ist kein seltenes Phänomen.
00:23:04: so weit würde ich gehen.
00:23:06: Ja ich kann gerne noch hinzufügen das zumindest für unser Wietenschreiber den Benektiner Eberwin Simeon Ja, ganz besondere Anziehungskraft ausgeübt haben muss.
00:23:17: Denn er verkörpete ja so ein gewisser Weise einige seiner auch durch eine Einige der durch ihn vertreten monastischen Ideale.
00:23:27: also erst mal natürlich so Art Obenditia Gehorsam gegenüber dem abt aber eben auch einen Fokus auf monastisches Leben Eine ascetische Lebensführungen und natürlich immer wieder gebet Aber auch Armut Distanz zur Welt.
00:23:42: das ist etwas was womit Eberwien sich identifizieren konnte und wo offensichtlich Simio für ihn auch eine große Anziehungskraft und ein Idealfigur dargestellt hat.
00:23:57: Ergänzend könnte ich da vielleicht noch sagen.
00:23:59: Es ist tatsächlich so, dass Ebersvinja Benediktina war und in der benediktinischen Regel die ja aufs Sechs Jahrhundert zurückgeht es tatsächlich heißt wir kennen vier Arten von Mönche.
00:24:12: Die zweite Art also das sind dann die Arämiten sind die Anakoräte Das heißt Einsiedler.
00:24:18: Nicht in der ersten Begeisterung für das Mönchsleben, sondern durch Bewährungen im klösterlichen Alltag und durch die Hilfe vieler hinreichend geschult haben sie gelernt gegen den Teufel zu kämpfen.
00:24:31: In der Reihe der Brüder wurden Sie gut vorbereitet – für den Einzelkampf in der Wüste!
00:24:36: Ohne Ballstein eines anderen können Sie jetzt zuversichtlich mit eigenem Hand- und eigenem Arm gegen die Sünden des Fleisches und der Gedanken kämpfen weil Gott ihnen hilft.
00:24:47: Also so heißt es in der Benediktregel und wenn man dann die Vita des Sinon liest, ist das sozusagen eine erzählerische Form genau dieses Kondensats des Erdimitentums.
00:25:01: also eben wie ließt dieses Leben auch entsprechend dem Ideal, wie er es eben aus der Benedikttregel kennt?
00:25:10: Und genau dies passiert ja im Laufe der Wieter und als erster Höhepunkt wohl im Katharinenkloser, als Simeon auf den Berg Sinai geschickt wird um dort ein verlassenes und in Teilen zumindest zerstörtes und wohl auch geplündetes Kloster mit dem Sakophag der Heiligen Katharina zu bewachen.
00:25:36: Dort spielt sich die erste Zähne als eine Art Höhepunkt in seinem Leben ab, als die Dämonen bzw.
00:25:45: Teufel ihnen des Nachts versuchen davon zu überzeugen, die heilige Messe zu lesen was er aber als Diakon ja eigentlich gar nicht darf.
00:25:53: und das ist sehr breit geschildert und detailreich ausgeführt in der Vita.
00:26:00: Und es kommt letztendlich dazu dass Simeon diesen Test oder diese Versuchung besteht und nach einiger Zeit wieder ins Katharinencloster zurückkehrt.
00:26:13: An dieser Stelle kommt ja dann irgendwann einen sehr spannender Bruch in das Leben des Simeons, in der Mitte der Tausend zwanziger Jahre.
00:26:22: Da wird er nämlich zum Einsammeln von Spenden- und Einmosen in die Normadie geschickt!
00:26:28: Wie kommt es denn jetzt dazu?
00:26:30: Ja, tatsächlich ist es so dass da Simeon schon mehrere Expeditionen oder Zeiten in der Wüste oder eben auf dem Berg Sindai erlebt hat.
00:26:41: Aber er ist ja in ein Kloster eingebunden das heißt abt.
00:26:48: Ja, er ist weisungsbefugt und hat Pläne quasi für Simeon.
00:26:53: Also er gibt dem Simeone einen Auftrag und zwar in die Normandie zu reisen um dort Spendengelder entgegenzunehmen.
00:27:01: Jetzt muss man ganz kurz überlegen ja, warum denn gerade die Normandie?
00:27:05: Wie kommt es dazu?
00:27:06: Man muss sagen, die Normundie ist zu der Zeit eben das Herzogtum der Normundi.
00:27:13: Wo seit dem zehnten Jahrhundert eben die Normannen ansässig sind und einen Herzogtuung entwickelt haben.
00:27:19: Und das ist im Prinzip das Jahrhundert in dem eine Transformation passiert.
00:27:23: Das heißt aus raubenden blöderen Wikingern, die eben nicht christlich sind werden... sehr, sehr christliche Neufranken kann man sagen.
00:27:34: Ja die integriert werden in dieses fränkische Reich oder sich integrieren und ein Teil dieser Integrationsstrategie ist dass sie im Prinzip Kirchen unterstützen Klöster bauen insbesondere auch die von ihren Vorfahren letztendlich zerstört wurden Und die sich um das Christentum letztendly sehr stark verdient machen.
00:27:55: und das es nicht nur eine Strategie sondern das ist etwas was dann auch über die die wahrgenommen wird, was man auch in den Quellen wiederfindet und zwar außer normalischen Quellen.
00:28:08: Die einfach loben wie viel die normalen Fürsten sind bereit zu tun um quasi Kirchen, Klöster und Pilgerschaft zu
00:28:17: unterstützen.".
00:28:18: Und ich hätte eine kleine Quellenstelle mit dabei, die auch zeigt wie dann eine besondere Verbindung in Richtung
00:28:25: Bessinai-Klos
00:28:26: das zusammenkommt.
