L-002: Hof und Itinerar Kurfürst Friedrich III. "des Weisen" von Sachsen (1486-1525), mit Thomas Lang
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Die Episoden werden thematisch und nicht nach Erscheinungsdatum nummeriert. Für einen chronologischen Durchgang zur europäischen Geschichte sollten die Episoden nach Namen sortiert werden. Unten in den Shownotes findet ihr die Liste der einzelnen Kategorien!
schwarze0fm hatte als Hobbyprojekt begonnen - inzwischen habe ich aber durch Auftragsproduktionen und Crowdfunding die Möglichkeit gewonnen, mehr und bessere Folgen für Geschichte Europas zu produzieren. Das Prinzip "schwarze Null" bleibt - die Einnahmen werden verwendet, für mich Rahmenbedingungen zu schaffen, den Podcast zu betreiben und weiterzuentwickeln. In dieser Folge habe ich das ausführlich erklärt.
This episode of "Geschichte Europas" by schwarze0fm (Tobias Jakobi) first published 2026-08-03.
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Kategorien
Die Namen der Podcast-Folgen beginnen mit dem Schema „Buchstabe-Dreistellige Zahl“. Der Buchstabe steht dabei für die thematische Kategorie (die auch im Untertitel der Folge zu finden ist). So kann, zumindest für die Buchstaben B bis U, durch alphabetische Sortierung ein chronologischer Ablauf der Folgen dargestellt werden.
Die Kategorien der Episoden sind wie folgt:
• A = Epochenübergreifende Themen
• B = Geologische Geschichte
• C = Vorgeschichte und Altsteinzeit
• D = Mittel- und Jungsteinzeit
• E = Die Metallzeiten
• F = Griechische Antike
• G = Römische Antike
• H = Das Frühmittelalter
• I = Das Hochmittelalter
• J = Das Spätmittelalter
• K = Erste Europäische Expansion
• L = Der Weg in die Neuzeit
• M = Reformation und Glaubenskriege
• N = Absolutismus und Aufklärung
• O = Zeitalter der Revolutionen
• P = Nationalismus und Imperialismus
• Q = Erster Weltkrieg
• R = Zwischenkriegszeit
• S = Zweiter Weltkrieg
• T = Kalter Krieg und Europäische Einigung
• U = Nach dem Kalten Krieg
• V = Europa aktuell
• W = Epochenübergreifende Biographien
• X = Geschichtswissenschaft und Erinnerungskultur
• Y = Quellen
• Z = Meta/ Podcast
Transkript anzeigen
00:00:00: Das Wittenberger Allerheiligenstüst hatte ein Portionkularablass erworben, das heißt eigentlich hat man beansprucht Schuld und Sünde zu erlassen.
00:00:11: Das ist theologisch sehr am Stritten weil theoretisch könnten nur die sünden Strafen erlassen werden aber man hat das kurze Hand aus alten präbslichen Privilegien abgeleitet wenn man dort an aller Heiligen beichdet.
00:00:26: Nun ist es so Das freu ich derweise an diesem Tag überhaupt nicht in Wittentag war.
00:00:31: Das heißt, wenn Spalatin das mitbekommen wollte dann konnte er nicht einfach vor die Tür gehen und sehen oh da hängt der Zettel!
00:00:39: Spalatin unter Kurfürst zusammen mit unter anderem den Sängerkram Georg Mario, der manchmal als Zeuge für den Tesenanschlag herangezogen wird, weilten zu dem Zeitpunkt der Residenz in Altenburg.
00:01:26: In dieser Folge von Geschichte Europas spreche ich mit Thomas Lang über Friedrich den Weisen, seine Reisen und seine Hofhaltung.
00:01:46: Und dadurch auch bekannte Ereignisse, wie Lutters Thesen-Anschlag von fünfundundzwanzig neu einordnet.
00:02:02: Außerdem zeigt er auf, wie Friedrichs Hof als politischer, administrativer und kommunikativer Raum funktionierte – und weshalb die Erforschung dieses Hofes neue Perspektiven auf Friedrichserhältnis zu Luther und seiner Reformation eröffnet.
00:02:16: In den Show notes Erfolge findet ihr Kontaktmöglichkeiten für Fragen, Feedback oder Kommentare sowie Wege wer mich um diesen Podcast unterstützen könnte!
00:02:24: Etwa durch Spenden wie Paper und Kofi oder durch regelmäßige Beiträge über Steady & Kofie.
00:02:30: In den Schollennots gibt es auch eine Liste inhaltlich verkiffter Folgen, die stets aktuell gehalten wird.
00:02:34: – und damit genug der Vorrede!
00:02:37: Jetzt wünsche ich euch viele neue Erkenntnisse.
00:02:39: mit dieser Aufnahme aus dem Januar, im Jahr ist es zu Ende des Mittelalters.
00:02:43: Es gibt einen guten Grund, warum die Zeit um fifteenhundert als Ende des Mittelalters und Beginn der frühen Neuzeit gewertet wird.
00:02:49: Wir haben dort mehrere Umbrüche, die quasi zeitgleich passieren.
00:02:53: Wir haben einmal den Fall von Konstantinopel, der nicht nur für Konstantino-Pel in der Phase beendet sondern auch sehr viel Wissen aus dieser Region.
00:03:01: Auch griechischsprachigen Willierte das restliche Europa bringt und dort sozusagen einen neuen Antrieb gibt an den Universitäten dass sich damit der Humanismus antikes Wissen wieder verbreitet und dieses antike Wissen entdeckt wird also ein Vortrieb bringt für Renaissance Gedanken.
00:03:19: Wir haben gleichzeitig mit dem Buchdruck ein Medium, das relativ schnell und stark weite Massen erreicht und das neue Gedanken sehr schnell verbreiten kann, dass unglaublich schnell auch an den Universitäten Platz findet und dann auch in den Zugang in Verwaltungen sich sehr schnell wiederfindet kommt wiederum einen großen Anteil von jüdischen Glaubensflüchtlingen, die sich besonders im Osten des heiligen römischen Reichs verteilen.
00:03:54: Die dann allerdings auch bestimmtes Wissen mitbringen.
00:03:57: und natürlich dann mit der Entdeckung von Amerika bricht Europa halt auf um die restliche Welt zu entdecken in Anführungszeichen beziehungsweise zu kolonisieren.
00:04:08: Da kommen neue Gedanken hier rein und das Ganze bleibt tatsächlich selbst in provinziellen Dörfern in Sachsen nicht unbekannt.
00:04:15: also wenn wir sich vorstellen Dass man in der Reformation am Vorwarsch war, kommt dann tatsächlich einfach Bischof aus Meißen zusammen mit einem Theologen aus Leipzig.
00:04:28: In ein kleines Dorf Herzberg südöstlich von Bittenberg und dort wurde halt den Leuten gesagt, seid doch nicht so, fällt doch nicht einfach diesen... diesen neuen Glaubensfortenform zum Opfer, ihr seht doch was passiert ist ein Konstantinope weil man nicht an den einen Papst geglaubt hat.
00:04:44: Die sind alle vernichtet worden und macht das doch wie die Leute auf den neuen deckten Inseln in diesen neuen Inselnen.
00:04:50: Die haben sich nämlich sofort und freiwillig dem neuen Glauben angeschlossen, was eine reine Lüge ist.
00:04:56: aber daran sieht man dass auch diese Sachen die rings in der Welt passierten bis in die kleinen Dörfer im Sachsen Bekanntheit hatten und dies wirkt sich dann halt entsprechend aus.
00:05:08: und spätestens mit der Reformation kommen dann all diese Punkte zusammen.
00:05:12: Wir haben eine neue Renaissance, eine neue jugendliche Strömung die gerade an einer neuen gegründeten Universität Wittenberg sehr stark vertreten ist.
00:05:21: sie können den Buchdruck nutzen Und Sie versuchen natürlich Mit dem Alpen zu brechen und auf Grundlage von Schriften die man aus der Antike überholt hat versucht man das was man bisher in den Universitäten und Schulen gelehrt hat zu überprüfen.
00:05:35: Gleichzeitig sind aber die Leute, die das betreiben auch natürlich Kinder ihrer Zeit.
00:05:39: Wir wissen dass Martin Luther als Augustine Ehrer mit und auch vorher als Jurastudent seine Ausbildung quasi in Fahrschulen oder in Glusterschulen und an Universitäten erhalten hat, die eigentlich spätmittelalterlich geprägt sind.
00:05:52: trotzdem sagt er hinterher diese Ausbildung ist mies schlecht.
00:05:56: wir wollen jetzt alles reformieren wir wollen es neu machen wir wollen einen neuen Aufbruch wagen.
00:06:00: dieser aufbruch ist halt in dieser zeit mit den entdeckungen mit den neu entdeckung sowohl was die wissenschaft angeht als auch was die, was die welt angeht eng verbunden.
00:06:12: und da spielt das kleine sachsen erstaunlicherweise eine recht große rolle.
00:06:18: wenn sie heute auf die kartoschaunsachsen so rechts unten in deutschland an der kleinen ecke damals erstreckt sich des territorium Wenn wir das kurfürstentum sachsen oder schatzhocktum saxons zusammennehmen quasi um fifteen hundert dass die eine grenze sagahn sagano Heute Polen.
00:06:35: Dann können sie in Besko, südlich von Berlin finden Sie auch Sachsen.
00:06:39: Sie können bis nach Kuba runtergehen und dort finden sie auch Sachsens.
00:06:42: Das ist die fränkische Pflege.
00:06:45: Dann finden Sie in Eisenach-Sachsen,
00:06:47: d.h.,
00:06:48: die haben ein riesiges Territorium zu dem dazu kommt dass die Vettiner damals die Würsten von Sachsen sehr große Verwandtschaftskreise gezogen haben.
00:06:59: Die Schwester prägt durch das Weißen um sehen es heute gehen soll.
00:07:02: Eine der Schwester, Kristina ist mit dem Herzog von Holstein verheirateten.
00:07:07: Dieser Herzog Von Holstein ist gleichzeitig König von Dänemark, Schweden und Norwegen.
00:07:12: Das heißt sie kommen bis dahin!
00:07:13: Der Onkel von Friedrich den Weisen, Herzog Albrecht genannt der Beherzte in der Forschung, ist von Kaiser Maximilian mit der Bekämpfung der aufständischen Friesen beauftragt worden und hat als Belohnung dafür den Reichskuppert-Notorenamt in Friesland erhalten.
00:07:31: Sachsen herrscht indirekt auch über Friesland, was für Friesland nicht unbedingt das Beste war.
00:07:36: Wie man dann an einem sehr langen, fast zwanzig Jahre andauenden folgenden Bürgerkrieg dann sehen kann der sogenannten sächsischen Pfede.
00:07:45: Wir haben auch andere Weitere Landschaftsbeziehungen die da eine Rolle spielen und die sozusagen die Sachsen mit dem Königshaus verwandt machen.
00:07:55: Friedrich der Weise ist Enkel der Schwester des Kaisers.
00:08:00: Das heißt, wir haben seine Großmutter bei der er zum Teil auch ausgebildet worden ist hat Ängste Beziehung ins Kaiserhaus.
00:08:07: Wir haben dann eine andere Beziehungen, dann weiterhin.
00:08:09: seine Mutter stammt aus dem österreichischen Herzhochshaus des Schwester das regierenden Herzhochs Albrecht von Bayern.
00:08:19: Das heißt wir haben also ein weites Beziehungsgeflecht in das Sachsen eingebettet und Sachsen ist als Territorium relativ groß.
00:08:27: dazu kommt dass man Gerade mit den südlischen Beziehungen sehr früh angefangen hat, Verwaltungsstrukturen aufzubauen.
00:08:35: So dass Sachsen als Territorium relativ gut und modern verwaltet ist.
00:08:40: Natürlich wenn wir heute auf eine Karte schauen sind das alles so territorial?
00:08:43: Staaten die sich flächenmäßig ausbreiten wie typisch im späten Mittelalter sind da natürlich Flächen herrschaften.
00:08:49: Das heißt man konnte in einem Dorf die Hälfte der Häuser die Gerichtsbarkeit und Fleischfischerei beherrschen der Rest gehört einem anderen Artigen.
00:08:58: oder halt ein Bischof oder ähnliches.
00:09:00: Das ist in der Zeit natürlich davon nicht umgelassen, in Sachsen selbst haben wir zum Beispiel eine große eigene Territorial-Herrschaft in den sächsischen Territorien eingebettet das ist die Stadt Erfurt, die nominell zu Mainz gehört.
00:09:15: Die Bettiner, ein Bruder von Fritz dem Weisen hatte man versucht deswegen auch auf den Erzbischofstuhl von Mainz zu bringen was daran gescheitert ist, dass der relativ früh verstorben ist.
00:09:28: Also man hat versucht das Ganze zu arrangieren.
00:09:31: Ein weiterer Bruder Ernst – das ist ein jüngerer Bruder von Friedrich dem Weisen – den hat man versucht auf den Erzbischofsstülfen Magdeburg zu bringen.
00:09:39: Das heißt die Bettiner haben versucht damals in ihrem Terrorismus diese Macht, die sie hatten auszubauen.
00:09:47: Der finanzielle Hintergrund dafür war zum Teil, dass man sehr große Silber von der Erzgebirge seit dem Vierzehn-Siebzigern gemacht hat.
00:09:56: Geschrei oder Silbergeschrei, sodass man finanziellen Background hatte um Zweifel wenn irgendjemand sich gemeldet hat.
00:10:04: Oder Aufständeschwurbe dass man dann mit Militär soll nur werben konnte oder halt seine seinen Art liegen und sein Land ist ein Landesdefinition so ausrüsten konnte das man solche Ausstände niedergeschlagen hat Zentral hier auch für die sächsische Geschichte entscheidend.
00:10:19: Das ist jetzt für die überregionale Geschichte Nur so mäßig.
00:10:23: und spannend ist es, dass der Vater sozusagen ernst von Sachsen jahrelang zusammen mit seinem Bruder Albrecht, von dem wir vorhin schon gehört haben.
00:10:32: Dem Reichsfeld hat er zusammen regiert.
00:10:34: In den letzten Jahren kam es dann dazu, dass die beiden sich gegenschlossen haben, trotz dieser jahrelang erfolgreichen gemeinsamen Hofhaltung jetzt doch ihre Hofhaltungen zu teilen.
00:10:45: Und es kam zur sogenannten Leipziger Teilung.
00:10:50: sehr eng verzahnte und vernetzte Herzzugtümer.
00:10:52: Der Plan war, dass diese Herzzugtyme so von Zahn sind, das man sich nie wirklich auseinanderleben könnte.
00:11:00: Man sagte auch, dass man die reichen Einnahmen aus dem Silberbergbau teilen würde.
00:11:06: Und diese Teilung hat sich aber dann nach hinein als beständig erwiesen, sodass wir ähnlich wie es damals in Bayern waren zwei Territorien haben, die einmal des Herzog tun Das albatinische Herzogtum Sachsen, das unter Herzog Albrecht und seinen Nachfolgern stand.
00:11:25: Und des herrnestinischen Kurfürstentums Sachsen.
00:11:29: Das beschwächte die Sachsen bis zu einem gewissen Grad aber an der Regel stammt man zumindest solange Herzog-Albrecht lebte unter engem persönlichen Austausch.
00:11:38: Man hat sich gegenseitig besucht zum Beispiel in Leipzig regelmäßig miteinander Turniere abgehalten oder ähnliches.
00:11:43: Das heißt man hatte eine recht ein recht mächtiges Haus das weit verteilt war und trotz einer Teilung nach außen sehr stark gewirkt hat, wie man halt allein in den Feldzügen von Herzog Albrecht sehen kann.
00:12:00: Nun werden wir heute uns beschäftigen mit Friedrich dem Weisen, der ist ja schon seitdem vierzehntreiundsechzig geboren, dritt vierzehn sechsen achtzig relativ jung als dreinzwanzigjähriger die Folge Nachfolge seines bei einem Jagdunfall verstorbenen Vaters an also kurznach dieser Leipziger Teilung Also bis zum Jahr oder sagen wir bis kurz vor Ende des Bauernkriegs quasi gelebt hat.
00:12:23: Und man könnte natürlich jetzt sagen, warum beschäftigen uns eigentlich mit einer einzelnen Person?
00:12:28: und von dem wie man halt zu heute die Geschichte betrachtet oder wie man Geschichtsunterricht macht ist es nach wie vor das Problem dass wir Geschichte der großen männlichen Köpfe haben.
00:12:41: und da gehört Friedrich Indirekt mit hinein einfach nur weil durch seine Förderung in seinem Land quasi die Reformation geschützt hat.
00:12:53: Er hatte Luther nicht nur auf dem Reichstag in Worms geschütz, sondern er hat dafür gesorgt dass sich in seinem Lands die Reformation entwickeln konnte.
00:13:02: Das führt dazu das wir uns heute mit ihm beschäftigen und meistens mit den gealterten Fürsten der sozusagen schon Jahre die Karten im Amt war bevor es überhaupt dazu kam Wittenberg besuchen konnte.
00:13:17: Die Bedeutung von Friedrich geht natürlich auch daraus hervor, dass er in Nachfolge seines Vaters einer der sieben Kurfürsten des Reiches war.
00:13:26: Das heißt jemand, der den Kaiser wählen durfte und mit dieser Würde hin zum Beispiel das Erzmarschalksamt, das sogenannte Erzmanschalksam zusammen.
00:13:37: Wenn man das etymologisch untersucht kommt es von Marr und Falk also der Pferdeknecht hat aber heutige oder schon der damaligen Bedeutung, wenn sie die Marschhalter in Abbildungen zum Beispiel auf Kartenspielen sehen.
00:13:48: Dann ist das damals schon der Führer der berittenen Truppe also es heißt sozusagen der Verantwortliche für die Reiterei, der für das Militär verantwortlich war und das Symbol dafür war derweise zb dem Kaiser oder Römisch-Deutschen König dass Schwert auf den Reichstag vorantragen durfte uns sollte.
00:14:08: Das findet man dann spannender Weise jetzt nicht nur an der schelischen Weltkonik abgebildet sondern das wird dann auch in die Wappen aufgenommen, sodass man die zwei gekreuzten Schwärter im Herzgeschild oder Herzwappen wiederfindet.
00:14:22: Damit wurde natürlich auch repräsentiert.