00:28:27: Denn Rudolf Klaber ein Chronist der Zeitgenosse des Heiligen Simeons ist, der schreibt also sie Die Herzüge der Nomandie Schicken den heiligen Kirchen auf fast der gesamten Erde über ausreiche Garten.
00:28:43: Daher kam auch aus dem Osten, und zwar von den viel genannten Berg-Sinai alljährlich Mönche nach Ruon.
00:28:51: Die bei ihrer Rückkehr von den Gedankenfürsten sehr viele Geschenke in Gold und Silber für ihre Gemeinschaften im Gepäckhaken.
00:28:59: Nach Jerusalem zum Grab des Erlösers Sante Richard
00:29:03: II.,
00:29:03: also einer dieser Herzeige der Nommern die hundert Pfund gold – und unterstützte jene, die Fromm dorthin pilgern wollten mit immensen
00:29:11: Summe.".
00:29:12: Und das zeigt einfach aus einer ganz anderen Perspektive und das macht es einfach noch viel glaubwürdiger als Information, dass es eine Beziehung gibt.
00:29:21: Also offensichtlich haben die normalen Fürsten immer wieder auf das Katharinencloster unterstützt aber das war ja damals nicht so einfach.
00:29:28: man konnte keine Überweisungen tätigen oder sowas in der Art des heißt Der sicherste Transfer von Geld war.
00:29:35: man schickt jemandem von A nach B der dann das Geld tatsächlich in die Hand bekommt.
00:29:41: Dort ist ja auch die Rede, dass Mönche eben nach Ruhr kommen alljährlich und wir können deswegen davon ausgehen.
00:29:47: Das Simeon einer von diesen außerwählten Mönchen war, die nach Ruher in die Normandie geschickt wurden.
00:29:55: Und wir können auch davon aus gehen – auch wenn das nur letztendlich zwischen den Zeilen zu lesen ist -, dass Simeons am Anfang gar nicht ganz alleine unterwegs waren!
00:30:05: Aber es erklärt jedenfalls, warum er sich auf diesen weiten und sehr beschwerlichen Weg macht im Auftrag des Abtes um quasi das Überleben des Klosters zu sichern.
00:30:17: Denn man war überall letztendlich in diesen religiösen Häusern darauf angewiesen finanziert zu werden also quasi Trittmitteln wenn man so will einzuberben.
00:30:28: Simeon ist allerdings gar nicht begeistert von dieser Reise.
00:30:33: Er wehrt sich mit allen Rhetorischen Mitteln, macht sich klein und versucht auch auf sein Alter hinzuweisen
00:30:42: usw.,
00:30:43: jedenfalls entspricht das so gar nichts seinem Wunsch als Rekluse zu leben, zurückgezogen zu leben in weiten Teilen einsam zu leben.
00:30:53: Und letztendlich hätte es kaum schlimmer kommen können als eine solche Aufgabe, die ja weltlicher nicht sein könnte.
00:31:00: Eine lange Reise voller Entbehrungen und dann auch noch für Geld.
00:31:05: Also weltlicher geht das nicht und Gottfirma geht es auch kaum für ihn.
00:31:09: Das sieht er auch kommen!
00:31:11: Hier zeigt sich wieder das geschickte Einstreuen der dieser prophetischen Voraussicht, die Eberswien einstreut in seine Wieter.
00:31:22: Simion macht dem Abt sowie seinen Mitbrüdern, Katharinenkluster sehr deutlich klar dass diese Reise für ihn sehr beschwerlich werde.
00:31:32: Dass er nicht erfolgreich sein werde also kein Geld mitbringen werde aus der Normandie.
00:31:38: und das ganze kommentiert dann interessanterweise Eberwien auch da mit dem Kommentar Und so war es auch ja genauso kam es.
00:31:48: Er geht nach Cairo was in der Wieter Babylon genannt wird und erst vor wenigen Jahrzehnten gegründet wurde, also nachdem die Fatemiden in neunhundertneinundsechzig Ägypten erobert hatten.
00:32:03: Er kauft sich, Simon kauft einen Platz.
00:32:06: auf einem venezianischen Schiff werden sie von Piraten überfallen.
00:32:17: Simeon sieht das Ganze erneut voraus, versucht den Kapitänen von der Weiterreise vorab abzubringen allerdings erfolglos.
00:32:26: Wahrscheinlich nicht ganz zufällig ist dann auch der Kapitän der Erste der seinen Kopf hinhalten muss.
00:32:32: alle anderen werden auf dem Schiff ebenfalls getötet.
00:32:36: nur noch Simeone bleibt übrig zieht sein Gewand aus springt nackts ins Wasser und kann so entkommen.
00:32:43: Von hier geht jetzt eine lange ODC los über Regelrecht, also es hat regelrechten Abenteuercharakter.
00:32:50: Also man hat das Gefühl er entdeckt oder trifft unbekannte Völker mit denen er sich kaum unterhalten kann und dass obwohl er ja fünf Sprachen spricht in kleinen Dörfern an den Küsten entlang erreicht Richtung Norden sozusagen über die Sinai-Küste wieder hoch, durch das heutige Israel-Gasastreifen in den heutigen Libanon bis hoch nach Antiochien in Syrien.
00:33:15: Und da dürfte er wohl etwa im Frühjahr tausend siebenundzwanzig ankommen und auch bald dort Eberwin treffen.
00:33:25: Denn Ebervin ist mit einer großen Pilgerschar in Antiochen gemeinsam mit dem Ab von Verdant nach Jerusalem reise ins heilige Land und befreundet sich mit Eberwien und auch anderen.
00:33:45: Und wartet zunächst ab, bis dieser Pilgerzug nach ins Heilige Land gereist ist und wieder zurückgekommen ist um sich dann ihnen anzuschließen.
00:33:57: Das ist eigentlich auch ganz symptomatisch.
00:33:59: Also man geht nicht alleine auf Pilgerschaft, das sind große Gruppen die unterwegs ist, die sich zusammenschließen oft natürlich mit einem regionalen Connex und nehmen dann unterwegs immer noch weitere Menschen auf.
00:34:11: und es ist wahrscheinlich eine sehr sehr große Pilgergruppe, die da eben unterwegs ist und die dann eben Simeon auf den Rückweg wieder aufnehmen will.
00:34:23: Er kann sich mit denen offensichtlich sehr gut verständigen.
00:34:26: und da möchte ich jetzt nochmal auf einen Punkt zurückkommen, den wir jetzt nicht erwähnt haben.
00:34:31: Warum hat er abwahrscheinlich sich für Simeon entschieden?
00:34:35: Das wird den ganz einfachen Grund gehabt haben dass es kaum jemandem gegeben haben dürfte in Kloster der ähnlich qualifiziert für so ein Auftrag gewesen wäre denn wir hatten gehört Simeons Sprach fünf Sprachen.
00:34:48: Das heißt, man konnte ihm zutrauen dass er überall auch zu Recht kommen kann und das wird sicher für die Entscheidung eine wichtige Rolle gespielt haben.
00:34:58: Aber vor allem zeigt sich auch, dass solche Zusammentreffen dann auch schicksalsprägend werden konnten.
00:35:06: Dass die Gemeinschaften, die treffen in solchen Städten hier an Tiocha oder eben auch Jerusalem, das sie später zu Bekanntschaften führen auf, die man wieder zurückgreifen konnte.
00:35:19: und Simeon hat sich tatsächlich der Gruppe angeschlossen auf dem Rückweg, konnte aber nicht gemeinsam mit ihnen dann das Ziel erreichen letztendlich oder auf den größten Teil der Strecke zurücklegen, weil er quasi unterwegs dann hängen bleibt.
00:35:37: Also ihm wird die Weiterreise in Belgrad verweigert.
00:35:42: während die Gruppe dann reisen kann muss er sich trennen wird zurückgehalten und muss eine andere Route einschlagen.
00:35:49: Nach langer Reise wird er ja dann in der Normandie ankommen aber nicht dass vorfinden, was er erhofft hat.
00:35:57: Nämlich den Richard
00:35:59: II.,
00:35:59: den er oben diese Spenden für das Kloster fragen sollte.
00:36:03: Der ist inzwischen leider gestorben?
00:36:05: Ja man könnte zusammenfahrten unter dumm gelaufen verbuchen also er kommt in der Normandie in Rouen an und dort wie es in dem Quellenhaus gab es keine Auskunft über dass dem Kloster versprochene Geld.
00:36:21: So heißt es in der Wiedheit jedenfalls.
00:36:23: Und wir können das letztendlich so übersetzen, nach dem Todreich hat's des Zweiten war die Lage unruhig geworden in der Normandie und die Nachfolger wollten letztendling von den Versprechungen nichts mehr wissen.
00:36:35: man brauchte das Geld für andere und deswegen hat man den Simeon letztendlig unverrichtete Dinge wieder weg geschickt.
00:36:44: Er ist dann aber nicht, wie man annehmen könnte auf dem schnellsten Weg wieder in sein Heimatkloster zurückgereist.
00:36:51: Sondern hat eine etwas längere Route gewählt und hat unterwegs Stationen gemacht bei seinen Bekannten von der Pilgerreise, die er getroffen hat.
00:37:02: Und so macht er auch in Verdor und in Trier letztendlich Stationen.
00:37:08: Interessanterweise – das möchte ich aber nicht verschweigen – Normandie die Erinnerung an den heiligen Simeon bewahrt worden.
00:37:18: Ja, also in Trier kennt man ihn ja aber außerhalb von Trier und der Region ist Simeone relativ unbekannt nicht aber in der Normandrie war oben weil es in der Nomondie auch eine Katharina-Religion gibt.
00:37:33: Und wie das immer so ist, wenn man eine Reliquier hat muss man erklären, glaubwürdig erklären, wie man daran kommt.
00:37:40: Da kam der Simeon ins Spiel.
00:37:42: da von dem wusste man, er kam vom Katharinencloster.
00:37:46: deswegen wäre es logisch gewesen dass er im Gepäck eine kleine Reliquie gehabt haben könnte die er dann in Rouen gelassen hat und insofern hat man eben auch in Rouan seine Erinnerung bewahrt und gibt es auch dort Überlieferungen seiner Vita.
00:38:02: Das nur am Rande.
00:38:04: Eine Frage, die ich ja noch habe ist die nach Wissen und Wissenstransfer und auch Verlässlichkeit weil Richard der Zweite oder auch die anderen aus der Normandie die waren ja nicht alle unbedingt mal im heiligen Land gewesen geschweigelt denn in diesem Katharinenkloster auf dem Sinai.
00:38:20: Woher wussten die eigentlich so sicher, dass das existiert?
00:38:24: Dass sie dafür Geld ausgeben und auch, dass dieser Simeon wirklich der Simeone ist.
00:38:28: Der das Geld dahin bringt oder nicht auf dem Heimweg ein Abstecher nach Genoa und Venedig macht und sich da dann ein schönes Leben aufbaut?
00:38:36: Es ist schon eine Sache des Vertrauens.
00:38:40: Katharina Kloster ist nicht irgendein Kloster, man wusste schon dass es das gibt.