00:14:25: was nun die Könige zurzeit richtig das weisen angeht ist der wie gesagt sein Großonkel war jahrelang Kaiser gewesen galt quasi als ein wenig sehr taktierend zögerlich aber hat dennoch Grundlagen geschaffen, die später für das Reich sehr wichtig waren.
00:14:45: Und schon in seiner Jugend, also bevor er zwanzig war, hat Friedrich der Weise dann auch Kaiser Maximilian kennengelernt.
00:14:53: Nämlich hatte Friedrich III beabsichtigt seinen Maximilian zum Mitkönig auszubauen, also den Nachfolge zu sichern.
00:15:03: Friedrichs der Weis ist natürlich mit Maximilian in Dröhren gekommen und Maximilian ist vom Charakter her eine komplett andere Figur noch mal als der dritte.
00:15:12: Maximilian ist relativ früh mit der Tochter des Königs von Burgund verheiratet worden und hat quasi sein Leben lang darum gekämpft, dass er das Erbe der Maria von Burgunt mit verteidigen konnte gegen die Ansprüche, die aus Frankreich gerade in der König von Frankreich vorgebracht hat selbst oft ins Feld gezogen, zum Teil recht waghalsig.
00:15:41: Es ist bekannt dass er zum teil in der vordersten Front weil so konnte man einen Fähnenlein führen seiner Landsknächte und Flachten geritten ist es auch bekannt das er komplett gerüstet in feindliche Stellung rein geritten oder mehrfach verletzt worden ist.
00:15:56: Er ist ein Turnierritter sondern das Gleichen Der auch Brunk sehr liebte der den Tanz zu getan war und der sehr geschickt darin war Dieses Leben, dieses quasi idealisierte witterliche Leben nach außen zu tragen indem er mehrere Propagandaschriften verfasste.
00:16:15: Er war kunstsinnig in verschiedenen Sinnen.
00:16:18: Er hat eine große Hofkantorei gehalten, er hat Organisten bedeutendsten Organisten des Reiches gehalten.
00:16:26: Er ist es so in allen Dingen die wir so kennen tatsächlich das was wir so vielleicht als Renaissance first bezeichnen würden Aber es zugleich natürlich auch militärisch sehr aktiv gewesen.
00:16:37: Und er ist ein klein wenig älter als Friedrich der Weise und wir können relativ schnell erkennen, dass die beiden sich in vielen Dingen sehr einig waren und mit bestimmten Dingen auch Gerungen miteinander konkurriert haben auf eine recht positive Weise.
00:16:50: Wir können so sagen man kann es zumindest annehmen das friedlich der weise ein wenig sich Maximilian als Vorbild genommen hat Und diesen versuchte auch ein bis zu einem gewissen Grad nachzuahmen.
00:17:02: Das ging bis dahin, dass man halt versucht hat die Turnierformen dieses Reich neu gegeben hat bis ins Detail nachzuahmen.
00:17:09: Man hat zum Beispiel Turnierschwerter nach Svenkischen Muster nach Leipzig importiert.
00:17:14: Wenn wir dort ein Turnier abhalten wurden hat die Würzburger Turnierordnung anderes übernommen und Wir können sehen das er jahrelang sehr enger getreuer Anhänger Maximärens ist etwa um vierzehn, achten, neunzig, fünfzehnt hundert und dass er dann vom Hof ausscheidet.
00:17:32: Und dann versucht zwischen dem kaiserlichen Lager und dem kurfürstlichen lager wo man versucht hat reformen des reichs in der reiches funktionsweise voranzutreiben ein bisschen zu vermitteln.
00:17:44: das problem an maximären war dass er nicht nur keiser war sondern dass er natürlich gleichzeitig für die haus macht.
00:17:50: harbsburg versuchte alles mögliche für sich zu organisieren beginnt damit, dass man halt nicht sicher sein konnte, das wenn man dem Reich durchgesetzt hat.
00:17:59: Dass eine Steuer oder ein Zähn eingebracht wird und ein gemeiner Fennig aufgebracht wird mit dem man Söldner Armeen finanzieren sollte.
00:18:07: Man konnte sich am Ende nicht wirklich sicher sein ob das her was dann gegen Frankreich aufgestellt ist um zusammen mit Venedig gegen Frankreich zu ziehen.
00:18:15: Dann hinterher nicht mit Frankreich gegen Venedigs Zug weil es gerade den Kaiserbessern Kram passt.
00:18:21: Das ist natürlich für die Fürsten im Reich alles andere als positiv.
00:18:26: Sie versuchen natürlich, diese Sondersteuern sind damals ja nicht unbedingt üblich und das heißt sie haben Geld aufgebracht um bestimmte Ziele zu erreichen politische und die sind da nicht verfolgt worden.
00:18:37: Das heißt wir finden dann Kurfürst Friedrich nachdem er vom Hof abgereist ist auf einmal wieder in der Opposition wieder.
00:18:47: aber zuvor muss man sagen ist die Beziehung sehr eng wird es derweise lebt verpflichtet sich zusammen mit seinem Bruder Und das geht soweit, dass Friedrich Dichter zum Generalstadthalter erhoben wird.
00:19:12: Das ist so eine kleine Werbung und dass er vor allem in dem Hofrat des damaligen Königs Römisch-Deutschen Königs Maximilian aufgenommen wird wo er Stellvertretend für diesen eigentlich nur die Regierung der königlichen Länder verwaltet, aber tatsächlich auch ein Teil der Reichspolitik mitgestaltet.
00:19:30: Man stellt dann halt auch sehr schnell fest dass da die Konkurrenz, das Konkurrentsdenken in diesem Bereich sehr groß ist.
00:19:36: und nicht zuletzt wird deutlich durch der Weise tatsächlich folgt, dass er vielleicht bis zu diesem Zeitpunkt nicht offiziell verheiratet eine Frau aus dem Haus Habsburg für sich erwärmen kann.
00:19:50: Die Vermutungen gehen dahin, dass er sozusagen die Schwester Maximilianseventuell heiraten könnte.
00:19:57: Er wird als R-IV in der Niederlanden im königlichen Dienst unterwegs ist, wird er häufig dann neben die Schweste gesetzt und hofft sich offensichtlich auch das er diese Ehepartie bekommt.
00:20:13: aber das Ganze zerschlägt sich weil man natürlich von ... von Seiten des Hauses Habsburg noch ganz andere Pläne am Ende hat.
00:20:22: Eine methodischen Zugriff, den wir in diese Folge mit einbringen wollen was ja auch auf ihrer Arbeit basiert ist die Idee der Ethinerarforschung.
00:20:30: und das ist etwas was besonders im Mittelalter interessant ist dass sich angeschaut wird wo haben sich bestimmte Personen zu bestimmten Zeitpunkten aufgehalten?
00:20:40: Und jetzt wäre es natürlich erstmal wichtig zu wissen wie macht man eine solche Ethinerarforschung?
00:20:46: Warum ist es wichtig zu wissen, wo sich ein bestimmter König im Mittelalter an welchem Tag aufgehalten hat?
00:20:52: Weil ich nehme mal an das nicht nur die Teilverliebtheit, sondern da stecken andere Ideen und Forschungsinteressen dahinter.
00:20:59: Das ist natürlich eine Forschungsbereiche der aus dem Mittelalter kommt weil man damals sagt, dass er einen mobilen Hof von Falskraft zu Falskraft zieht und dort quasi residiert.
00:21:11: Die Herrschaft wird in das Land getragen.
00:21:14: Jeder Teil der Herrschaft kann den Herrscher irgendwie dann doch sehen.
00:21:21: Bisher ist in der Forschung daran ausgegangen worden, dass wir um fifteenhundert quasi mit einer Art Residenzenbildung beginnen.
00:21:29: Das heißt es wird die einzelnen Herrschaften bilden feste Herrschaftssitze raus, indem im Idealfall halt einerseits die Verwaltung sitzt und gleichzeitig das Hoflager befindet, indem sich das oberste Gericht befindet.
00:21:44: befindet.
00:21:45: Wir haben vorhin von der Itinerar-Forschung gesprochen und die Frage ist erst mal, was ist das jetzt überhaupt?
00:21:51: Also das kommt von Iter, was so viel wie Reise bedeutet.
00:21:55: Und itinerar ist das, was zur Reise gehörig ist.
00:22:00: Darunter hat man seit der Antike Karten- und Wegbeschreibungen verstanden, wie zum Beispiel die bedeutende Tabula poetina.
00:22:09: Man versteht aber darunter auch weiterentwickelte Reiseberichte.
00:22:14: Das ist dann im Mittelalter geht es dann soweit, dass man zum Beispiel die Jerusalem-Reiseführer oder die Reiseführers nach Santiago de Compostela drunter versteht in denen dann nicht nur geschrieben ist wie sie einzelnen Wege funktionieren sondern worauf man achten soll wie viel man als Trinkgeld da lassen soll was so wichtige Wörter sind die man der Sprache spricht auf welche Leute man treffen kann.
00:22:37: also das findet man ja alles in diesen Jerusalemreise berichten.
00:22:41: aber für Die Wissenschaft, die sich damit beschäftigt, die historische Wissenschaft ist es in der Regel die Befassung mit den Reiserouten eines bestimmten Herrschers.
00:22:54: Das hat sich besonders für das Hoch- und Friedmittelalter etabliert.
00:22:58: Im Hochmittelalter oder auch im Frühmittelalter kann man also eine Reiseroute abbilden wo sich der Herrscher befunden hat und kann dann zum Beispiel festlegen Ja, also wenn wir jetzt hier ein Ort einmal in Stendal haben und einen Urkunde ausgezeichnet wird.
00:23:12: Einmal im Bamberg und da liegt genau ein Tag dazwischen.
00:23:15: Das ist nicht machbar.
00:23:16: Einer von diesen zwei Urkunden ist definitiv gefälscht.
00:23:20: Wo ist der Hecher am Tag zuvor?
00:23:22: Schauen wir mal wie das aussieht.
00:23:23: Dafür hat er es ursprünglich gedient.
00:23:27: Normalerweise hat sich nur auf Könige erstreckt.
00:23:30: ganz wenige Fürsten sind in dieser Form untersucht.
00:23:32: Und wo wir das auch haben, ist bei bestimmten Humanisten zum Beispiel Philipp Melanchthon, Martin Luther aber auch Goethe.
00:23:40: Da gibt es dann die Terrarien wo man sehen kann wo sich die Prominenz denn aufgehalten hat.
00:23:45: in der Zeiten der wir uns befinden zur Zeit Friedrich des Weisen gibt's auf erste Sachen die das so ein bisschen muss ich sozusagen die kartografische Darstellung und der Reisebericht überleiden weil für mich dem weisen ist es zb eine große tafe vom heiligen land wo man in der Bittenberger Floskirche früher sehen konnte, an welchen Orten er sich aufgehalten hat wo dann meistens die Pilger auch mit abgebildet sind.
00:24:08: Die sollt ihr nicht mehr erhalten.
00:24:09: aber es gibt aus Nondernberger Bassenproduktion zum Beispiel die sogenannten Ketzeltase der Familie Ketzel die auch mit mehreren Fürsten ins heilige Rand gereist sind.
00:24:20: oder kann man halt genau das sehen wie die Pilge halb des heiligen Lands ziehen?
00:24:24: Das ist sozusagen ein Bildbericht darüber.
00:24:28: Ganz bekannt in der Zeit, kurz nach friedlich dem Weisen ist auch das Reisebuch von Heinrich Inderfalz.
00:24:34: Der quasi bei Ehranbahnung nach Polen und einmal durchs Reis gezogen ist und dann durch einen Barler sämtliche Nachtaufenthaltsorte die er hatte hat abzeichnen lassen.
00:24:47: in großen Tafeln mit großer Wahrscheinlichkeit sind Beordnungskizzen entstanden und der Rest ist danach eingefügt.
00:24:54: Also bei sehr vielen Orten springen dann schon einzelne Häuser hinterher und man merkt, dass er da Maler manchmal seine Skizzen nicht verstanden hat.
00:25:01: Und noch ein bisschen später im sechzehn Jahrhundert wird es dann wirklich komplett wissenschaftlich.
00:25:06: Da haben wir zum Beispiel sogenannten Rotendrollen.
00:25:10: Die sind im sächsischen Hof unter anderem entspannt.
00:25:13: Da hat man einfach einen Wagenrad.
00:25:15: Das hat man verbunden mit einem Aufzeichnungsstift das an der Papierrolle gebunden war Und da lief dann sozusagen mit diesem Wagenrad die Papierrolle mit und man konnte dann sehen, wo man sich an der Strecke befand wie lange Streckel waren.
00:25:30: Wenn man dann halt beim Fluss gefahren ist hat man auf diese Routenrolle eingezeichnet.
00:25:33: hier ist ein Fluss.
00:25:33: Da hat man Wald gekommen, hat man den Waldstück eingezeichnet, hat eine Stadt erreicht, das heißt man hatte tatsächlich so etwas Ein Plan, wo man eine genaue Vorstellung dieser Rute hat.
00:25:50: Die heute erhaltenen Rotenrollen sind einige Meter lang und halt so zehn Zentimeter schmal.
00:25:55: also das ist auch ein ganz spannendes Ding.
00:25:57: Das gibt es zurzeit Friedrich des Weisen noch nicht.
00:26:01: Wir können hier schon so eine gewisse Tendenz erkennen nämlich die Frage mit welchen Quellen arbeitet die Teneraforschung?
00:26:09: oder gibt es zwei wesentliche Unterschiede?
00:26:11: Das Eine sind die intendierten Quellen.
00:26:14: Also wenn ich einen Reisebericht abfasse um zu zeigen, was ich da in der Welt gesehen habe, den am besten noch drucken lasse von Jerusalem.
00:26:20: Dann ist das eine intendierte Überlieferung.
00:26:23: Solche Sachen haben wir zum Beispiel im Hoffriedrich des Weisens mit dem von Georg Spallertien seinem Hofkaplan und Hofkunnisten aufgezeichneten Bieter.
00:26:32: Da haben wir Auszüge aus der Heidigland-Reise ins Kurfürsten wo dann sozusagen von einem Mitreisenden beschrieben wird, was der Kurfürst alles auf dieser Reise gesehen hat.
00:26:46: Das sind Sachen, die sind gezielt eingebracht worden in den Hof und deswegen halt mit gewisser Vorsicht zu genießen.
00:26:53: Also gerade wenn sie in gewisser Weise dem Fürstenlob dienten ist immer die Frage wie authentisch Und wie direkt diese Quellen übertragen worden sind.
00:27:04: und grad bei den heiligen Landreise kann man halt nachweisen dass Spalatin im Nachhinein da ein bisschen nachgeholfen hat und Sachen heraus gestrichen hat Die nach der Reformation nicht mehr zeitgemäß zu seinen Scheinen.
00:27:16: Wir haben allerdings auch so Reiseberichte von zum Beispiel, aus dem vierzehn-vierundneinzig.
00:27:19: Da heißt es dann ganz eindeutig ja der Kurfürst ist heute eben nach Koblenz eingekommen.
00:27:28: Wir standen mehrere Stunden vor den Turm wir konnten nicht in die Stadt hinein.
00:27:32: Man hat uns nicht hineingelassen und sind dann erst sehr, sehr spät hinein gekommen.
00:27:37: das ist dann so etwas wo man sagt Es ist nichts was man wirklich jetzt berichten würde wenn man sagen wollte Seht, wie toll es gelaufen ist.
00:27:46: Auch wenn's dann auch noch heißt und kam vor zwölfem in die Herberg hinein.
00:27:50: Es war zu den Knechten die Pferd auszusatteln sehr sauer denn es war ganz finster Und hatten kein Licht.
00:27:57: das ist halt etwas wo man relativ deutlich sagen kann dass jetzt nichts was jetzt so loben beschreibend ist.
00:28:02: aber Das ist dann halt schon so ein Bereich wo man sagt das ist eher eine unintendierte Quelle.
00:28:07: Zu den unintentierten Quellen also dem was überhaupt nicht gedacht ist dass es hinterher Irgendjemand lieft.
00:28:14: Dazu zählen dann ganz normale Verwaltungsakten, Priefe zur Organisation von Hoflagern und Aufenthalten.
00:28:22: Natürlich die Rechnungen und bisweilen die Privatpriefe.
00:28:25: Zum Beispiel von dem eben erwähnten Aufenthalt, von dem wir gerade gehört haben gibt es halt auch den Gegenbeleg, den haben wir sogenannte Reisebücher, die am Hof entstanden sind um die Kosten vom Reisen ins Ausland abzurechen.
00:28:40: Und dann wird zum gleichen Tag, wobei das Hirn steht an dem Reisebuch da Koblenz.
00:28:44: Donnerstag nach Jakobi ist mein knedigste Herr allher spät gekommen.
00:28:49: Hat sein Knaht keine Mahlzeit gehalten!
00:28:52: So haben die Grafen das gemeine Hofgesinnte Futter und Schlaftrank in ihren Herbergen genommen.
00:28:58: Des Morgens um Freitag ist mittags mal in die Schiffe gekauft – also hat man sich eingekauft und genommen worden.
00:29:05: Und dann der kurz wie viel, der weiß fändig.
00:29:07: Der Albus gegolten hat nämlich neun und dreißig weissfändige waren damals ein gulden wert.
00:29:11: Dann erfährt man das an boote wo rausgeritten ist dass mal was man auf dem schiff geopfert hat Dass er mit geleiste hofer bier eine krücke für einen hofan gehörigen angestracken fertig hat und dass der diener des falzkrafen von bacherach den kurfürst zweifasswein schenkte und dafür zwei goldene halt.
00:29:28: also da findet man sozusagen nach und nach abrechnung bis hin zu dem detail mit dem der Kurfürst zum Beispiel dort gereistete Haltung hat.
00:29:35: Das heißt, wir kriegen aus diesen Verwaltungsakten ergänzende Sachen heraus auch wenn wir selbst wenn wir ein Reisebericht haben.
00:29:43: das Problem ist wir haben natürlich nicht immer sowas was so die Briefe zur Organisation angeht.
00:29:48: es kann sehr umfangreich sein sehr groß und weit aber es gibt halt auch ganz knappe und einfache Schilderung.
00:29:55: und da haben wir dann zb einen Vorbereitungsbrief für ein Hoflager Was am siebten bis neunten September, fünfzehn und siebzehnt stattfinden wollte.
00:30:06: Und da lässt der Kurfürst kurzerhand nach Wittenberg schreiben an seinen dortigen Stellvertreter liebe Getreuer wir geben euch zu erkennen dass wir willens und vermittelt göttlicher auf unsere lieben frauenabend Fürst oder den tag vor unserer Liebenfrauenabend das ist die gebot Der Maria.