00:38:44: aber tatsächlich ist gerade bei den Normandinnen sehr intensive Pilger Tätigkeit festzustellen.
00:38:52: Das heißt auch in sehr unsicheren Zeiten sind immer wieder Normannen ins heilige Land gereist, oft auch über Süditalien.
00:39:00: Das ist auch das Spannende!
00:39:02: Das normalische Südtalien ist letztendlich deswegen normanisch weil die ersten Kontakte über Pilgerschaft erfolgen also um das Jahrtausend herum.
00:39:12: Das heißt in der Zeit in der Simeon letztendig ja auch lebte, in denen er kurz vorhin in Siziling geboren worden war wissen wir dass die ersten normalischen Pilger in Südtaliens waren Und dann als Söldner rekrutiert wurden, um eben Sarahzehen oder Piraten zurückzuschlagen.
00:39:32: Also da gibt es Quellenüberlieferungen und auch in späterer Zeit ist das so dass immer wieder auch normalische Herrscher tatsächlich ins heilige Land gereist sind.
00:39:41: Das ist ganz besonders frappierend am Beispiel vom Vater von Wilhelm dem Eroberer der stirbt tatsächlich auf einer Pilgerreise ins heile Geland Als sein Sohn gerade mal, ich glaube sieben Jahre oder sowas alt ist.
00:39:58: Er ist außerdem ein unehrliches Kind.
00:40:00: also das muss man sich mal vorstellen.
00:40:02: Ein Herzog der in einer Zeit auf Pilgerreise geht und das war gefährlich.
00:40:07: Das waren weite Strecken.
00:40:09: die Wahrscheinlichkeit dass man nicht zurück kam war jetzt so geringen nicht In einer Zeit wo seine Nachfolge noch nicht gesichert ist.
00:40:16: Aber das ist symptomatisch.
00:40:17: Es gab enge Beziehungen, man hatte schon ein relativ gutes Netzwerk und auch ein Verständnis von der religiösen Geografie der Welt.
00:40:25: Und Simeon wird sicher nicht wie es so Schöne der Bieter beschrieben wird wirklich nackst gewesen sein sondern er wird wahrscheinlich auch schon irgendwelche Dokumente mit dabei gehabt haben die ihn ausgewiesen haben oder Gewährsleute die quasi für in Bürgen konnten.
00:40:45: Genau und der Hinweis darauf, dass Pilgern in dieser Zeit ja erst im elften Jahrhundert nicht ganz ungewöhnlich war haben wir jetzt schon gesehen mit Simions Reise.
00:40:56: Wir haben es mit dem großen Pilger Trost gesehen.
00:40:59: Wir sind auch bei einem weiteren Chronisten einige Informationen zu Simeon, zu verdanken haben.
00:41:10: Nämlich den französischen Mönch Ademar der wohl auf einer Pilgerreise Tausendvierunddreißig dann später auch gestorben ist.
00:41:19: und wir haben einen Triererbischof nämlich Erzbischoff Poppo, der sich entscheidet wahrscheinlich tausend zu siebenzwanzig achtundzwanzzig ins heilige Land als Pilger zu reisen.
00:41:30: Und nachdem er seine Entscheidung schon getroffen hatte lernt er Simeon kennen.
00:41:35: Vermutlich nicht in Trier, er könnte in Tria angekommen sein aber möglicherweise auch in Verdun oder irgendwo unterwegs nachdem Simeone Eberswien getroffen hat und der Kontakt hergestellt wird.
00:41:48: jedenfalls entscheidet sich Simeons aus welchen Gründen auch immer sich eben anzuschließen.
00:41:54: Und hier ist es so.
00:41:55: wie schon zu Beginn unseres Gesprächs erwähnt Raft Eberswin dann die Wieter, denn sie fahren hin und kommen zurück.
00:42:04: Ohne diesen langen Weg um beschwerlichen Weg zu schildern Denn es geht jetzt nicht um Erzbischof Popo Es geht um Simion Und die Beschwerliche Reise hat er schon gemacht.
00:42:15: Jetzt soll es schnell in der Wieta offensichtlich weitergehen und seine seine Werdung zum Heiligen Mann dann auch in Trier beschrieben werden.
00:42:25: Und so eine Pilgerreise ist offenbar es realistisch, dass man das Ganze in etwa einem Jahr durchführen kann.
00:42:34: Wenn er tausend, sieben, zwanzi oder achtundzwanzig reiste konnte er Tausendneunzwanzich oder spätestens dreißig wieder in Trier eingetroffen sein zusammen mit Simion.
00:42:45: und interessanterweise kommt Simion eben mit Erzbischof Popo zurück.
00:42:49: Er hätte ja auch bleiben können oder zurück ins Sinai Kloster gehen können um dort unverrichteter Dinge sich wieder plicken zu lassen.
00:42:59: allerdings geht damit nach Trier und hat sich offensichtlich auch mit dem Erzbischof befreundet auf dieser längeren Reise.
00:43:07: Beide hatten ja auch genug Zeit, sich kennen zu lernen.
00:43:11: Und in Trier bittet er den Erzbschof, sich als Einsiedler dann eben in der Porta Nigra nigerzulassen.
00:43:19: Der Erzbeschof gestattet ihm den Wunsch.
00:43:22: Er bekommt eine Zelle offensichtig aus Holz Gezimmert im nördlichen Teil des Osttoms und das Ganze passiert zum Andreasfest am treißigste November entweder tausend neunzwanzig oder eben dreißig.
00:43:38: Und wir lesen immer wieder er habe sich einen Mauern lassen.
00:43:40: aber tatsächlich ist er in einer Zelle aus Holz, er verlässt sie nicht mehr.
00:43:47: Er sagt der Welt erst sozusagen gestorben für die Welt.
00:43:51: Es gibt hier Beschreibungen, die ähnlich an der Beerdigung sind.
00:43:55: Allerdings kann er in dieser Zelle besucht werden und empfängt auch Besuch so wie andere Einsiedler-Besuchempfangen Gespräche führen.
00:44:04: Er wird versorgt mit Essen das über einen Korb in seine Zelle hochgezogen werden kann.
00:44:10: uninteressanterweise ist das Ganze zwar ein Leben in Abgeschiedenheit aber alles andere als ein Leben entvölliger Ruhe also in der Porta Nigratrum herum.
00:44:18: es gibt St.
00:44:19: Paulin Minen sind nicht weit weg.
00:44:22: Der Markt ist auch nicht gerade weit weg, da wird er durchaus ja nicht die Ruhe gehabt haben, die er sich vielleicht gewünscht hat.
00:44:30: aber er gibt sich dort in dieser Abgeschiedenheit dem Gebet und den Fasten hin.
00:44:35: Er ist offensichtlich ernährte sich von Wasser, ein paar Körner die er schon mal ins Wasser wirft und die da aufgeweicht werden etwas Brot wohl.
00:44:46: Und hier interessanterweise für Trier ganz markant.
00:44:50: Trier als Weinstaat berichtet Eberswien dass er der eben das Leben hier im Norden nicht gewohnt ist hin und wieder um seinen Magen ja zu schonen etwas Weinen zu sich nehmen musste.
00:45:03: Um den Magen eben zur Beruhigen.
00:45:05: Und das passt, glaube ich ganz gut zur Ernährung hier auch in Trier und der Weinstadt Trier.
00:45:12: Die Porta Nigra ist ja zu diesem Zeitpunkt um die achthundert Jahre alt eines der Überbleibsel aus der römischen Zeit Trias.
00:45:21: Es war ja oftmals so gewesen dass römische Gebäude im Früh- und Hochmittelalter als Steinbrüche genutzt wurden um neue Gebäute zu bauen.
00:45:31: Aber die Porter sah zu diesem Zeitpunkt noch ungefähr so aus, wie die Römer sie hingestellt hatten.
00:45:36: Na ja ganz so vielleicht nicht!
00:45:38: Wir müssen uns in dieser Zeit, in der wir jetzt befinden... Trier als eine Ruinenstadt letztendlich vorstellen.
00:45:45: Das heißt, man hat die Römerbauten intensiv als Steinbrüche verwendet aber es war ne ganze Menge Stein da.
00:45:52: das heißt es war noch einiges aufrecht gestanden auch von der Stadtmauer denn die Porta Nigra war ja nicht in Monolith sondern da gab es ja noch Stadtmauern drum herum oder einstmals einen sehr großen Stadtmaurring und davon wird noch einiges aufrechtgestanden haben.
00:46:08: und die Porte Nigra nicht mehr als einziges römisches Stadttor, aber sie war nicht mehr funktionszüchtig in dem Sinne dass die Tour gehabt hätte, die man geschlossen hätte oder sowas in der Art.
00:46:23: Aber sie war noch da!
00:46:24: Sie war ein Gebäude, sie war mit einem Raum den man betreten konnte.
00:46:29: deswegen können wir auch davon ausgehen das das eine Grund war warum sich Simeon eben die Porteausbedingung hat, aber man man konnte durch die Tourbögen eben hindurch gehen Und er hat dann auf ungefähr sechs Meter Höhe seine Zelle gehabt und lebte da wie auf einer Insel, aber eben eine Insel in der Stadt.
00:46:51: Andreas Lehner hat es ja schon gesagt, war letztendlich Leben.
00:46:55: Die Menschen wussten auch das, dass dort Simeon lebt und das war nicht immer gefährlich.
00:47:03: Es gibt in der Wite eine kleine Passage, da wird davon berichtet, dass ein Jahrhundert Hochwasser gegeben habe also die Mosel über die Ufer getreten ist und zwar mehr als üblich Geschichte man in verantwortlichen brauchte, jemand der Schuld hat.
00:47:24: Und da war Simeon als Fremder jemand auf den man sich einigen konnte und es muss da wohl dann eine Zusammenrottung gegeben haben auch Menschen die schon Steine Richtung der Porter geworfen haben und der Erzbischof, der letztendlich dann seine schützende Hand über ihn hielt und dann auch die Stimmung wieder beruhigt hat und dafür gesorgt hat dass dem Simeone eben nichts passiert.
00:47:48: ein paar Jahre in der Porta Nigra als Einsiedler leben.
00:47:52: Sein Leben wird dann zu Ende gehen, aber die Geschichte noch lange nicht.
00:47:56: Was passiert mit uns seinem Tod?
00:47:59: Er stirbt dausendfünfunddreißig!
00:48:02: Aber es ist wie zumindest wenn man den Dieter glauben will jetzt kein plötzlich und unerwarteter Tod sondern er fühlt sein Ende nah an und ruft dann tatsächlich Eberwin auch nochmal zu sich, der dann kommt praktisch in seinen letzten Momenten erstens bei ihm ist und auch notiert, was Simeon sich quasi wünscht.
00:48:23: Er möchte nämlich an Ort und Stelle seine Inklusive beigesetzt werden.
00:48:28: Und so kommt es dann auf.
00:48:29: also man bestattet ihn an Ort- und stelle also im der Porter gehen, beginnt dann der Erzbischof auch damit Lobbyarbeit zu betreiben für ein Heilig-Sprechungsverfahren.