00:30:24: als feiertag Gehen wittenberg zukommen beabsichtigen der halben ist unser begehr.
00:30:30: Ihr wolltet euch danach richten, damit uns gar gute Ausrichtungen beschehe.
00:30:35: Wolltet es euch sonst in Geheimheit?
00:30:38: Und Sie sehen schon wenn man dann ist in geheim hält, dann kann's sein dass wir dafür zum Teil gar keine Lagerbücher oder ähnliches haben das wir auch keine Reiseberichte haben.
00:30:47: In dem Fall gehts halt um einen privaten Besuch wahrscheinlich eine private Andacht zu diesem Marienfest in der Wittenberger Schlosskirche.
00:30:55: stellt sich nun die Frage kein würde denn sowas geheim halten?
00:30:58: weil den Brief den ich kranziert habe Von dem weiß ich nur durch Zufall, weil der nämlich in einer Privatsammlung eines Athletilisten gelandet ist.
00:31:05: Der hat mir gesagt, ich habe dir einen Brief gefunden und da muss ich sagen ja das ist das Gute an diesen Verwaltungsakten.
00:31:12: Rechnungen sind aufgestellt worden um Kosten zu verhindern.
00:31:15: Den war komplett egal was die Zukunft dazu sagt.
00:31:19: Wichtig war dass sie bei der Rechnungsprüfung bestanden haben und dass man im Zweifel wenn der Kurfürst irgendwo anreiste die Kosten dann hinterher beim Beruf einreichen konnte.
00:31:27: oder finden wir zum Beispiel auch Ein Sechzig Cock, also dreihundertsechzig Bündel Holz für die Ausrichtung meines knetigsten Herren auf Navitate Maria virgine l'urissime Drei Tage in der entsprechenden Rechnung.
00:31:47: In Wittenberg.
00:31:48: das heißt selbst diese kleinen Rechnungen bestätigt dann das was wir als anderen Sachen haben.
00:31:55: zudem kann man manchmal aus Privat priefen auch etwas ablesen über bestimmte Aufenthalte und da gibt es dann halt auch prominente Beispiele.
00:32:06: Zum Beispiel hat der sächsische Kurfürst, in April davon erfahren dass sich eine Visitationskommission, eine Altpläubige auf den Weg machen sollte nach Kolde zu er sich aufhielt um sich mit ihm zu treffen und möglicherweise auch über seinen evangelischen Hofkaplan mit ihm zusprechen.
00:32:24: Und das fand er nicht so gut.
00:32:26: und er schrieb dann seinem Bruder Herzog Johann, Hochgebohne fürstfreundlicher lieber Bruder und Gefutter.
00:32:32: Euer Lieben lasse ich wissen, dass ich am nächsten Freitag gegen Kolditz gekommen bin und bin Willens gewesen die heilige Zeit dort zu beharen also die Osterzeit.
00:32:41: aber nun sein Ursachen vorgefallen, die ich ob Gott will euer lieben berichten will wann uns der Allmächtig-Gott zusammenhilft das Ich allher Heute Allher ist Klima, heute Gefahren bin und ungefährlich ein drei Tag will Gott, Alchi zu verharren.
00:32:56: Und als dann mit Gottes Hilf mich wieder gegen Kolditz zu fügen.
00:33:00: Das heißt der Kurfürst weist dann einfach dieser Resultationskombition aus indem er ins benachbarte Schloss nach Klima reißt und dann wieder zurück nach Koldiz.
00:33:09: solche Sachen sind nicht komplett überliefert weil die Editionen, die wir bisher auch diese Akten erhalten haben stehen ganz oft im Zusammenhang mit der Lutterfrage oder halt reichspolitischen Angelegenheiten.
00:33:23: Und oft ist auch in den Editionen nur das etiert, was relevant für die Lutterfrage ist.
00:33:28: Deswegen sind wir da manchmal ein bisschen problematisch angesiedelt mit diesen Quellen.
00:33:34: Wir haben also nun immer einen Bruchteil dieser Quellen niemals alle zusammen.
00:33:38: Im besten Fall kann man miteinander abgleichen ob etwas stimmt.
00:33:42: Wieriger wird das Ganze schon bei UConn weil zum Teil Der Hofrat auch bei Abwesenheit des Kurfürsten in der Lage war, Urkunden zu verzeichnen.
00:33:53: Das heißt muss immer unterscheiden.
00:33:56: rede ich jetzt gerade über das Zentralager das wesentliche Hoflager wo der Hof liegt oder der Kurfürst der konnte sich an anderen Orten noch aufhalten und diese dann mit dem alles mit diesem Zentrum dieser des Hofes wird natürlich auch die kulturelle Inszenierung des Hofs genau an diesen einzelne Orten ausgetragen.
00:34:17: Wie auch in anderen Punkten befinden wir uns hier in der Zeitmitte.
00:34:20: Das heißt, von verschiedenen... das heißt Wir haben zum Beispiel bei den Vettinern verschiedene Herrschaftsbereiche wie die Pflege Koburg oder die Landkraftschaft Thüringen oder des Kurfüsten des Zentrallandes Kurs Sachsen oder halt das Osterland oder die Makraftchaft Meißen.
00:34:39: all diese einzelnen Territorien haben einzelne Rechtszustände und haben in der Regel ein Zentralort.
00:34:45: Nicht selten sind die dann aus kleineren Burgkraftschaften, aus kleinerer Herrschaften hervorgegangen.
00:34:51: Und all diese Herrschafte haben auch tatsächlich das Anrecht, dass der Fürst dort vor Ort einmal eintrifft und dort zum Beispiel Gericht Held oder Lehen erneuert.
00:35:04: All das erforderte auch zurzeit schuldig das Weisen noch, dass man diese einzelnen Territorien zumindest regelmäßig besucht und diese dort Hof hält.
00:35:16: Wenn man jetzt in die zeitgenössischen Quellen reinschaut, findet sucht man auch den Begriff Residenz.
00:35:21: In der Regel recht vergeblich.
00:35:23: Da steht dann meistens nur es ist dort wo Jaro Knaden das Hoflager hält oder wo er sein Hoflagern hat.
00:35:31: Es gibt da noch eine Unterschiede, die ist recht relevant.
00:35:33: Da heißt es dann das wesentliche Hoflage oder wehrendliche unterwegs ist.
00:35:43: Zentral ist allerdings auch noch ein zweiter Punkt, der zu dieser Zeit nicht vergessen werden kann.
00:35:47: Ich habe vorhin erwähnt dass Sachsen war als Territorium relativ gut verwaltet ist.
00:35:52: aber jetzt werden wir einen Vergleich einfach mit den Großstädten des heiligen grümmischen Reichs ziehen und dann anschauen was mit den zwanzigtausend Einwohner Nürnberg oder sowas vergleichen.
00:36:03: Sachsen hat nichts vergleichbar Größtes.
00:36:05: die vergleichbare größte Städte hier in der Region sind Erfurt und Magdeburg Beide ungünstigerweise jetzt nicht im Herzogtum gelegen oder nicht dem Kurfürstentum gelege.
00:36:16: Dann haben wir hier Freiberg und Leipzig, wo wir mit Zehntausend und Achttausend Einwohnern so relativ nach heutigen Verhältnisse sind die Kleinstädte aber nach damaligen Verhalten ist es eher mit größere Mittelstädte besitzen Aber der Rest der Herrschaften waren relativ kleine Städte.
00:36:32: das heißt wenn sich Friedrich der Weisens ein Uflager nach Weimar begeben hat dann konnte es sein dass da nur dreitausend einwohner war.
00:36:39: Und wenn man dann mit einem Hoflager des dreihundertfünfzig Personen umfassen konnte, dreihundert bis fünfhundert Pferde manchmal umfasst hat an einzelnen Tagen und die lagern dort für mehr als einen halben Jahr.
00:36:53: Dann wurde dann manchmal schon die Vorräte knapp.
00:36:56: Das heißt man musste den Hafer besorgen, man musste die Nahrung und alles andere versorgen.
00:37:00: Da gibt es sogar nach der Zeit von früh durch den Weißen dann die entsprechenden Regelungen.
00:37:07: also Der sächsische Kurfürst hat sein Hoflager alle mindestens einmal im Jahr zu verlegen in der Regel zwischen Torgau und Weimar.
00:37:15: Und natürlich teilt es ja dann auch nochmal nach Koburg, die Pflege Koburg weil als eigenes Haschhaftsterritorium damit halt die Weiden nicht leer gefressen und die Teiche nicht leer gesischt werden.
00:37:25: Teiche sozusagen damals als Vorrat, als Kühlfrank.
00:37:29: man konnte Fischer reinpacken und wenn man welche brauchte gerade zur fasten Zeit konnte man sie wieder rausholen.
00:37:34: mit der Jagd hat das nicht ganz so funktioniert.
00:37:37: Das heißt, es war auch eine Versorgungsfrage, dass man da umgezogen ist.
00:37:40: Und warum interessiert uns das denn jetzt eigentlich so an sich?
00:37:44: könnte es uns egal sein?
00:37:45: Also das eine ist natürlich, wenn man irgendwo hin unter verschiedenen Regionen unterwegs ist, es eine Rolle spielt was man dort kennenlernt also was man für Eindrücke hat und wie man sie teilt.
00:37:59: Das andere ist, dass es manchmal sogar von relativ großer Bedeutung sein kann für Sachen, die uns dann auf einmal interessieren.
00:38:08: Es gibt zum Beispiel einen Brief den Martin Luther Anfang November an dem damaligen Hofkaplan, aber zugleich Hofgrünist Georg Spallatin schreibt.
00:38:22: Anfang November.
00:38:23: wir können uns kurz vorstellen, wir wissen wann darüber geredet wird dass es ein Thesenanschlag gab.
00:38:29: ich habe jetzt mal eine deutsche Übersetzung hier von Kurt Arland.
00:38:32: Ich wollte nicht, dass unsere Thesen eher in die Hände uns aus erlauchten Kurfürsten oder seines Hofes gelangen als bis sie gesehen hätten.
00:38:40: Die sich durch Sie angegriffen fühlen!
00:38:42: Sie sollten nicht etwa glauben... ...die Thesen wären auf Anordnung oder wenigstens mit Zustimmung des Kurfürschen von mir gegen den Büscher von Magdeburg damals Kardinal Albrecht also ein Brandenburger inzwischen veröffentlicht worden.
00:38:55: So etwas faseln wie ich höre schon viele von Ihnen.
00:39:02: Das Ganze ist jetzt in den, ist schon häufig addiert worden und hatte bis dahin auch keine Rolle gespielt.
00:39:06: Man hat davon ausgegangen Friedrich der Weise liegt an seinem Wittenberger Hof.
00:39:11: Und gibt es ein Problem?
00:39:12: In Wittendag war das Hoflager äußerst selten.
00:39:17: Friedrich Der Weise hat Wittenberg als Zentrum der Sächsischen Kurlande wahrgenommen, hat diese Stadt massiv ausgebaut, hat das alte askanische so anhaltliche Schloss neu errichten lassen, hat ein großes krisiges Kollegiat-Stift einrichten lassen.
00:39:33: In dem am Schluss bis zu eine neunzig geistliche gleichzeitig an vierundzwanzig Altean und an drei Köhren also drei getrennte Kurftüftung Messen gelesen haben.
00:39:43: das war so viel dass man hinterher gedacht hat ja bitte keine weiteren messen wir kommen uns jetzt doch sehr ins Gehege wenn die einen dort das eine und die anderen dort das andere singt Also in der riesigen Messstiftung.
00:39:54: Er hat tatsächlich einen riesigen Relikwinschatz, der einer der größten des Reiches war.
00:39:59: Der in diese Schlosskirche eingebracht und er gleichzeitig damit begonnen an dieser Schloss-Kirche eine Universität anzubinden die er mit Genehmigung Maximilianz errichtet hat.
00:40:11: Das ist ganz spannend.
00:40:12: den Kontext dieser Errichtung da kommen wir später vielleicht noch mal dazu.
00:40:16: aber wie gesagt er hatte dann eine riesige Universität Und hat diese Stadt sehr stark ausgebaut.
00:40:22: Er hat sie neu befestigen lassen und so weiter, und sofort hatte er eine neue Stadtordnung gegeben.
00:40:26: Er wusste also dass es ein Zentrum war.
00:40:28: Wenn man sich anschaut wann ist friedlich der Weise in dieser Stadt üblicherweise zu finden?
00:40:32: Dann natürlich erst wenn das Schloss fertig ist weil wenn ich da mit einem Hof hin reite alleine ist manchmal mit zehn Reitern im Abend um vierundzwanzig Uhr angekommen oder am nächsten Morgen um zehn abgeritten.
00:40:41: Das ist kein Hoflager!
00:40:42: Also er hat das kurz besucht, hat sich's angeschaut und ist weg.
00:40:44: Wir können tatsächlich erst feststellen dass er etwa ab fünfzehnt hundertfünf häufiger in dieser Residenz geweilt hat.
00:40:51: Und das Ganze zieht sich etwa bis Fünfzehn, tatsächlich bis fünfzehntundzebzehn hin und zwar sind das etwa so dreißig- bis vierzig Tage im Jahr und meistens zwischen Ostern und der Haltumsweisung die kurz nach die einige Wochen später erfolgt ist.
00:41:08: Das heißt wir haben dann so ein vierwöchiges Hoflager wo dann hier alles war und sonst war er meist nicht dort.
00:41:14: Er kam manchmal für Marinen feste, tatsächlich ganz kurz spontan zu besuchen.
00:41:20: Aber nicht immer!
00:41:21: Und genau in diesem Fall war es so, dass zwar eine große kirchliches Festanstand des Wittenberger Allerheiligenstift hatte ein Portionkularablass erworben das heißt eigentlich hat man beansprucht Schuld und Sünde zu erlassen.
00:41:39: Das ist theologisch sehr amstritten weil theoretisch könnten nur die sünden Strafen erlassen werden.
00:41:44: Aber man hat das kurze Hand aus alten präbslichen Privilegien abgeleitet, wenn man dort an aller Heiligen beichdet.
00:41:54: Nun ist es so?
00:41:55: Das frech derweise an diesem Tag überhaupt nicht in Wittenberg war!
00:41:59: Das heißt... Wenn Spalatin das mitbekommen wollte dann konnte er nicht einfach vor die Tür gehen und sehen oh da hängt der Zettel.
00:42:09: zusammen mit unter anderem mit den Sängerkram Georg Mario, der manchmal als Zeuge für den Tesenanschlag herangezogen wird.
00:42:16: Weilten zu diesem Zeitpunkt in der Residenz in Altenburg.
00:42:20: So jetzt haben wir aber von Anfang November einen Brief, dem drin steht.
00:42:25: Sag mal ich lieber Spalatin!
00:42:27: Ich muss mich dafür entschuldigen dass du jetzt in Alteburg davon gehört hast das wir hier Thesen veröffentlicht haben unsere Thesen Ja, da müssen wir also davon ausgehen dass es ein Gerücht gegeben hat das von Wittenberg bis nach Altenburg gelangt ist Darüber, dass da Thesen veröffentlicht worden sind.
00:42:46: Und hat Luther im Nachhinein immer behauptet er hätte lediglich Briefe an den Bischof an Kardinal Albrecht geschickt und auch an den Brandenburger Bischoff.
00:42:55: Es kann so nicht stimmen weil nachweislich dieses Gerücht herausgekommen ist Könnten es nur sagen, er hätte das vielleicht an seinen theologischen Kollegen.
00:43:03: Er hat auch gesagt, ich habe meinen theologischem Kollegen geteilt.
00:43:06: aber auch dann wäre wieder die Frage wie kommt dieses Gerücht dorthin?
00:43:10: Und das Spannende ist nun Folgendes wir haben aus dem gleichen Jahr einen ganz spannenden Vorfall.
00:43:16: also es gibt zwei stark besuchte Termine in Wittenberg.
00:43:19: Es ist einmal die Haltungsweisung und Power nach Ostern.
00:43:23: Da kommen einige tausend Personen aus dem näheren Umfeld um sich sozusagen die Regien zeigen zu lassen die dann von den Stiftzernen, der Allerheiligen vorgezeigt und erläutert werden.
00:43:36: Man bekommt dafür Ablass.
00:43:39: Gleichzeitig gibt es einen zweiten Termin, der stark besucht ist.
00:43:42: Und das ist tatsächlich dieser Portionkola-Ablass, den man an AllerHeiligen bekommen kann.
00:43:49: Vom Fünftesundundzebzehn direkt nach dem Ablass für die Haltumsweisung gibt es ein sehr netten Brief, den uns Herr Kraus statt hinterlassen hat.
00:43:59: Das war ein Theologen-Kollege Andreas Bodenstein von Hausstadt, der tatsächlich einen Brief beschrieben hat an ein Spalatin in dem er erläutert.
00:44:10: Ja ich habe jetzt gerade eben meine Thesen die ich diskutieren will an die Kirchentüren wie es üblich war weil das war in den Universitätsordnung vorgeschrieben dass man Disputationen, Disputationen, Promotionen große Festivitäten an den Kirchenteuren anschlägt bzw.
00:44:31: publikär fixet, also irgendwo öffentlich festmacht und dieser Andreas Bodentstein von Karstadt hatte gemeldet.
00:44:38: ich habe meine Thesen extra am Vorabend der Haltungsweisung angeschlagen damit sie möglichst bekannt werden und damit diese Diskussion möglichst bekannt wird.
00:44:50: das lieber Hofkamp-Land Palatin für die geistlichen zuständigen Reich zuständig ist möchte ich dir hiermit angezeigt haben.
00:44:56: es würde mich freuen wenn der Kurfürst eine Disputation dazu zustimmen würde und dieses unterstützen würde.
00:45:03: Das heißt, die Theologen in Wittenberg wussten das es große Besuchszahlen gibt und sie haben gezielt diesen Besuch in der Regel genutzt um dann dafür zu sorgen dass die Thesen dies vertreten haben.
00:45:18: Diesem den Fall von Andreas Boddenstein vom K-Stadt war das eine These die sich gegen die Skolastik richtete also gegen die damals als veraltet geltende Methodik der Lehre und der Weltanschauung.
00:45:31: Man hat also versucht, diese Thesen möglich bekannt zu machen und dafür Werbung zu machen.
00:45:37: Jetzt können wir uns zwei Sachen fragen.
00:45:39: Also entweder ist jetzt das Gerücht von über einer Thesen-Anschlag irgendwie aus den Briefen oder aus den Theologen bis nach Altenburg gerannt?
00:45:49: Oder Martin Luther oder einer seiner Mitkollegen hat genau das gemacht was Karlstadt gemacht hat nämlich am Vorabend eines der besäutendsten Besuchstermine in der Bittenberger Schlosskirche etwas öffentlich auszuhängen, wie es auch die Statuten der Universität verlangten.
00:46:05: Und dieses Gerücht hat dann so schnell wie ein Händlerwerk fährt, Altenburg erreicht.
00:46:11: und das ist halt ganz spannend weil diese, wie gesagt dieser Brief ist bekannt.
00:46:16: nur bisher hat man sich nicht darauf konzentriert.
00:46:19: wo ist denn jetzt eigentlich dieser Hofkapler in Spannatin?
00:46:21: Wo ist denn der Kurfürst?
00:46:22: Es war ja egal wir beschäftigen uns mit Luther sondern man hat gesagt Die sind schon in Wittenberg, weil es heißt ja auch Wittenberger Hof.
00:46:32: Ohne dass wir jemals geprüft haben wann der Hof dort ist.
00:46:34: und die sehen das da die brauchen nur für die Tür gehen dann ist das da.
00:46:38: Wenn die jetzt aber im Altenburg sind verändert sich die ganze Situation.
00:46:41: Wir wissen auf einmal oh Ja Irgendwas muss passiert sein dass das Gerüchteweise dahin gelangt ist.
00:46:47: Und das Spannende ist dass es im siebzehnten Jahrhundert sogar noch eine ganz tolle Fiktion gab.
00:46:52: Da hat man irgendwann hatte einen Fahrer sich dann gedacht wir machen ein schönes machen schönes Gedicht in Erinnerung an die Reformation und erzählen dann das Kurfürstriedrich der Weise bei Schweineitz gewesen sei.
00:47:04: Auch das hat dann jahrelang die Forschung beeinflusst, obwohl es halt nicht zeitgenussische Berichte ist sondern ein Bericht aus späterer Zeit.
00:47:12: Und all dies spielt natürlich bei so etwas eine Rolle und man sieht auch dass bestimmte andere Aspekte sehr relevant werden.
00:47:24: von der Methodik her Versucht man natürlich bei der itinerar Forschung möglichst zeitgenössische Quellen, zudem die möglichst sprufferlässig Auskunft über den Aufenthaltsort zum einen des Hofes.
00:47:35: Das Kurve des Hofs des Herrschers bilden und zum anderen das Herrscher selber weil wir davon ausgehen müssen dass zum Teil Der Herrschern mit wenigen berittenen manchmal wo ganz anders weilt.
00:47:48: Wie gesagt es kann durchaus relevant sein Und das wird für die Zeit der Reformation und dafür ist dem Weisen noch mal relevanter.
00:47:55: Das Problem ist, dass unter Friedrich dem Weisen eine neue Hofordnung gelassen worden ist.
00:48:00: Die meines Erachtens das festgesetzt hat was vorher schon Usus war.
00:48:04: Nämlich, dass der Hofrat sich in Abwesenheit des Kurfürsten auch mal treffen konnte und bestimmte Alltagstinge wie Wiederbelehnungen von sowieso schon ewig wieder belehndartigen ohne ihn regeln und besiegeln konnte.
00:48:20: Was heißt wir haben dann Das heißt, die konnten quasi ohne ihn in den Alltagsgeschäft erledigen und waren nicht darauf angewiesen dass er auf jeder einzelne Sache teilnahm.
00:48:29: Die Regel sah aber vor das sich dieser Hofrad nach der Morgenlässe, die Sommer um fünf Winter um sechs stattfand traf dann bis neun oder zehn Uhr tagte.
00:48:40: Dann gab es das erste das sogenannte morgenmal.
00:48:43: Dann gab's die Nachmittagssitzung, die dann bis sechzehn-sebzehn Uhr dauern konnte Und diese hatte normalerweise der Kurfürst vorzusitzen und sozusagen dann diese Verwaltungsgeschäfte, die dann anliefen zu erledigen.
00:48:59: Und die Neuerung ist halt nun unter Frischem Weisen das nicht mehr zwingend nötig war, wenn man sich dann die messiven Bücher also die Kanzlei-Regie ist da und schaut über die ausgehten Schriften stellt man ganz schnell fest, dass es zum Teil schon vorher so gewesen.
00:49:15: aber damit war sozusagen ein Teil der Verwaltung abgekapselt.
00:49:19: Unter Frischems Weisen kommt dazu, die Zentralverwaltung, wo zum Beispiel die Zentralkasse am gleichen Ort war wie der Hofrat.
00:49:27: Dass wir das nicht finden!
00:49:30: Die Zentrarkasse lag damals in der bedeutendsten Handelsstadt im Sächsischen Territorium, nämlich lange Zeit unter Friedrich dem Weisen in Leipzig.
00:49:39: Dort gab es zwei Kaiserlich später auch unter dem Einfluss von Friedrich den Weisen unter anderem kaiserlich privilegierte Messen.
00:49:45: Das heißt man hatte einen großen Einzugsbereich, Kein Markt erlaubt war, solange ein Markt abgehalten worden ist.
00:49:51: Dadurch hat man eine Zentralstadtfunktion und dadurch hat man dann Kaufleute wie Hans von Leimbach die dann für den Kurfürsten zum Beispiel die Zentralkasse des Sächsischen Kurfürstentums verwalten können und praktischerweise auch genug Geld verfügen um wenn der Kurfürs grad kein Geld hat dieses eben auszulehren.
00:50:08: Das heißt wir haben die Zentralkasse damals in Leipzig gehabt.
00:50:14: gleichzeitig haben wir das zentrale Gericht wo wir sagen würden okay Als höchste Gerichtsinstanz können Adlige oder Instanzen aus unteren Gerichten in diesem zentralen Gericht behandelt werden, ist halt auch nicht am Hof lag.
00:50:27: Das hat sich im Altenburg als Zentrum des Ostverlandes befunden und in Leipzig.
00:50:36: Das heißt das hat immer gewechselt.
00:50:37: Ich hatte damit zu tun dass in der Leipziger Teilung zwei Herrschaftsbereiche entstanden wurden.
00:50:41: Altenborg war sozusagen für den Friedrichs-Saritorium Die Leipzig war für das Territorium gedacht von seinem Onkel bzw.
00:50:53: später seinem Cousin Georg, also des albertinischen Territoriums.
00:50:56: Das heißt auch hier haben wir keinen Zentrum gehabt und wir haben gleichzeitig auch im gesamten Territoriam kleine sogenannte Amtssitze.
00:51:06: Amt ist heute natürlich so ein langweiliger Begriff aber muss ich klar machen dass das ganz oft nichts weiter sind als die quasi zum Teil hochmittelalterlichen Zentralburgen, mit ihren umliegenden Territorien.
00:51:17: Und da hat man dann halt in dieses Zentrum diese Burgen zur Verwaltungssitzen ausgebaut und in denen saßen ganz oft hofnahe Adlige die dort für den Kurfürsten die Verwaltung als Schösser oder Amtmann besprochen haben.
00:51:31: Zur Friedeszeit kam es immer häufiger vor dass diese reinen Verwältungssachen also das wenn sie schreiben und rechnen gegen, da hat Und dann wenn jemand mit Waffen ausreiten muss, um vielleicht den befedeten benachbarten Artikel zu bekämpfen.
00:51:47: Das lassen wir dann den artligen wieder lieber machen.
00:51:51: außerdem hatte der dann halt zum Teil seine eigenen leute mitzubringen.
00:51:54: das heißt wenn man niederartiger war konnte und war am rufgut angesehen Konnte sein dass der kurfürst sagte so du nimmst es bitte acht berittene und du wohnst ab jetzt in meinem schloss in altenburg Solange ich nicht da bin und verwaldest für dort die herrschaft für mich.
00:52:10: das heißt wir haben also auch zentrale Herrschaftspunkte, die sogenannten Ämter.
00:52:15: Die über das gesamte Territorium verbreitet waren, wo kleinere Dinge – die Rechtsprechung, jede Bekämpfung, Einziehungen von Zöllen, Verwaltung von Höfen
00:52:25: usw.,
00:52:26: alles in diesen kleinen Territorien geregelt war.
00:52:28: und wir haben halt dann die zentralen Bereiche aber wir sehen dass sie noch weit verteilt waren.
00:52:36: Und das macht das Ganze halt spannend weil man immer gucken muss Wo hält sich einerseits der Kurfürst auf?
00:52:42: Was kann er wissen, was wird vielleicht ohne sein Wissen von anderen Leuten gemacht und wie funktioniert das.
00:52:48: Und wie funktioniert diese gesamte Herrschaft überhaupt?
00:52:51: über den Ort wo die Rentkammer liegt, wo das Gericht liegt haben wir also verschiedene Verwaltungsfunktionen.
00:52:56: ich habe jetzt immer gesagt Der Hof?
00:52:58: ja.
00:52:58: dann fragt man sich natürlich was ist der Hof?
00:53:00: Was bleibt denn da überhaupt noch übrig?
00:53:03: Das ist tatsächlich eine Frage, die ist nicht ganz unwesentlich.
00:53:06: es gibt schon aus dem Hochmittelalter Bemerkungen von dem englischen Literatenwaltermap, der dann gesagt hat.
00:53:15: So richtig weiß niemand was ein Hof ist.
00:53:17: das weiß allein Gott und das spiegelt sich auch in den mehrfachen Wortbedeutungen hin.
00:53:21: und die beim Deutschen haben da haben wir den Haushof Wir haben den Bauernhof, wir haben den Gerichtshof Und wir haben zum Beispiel den Fürstenhof.
00:53:29: Das gleiche kann man in England übrigens auch machen bei Kord mit dem Hinterhof Mit dem Gerichtshof usw.
00:53:36: Also es geht halt auch in diese Mehrfachendedeutung hinein.
00:53:41: Wir müssen uns auch darüber klar werden, dass wenn wir jetzt heute von zum Beispiel von der Residenzen Forschung sprechen.
00:53:48: Der Begriff Residenz taucht damals nicht auf.
00:53:50: das heißt entweder Hof und Hoflager.
00:53:53: deswegen ist es relativ von Bedeutung zu wissen was eigentlich ein Hof sein soll.
00:53:59: ich würde denn hier so einfach mal kurz definieren Dass wir einen auf einem Herrscher oder ein Landesherren ausgerichteten Personen verbannt haben Besten im Fall auch seine Familie die ein großes Ressourcen- und Machtpotenzial verfügt, und die von der Struktur her auf diesen Herrscher oder seine Familie mit einer Hierarchie ausgerichtet ist.
00:54:20: Gleichzeitig ist dieser Hof von den Funktionen geprägt hier zu erfüllen hat.
00:54:26: Da gehörte zum einen das man die an der Spitze der Hierarchies stehenden Personen versorgen musste, die ja quasi als Identifikationssymbole des Landes dienten.
00:54:40: Man musste für deren Sicherheit sorgen, man musste für die Versorgung sorgen und gleichzeitig musste man quasi staatlich regierend verwaltende und repräsentativ beratende Aufgaben erfüllen.
00:54:54: Die ganze Funktionsspektrin, die so einen Hof zu erfülle hatte, hat versucht die Residenzenforschung mit funktionalistischen Kriterien zu beschreiben welche verschiedenen Funktionen einzelne Hofoprigen haben.
00:55:10: Und das ist tatsächlich ein bisschen problematisch, weil wenn ich zum Beispiel einfach nur so ein Beilebe nehme.
00:55:16: Wir nehmen einen Trompeter der im Ruf dient.
00:55:18: Dann dient er natürlich der musikalischen Ausgestaltung.
00:55:21: Das waren aber auch ganz oft berittene Booten.
00:55:23: Das waren auch jene Leute die vorausgeritten sind um dem anzukündigen dass der Kurfürst oder der Landesherr irgendwo einreist und im Militär dient ihn dir tatsächlich auch als Signalgeber.
00:55:35: Deswegen führten sie auch Waffen mit und so weiter.
00:55:37: Und sofort je nachdem wie ich das einsortiere, ob Sie jetzt gerade repräsentativ tätig sind die Unterhaltung dienen oder der Verwaltung des Landes dien oder der Kommunikation anderen Herrschaftendien kann sich diese Person halt unterschiedlich einordnen.
00:55:51: Das macht es schwierig das Sohn in Hof zu strukturieren und wir müssen uns da halt sehr an die damalige Struktur halten.
00:55:59: Es muss auch klar sein dass das was wir heute aus einer ja bürokratischen Sicht als reine Verwaltung ansehen, nicht die einzige Funktion eines Hofes war.
00:56:10: Also so eine gewisse Identitätsstiftung der Struktur, die man als Landesherd dadurch erreichen konnte dass man bestimmte Formenverbänden gemacht hat das man sich einen eine Kantorei gehalten hat Hofkapelle, die große Feste ausgerichtet hat Dass man sich bei Turnieren repräsentiert hat mit seinen Drittern.
00:56:27: Das gehörte alles mit dazu, dass man eine Herrschaftsfunktion ausgeübt hat.
00:56:33: Und wenn man es dann halt diese Struktur eines Hofes oder frisch im Weisen anschauen, dann stellt man fest dass das unterschiedlich sehr von der Zeit abhängig war wie groß dieser Hof immer einzelnen gewesen ist.
00:56:48: Also wir können bei diesem Herrschaftsantritt von etwa twohundert sechsten achtzig Personen im Haupthof eingehen ausgehen dazu am Hof seiner Schwester der anderen Orten lag von nochmal siebzig bis achtzig Personen.
00:57:02: Das gleiche bleibt in etwa bis um Fünfzehnhundert also irgendwas zwischen zweieinhalbfünfzig und dreihundert Personen.
00:57:11: Später ist der Hof etwas mehr angewachsen, was auch damit zu tun hat das halt nicht nur der Kurfürst selbst nen Hof gewählt sondern dass der Bruder neben ihm auch eigene Hoffrukturen hatte.
00:57:21: Die haben in der Regel dann auch eigene Bedienstete, haben einen eigenen Türknetsch, Schatullenwort usw.. Und sein.
00:57:29: der Bruder von Kofferstfriedrich hatte zudem auch Noch ein Sohn und dieser Sohn hat natürlich auch einen eigenen Hof gehabt mit dem eigenen Hofmeister, mit einem Prinzeptor der ihn erzogen hatte.
00:57:39: Mit eigenem Edelknamen usw.
00:57:42: Wenn wir uns jetzt die Struktur des Hofes unterfüllig in beiden Weisen anschauen steht relativ oben der Hofadl.
00:57:49: das konnten Grafen und Herren sein selten auf junge Fürsten die aus anderen Herrschaften kamen und am Hof in der Regel mit eigenen Dienern und eigenen Berittenden dienten Und die haben als Hofräte zum Teil verdient, ergedient.
00:58:03: Die haben zum Teil halt bei den Blendereien beritten, haben zum Teig Gesandschaften ausgerichtet waren aber auch gleichzeitig so eine militärische Reserve.
00:58:14: Dazu kam dann die Räte und Doktoren.
00:58:16: das sind dann der Zentrum des Hofes ist der Hofrat, der regelmäßig tagt und in dem Waren.
00:58:23: neben dem obersten Hofhagen Das ist denn der Hofmeister unter Hofmarschall saßen da drin, oft auch bürgerliche gelehrte Räte.
00:58:32: Das war zu dieser Zeit wichtig geworden weil man zum Teil halt mit den Juristen von Detten und anderen Institutionen oder dem Reich zu kommunizieren hatten.
00:58:43: Und da kann man sagen das sind dann noch mal etwa fünf bis zehn Rähte die dann mit mehreren Personen dienen.
00:58:51: Darunter beginnt sich nächste Schicht der sogenannten Einrösser wie?
00:58:55: Das waren jene Person, die berechtigt am Schloss jeweils ein Pferd in Stallungen einzustellen.
00:59:02: Das ist eine etwas unterschiedliche Gruppe, da waren oft niederartiges Vertreten, aber zum Teil auch bürgerische dabei.
00:59:10: Das sind de facto eine Art berittene Leibgarde die auch oft als Schützen oder was anderes bezeichnet wird, die ihre Kammern oft zwischen dem öffentlichen Bereich des Schlosses und den Privatgemächern des Kurfürsten und meistens auch einer Nähe der Silberkammer hatten, die also so eine Art Schutzfunktion erfüllten.
00:59:28: Da sind dann zum Teil kann man da ausmachen ehemalige Söldner, man kann auch Ringermeister ausmachen.
00:59:33: Da kommen dann die Schmiede mit hinzu, die herrnische Meister also alle für eine ritterliche Ausrüstung zuständig waren und dazu haben dann die Edelknappe.
00:59:43: Die waren dem Fürsten, die dienten quasi den Fürsten hat eine bedienende Funktion.
00:59:49: Man kann dann feststellen dass sie mit irgendwelchen Aufträgen von zur Küche oder zu den Booten oder in die Kanzlei gerannt sind und für den Fürsten Aufträge führen.
00:59:58: Wir finden sie auch auf Darstellungen, dass Sie halt vor- oder neben und hinter dem Fürsten gelaufen sind, ihn bedient haben usw.
01:00:05: Da kann man von Gerrit Deutschland da sehr schön das Wort nehmen.
01:00:08: Das waren oft Niederartige dienen lernen um zu herrschen.
01:00:12: D.h.,
01:00:12: es waren junge Artige, die sich durch die Einordnung in die Hierarchie des Hofes in die Hierarchie des Hofes erlanden, was es bedeutet ein Adliger zu sein.
01:00:23: Darauf folgen die Herrenknechte das sind die direkten Bediensteten des Fürsten und das geht dann kann je nach Ausprägung sehr bunt ausfallen.
01:00:30: meistens hat man dabei dass man ein Barbier einen Wettmeister hat.
01:00:35: Ein Stubenheizer kam natürlich hinzu und dann je nach Interessen können dann Maler lautenisten oder Chronisten dabei sein wie bei Friedrich dem Weisen.
01:00:44: Erstaunlich klein zu dieser Gruppe, das sind etwa zwanzig bis fünfundzwanzig Personen.
01:00:48: Sind dann die tatsächlichen Reihen der Verwaltung dienen von Strukturen.
01:00:52: am Hof ist einmal die Kanzlei.