00:48:43: Wahrscheinlich dann wenn nicht schon in mir vorfällt beauftragt er Eberwin eben mit der Erstellung der Wieter und schreibt an den Papst das ist Benedikt der Neunte in diesem Fall und bittet ihn um die Heiligsprechung und die Erfolg dann auch zu Weihnachten Tausendfünfunddreißig!
00:49:02: Und das ist interessant weil es gibt heute Heute tatsächlich noch diese Urkunde in Koblenz im Landeshauptarchiv und sie gehört dazu den ältesten Papsturkunden, die überliefert ist.
00:49:15: oder beziehungsweise sie ist von Tausendsechs und dreißig, bezieht sich aber eben auch die Entscheidung Weihnachten fünfunddreißig mit der Simeon dann heiliggesprochen wurde.
00:49:25: Aber zu dem Zeitpunkt hat sozusagen war der Erzbischof schon wieder drei Schritte weiter und hat ganz stark daran gearbeitet Aber institutionell sichtbar zu machen und einen Simeons Kult zu etablieren.
00:49:42: Simeon wurde dann ja auch beigesetzt, und zudem was bei seiner Beisetzung passiert sein soll, da weiß Andreas Lehner gleich viel mehr
00:49:50: Bescheid.".
00:49:53: Naja er wünscht sich natürlich nach seiner Sitte bzw.
00:49:58: heute würde man sagen nach dem Brauch der Ostkirche bestattet zu werden.
00:50:04: In wieder weiser Voraussicht, in profetischer Voraossicht sieht er seinen eigenen Tod voraus.
00:50:11: Ruft sein Freund den Abdeberswin zu sich in seine Zelle.
00:50:16: Sie führen offensichtlich ein tiefgründiges Gespräch auch nicht zum ersten Mal in seiner Zelle und daraufhin kommt... Simion zu seinem eigentlichen Grund für das Gespräch erklärt ihm, dass er seinen Tod nahe sieht und erklärt eben wie er sich die Bestattung wünscht.
00:50:37: Und Eberwin hat gewisse Sorgen, dass der Erzbischof dem nicht nachkommen könnte und ihn beispielsweise im Triradom bestatten könnte.
00:50:49: ein Grund wäre vielleicht auch der um diese Zeit kräftig gebaut wird, an der noch heute schön zu sehenen Träger Westfassades Domes.
00:51:01: Also einige Jahre später wird dann der Dom auch neu.
00:51:04: gewalt durch Erzbischof Portbo im Reliquien des Heiligen Maternos werden also das dritten Bischofs von Trier werden aus Sant Eucharios und heute St.
00:51:13: Matthias dorthin transferiert.
00:51:17: aber was hier interessant ist Während des Gesprächs laut Vita stellt Eberwin etwas besonders fest und zwar einen ganz besonderen Wohlgeruch, der von Simeon ausgegangen sein soll.
00:51:32: Und solche besonders guten Gerüche von Personen bzw.
00:51:37: oft auch... Leichnamen, Toten sind immer in der mittelalterlichen Literatur und vor allem in der hageografischen Literaturen Hinweis auf Heiligkeit.
00:51:46: Also auch hier wird wieder diese Heiligkeit Simions vorweggenommen, auch wenn der Leser bis dahin sicherlich schon längst Bescheid wusste wohin die Reise gehen wird.
00:51:58: und schon bald nach Simions Tod, der am ersten Juni zehn, dreißig geschah Passieren zahlreiche Wunder in der unmittelbaren Nähe des Todes und auch dann über die nächsten Jahre hinweg.
00:52:14: Die frühen Versionen, der Vita- und auch die Eberwins, die Tausendfünfunddreißig eben an den Papst Benedikt geschickt worden sind erhalten nur die Unmittelbar nach dem Tod und im Umkreis des Todesschänenen Wunder.
00:52:30: Weitere, spätere Version oder Spätere Manuskripten halten noch zahlreiche weitere Wunder die hinzugefügt worden sind und es nimmt regelrecht kein Ende wie bei Jahre hinweg.
00:52:41: Ein ganz besonderes Wunder das berichtet wird ist das sogenannte Balkenwunder.
00:52:47: Wir hatten ja schon gehört, dass die Zelle nicht ganz leicht zu erreichen war.
00:52:51: Sechs Meter hoch hat Viola Skiba erwähnt.
00:52:53: es gab wohl eine Leiter, die dorthin geführt hat.
00:52:57: allerdings nach seinem Tod kommen natürlich schon bald viele Leute.
00:53:02: viel Volk kommt möchte an sein Grab möchte beten hofft auf Heilung.
00:53:08: und hier geschieht dann das sogenannte Balkenwunder als man nämlich versucht eine Treppe zu bauen, eine höchste Treppe die dort hochführt um diesen sechs Meter Aufstieg etwas zu erleichtern.
00:53:22: Und in der Vita nach der Übersetzung von Andreas Heinz heißt es dort als demzufolge ein bequemer Aufgang im Gemäuer des Toms hergerichtet und von vielen Leuten einen Holzstamm hochgezogen wurde und als dieser schon in der Höhe schwebte macht er Anstalten da ein Strick gerissen war Die zusammengeströmte und darunter stehende Volksmenge, lebensgefährlich zu betrohen.
00:53:49: Da in Folge dessen alle aufs Äußerste erschrocken waren und schrien, da Gottesmann Simeon möge helfen, wird der Stamm – man muss es ein Wunder nennen – als ob er mit Händen gehalten würde langsam hin- und herschwankend heruntergelassen.
00:54:04: Und während die entsetzte Menge auf beiden Seiten Platz macht, legt man ihn gefahrlos auf die Erde.
00:54:10: Diejenigen aber!
00:54:12: die der Gefahr in Gang waren, singen Christus Lob und danken Simeon dem Diener eines so großen Wunders.