01:00:55: Da können wir etwa sechs bis acht Personen unter einem Kanzler oder Sekretär beobachten, die quasi für den täglich eingehenden Schriftverkehr und ausgehenden Schriftsverkehr verantwortlich waren und bei den Hofratssitzungen notierten.
01:01:07: Und dann kamen die Kammer.
01:01:09: Die Kammer war sozusagen die Hofkasse.
01:01:11: Die haben aber zugleich auch dafür gesorgt, dass zum Beispiel selber das Tafelgeschirr verwahrt worden ist und so weiter und sofort.
01:01:17: Und das waren vier bis fünf Personen.
01:01:19: Das ist quasi die Gesamtverwaltung der Finanzen nicht nur des Hofes sondern in der Regel auch oft.
01:01:29: in vielen Höfen waren sie die Verwalter der Financen des Landes.
01:01:33: bei Frittig dem Weisen und auch den anderen Linie der Sächsischen Fürsten kommt da allerdings hinzu, dass man einen Rentmeister als eingestellt hat der die Zentralkasse verwaltet und die Bahn in der Regel kauf.
01:01:48: Leute hatten also Ahnung von Finanzen.
01:01:51: Hinzu kamen Geistliche.
01:01:53: Man hat meistens ein Hofprädiger, ein Hofkaplan und einzelne Organisten unterhalten.
01:02:00: Hinzug haben dann an den Schlössern meistens welche größeren geistlichen Stiftungen.
01:02:04: was heißt An der Wittenberger Schlosskirche haben wir Dutzende Geistliche.
01:02:09: Das Gleiche können wir von Weimar sagen, da haben wir etwa zehn Stiftsgeistliche oder halt auch von Altenburg wo man den Stift hat das auch so etwa fünfzig Personen umfasst hat also Geistlich für die sowieso schon fort waren.
01:02:21: und da ist der Übergang dann schließend zu den Sängern.
01:02:23: ein Sänger knappen denn die obersten Charge unter Sänger hatten oft eine waren oft geweiht, hatten auch eine geistliche Funktion und hatten nicht selten auf Frunden in den einzelnen Residenzkapellen.
01:02:37: Und die dienten zum einen natürlich den Gesang bei den organischen Messen zu begleiten aber haben natürlich auch Unterhaltungsmusik dargeboten und dientend damit halt letztlich auch der Repräsentation.
01:02:49: Man trat halt diese Chöre-Traten Teil auf den Reichstag an und man kann sich da schon sehen dass sie ja gegeneinander miteinander konkurriert haben Ähnlich mächtig, also das sind für Friedrich den Weisen kann man sagen.
01:03:01: Es waren elf Sänger und acht Sängerknaben.
01:03:03: Wichtig wäre jetzt noch zu wissen dass das nicht sein musste.
01:03:07: Für sich derweise hat sich dann Maximilian orientiert.
01:03:09: Sein Bruder hat diese Kantorei direkt nach Amtsantritt erstmal komplett auf Null gefahren weil er die Musik nicht mochte.
01:03:17: Was er behalten hat waren die Instrumentalisten Das sind die erwähnten Trompeter Pfeiffer & Trommler ganz selten wenige laute Nisten mit zu.
01:03:27: Und wenn wir dann hören, dass dann Schweizer Pauker und Trommler einerseits den Tanz aufspielten aber andererseits auch bei Musterungen sehen wir das da auch wieder so ein funktionsübergreifende Tätigkeiten vorhanden waren.
01:03:38: Bis zum Gewissengrad zur Verwaltung gehören natürlich noch die Booten.
01:03:41: Da haben wir fünf bis sechs Personen.
01:03:43: direkt am Hof fahren in der Regel nur zwei reitende und zweilaufende Boote dazu einen Boden knächt.
01:03:50: Wenn man sich jetzt vorstellt, dass eine von den reitenden gerade eine Botschaft nach Frankreich gebracht hat.
01:03:55: Dann haben wir sich vorfühlen, dass es sehr schnell sehr dünn wurde und das heißt man hat dann oft auf laufende Booten die es in den Städten oder Residenzorten gab zurückgegriffen und die sind halt zum Teil hunderte Kilometer zu Fuß gegangen.
01:04:08: Wir haben Nachrichten davon, dass einzelne Boote zB von Wittenberg aus nach der Bedachbarnschlösser Torgau-Lochau und Brandenburg gelaufen sind.
01:04:17: Wir können da so ein Rundreiser konstruieren.
01:04:19: Da hat er am Tag vierzig Kilometer zu Fuß zurückgelegt innerhalb von einer Woche, also ist eine Woche dann mit so ne Rundreise unterwegs.
01:04:27: Also das sind alles nicht ohne und es führt dann halt zu diesen Verzerrungen in der Kommunikation.
01:04:32: Zum klassischen atligen Vorrecht gehörten natürlich auch die Jäger, Falkner und Weitleute – das sind etwa fünfzehn Personen am Hof.
01:04:39: Das sind Personen, die das atliche Jagdvorrecht auch mit verkörpert haben!
01:04:44: Es kann man sagen, eigentlich haben sie den Hof zur Versorgung gedient.
01:04:47: Das heißt die gehen natürlich dann die einzelne Waldstücke des Kurfürsten an und haben dort regelmäßig jagt und habe das erjagte Bild mit in die Hofküche geliefert.
01:04:56: De facto wäre das jetzt rein von dem was man so an Quantitäten sich anschaut nicht zwingend notwendig.
01:05:03: es gehörte halt zu einem Adligen mithin auch zu jemanden der mit den Habsburgern um das Erzjägermeisteramt konkurrierte.
01:05:12: Dazu, dass man gewisse Jäger an seinem Hof hatte und auch die Jagd, die Falknerei selbst mit ausübte.
01:05:23: Darauf kommt dann was in die militärischen Bereiche hineinfällt.
01:05:27: Wir haben am Hof richtig das Weisen da ich das ja indirekt durch den Dienst bei Maximilian und auch durch die Kenntnisse über die Händnisse der Neuerung, die sich abgespielt haben im Wehrwesen um fifteenhundert.
01:05:41: Das heißt eine Umstellung auf Landsknechtsarmäen und natürlich auch schon längst auf Geschützwesen hat er am Ruf direkt sich mehrere Feldhauptleute oder Landsknechte herangeholt, die meist aus süddeutschen Landen standen.
01:05:57: das ist dann ganz gezielt in den vierzen neunzigern Jahren passiert.
01:06:00: hinzu kam, was schon vorher vorhanden waren.
01:06:03: Dass man mehrere Büchsenmeister am Hof hatte die für einzelne Bereiche des territorens zuständig waren und dort die Städte dabei unterstützt haben moderne Artillerie Ausrüstung zu besitzen.
01:06:15: das heißt es wäre so eine Waffen-Stink.
01:06:16: danach kommt die Fneiderei.
01:06:18: Die war einem wesentlich dafür dass der Hof ein eindeutliches Hofgewand erhielt.
01:06:24: wo wird man von Haus noch sehen konnte?
01:06:26: Dieser Hof ist eine abgegrenzte Gruppe.
01:06:27: und dieses Hofgewandel war allerdings Nicht nur so, dass man sehen konnte.
01:06:31: Das ist der Hof!
01:06:32: Sondern man könnte auch sehen welche Hierarchie einzelne Gruppen in dem Hof hatten.
01:06:36: das heißt die Diener haben anderes Gewand und andere Stoffarten gehabt als die Artigen Und dann zum Beispiel die Geistlichen nochmal ein anderes als die Kanzlisten.
01:06:49: Was nun?
01:06:50: Die weiteren Funktionen angeht, sondern die klassischen Versorgungsfunktion.
01:06:54: Wenn man etwa zweihundert Leute braucht brauchen wir noch eine Küche fünfzehn bis zwanzig Personen die dann täglich für die zwei Mahlzeiten gesorgt haben, die man am Hof bekam.
01:07:03: Hier ist wichtig zu gedenken, dass diese zwei Mahlszeiten auch als Gemeinschaftsstiftende Aktion dienten.
01:07:13: Das heißt es gibt drei Punkte wo man sagte der gesamte Hof hat da zu sein in den späteren Hofordnungen.
01:07:20: Es ist auch ausdrücklich festgelegt einmal früh beim Kirchgang und dann zweit mal bei der Abendmahlzeit alle die zum Hof gehören sich zu versammeln, gemeinsam diese Mahlzeiten zu sich zu nehmen.
01:07:33: Dazu kommt dann der Keller mit fünf bis acht Personen, die da tätig waren weil man halt auch entsprechend Getränke dazu fügen musste.
01:07:44: und zum Schluss natürlich die Stallungen und sie konnten halt auch sehr groß sein, wenn man sich vorstellt z.T.
01:07:51: sind da dreieinhalb Pferde am Hof lager und das ist mal mit vierundzwanzig Stahlknechten und sieben Wagenknechten sogar noch recht gut bedient, die dann halt sich umentsprechend viele Pferde kümmern mussten.
01:08:03: Wichtig ist hier wir haben Spitze dieses Hofes den Hofmeister, den Hofmarschall aber wir haben auch einen Küchenmeister.
01:08:10: Wir haben ein Kellermeister und ein Stahlmeister Und diese Meisterfunktionen haben ganz oft Archlige ausgeübt Aber direkt darunter kamen in den meisten Fällen dann bürgerliche Die dann die Schrifte geführt haben.
01:08:23: also wir haben dem Küchen-Meister die Küchenschreiber Und er war dann ein Bürgerlichter.
01:08:26: Wir haben da neben dem Kamermeister, der zum Teil ein Adliger war, dann meist einen Kammerfreiber.
01:08:31: Das war dann im Bürgerlicher oft auch mit universitärer Ausbildung und das ist halt diese Struktur die sich im Hof immer wieder abzeichnet.
01:08:41: Der Adl hat trotzdem den Vorrang gehabt und hat halt eine gesonderte.
01:08:45: Hier war sichtbar.
01:08:47: Sagt auch bei den Mahlzeiten gemeißt auf einer Ritterseite des Tisches und hat dadurch sich quasi abgehoben.
01:08:55: Und der restliche Hof diente, wie das auch zeitgenössische Quellen berichtet haben, hauptsächlich dazu diesen Reste dieser Artigen des Hofes hervorzuheben.
01:09:06: Und durch die Einbindung zum Beispiel von Hofartigen wie Grafen und Herrn wurde aus diesem Herrschafts, dem Fürsten, wurde das quasi ein Machtkonglomerat, wo man gemeinsames Interesse daran hatte dass es den Fürsten und dem Hof ganz gut geht weil man von dem wiederum Ämter bisweilen Flösser oder ähnliches erhalten konnte und dann mit dem Fürsten gemeinsam repräsentierte.
01:09:33: Und das Ganze wird noch mal schwieriger.
01:09:35: Friedrich der Weise hat sich ein Vorbild an seinem Onkel und seinen Vater genommen, die haben ihre Haare lang zusammen regiert und er hat zusammen mit seinem Bruder Herzog Johann später Kurfürst Johann nach Friedrichs Tod auch die Karten lang zusammenregiert und sie haben gemeinsam Hof gehalten waren in der Regel am gemeinsamen Oflager bis fünfzehn oder dreizehnt, wie ich derweise sagte.
01:09:57: Dieses Reisen in der Herrschaft und dieses Hin- und Her, dass wir an verschiedenen Territorien, das wird langsam ein bisschen anstrengend für mich.
01:10:07: Ich bekomme jetzt langsam auch eine Alter, wo wir das Ganze abschaffen sollten.
01:10:11: Gleichzeitig hat der Bruder von Frisch dem Weißen tatsächlich zwei Ehepartien einbringen können.
01:10:18: Das heißt er hatte dann auch eine eigene Frau mit einem eigenen Frauenhof und einen Sohn mit einem eigenen Prinzenhof.
01:10:24: Und die brauchten natürlich auch einen gewissen Platz, das heißt der gemeinsame Hof.
01:10:30: Friedrich und sein Bruder ist ja ein bisschen ausgewachsen.
01:10:32: Das waren dann manchmal schon bis an die Fünfhundert Pferde und entsprechend mehr Personen.
01:10:37: Wenn wir das Ganze in einer Kleinstadt machen wie Weimar oder in der Stadt wie Torgau, die ein bisschen größer ist Alles keine Viertausend Einwohner Dann kann man sich vorstellen was das an Belastung für die Bürger bedeutete.
01:10:49: Das heisst fünfzehnhundert dreizehn hat man gesagt.
01:10:51: Du verwaltest ab jetzt den südwestlichen Teil des Territoriums.
01:10:54: Alles von Altenburg nach Südwesten bis nach Koburg ist jetzt deins, das verwaldest du's?
01:10:58: Ich verwalte alles von Alpenburg nach Norden
01:11:00: weg.".
01:11:01: Das heißt man hatte wiederum eine Herrschaftsteilung.
01:11:04: mit der Herrschafts-Zeilung ging auch wieder um eine Hofteilung einher und kann man vorher feststellen, friedlicherweise wenn er sich durch sein Land bewegte, dass sind in den Jahren bis Fünfzehnhundertfünftzehn, sind das in der Regel hat er mit Dreistagsbesuchungen oder anderen Besuchen etwa drei tausend bis fünftausend Kilometer nachweislich auf dem Pferderücken oder in der Kutsche zurückgelegt.
01:11:25: Das klingt jetzt für uns mit dem Auto... Jetzt nicht mehr viel, aber müssen wir klar sein dass so eine Tagesritte wenn er mit dem Hof zusammenritt irgendwas um forty-fünfzig Kilometer war.
01:11:37: Wenn er alleine ritt es gibt einzelne Fälle da ist ja dann mit dreizehn bis vierzehnt Berittenen unterwegs und Pferde wechseln kann er tatsächlich mal hundert Kilometer am Tag faffen nicht pro Stunde am Tag.
01:11:48: das heißt Wir können davon ausgehen, dass es zwischen Sechzig und Achtzig Hoflagerwechselamt im Jahr gab.
01:11:55: Also auch wenn er jetzt sagen will mal in Torgau oder Weimar oder halt in Altenburg häufiger lag weil das Hoflagger war Er ist immer noch so unterwegs gewesen.
01:12:06: da ist er quasi jeden dritten bis vierten Tag der Regel seinen Aufenthaltsort gewechselt hat in der Zeit Und dann kann man verstehen sozusagen in die fünftig reingeht, dass man dann vielleicht das nicht mehr ganz so gerne haben möchte.
01:12:21: Ist ja selbstverständlich.
01:12:22: In Zukunft also wir haben natürlich den Weisen auch berichte, dass er zum Teil während der Jagd Priefe dabei hatte, die er gelesen hat.
01:12:31: Das wissen wir deswegen weil es da Nachrichten gibt, der Brief, den du dabei hattest, den hatte ich auf der Jagg mit und ich habe ihn gelesen, der ist mir ins Fluss gefallen.
01:12:37: Das heißt also diese ganze Herrschaftspraxis hat auch nicht Halt gemacht wenn der Frust gejagt hat.
01:12:45: Das sind so die Sachen, die man Kontext haben muss und durch diese Herrschaftsteilung ergaben sich nur eine neue Konstellation.
01:12:50: Während sonst immer der Zyklus so war dass man zwischen Weimar und Torgau gewechselt hat und das man in der Regel dann auch mal Koburg aufgesucht hat, die legendlich mal in Altenburg des Hoflager hatte gab es um zwei getrennte Herrschaftsbereiche.
01:13:04: aber Friedrich der Weise und sein Bruder Johann wollten weiter gemeinsam Außenpolitik betreiben.
01:13:08: da war's nun wichtig, dass man sich in der Nähe ansiedelte.
01:13:11: Das heißt dann Frittig der Weise hat in diesem Kontext anfangen das alte Schloss Altenburg wieder so zu richten, dass man dort mit einem Hof leben konnte.
01:13:19: Das war mäßig gut funktioniert.
01:13:22: Wir können dann nachweisen, dass es zum Beispiel so war, dass er einen einfachen Bohlenhaus in die Mitte von dem Schloss reingestellt hat damit seinen Stallbedienstsitten dort Unterkunft gefunden haben.
01:13:32: Gleichzeitig sind dann das Stift in Altenborg ist auch noch mit mehreren geistlichen Neu aufgestockt worden und so weiter und sofort.
01:13:39: Damit er aber Kontakt zu seinem Bruder halten musste, musste der auch ein bisschen näher an diese Grenze ziehen und er dann angefangen das alte Schluss weiter die Osterburg neu auszubauen was viel aufwendiger noch war weil sie waren in einem noch schlechteren Zustand.
01:13:52: Er hat dann zum Teil einen Weider residiert uns später sogar dann ins Zwickau also südlich von Altenburg und regelmäßig haben sich die beiden Brüder dann besucht.
01:14:02: wir wissen dann meistens über den Kontakt über die Briefe, die sich gegenseitig geschrieben haben.
01:14:07: Dass man zum Teil dann gerade in der Reformationszeit versucht hat, die beiden gegeneinander auszuspielen.
01:14:13: Relevant hierfür ist der Cousin Friedrich des Weisen, der Sohn des Onkels Herzog Albrecht, nämlich Herzog Georg.
01:14:22: Georg war für eine theologische Laufbahn ausgebildet und hatte Lateine gelernt.
01:14:26: Er war theologisch sehr gebildet und hat vorsichtig zu sagen wusste dass die Ausbildung Friedrich Des Weisen nicht ganz so gut war zumindest was Theologie anging, wie die Seinige.
01:14:37: Das heißt er hat dann versucht schlicht und ergreifend die beiden Brüder gegeneinander auszuspielen indem man dem einen das in dem anderen das geschrieben hat Und dass flog natürlich auf weil sie sich gegenseitig Briefe schreiben und im Zweifel wenn es etwas wichtiges zu besprechen gab haben Sie sich auch gegenseitsbesucht.
01:14:53: und das ist halt die Schwierigkeit für Historiker.
01:14:56: Wir wissen zum Beispiel dass Friedrich den Weisen Die Adelsschrift von Luther an seinen Bruder weiter geschickt hatten hat gesagt also Da jetzt, was der Hydro jetzt damit weint.
01:15:06: Also da hatte wieder etwas ganz Freches geschrieben.
01:15:08: Das kann ich nicht so wirklich gut finden Aber schau mal was du damit anfangen kannst.
01:15:14: Was wir dann nicht wissen ist wenn sie sich zusammen in Altenburg Jagdschloss Kolditz oder in der Lochau das ist ein Jagdschloss östlich Östlich von Bittenberg heute Anaburg genannt Wenn die sich dort zusammen getroffen haben und miteinander gesprochen haben Da erfahren wir nichts davon.
01:15:30: Da schweigen dann die Quellen.
01:15:32: Das haben wir ganz spannend, weil es gibt dann immer mal Verweise darauf, dass man mehr erzählen kann wenn man sich trifft.
01:15:39: Ein ganz wichtiger Punkt ist dabei das finde ich vergessen dürfen des Briefwechsel damals ein gewisses Risiko darstellen.
01:15:47: Am Hof hatte man jeweils Britten und laufende Booten hat gelegentlich auch Postboote aus Nuremberg oder anderen Orts angestellt aber so einen Brief konnte verschwinden.
01:15:56: Wir haben Belege unter anderem Ein Briefwechsel zwischen Friedrich-Weisen und der Stadt Nunnberg, das da zum Teil gemeldet wird.
01:16:05: Der Kaufmannszug mit dem ich dir ein Bild geschickt habe von Lukas Kranach, der ist irgendwie verschwunden in den Frankischen Waldogen oder der Bote samt Brief ist verschwund.
01:16:16: Sowas kam immer mal vor und man hat auch gezielt auf solche Bootenjagd gemacht.
01:16:20: Das heißt tatsächlich eine Sprache der Zeit steht manchmal drin.
01:16:24: Ich möchte, dass man einen solchen Dinge nicht über Land schreibt Sondern, dass man solche Dinge besser persönlich bespricht.
01:16:33: Weil dann es ist ähnlich wie der Kommunikation die wir im Internet kennen also so eine SMS oder einem E-Bail kann durchaus missverständlich sein.
01:16:40: Deswegen ist es manchmal besser solche Sachen persönlich abzüglich sprechen und tatsächlich sind solche persönlichen Aufenthalte dann recht relevant.
01:16:47: Es gibt zwei diese ganz von nicht geringer Bedeutung.
01:16:50: Eine ist jetzt in letzter Zeit meines Erachtens ein bisschen missverständlich dargestellt worden Und zwar nachdem Luther in Worms aufgetreten ist und verschwunden wurde.
01:17:05: Oder wie der Hofgrundist Georg Spalatin schrieb, Herzog Friedrich von Sachsen gedacht an Mittel – das ist das, der April XXV, zu Wormshan Doktor Martinus ein Zeit beiseite zu bringen!
01:17:19: Lies auch solch den Abend zuvor zu Worms eher weg zog.
01:17:23: Im Gegenwort Herrn Philips, Pfeilich, Friedrich von Thunbeiderritter und mein Spallatin freilich nicht viel mehr anzeigen wie man ihn beiseite bringen
01:17:32: sollt.".
01:17:33: Das heißt der Hofkunnist und Hofkaplan Georg Spallatin berichtet davon das so durch die Weise geplant hat dass man ihn weg bringt und er hatte mehr Ritter aus dem Hofumfeld eingeweiht.
01:17:45: In den Briefen an seinen Bruder schrieb er dazu Von Dr.
01:17:50: Martinus, XXI.
01:17:52: Mai der Brief von Worm.
01:17:53: weiß ich euer Lieben nichts wahrhaftiges zu schreiben.
01:17:56: Schreibt es wirklicherweise an seinen Bruder oder kommt so ein kleiner Nachsatz?
01:17:59: Der ist wichtig und den sollte man auch wenn man diesen Brief zitiert nicht weglassen.
01:18:03: aber Ich besorge Martino nicht zugut!
01:18:05: Ich habe euer lieben Wunder davon zu sagen hilft mir Gott zu Euer Liebem.
01:18:11: Das ist schon kein Winken mehr mit dem Zaunfall das ein Zaun fällt Und genau diese Treffen können wir dann halt auch eben ausmachen.
01:18:18: Die beiden Puder treffen sich dann am zweiten, dritten Juni in Koburg und wir können davon ausgehen dass danach beide wissen wo Luther sich aufhält.
01:18:26: Gibt noch weitere Indizien dafür ein zum Beispiel auch ganz missliche Sache ist das Friedrich der Weise, sich denn aus Wittenberg und aus Lochau also der Umgebung von Wittenberg entfernt hat weil eine große solche Ausbrach?
01:18:42: dazu komme ich vielleicht nachher nochmal.
01:18:43: aber zentral ist ja dass er nach Allstädt übersiedelte und seinen Bruder am vierten, zwanzigsten, fünfundzwanzigste Januar, fünfzehn-zweiundzwanziger in Weimar, also in dessen Residenzstadt besucht hat.
01:18:55: Und spannend ist hier nun das wir dann schöne Rechnungsbelege haben über diesen Besuch und in diesen schönen Rechnung belegen.
01:19:02: Wir müssen es vorstellen.
01:19:03: Blutter ist jetzt seit einiger Zeit im Eisenach an der Wartburg untergebracht.
01:19:09: In Weimar treffen sich die beiden Brüder und sie kaufen unter einem einen deutsche Bibel meinem knedigen jungen Herrn.
01:19:16: Das ist der Netfer Friedrich, das weißen Johann Friedrich.
01:19:19: Der kriegt eine deutsche Bibeln, holt eine voluterische Deutsche Bibel.
01:19:22: Da gibt es dann noch ein schönen Eintrag wo es heißt, dass man sechs grotten Zehen fennige für etliche deutsche Bühne führt hat er Schosser zu Wittenberg meinen knedischen jungen Herren hergeschickt gebracht hat.
01:19:32: Und auch noch einen schönen eintrag, das nämlich Herr Anarkts von Wildenfels der Jüngere mit Auftrag des Kurfürsten jungst zu Eisenach gewesen, dasselbst und vier Nachts zu Tonner hin- und wieder zur Auszehrung zur Letzte an der Herbergen geht.
01:19:51: Das heißt wir haben in Rechnungen nicht nur die Belege das man versucht hat Bücher foloterische Übersetzung zusammenzustellen Wir haben auch die Belege in den Rechnung das Hofräte diese Sachen nach Eisenach geschafft haben.
01:20:05: Höfe funktionierten nicht so, dass man als Hofrat einfach mal sagt Jungs ich bin da mal weg und bringe mal Sachen irgendwo hin.
01:20:11: Tschüss Kurfürst!
01:20:13: Jemand der nach Eisenach unterwegs war der hat selbstverständlich vorher dem Kurfürsten oder von Herzog Johann die Erlaubnis gehabt.
01:20:22: bitte bringe diese Bücher dahin.
01:20:24: Der kann sich nicht einfach ohne erlaubnis vom Hof entfernen.
01:20:27: Und deswegen wissen wir auch das vieles von dem was in priefen geschrieben wird von sagen wir mal sehr.
01:20:35: Es ist von sehr überschaubarer Blügen beziehungsweise politische Aussagen sind, die nicht unbedingt stimmen müssen.
01:20:42: Weil wir das halt auf anderen Art und Weise über Rechnungen und manchmal Andeutung und Privatbriefe belegen können dass es da durchaus schon Kontakte gegeben hat.
01:20:54: Man denkt jetzt auch nur an den Brief in dem Luther für den Kurfürsten geschrieben hat als er von der Wortbox zurückkehrte.
01:21:01: Der Kurfürst hat den Brief bekommen.
01:21:03: In dem Briefstand drin, dass der Kurfürs nichts davon wissen und der Kurs hat dazu gedrückt geschrieben so jetzt schreibst du den Brief bitte nochmal damit die Anrede an den Kaiser ein bisschen förmlicher wird und nicht so aussieht als wenn du ihn anflaumpfst und dann schreibts mir den Brief noch mal damit ich dir nach Worms schicken kann und dir den zeigen
01:21:17: könnt.".
01:21:18: Das heißt ja... ...Kurfürst wusste selbstverständlich das Lutter aufgebrochen ist Und der Kurführst hat ihm da auch vertrauen müssen weil er sich in Wittenberg nicht einen noch einen auswusste als die Kontrolle von Lutter der Wartburg war, sich verselbstständig hat.
01:21:34: Die reformatorische Bewegung, der sogenannten Wittenberger Bewegung und er sagte ja dann geh halt dahin.
01:21:40: ich weiß mir selber nicht zu helfen wie Armin Kohlen sehr gut herausgestellt hat.
01:21:44: Wechselt hier übrigens das Verhältnis von Lutter und den Kurfürsten absolut auf einmal wird zum Kurfürstens der Luther bespritzt.
01:21:52: Der Kurfürs der Luther braucht damit eher diese unruhige Bewegung in Kontrolle bekommt.
01:21:57: Aber spannend ist nun, dass in dem Brief mal drin steht.
01:22:00: Der Kufers weiß nichts davon!
01:22:01: Noch spannender ist das der Brief an Kufas Friedrich, der überholte Brief wird nicht direkt an den sozusagen ins Reich geschickt sondern er wird erst einmal zu Herzog Johann geschickt nach Weimar damit er auch Bescheid weiß.
01:22:15: und dann läuft er nach Nuremberg.
01:22:17: Und das dauert so lange, dass im Nürnberg das Gerücht Das Luther wieder in Wittenberg sei früher ein Trift als der Brief.
01:22:27: Und man hat dann einen sehr nervösen Hans von der Planets, der für den Kurfürsten im Reichstag saß.
01:22:33: Lieber Kurfürst!
01:22:34: Wir haben ja ein Problem mit dem Reißregiment saß... Ich heiss hier Luther sei wieder da.
01:22:39: Ich denke er ist gebannt.
01:22:41: Was soll ich denn bitte sagen?
01:22:42: Ich habe jetzt keinerlei Informationen darüber.
01:22:44: Bitte schickt mir Informationen.
01:22:45: Das heißt die Information traf dann am nächsten Tag ein.
01:22:49: aber diese Brieflaufzeit und diese Informationsaustauschzeit sind sehr relevant und dürfen sie nicht vernachlässigen.
01:22:57: Und er kommt einen relevanten Punkt hinzu.
01:22:59: Friedrich der Weise ist in seiner Jugend, wie ich es vorhin kurz angedeutet habe zum Teil bei seiner Mutter und zu zweit seine Großmutter erzogen worden.
01:23:08: Sehr auffällig war dann das sowohl seine Mutter, vierzehn, vierundachtzig an einer Pest gestorben ist, dass kurz danach einer seiner Brüder Adelbert, den man versucht hatte im Mainz, in dem Mainzer Mainz zu installieren ebenfalls an eine Krankheit gestorban ist so dass er sehr große Befürchtung und Angst vor Erkrankungen hatte.
01:23:29: Dazu kam, dass er immer mal selber von stärkeren Erkränkungen angefallen worden ist, sodass man immer einmal gefürchtet hat, das er eine Erkranke nicht überleben konnte.
01:23:37: Und es führte dazu, dass erst sobald irgendwo Probleme auftraten versucht hat die sozusagen die Orte zu meiden in denen es Pest, in denen Es zur Pest gab.
01:23:52: Das ging nicht immer, aber zum Teil sehr oft.
01:23:54: Eine der bezeichnende Momente war das Frühjahr fifteenundzwanzig nochmal.
01:23:59: Luther ist auf der Badburg.
01:24:01: in Wittenberg entwickelt sich eine unabhängige von Luther eine reformatorische Bewegung getrieben unter anderem von Andreas Bodenstein von Karlstadt und einem Mitbruder von Luther also auch einen Augustiner-Erremitten Gabriel Zwilling oder Didymus die anfingen nicht nur das Abend mal bei der Leihgestalt auszuteilen hat übrigens auch Feldmann Anchton im Vorkauf stattgemacht, sondern sie gingen daran neue Kirchenordnungen einzurichten.
01:24:27: Da war es sehr ungünstig dass der Kurfürst sich der Sterbensläufe wegen vom nahegelegenen Jagdschloss Lochau und dem auch Wittenberg relativ schnell zu erreichen gewesen wäre zurückgezogen hat nach Allstedt was ich vorhin schon mal erwähnte denn auf einmal war so das seine Hofräte die noch in Eilenburg zurückgelassen hatte nicht mehr eigentlich nicht reagieren konnten.
01:24:49: Sie bekamen Nachrichten über das, was in Wittenberg passierte und bluten die Rede vor, brauchten dann aber doch irgendwie den Kurfürsten, damit er ihnen helfen konnte oder sagen konnte, in welche Richtung man jetzt entscheiden musste.
01:25:01: Und das Problem war, dass man einen Boten hatte der von Wittenberg nach Allenburg lief, von Allenbruck da nach Allstädt oder Weimar laufen musste um dann den Kurführsten zu haben und das Ganze wieder zurück, um dann wieder eine Nachricht nach Wittenberg zu bringen.
01:25:15: Das konnte durchaus mehrere Tage dauern und wenn man eine sehr virulente Entwicklung hat wie in der Wittenberger Bewegung, dass man da eine eigene Kirchenordnung erhält das man sagt okay ab jetzt werden die Bilder abgegangen.
01:25:26: gibt es dann Einzelle die sagen wir hängen sie nicht ab wir machen die kaputt.
01:25:30: der Stadtrat Und die Universität haben das übrigens bestraft.
01:25:33: also ist kein bilderbildersturm wo man halt alles abreißt.
01:25:36: tatsächlich ist es so.
01:25:37: Wir haben ordnungen die Bilder werden abgehangen einzelne haben sich vergangen mit sofort Busmaßregelungen auch auf Hinweis der Räte des Kurfürsten, dass man die Leute, die das gemacht haben, straft.
01:25:47: Aber der Kurfürst ist halt kaum zu haben und es gibt dann wirklich einen Bootenrechnung, wie er sagt.
01:25:52: also ich bin von Eilenburg nach Allstedt gelaufen, hab da den Kurfürs nicht gefunden und bin dann zurück über Torgau, nach Eilenbrug, nach Anaburg, also Lochhaude laufen um dort den Kurführsten zu finden.
01:26:04: Und was das denn bedeutet bei so einer relativ virulenten Entwicklung kann man sich vorstellen?
01:26:08: Das war auch noch nicht mal das Virulenteste Der Mitbruder, es gab tatsächlich einen Bildersturm in Wittenberg.
01:26:13: Aber der ist tatsächlich von einem Mitbrüder dem erwähnten Herrn Didimus ausgerichtet worden.
01:26:19: Gabriel Zwilling hat nämlich im Augustinäre-Mittentloster alle Geweitesölstatuetten und andere Sachen zusammengetragen um Innenhof des Augustinärer Mittentlosters diese Sakramentarien zu zerstören.
01:26:33: Was nicht passiert ist was jetzt bis fallen auch koportiert wird Alles was der Kurfluss gestiftet hat, da wusste man ganz genau oder hatte man die Fingeraufwand zu lassen.
01:26:42: Die Floskirche ist komplett verschont geblieben, da ist niemand reingegangen weil man genau wusste diese Schlosskirchen hat schuldigterweise mit sehr viel Aufwand sehr viel Geld und sehr viel Kosten gestiftete.
01:26:53: Und gibt es ja bisweilen in den Luther zum Beispiel dieses schöne Szene also der hervorragende Luther filmt unter anderem mit Joseph Feins.
01:27:01: Die Szene in denen Georg Spalatin Luther erzählt werde ich mal jetzt nicht gegen die Legienweisung, weil sie finanzieren deine Professur mit.
01:27:12: Das ist gelinde gesagt Quark!
01:27:14: Diese Stiftung von denen ich vorhin berichtet habe, mit den neunzig geistlich, den zahlreichen Messen.
01:27:19: also wir haben dort rund um die Uhr messen Wir haben quasi jeden stunde mindestens eine Messe.
01:27:25: Wir haben tausende Kerzen werden das jedes Jahr gestiftet.
01:27:27: Wir hauen rund um ihre url-leturgische Gesänge und so weiter und sofort.
01:27:31: Das kostet ein irres Geld.
01:27:33: es sind etwa zweitausend fünfhundert zwei tausend sechshundert Gulen Zeitgleich einschätzen, was zum Beispiel die Reliquienweisung eingebt.
01:27:41: Das sind die laufenden Kosten nur.
01:27:42: Die Reliquinweisung reingetracht hat.
01:27:44: diese Reliquenweisung brachte dem Kurfürsten, wenn es hochkam, zweihundert bis dreihundert golden, wenn's hoch kann.
01:27:53: und da habe ich dann schon vorsichtig rausgerechnet dass der Kurfürst das Geld gar nicht bekam sondern es bekam das allerheiligen Schiff.
01:27:58: Und da hab' ich auch gar nicht raus gerechnet, dass zb solche schönen Zeichen, die man dort verkauft hat.
01:28:02: Man hat Pilgerzeicht klassischerweise verkauft und in Wittenberg, das ist auch ganz spannend Man hat denahre nachgeprägt, gleich jenen um die unser knedigster Herr verkauft worden ist.
01:28:14: Man hat symbolische Judas-Fennige geprägt und die gab es halt auch als Anleggend.
01:28:19: Und die hat der Kurfürst prägen lassen das Silber das hinschicken lassen oder das hat verkauft.
01:28:23: Das heißt wir haben riesigen Investitionen und der Kurführst bekam quasi nichts dafür außer dass eben klar war ich habe tu hier was für das Seelenheil meiner Untertan und das muss einem klar sein.
01:28:36: das heißt Das war auch den Einwohnern zum Witten da klar und die haben sehr, sehr lange diese Stadtkirche in Ruhe gelassen.
01:28:43: Und das war auch frisch dem Weisen recht, denn der hat bis zum Schluss an seinem Stift, aus gleichzeitig Universitätskirchen festgehalten und diese verteidigt.
01:28:54: Es wird eine Forschung manchmal ein bisschen unterschlagen aber das ist dann später der bedeutendste Kontrapent zu Luther.
01:29:02: Das gleiche gilt übrigens auch für die Universität an der Luther tätig.
01:29:05: wahr?
01:29:05: Es heißt ja jetzt in der Forschung manchmal so, er hat halt eine Universität gestiftet.
01:29:09: Wer hat das nicht als Fürst im Reich?
01:29:11: Das ist nichts Besonderes.
01:29:12: Das Eine ist der Kontext neben die Universität Gestiftet worden ist.
01:29:15: Das Andere ist am Ende was der CoFest investiert hat um diese Universität zu gründen.
01:29:21: Es ist klar dass er schon bei seinem ersten Testament, kurz bevor er ein zeitige Land gereist ist, hat er aufschreiben lassen falls ich mal eine Universitätsgründe.