00:54:19: Froskiba sie haben eben das was der Bischof Popophon Trier macht als Lobbyarbeit beschrieben.
00:54:25: Simeone ist ja tatsächlich erst die zweite Person die von der katholischen Kirche offiziell als ein Heiliger anerkannt wird.
00:54:33: welche Bedeutung hatte denn diese neu aufkommende Praxis die wir heute doch sehr gut kennen?
00:54:39: für die katholische Kirche beziehungsweise das Christentum oder dann speziell für Trier, für Poppo?
00:54:45: Ja tatsächlich ist es ja... Die Bedeutung von Heiligen natürlich schon immer wichtig gewesen in der Kirche.
00:54:56: Es wird aber jetzt quasi wie so vieles in dieser Epoche formalisierter.
00:55:01: Das heißt, am Papsthof wird ein bestimmtes Formular ein Verfahren entwickelt auch bestimmte Informationen die beizubringen sind um an solches Verfahren in die Wege zu leiten und das ist jetzt in den Kinderschuhen wird ausprobiert und praktisch durch exerziert.
00:55:19: und da ist Simeon tatsächlich der zweite.
00:55:22: Ende des zehnten Jahrhunderts war es tatsächlich Mal gewesen und dann kommt eben schon Simeon ins Spiel.
00:55:29: Und letztendlich ist es ja noch heute so, dass Heiligsprachungsverfahren einen ganz bestimmten Muster verfolgen.
00:55:36: Und wenn man jetzt die andere Seite betrachtet, Bischof Popo, was war seine Intention?
00:55:42: Also wir können sicher davon ausgehen dass er wirklich einen Sinion geglaubt hat.
00:55:46: Dass er überzeugt war von seiner Heiligmäßigkeit und das entsprechend gewürdigt haben wollte.
00:55:53: aber man darf natürlich auch nicht verhehlen Die Etopierung eines Heiligen und einer entsprechenden Memorialorts, eines Pilgerzentrums immer auch ein ekonomischer Faktor und Gewinn war.
00:56:10: Weil das Anziehungspunkt war.
00:56:12: Kläubige sind an den Ort gepilgert haben dort Spenden hinterlassen, haben praktisch zum gesellschaftlichen und religiösen Leben beigetragen Ebenfalls davon ausgehen, dass Popo von Barbenberg hier von Anfang an das Ziel verfolgt hat eine solche Stätte und einen solchen Kult ganz bewusst zu etablieren.
00:56:34: Dafür spricht zum einen die Schnelligkeit, mit der letztendlich das Heilig-Sprechungsverfahren eingeleitet wird.
00:56:42: Aber zum anderen auch wie schnell dann bauliche Veränderungen folgen.
00:56:48: also praktisch schon wenige Monate nach dem Tod wird damit begonnen um dass gerade mal herum wenn man so will eine Kirche zu errichten.
00:56:59: Das heißt, die Porta Negra wird in eine Simeons-Kirche umgebaut.
00:57:04: aber nicht nur das.
00:57:05: wenige Jahre später wahrscheinlich ab den Vierzigerjahren wird auch mit dem Bau eines Stiftes direkt daneben also dort wo sich heute eben das Stadtmuseum Simeonstift befindet wird dieses Gebäude gebaut, was quasi als Erinnerungsort und für die Infrastruktur helfen soll.
00:57:25: Also Stiftsherren, die angesiedelt werden um die Memoria dieses neuen Heiligen auch zu betreiben!
00:57:32: Und das ist ein Ort der ganz eng mit dem ärztbeschöpflichen Stuhl verbunden bleibt und zwar bis zur Auflösung des Stifts dann im Zuge der Sekularisation.
00:57:45: Das führt dazu, dass die Porta Migra eben ihr Aussehen vollkommen verändert.
00:57:50: D.h.,
00:57:51: die Turmbögen werden letztendlich zugeschüttet.
00:57:54: Es wird etwas wie ein Berg errichtet also eine große Freitreppe von der Stadt her wo man direkt ins heute würden wir sagen erste Obergeschoss eintreten kann Und dann dort eine Pilgerkirche vorzufinden, während ein Stock höher sich die Stiftskirche befindet.
00:58:12: Also wo die Stiftsherren letztendlich ihre Messe lesen und es einen direkten Zugang gibt auch zum Simeon-Stift nebenan!
00:58:21: Und das war eine Maßnahme, die man eigentlich nicht zu geringe ansetzen darf.
00:58:26: Weil das Stift hatte ja auch noch eine wirtschaftliche Funktion.
00:58:29: da gehörten Obstgärten, eine Mühle dazu also wirklich größere Besitzungen, die bis auf die andere Moselseite reichen und man musste sogar die Straße verlegen!
00:58:41: Denn der Zugang zur Stadt war ja bis dahin durch die Porta Nigra gegangen, die den Zugang bildete Da das Tor nicht mehr vorhanden war, eben ein neues Tor und so entstand direkt daneben des Simeons-Tor.
00:58:57: Tria, Sie hatten es erwähnt hat eine große Stadtmauer hatte mehrere Tore.
00:59:01: von diesen Toren steht heute nur noch die Porta Nigra Und ich denke man kann ja schon sagen hätte Simeon nicht seine vier vielen halb Jahre in der Porta Nikra verbracht Wahrscheinlich hätten wir sie auch heute nicht mehr.
00:59:14: Ich glaube dass kann man sich ziemlich sicher bejahen.
00:59:17: Also sie ist erhalten geblieben, weil sie eben die Simeons Stiftskirche war.
00:59:22: Ansonsten hätte man sie abgerissen wie alles andere
00:59:32: eben
00:59:39: auch.".