01:29:31: sollen dort Stipendiaten hingehen?
01:29:34: Wenn nicht, gehen die nach Leipzig.
01:29:37: Das heißt, Friedrich der Weise hat nach der Teilung in seinem eigenen Territorium keine Universität mehr gehabt weil die einzige Universität im Territoriums lag im Leipzig das sozusagen seinem Onkel bestimmungsweise seinen Cousin später gehörten.
01:29:49: und er hatte es relativ früh beabsichtigt.
01:29:52: Kaiser König Maximilian damals noch hat das natürlich gewusst, weil es für ihn am Hofrat war als Friedrich XIVIX-XVIII offensichtlich betreit darum dass weder eine Tochter bekommen konnte, noch dass er eine Schwester oder Tochvermaximianz bekommen konnte.
01:30:08: Noch das er Aussichten hatte, was sie eigentlich tun sollte nämlich Frieden zu schaffen, dass er das nicht bekommen konnte hat er sich sozusagen der Opposition leicht zugewandt.
01:30:19: und Fünfzehnhundert zwei hat sich diese Opposition die kurfürstliche Opposition in Gelnhausen getroffen und die Kurfürsten haben untereinander abgemacht.
01:30:25: bis dir was also?
01:30:26: wenn der Kaiser nicht in der Lage ist den Hofrat aus dem Friedrich gerade ausgezogen war zu halten, dann machen wir hier unseren eigenen Kurs aus dem Rad und entscheiden auch sozusagen in Dingen des Reiches.
01:30:37: Von diesen Treffen hat Maximilian mitbekommen!
01:30:41: Hat Booten hingeschickt und hat erst mal für dich den Weißen angeboten du ich fülle dir noch Geld davon dass du bei mir gedient hast.
01:30:47: Dreißig tausend Golden etwa.
01:30:49: Ich habe zwar kein Geld aber wir könnten da irgendwas regeln das du das bekommst.
01:30:52: Durch der Weise wusste, dass Maximilian chronisch klamm war, dass er unglaublich schlecht war seine Schulden zurückzuzahlen spricht für sich wenn der König seine Frau irgendwo als Sicherheit hinterlegen musste, weil er das Geld nichts.
01:31:07: Weil er nicht genug Geld hatte um seine Herbergskosten in Großstädten zu zahlen.
01:31:12: und kurz danach gibt es halt ein Universitätsprivileg, ein kaiserliches Universitäterspriviledig.
01:31:17: Und frisch derweise reißt... Das trifft dann in Weimar ein, als Friedrich von Gelnhausen verlassen hat wird das dann hinterher geschickt und er findet das in Weimer und kurz darauf sagt okay wir gründen Universität, dass wird Hals über Kopf gemacht Bittenberg mit der Schlosskirche und allem anderen gegründet.
01:31:33: Ein Verband ist.
01:31:34: nun, wie die Finanzierung funktioniert?
01:31:36: Normalerweise ist Mittelalter so.
01:31:37: Universitäten sind ganz oft mit Stiftzern versehen, die sozusagen eine Stiftsfunde als Geistliche bekommen aber gleichzeitig Lehrverpflichtung haben.
01:31:44: Und ein Teil der Universität wird auch so finanziert.
01:31:48: Besonders die theologischen Fächer und Teile der juristischen Fächer werden halt an die Stiftzanstellen im Allheiligen Stiften in Bittenberge gebunden.
01:31:57: Auch die Augustiner Ähre mitten richten ein Regionalstudium ein und stellen gleichzeitig einen Lehrkraft für Theologie, eine für die Artistik.
01:32:08: Auch die Franziskale in der Universität.
01:32:10: Aber das ist maximal die Hälfte der Stellen.
01:32:12: Die andere Hälfe zahlt der Kurfürst aus seiner Kasse.
01:32:15: Das heißt er hat etwa siebzehn Stellen der Universität erst aus einer Hofkasse getragen und später möglichst auf irgendwas verändert.
01:32:25: Das heisst zum Beispiel wenn ich Händler bittende Aquare und über die Brücke gefahren bin, habe ich einen Gelei zu hinterlegen gehabt.
01:32:31: Und mit großer Wahrscheinlichkeit ist dieses Geleit entweder zum Beispiel dahinein geflossen um eine große Bibliothek des Kurfürsten über der Schlosskirche damals aufzubauen oder aber z.B.
01:32:40: um Leuten wie wir in Landstand das erste Gehalt zu zahlen.
01:32:43: Das sind dann sozusagen die Querfinanzierung.
01:32:45: Das heißt, wir haben eine Universität, die dem Kurfürsen viel Geld gekostet hat, die ja mit eigenem Willen aufgebaut hat und die er auch gerne als Ratgeber herangezogen hat.
01:32:57: dass die Ratgeber in dieser Universität zum großen Teil der Formationen zu geneigt waren und eher nicht so recht wusste, wie ihr damit umgehen sollte.
01:33:07: Spannend ist in diesem Kontext, wie ich erwähnt hatte ja dieses Eintreffen einer Seuche um etwa fünfzehnhundneunzehn, die den Hof mit voller Gewalt quasi erwischt hat.
01:33:19: Wenn wir jetzt das können wir schon vorher beobachten als frühtig der Weise unterwegs Zum Reichstag gibt es dann tatsächlich auch die Anfragen, ich habe der Sterblichen läuft halben zu Frankfurt am Main und hinauf einen Schlecken.
01:33:34: Ob man den nicht hinaufein schlägen wollte, das Treffen verrücken und all da verharren und von den nur dürftigen Sachen zu handeln?
01:33:44: Das Problem ist also er versucht tatsächlich diese Pest- und Krankheitszüge zu vermeiden weil er aus Erfahrung Angst vor diesen hat.
01:33:52: Und tatsächlich in der Zeit von etwa Die Pest relativ massiv in den Hof eingeschlagen.
01:34:00: Das können wir nachvollziehen, dass ehemalige Hofvertraute wie Sebastian Vermiskelbach der Hofmarschall, also einer der höchsten Ämter, sein Hofmeister ist verstorben und seinen Hofmeisters zu Altenburg ist verstorsen.
01:34:14: Sein enger Vertrauter der Bayerische Ritter Degenhard Feffinger ist Fünfzehnteinundneunzehn verstorben.
01:34:20: Also alle diese gesamten Hoverelite stirbt aus, wir haben den Hofkomponisten Adam Renner aus Lüttich der verstirbt.
01:34:25: Wir haben den Stiftsprobs zu Wittenberg und gleichzeitig Hofrat Henning von Würde der verstürbt.
01:34:30: Fünftenzeneinundzwanzig Der Hofrat Fabian Zulphilic einen Hofrat für dem auch Luther sagt das sind enger Vertraute gewesen, stirbt Fünfzeneinandzwanzigg Ein weiterer juristischer Gelehrter Kitscher.
01:34:40: fünftig stirbt fünftzeneinund zwanzig.
01:34:42: in Fünfzentzeinzwanziger stürb der franziskalische Beichtvater Jakob Vogt der noch kurz bevor er stürbt, quasi an einen anderen Fürsten zusammen mit dem Beichtvater von Johann Schreib und vor Luther warnt.
01:34:55: Das heißt wir haben sehr viele ältere Ältere die an dieser Seuche versterben Und es rücken sehr viele jüngere nach und viele von diesen Jüngeren stehen am Ende viel näher bei Luther und verfolgen eher luterische Gedanken als es im Teil der Kurve selbst tut.
01:35:13: und beim BeichtVater Jakob Vogt ist es halt auch recht auffällig, weil dieser am Anfang sehr stark, also ab Anfang noch Luther befürwortet ähnlich wie Degenrad Feffinger das tut.
01:35:25: Degenrat Feffiger war wieder Kurfürst im heiligen Land oder mit dem Kurfürsten im Heiligen Land gewesen und hat eine persönliche Religionssammlung aufgebaut und ist der engste Vertraute und gibt halt die persönlichen Hofausgaben... Das ist für die persönischen Hof-Ausgaben des Kursfürsten verantwortlich!
01:35:38: Und wir haben auf einmal alle weg und als Nachfolger kommen Leute, mit Luther engen Kontakt hat.
01:35:45: Einer von denen ist am Ende auch der Hofkaplan Georg Spalatin, der spätere Hofkuhnist.
01:35:50: Der hat zwischenzeitlich die Aufgaben erfüllt gehabt und in Wittentag eine Bibliothek aufgebaut, ein großes und angefangen angefangene Kronik der Sachsen-Düringer zu schreiben war also als Hofkundist dafür verantwortlich ähnlich wie die kaiserlichen Schriften.
01:36:04: der teuer Dank und weißkuh nicht das Haus der Sachsen zu verherrlichen und fing auch an, einzelne Dieten für Kurfürst Friedrich und für Herzog Johann zu schreiben.
01:36:16: Und der hatte dann zwischen, er hatte allerdings auch noch die Aufgabe – Die Neffen des Kurfürsten eine zweite Schwestermagerete, die war verheiratet mit dem Herzog von Braunschweig-Glühneburg.
01:36:27: Und deren Kinder hat man halt im Wittendager Schloss untergebracht wo sie ab Fünfzehnhundert elf bis Fünftesundhundfünfzehnt zum Teil unter Anleitung Belehrten studiert haben und einer der Lehrer war Geo-Balatin nachweislich.
01:36:40: Gleichzeitig gibt es dann einen schönen Nachweis, drittig der Weise lässt Liegenhard Pfeffinger seinen Kämmerer nach Nunderg reisen und aus Nundergg holt er einen Bastel von der Herbergsbutter des Kurfürsten ab, der sogenannten Volkammerin.
01:36:54: also das ist Barbara Vollkammer.
01:36:57: Und diesen Basteln bringt er dann zum zweiten Tag auf Schloss wo er mit den anderen zusammenstudiert.
01:37:03: Der Bastel hält an Sonderkleidung, was schon sehr auffällig ist.
01:37:07: Darauf eigene Tauben im Schloss halten wahrscheinlich für die Falkenjagd – das ist meine Vermutung!
01:37:12: Und wird danach mit Georg Spalatin zurück an den Hof geholt.
01:37:16: und Bastel käme dann später aus dem Testamentfried durch das Weisen des einer der unehrlichen Söhne, die er ganz offensichtlich mit einer Nunnbergerin gehabt hat.
01:37:23: Hier ist dann halt auch spannend, was wir über die Ausbildung von Bastel wissen.
01:37:27: Von Bastel gibt es dann verstreute Belege.
01:37:29: also einerseits wissen wir geogspalatin in der Zeit als ja dort quasi im Wittenberger Prinzenhof lag hat der Kontakte mit Luther aufgebaut gehabt und diese Kontakte, mit Luther ging gegen damit los dass er eigentlich Sachen aus der Bibliothek haben wollte.
01:37:43: Das gingen dann soweit das Luther ihn anschreiben konnte.
01:37:45: ich habe heute Nachmittag eine Vorlesung.
01:37:47: könntest du mir bitte das Buch aus der bibliothek des Kurfürsten leihen oder kannst du mir kurz mal rausschreiben was zu dem und dem heidigen in dieser in diesem Ding steht?
01:37:58: also alles an einem Vormittag ohne E-Mail.
01:38:00: beachtlich muss ich sagen aber Der Vorteil ist, Spalatin hat als Chronist diese Briefe von Luther aufgehoben.
01:38:07: Luther hat keinen Brief von Spalatin und fast kein Brief von SPALATIN aufgehobben was schade ist.
01:38:11: aber so läuft das halt!
01:38:13: Und wir wissen also dass Spalattin engen Kontakt zu Luther hatte.
01:38:17: Spalettin hatte selbst auch eine ausbildung gehabt, eine theologische Ausbildung gehabt und als er dann sozusagen mit dem Sohn an das Altenburger- und Torgauer Hoflager zurückgekehrt ist, also mit Bastel an des Hoflagers, an des Kurfürsten Friedrichs zurückgekehren ist war er sehr bald zum Hofkaplan befördert worden und hatte ein Problem.
01:38:35: Er hat Ewigkeiten nicht mehr als geistlicher Kaplan gearbeitet, und hat natürlich dann die ihm Bekannten Theologen angeschrieben.
01:38:44: Zum Beispiel Andreas Bodenstein von Kaustadt, der nun aber nicht geantwortet hatten, als der nicht geantwortet hat, ja kurz gesagt, lieber Martin Luther, wir haben uns oft getroffen in Bittenberg, könntest du mir bitte während der Frage Rat geben?
01:38:57: Der Kurfürst hätte gerne das und das gewusst!
01:39:00: Das heißt Über diese Bekanntschaft, die eher durch Zufall bedingt ist oder durch die Ämter-Spalatins bedingt ist hatte Luther auf einmal einen großen Einfluss auf den Kurfürsten gewonnen.
01:39:10: Kannte Luther kannte der Kurfürstlutter vorher schon?
01:39:13: Wie gesagt er hat versucht die Universität zu fördern und eine des zentralen Säulen der Universität war dieses Regionalstudium der Augustiner Eremetten das er zusammen mit Staubits aufgebaut hat.
01:39:26: sozusagen der Regionalverwalter, der Agustina Eremittenfunkreaktion und war dann für die Kurfürsten aktiv geworden um Gelehrte heran zu ziehen.
01:39:36: Und diese Gelehren hat ihnen halt immer wieder ihre Empfehlung gegeben, wenn könnte man heranziehen?
01:39:42: Und verbannt ist dann fifteen Hundert zwölf.
01:39:44: ein schöner Nachweis wo Herr Staupitz quasi den Kurfürstens bittet für den Dr.
01:39:50: Martinus Luther doch bitte die Promotionskosten zu übernehmen.
01:39:55: würde sich dafür verpflichten, an der Universität sein Leben lang zu lernen.
01:39:59: Und Herr Krufers hat gesagt diese fünfzig Golden aber noch irgendeine andere Sache mit drin die schüftig dafür kriegt das Geld.
01:40:08: Das heißt frischerweise wusste darum.
01:40:11: Frischerweise hat sich auch über Georg Spalatin erkundigen lassen.
01:40:14: wie läuft es in Wittenberg jetzt wo da so ein bisschen unruhiger wird werden?
01:40:17: die Universität ist ich höre überall Die Leute sollen nicht mehr in meine Universität kommen.
01:40:20: Wie sieht denn das aus?
01:40:22: Da gibt's dann halt schöne Berichte wo es dann auf einmal heißt dass Melanchton und Lutter, der Vierhundert bis Fünfhundert Auditores also Zuhörer hatten.
01:40:32: In einer Stadt von dreitausend Einwohnern.
01:40:34: Das heißt die waren so richtige Renner und die Leute sind zum Teil das ist auch nachweislich für die Predigten von Lutter aus Leipzig gekommen sogar als es schon verboten war Aus den Territorien Herzog Jax nach Wittenberg zu kommen.
01:40:48: Das heisst wir haben einen Zuzug gehabt obwohl Lutter schon nicht für ganz koscher gehalten worden ist.
01:40:55: Und das ist halt für den Friedrich den Weisen auch ein Grund.
01:40:57: Er wusste, dass Luther Zugfert ist und er persönlich gefördert hat.
01:41:02: Es gibt aber halt auch Differenz.
01:41:04: Die werden mit der Zeit immer deutlicher.
01:41:09: Das können wir relativ deutlich sehen.
01:41:15: Zu Anfang ist dieser Kontakt durch Spalatin recht erfolgreich.
01:41:19: Spalatin bekommt es dahin zum Beispiel als Herzog Georg vom Kurfürsten zu Besuch ins Jagdschuhslocher geholt wird.
01:41:28: Friedrich der Weiße schreibt pro Erlass bitte den Herzog zu Hause und bringt den Fetter mit, kommen einfach hier vorbei und wir besprechen alles Mögliche unter der... Ohne dass wir uns jetzt hier mit Hierarchiestreitigkeiten zu tun haben.
01:41:39: Und gleichzeitig kann man nachweisen das Spalatin in dieser Zeit mehrere Lutterschriften hat anschaffen lassen und sie zum Teil hat verteilen lassen an Das Umfeld von von Herzog Georg.
01:41:52: Das kann man zum Teil ein Nachweisen.
01:41:53: Und man kann auch noch nachweisen, wie es wahrscheinlich dazu kam, dass Luther noch deutlicher oder noch näher an den Kuhfesten herrangerückt ist.
01:42:04: Ich hatte vorhin erwähnt, dass er in Fünftonhaut neunzehn Richtung Frankfurt unterwegs war und schon wusste das die Pest unterwegs war weil auf dem Weg dahin ist sein getreuer Hofmarschall verstorben.
01:42:13: Er hat Angst, dass ihr weitere Leute versterben.
01:42:16: Erst nach Frankfurt gekommen und dort in Frankfurt.
01:42:19: Dort in Frankfurt ist dann sein Kamera-Dingert Pfeffinger verstorben.
01:42:23: Er reiste zurück und schrieb überall an alle Amtsleute hin und sagte mir bitte, wo Sterbensläufte rein sind?
01:42:30: Und er krankte aber auch selber und lag dann mehrere Wochen krank im Loch her.
01:42:35: Luther schrieb in dieser Zeit eine Toastschrift, in der sozusagen einerseits von dem Tod trösten und andererseits auch gleichzeitig sagen will einen Schrift von Bereitung zum Sterben.
01:42:46: Diese Schrift ist tatsächlich von, hat Luther einem Leibgardisten des Kurfürstens gewidmet.
01:42:53: Hat diesen Leibgradisten geschickt und kurz danach hat Spalatin mehrere dieser Schriften nachbestellt.
01:42:58: Dann kann man feststellen dass der Kurfürs für zwei Tage nach Wittenberg kam dort noch mehr dieser Schrift kaufte wieder zurück zog nach Locher und dann seinen Bettmeister damit beauftragte bitte diesem Luther nochmal zehn Gulden zu geben.
01:43:13: das heißt Luther hatte mit seinen Trostschriften es geschafft an dem Kurfürsten nervt zu treffen.
01:43:21: Und der Kurfürst kannte Luther und schätzte ihn mit diesen Schriften noch mehr, etwa ab fifteenhundert neunzehn.
01:43:27: Der wusste halt was er ihm für einen Theologen hatte.
01:43:30: Das ist einer der Punkte wo Amin Kohnler sehr sauber schreibt also es gibt nicht den Kurfürschen der nur so oder so ist sondern jemandem der sich Schritt für Schritt annähert.