00:59:40: ja eher so ein bisschen am Stadtrand in fasten Vergessenheit geraten sind.
00:59:45: Da würde ich gerne jetzt zum Abschluss auch noch nachgehen, was passiert denn mit seinen Gebeinen?
00:59:50: Wir wissen aus weiteren Quellen dass das Grab bzw sein Sakophag in der Porta Nigra im Jahr fourteenhundert feierlich geöffnet worden ist und man habe darin eine Pleithafel mit einer Innenschrift gefunden übersetzt.
01:00:06: Hier liegt ein gewisser Simeon aus Babylon, in Münch war er im Sinai davor Einsiedler und zwar dann eben am ersten Juni gestorben.
01:00:15: Und ich habe mich natürlich fragt man sich warum als Simeons aus Babylon genannt wird.
01:00:22: Wir hatten vorhin gehört Kairowurt als Babylon bezeichnet.
01:00:26: das ist ein bisschen unklar.
01:00:27: Ich könnte mir auch vorstellen dass hier in einer Zeit wo Tria sich als heidige Stadt regelrecht hervortut der Ring von verschiedenen geistlichen Institutionen um die Stadt.
01:00:40: Ja, also nicht weit von der Porta Nigra ja auch Sankt Maximeen und Sank Paulin beispielsweise im Süden dann Eucharios beziehungsweise Matthias Die vielen Reliquien, die hier gefunden oder transferiert oder gesammelt werden aber eben auch Ja, das frühe Bewusstsein für die Entstehungsgeschichtein und Stehungsmythus der Stadt.
01:01:02: Nämlich der Mythos um den Babylonischen König Trebetter könnte hier eine Rolle gespielt haben weshalb er eben aus genau dieser Region gekommen sein soll aus dem weiteren östlichen Gebiet aus dem Orient.
01:01:17: Allerdings sein Sarkopharkt, wie auch immer bleibt bestehen bis zu Sekularisierung.
01:01:24: Zur Zeit der Sekularisierung, die Viola Skiba schon erwähnt hat, dann wird der Sachsand St.
01:01:29: Gervasius transferiert.
01:01:31: Das ist die Fahrkirche, die neben der Konstantin Basilika stand aber im Zweiten Weltkrieg zerstört worden ist Heute also nicht mehr existiert.
01:01:41: Der Sarkophag liegt heute, wurde transferiert nach Trierwest in die Krypta der erst neunzehnundsechslischige Weiten Sanktsimionkirche Und dort wurde er auch erst, aus dem Jahr hier in der Porta Nigra bestattet zu werden und dort letztendlich unberührt auf alle Zeiten zu bleiben hat sich damit nicht erfüllt.
01:02:13: Was man vielleicht noch sagen muss, das haben wir nicht erwähnt.
01:02:16: Aber sein großer Förderer Puppo von Babenberg hat sich... zu seinem Lebensende ebenfalls gewünscht, bei dem heiligen Simeon beigesetzt zu werden.
01:02:28: Und dieser Wunsch wird ihm ebenfalls erfüllt.
01:02:30: Er stirbt übrigens aller Wahrscheinlichkeit nach an einem Hitzschlag den er sich zugezogen hat als er die Baustelle am Dom besucht hat im branden Sonnenschein.
01:02:41: und er wird ebenfalls bei Simeone dann beigesetzt jetzt gerade bei Popos von Barbenberg sind, dann möchte ich doch nochmal auf eine Sache zurückkommen die gerade eben so ein bisschen angeklungen ist.
01:03:00: Tria galt ja im Mittelalter als die Stadt der Kirchen, also die Stadt, die unheimlich viel in religiöser Hinsicht zu bieten hatte und hier spielte ja der Plan Popos Von Barbenberg auch eine bestimmte Rolle.
01:03:14: aber letztendlich hat er der Simeon Ja, nicht für die Trierer.
01:03:19: Aber ganz generell nicht so gezündet.
01:03:21: und die Frage ist natürlich auch, woran lag das?
01:03:24: Und dass es tatsächlich so, dass es in Trier letztendlich fast zu viel gab oder zumindest zu viel Konkurrenz für den heiligen Simeon, weil man in Paulien wenige Jahrzehnte nach dem Heiligen Simyon dann Ja, die Gebeine von Paulinos, von dem man ja wusste, dass er letztendlich dort begraben war.
01:03:46: Aber auch noch dreihundert Tebäer von der Tebäischen Legion mit den Thürsus entdeckt hatte.
01:03:52: und dann wieder ein wenig später wurde dann elfhundert siebenundzwanzig in St.
01:03:57: Eucharios das Haupt des Apostels Matthias wiederentdeckt Und damals hatte man tatsächlich einen Apostel-Haupt gefunden und das war natürlich noch deutlich höher anzusetzen als als ein Errimit aus dem Osten.
01:04:11: Und die Umbenennung kam ja dann auch von St.
01:04:14: Eucharius zu St.
01:04:15: Matthias und dann, spätestens seit dem fünften Jahrhundert, kam noch der heilige Rock dazu, wo der Fünfter zwölf zum ersten Mal gezeigt wurde.
01:04:25: Ich glaube da konnte man späterstens nicht mehr mithalten.
01:04:30: Deswegen ist auch Simeon so ein bisschen in der Versenkung verschwunden.
01:04:34: also es war immer da!
01:04:36: Die Kirche und auch Semyon waren wichtig... Es war ein bedeutendes Zentrum, auch eng mit dem Bischofssitz verbunden.
01:04:43: Aber hat nie die Bedeutung erlangt, die sich Pappe von Badenberg glaube ich erträumt hatte ursprünglich?
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