01:43:39: Ich würde aber sagen ernährt sich nicht nur an Sondern am Schluss gibt's dann doch schon deutliche Unterschiede.
01:43:46: Aber beim Hof ist es so.
01:43:48: Das ist zum Teil so das Spalatin vom Kurfürsten mit dem ersten Hofsekretär, Yronimus Rudelauf.
01:43:54: Im Übrigen findet man in der Forschung bis heute die Bezeichnung Geheimsekretäre für Spalatin des Begut auf Abschreiben, wenn man es grob sagt und aus Beobachtung von außen.
01:44:04: Das Amt von Spalattin ist in der Zeit immer Hofkaplan.
01:44:09: Und darauf später nach Versterben des alten Hofbredigers auch Hofblediger.
01:44:15: als Hofgeistlicher zuständig für die Betreuung aller Geistlichen und deswegen auch für den Schriftkontakt mit Luther.
01:44:21: Gleichzeitig gab es einen Sekretär, Hieronymus Rudelauf.
01:44:23: Und diese beiden Rudelauf- und Spalatin tauchen dann tatsächlich auf als der Fahrer zu Lochao, also Annaburg, diesem Jagdschloss, als dessen Kind geboren wird... ...und geben halt von wegen meines knedigsten Herren dem Fahrendahl hier ein Kind aus der Taufe gehoben.
01:44:44: und dafür gibt's der Sekretär, so wie Spalatin einen Gulden im Befehl meines knedigsten Herrn.
01:44:52: Der Kurfürst ist Taufpate Skins eines Fahrers zu Lochau.
01:44:59: Auf Hochdeutsch.
01:45:00: viel näher kam man in der Reformation jetzt von außen schon fast nicht mehr kommen.
01:45:03: das ist der April, fifteen dreiundzwanzig.
01:45:06: kurz zuvor gab es auch ein Osterfest im Jagdschloss Kolditz östlich von Altenburg.
01:45:17: Dort hat ein Großteil des Hofes bei Anwesenheit das Kurfürsten, das Abend mal im Beiderlei gestaltet genommen.
01:45:23: Das war vorher noch eine riesige Katastrophe.
01:45:26: Ein Jahr vorher gab es riesigen Aufstand als in Abwesenheiten des Kurfürstens einige Hofeingehörige in Eilenburg von besagtem Gabriel Zwillinge das Abendmal im Beideleicht Gestalt gehoben haben und Gabriel Zwilingen wobei dabei nicht ganz nicht ganz vom mit dem Leib und Blut Christi umgegangen sein soll.
01:45:45: Und jetzt ist es so weit, ein Jahr später ist es soweit, dass sich der Weise quasi sagt ja mach ich überlasse euch das im Glauben.
01:45:52: Das Ganze hat damit zu tun, dass er sich auf einen Spruch eingelassen hat Der Auf eine Beratung für den Spalatin von Luther zur Verfügung gestellt hat Indem es heißt Gottes Wort wird durch sich selbst wirken und wenn es durch sie selbst wirkt muss man nichts dagegen machen.
01:46:09: Das Problem war nun von der Wortwok zurückkehrte, er anfangs auch selber sagte in seinen Vokabelt prädigten.
01:46:15: Ja wir wollen niemanden mit Gewalt zwingen.
01:46:19: ich will das Wort prädigen und lernen aber ihr müsst selbst
01:46:22: dazukommen.".
01:46:23: Und das ist genau in dem Sinne wie das für dich derweise halt auch gerne gehabt hätte.
01:46:27: Nur kurz darauf begann ja immer heftiger wegen des Allerheiligen Stift in Bittenberg zu predigen.
01:46:32: Das Alleiligenstift ist quasi das was der Koferstjahr mit viel Geld finanziert hatte und dieses allerheilige Stift gezielt anzugreifen.
01:46:38: Das ging so weit Dass es nicht nur so war, dass dann der Nachts irgendwelche Leute angekommen sind und den Predigern Steine in die Fenster geworfen haben.
01:46:47: Es kam als Luther der Anfänger Teftiger zu predigen sogar zu einem kleinen Turm des Schlosskirchens.
01:46:54: Das heißt sie sind eingedrungen, haben dort angefangen Katzen abzubrechen das Osterkrab zu beschädigen an Ostern Und Sie haben halt auch noch die Anwesenden Geistlichen sehr stark beleidigt.
01:47:07: Das hat der Kufers mitbekommen, fand das natürlich überhaupt nicht witzig und Luther hat danach noch versucht... ...Lutter, der gebannte Luther selbst einen Bann gegen das Allerheilige Stift auszusprechen!
01:47:18: Und das fand der Koferst noch weniger lustig.
01:47:21: Er hat dann versucht über Spalatin auf Luther einzuwirken.
01:47:23: Spalatin hat gesagt, wenn er so weitergeht ich gehe?
01:47:26: Der Kufus hat gesagt nein du gehst nicht.
01:47:27: und Luther sagt um Himmel zählen bloß geh'n nicht.
01:47:30: Tatsächlich musste Spalatan in dem Amt bleiben aber trichterweise hat im Dezember Eine Ermalung Ende November, eine Erwarnung hat er geschickt.
01:47:38: November fünfe zwanzig.
01:47:40: Denn er predigte und lernete ja selbst das Wort Gottes soll fechten lassen.
01:47:46: Das wird zu seiner Zeit wenn es Gott wollt wohlwirken.
01:47:49: Darum wäre unser knediges Begehren.
01:47:52: Er wollte von diesem seinem Vornehmen der befähenden Betrohungen gegen das Allerheiligen Stift abstehen und zufrieden sein und das tun dass er selbst redigen und lernen tät also leeren tät.
01:48:04: Das Spannende ist, das Ganze hat er dann an seine Hofräte, seine juristischen Hofräthe in Wittenberg geschickt.
01:48:10: Das waren Bindelig Pauli und Hieronymus Schorf Und dann hörte erst mal nichts mehr davon.
01:48:16: Er schrieb da nochmal wie wohl ihr euch Jungs von Kolditz aus haben schreiben lassen was ihr Doktor Martinos unseren Wegen in Sachen der Dichandkornoniken In unserer Stiftkirchen zu Witten bergbelangt Anzeigen und mit ihm reden soll es uns doch darauf von euch bisher Nichts vermeldet.
01:48:32: Erfurchteutsch, die haben tatsächlich den armen Kurfürsten.
01:48:36: Er hatte keine Durchsetzungskraft mehr in seinem eigenen Hof weil da so viele Lutheranhänger waren dass am Ende er sich gar nicht mehr gegen die vollständig hat durchsetzen können.
01:48:47: das ist natürlich ganz bedenkliche Akt.
01:48:50: dazu kam es dann auch zu noch stärkeren Übergriffen.
01:48:53: Es gab einen Torgau.
01:48:54: als Friedrich der weise gerade zu Besuch war und Einen kaiserlichen Gesandten präsenterweise auch noch vor Ort hatte kam es dazu dass in Torgau einige Bürger, darunter Hofangehörige das Franziskaner-Groß der Meintenfürmen zu müssen und die Mönche nachts im Bett zu mishandeln.
01:49:12: Und dort Sachen zu zerstören und
01:49:13: rauszutragen.".
01:49:15: Es hat der Kufest mitbekommen und er war fuchsdäufelswild!
01:49:17: Er hatte tatsächlich erst mal die Todesstraße für all die verlangt gerade weil es Hofangeheurige waren also Leute unter ihm standen und weil das natürlich nach außen ein ganz, ganz mieses Bild abgegeben hat... Wie ist er nun davon abgehalten worden?
01:49:33: Und wie könnte er sozusagen davon abgebracht werden, dass es hat.
01:49:37: Da gibt es mehrere Personen die dann in diesem Kontext versucht haben ihn näher zu kommen.
01:49:43: das eine ist der schon erwähnte Bastel.
01:49:46: Es gibt mehrere Hinweise auf die Ausbildung.
01:49:48: wie gesagt Er hat von Spalatin was erfahren Aber der ist auch von Luther wahrscheinlich ein Mitbruder von Luther ausgebildet worden Denn es gibt einen schönen Rechnungsbeleg wo es heißt, dass er auch von Augustiner ermittelt ausgebildet worden ist.
01:50:02: Und da gibt es dann noch weiterhin Weise, auf dem Reich tags in Worms gibts ne Auseinandersetzung zwischen den Beichtvater des Kurfürsten und dessen unehrlichen so ein Bastel.
01:50:11: der Beichtfahrer sagt ja Luther wird nicht kommen und Bastl sagt doch er kommt verteidigt das was er hier geschrieben hat.
01:50:18: und wir sehen also da gibt's schon Unterschiede.
01:50:20: und dann gibt´s noch einen schönen Inventar-Eintrag aus Altenburg aus dem Jahr fifteen Hundertzwanzig.
01:50:24: Da hat für dich derweise sozusagen alles was er liegen lassen hat Ist ein ganz tolles Inventar, weil da halt quasi das Chaos war in einer kurfürstlichen Wohnung herrschen konnte.
01:50:35: Wenn der Kurfürst weg war und hat gesagt bitte packt er es in einzelne Fässer und schickt das dann von dort Von Altenburg nach Kolditz.
01:50:41: Altenburger ist mir zu unsicher wegen der Pestlage.
01:50:43: Und hier finden wir einen sehr schönen Eintrag und das heißt im Drehstüblein Das ist das Drecksel-Stühblein, für sich derweise hat als Hobby Getrexelt und hat fast einen Schloss an einem Drehstrühblei gehabt.
01:50:54: Im Drehsstühbleien liegt ein Buch heisst Sechster Pars Hugones Das ist ein Evangelien-Kommentar von Hugo Saint Clair zu den Evangelien.
01:51:05: Und daneben liegen noch zwei kleine Buchleihen so bastian gebraucht, Baurechnung des Flusses Altenburg, Bundlein mit Allerlesentbriefen und Verzeichnissen.
01:51:14: also es sind wohl getransitolles Durcheinander was auch so bisschen einen Einblick in die Umgebungsfeld des Kurfürsten liegt also bis hin zum Indianischen Holz Schädle mit Erz und Gesangbuch, so was findet man alles da drin.
01:51:24: Aber spannend für uns ist das wir jetzt nachweisen können dass in den privaten Rückzugsräumen des Kurfürsten ohne dass es Priefe darüber berichten können dieser Bastel unterwegs war Und das fühlte ich derweise von dem ihr nachweisen könnt dass er Evangelien schon seit dem seit im Fünfzehnhundert Foleterische Evangelien gelesen hat Dass da halt nen Evangelienkommentar Lateinischer Evangelien Kommentar fünfzehnundzwanzig drinnen liegt und dass dein Sohn Bastel mit ihm offensichtlich in diesem Gemächern gelegen ist.
01:51:53: Da kriegen wir keinen Brief von über was die sich unterhalten haben, aber dass der einen gewissen Einfluss auf seinen Vater gehabt hat, wird vielleicht auch bestimmte Sachen ausgleichen konnte oder mit ihnen diskutieren hat können.
01:52:04: Können wir da erahnen?
01:52:06: Das heißt, wir haben einmal diesen Buffel, der eine Rolle spielt und natürlich auch Herzog Johann.
01:52:10: Herzog Johan hat vorher schon empfohlen lieber Bruder wenn du jetzt nach Worms reist bitte dem Bruder Martinus, den bitte für uns in Schutz.
01:52:21: Das Gleiche gibt es als Schreiben von seinem Neffen, Johann Friedrich.
01:52:24: Auch sehr spannend, als dann, also die Lutheranhänger angefangen haben, die Schlosskirche zu stürmen.
01:52:31: Gibt's eine Gegenbewegung?
01:52:32: Da gibts dann halt.
01:52:34: Herzog Johann reist zur Hochzeit nach Dresden, fährt über Altenburg und hört dort einen evangelischen Prediger dorthin.
01:52:41: Er schreibt den Kurfürsten, dass er eine so hervorragende Predigt gewesen ist.
01:52:44: So was hätte er vorher noch nie gehört!
01:52:47: Das heißt, Johann sorgt da bis zu einem gewissen Grad dafür.
01:52:51: Dass Friedrich der Weise ja einen gewissen Ausgleich für das bekommt was er von anderen hört und das ist natürlich für mich insofern hochverband weil wir dann sehen dass er ein Einfluss hat.
01:53:06: so jetzt muss ich ein wichtiges Zitat noch suchen und zwar gibt es noch eine Verwandte von Friedrich dem Weisen aus dem albertinischen Haus die ihm sogar schreibt etwas zu, die ihm sogar schreibt was sie davon hält.
01:53:20: Und zwar fast zur gleichen Zeitpunkt als sozusagen die Nachricht von Johann noch kurz bevor die Nachicht kommt über die Predigt, die Johann von Venceslaus Link in Altenburg gehört hat, kommt von Köln an der Spree.
01:53:34: Fülle Lieserbett aus dem Hause Sachsen, albertinische Pfistin.
01:53:38: Es wollen sich euer lieben Freuen und Gott in Ewigkeit im solch werkt ihre Lob-und Danks sagen!
01:53:44: Und zuvor aus, dass Euer Lieben in Ihrem Kurfürsten tun.
01:53:48: Bei ihren Gezeiten das Heil entstanden
01:53:51: ist.".
01:53:51: Das heißt wir haben hier im August fifteenhundertzwanzig eine Verwandte des Kurfürstens die später auch mit ihrem katholischen Gatten Probleme bekommt und sogar von diesem Gatten entführt werden muss und dann später ein Wittenberg lebt.
01:54:02: Haben wir einen Brief der Lisa-Bett von Sachsen, Kurfürstein von Markräfchen und Kurfürstein von Brandenburg Die an Friedrich zeigt, was du dort machst ist vollkommen richtig!
01:54:15: beschütze den weiter.
01:54:17: und wir sehen das friedrich der weise von war dass er tatsächlich aber eine eigene vorstellung hatte.
01:54:26: es ist nicht so, dass er lutter anhänger wurde oder dem evangelium beitrat.
01:54:29: das evangelium mit dem oder die evangelien glauben in dem Sinne gibt's auch noch nicht.
01:54:33: also es entwickelt sich alles als ein unsprung.
01:54:35: er beführwortet bestimmte dinge er lehnt bestimmte dingen ab und zwar immer dort wo jemand mit gewalt gegen seinen glauben gezwungen wird.
01:54:43: Markant ist das auch bei der Abschaffung der Haltungsweise.
01:54:47: Es geht dann nicht darum, dass niemand mehr dieser Reliquien sehen soll sondern es geht bei ihm darum, wer die Reliquie sehen will sie sehen kann.
01:54:56: er hat nur Angst, dass das Heiltum befedigt wird und das kann man daran sehen, dass er tatsächlich dann erlaubt, die Mann kann das Heilstum besitzen, besichtigen.
01:55:08: Das ist eine Haltungssammlung zu sehen so gut bewacht werden Und wer das sehen will, kann es sehen als Gast.
01:55:14: Aber man sollte gut aufpassen dass dem Heiltum kein Unhehre passiert.
01:55:18: Dass sein Reliquien nichts schlechtes geschieht.
01:55:22: Das heißt er hat eine eigene Position und die ist meine Verachtensgemäßigkeit als die von Luther ist sich ganz so kämpferisch... ...und das bewegt ihn quasi bis zum Schluss, bis ans Lebensende.
01:55:36: Es gibt einen ganz spannenden Brief von Karl Freitag, der ist sozusagen der Bauernkrieg in den Territorien Herzog Johanns oder an den Grenzen der Territorium Herzog Johannes nach der Teilung sehr stark ausgebrochen und frichtherweise berät nur mit seinem Bruder.
01:55:53: Herzog Johan ist längst bereit dazu Truppen zusammen zu ziehen.
01:55:56: hat er schon vom hessischen Landkreis Philipp gehört?
01:55:58: der ist längster Truppen unterwegs und bekämpft die Aufständischen.
01:56:02: Johan und Friedrich überlegen sogar kurzfristig.
01:56:05: wollen wir nicht einfach die zwölf Artikel unterschreiben Weil da drin steht sowieso nichts, was es bei uns nicht gibt.
01:56:11: Leiteigenschaft gibt's nicht mit uns.
01:56:14: Viele der anderen Punkte können wir theoretisch haben und Johann sagt dann das wird ein Problem weil wenn ich den Zehnt nicht mehr bekomme... Ich weiß nicht wie ich meine Gläubiger in Leipzig betonen soll.
01:56:24: Und für ich der Weise schreibe dann einen ganz spannenden Brief.
01:56:27: vielleicht hat man den armen Leuten zu solchem Aufruhrursache gegeben?
01:56:31: Ein sonderlichen Mitverbietung des Wortes Gottes.
01:56:33: So werden die armen Leute in vielen Wegen von uns weltlichen und geistlichen Oberkeiten beschwert.
01:56:41: Wie es Gott will, haben wir.
01:56:42: so wird es also hinausgehen?
01:56:45: Dass der meine Mann regieren soll ist das aber sein gottlicher Wille nicht, wird es eh bald anders.
01:56:51: Das heißt er hat auch hier wieder diese Unterstellung Wir haben einen göttlichen Willen Und Gottes Wort wird von sich herauswirken ohne Gewalt.
01:56:58: Wenn Gott das will wird der gemeine Mann reagieren wenn nicht.
01:57:02: Es ist auch ganz spannend, dass er beim schwäbischen Bund mit dem, der weiß so das eine oder andere Mal Probleme hat.
01:57:07: Er sagt, der Schwäbische Bund will ja die gesamte Welt versuchen und dann sollen sie mal versuchen diese Bauern erstmal klein zu bekommen, ob sie das überhaupt hinbekommen werden, wenn wir da nochmal sehen.
01:57:15: Also man hat eine tiefe Frömmigkeit darin, die geprägt ist und die ihn auf weiter trägt.
01:57:21: Und wenn wir nach den Ursachen suchen haben wir einmal seitens des Bibelstudium also er ist seit Ewigkeiten dies eher sozusagen schon evangelische Schriften und das Zweite seiner Weise ins Heilige Land, von der ja auch einige Reliquien mitgebracht hat.
01:57:34: Die er zum Teil, wo das heilige Land zum Teil abbilden lässt in der Wittenberger Schlosskirche, wo er dann Reliquie-einzelere Biare hatte, wo da drin steht ein Stein vom Heiligen Grab.
01:57:47: Er hat das und das vom Heilig Grab genommen.
01:57:50: Das spannende aber ist, das finde ich derweise auch Ritter am Heiligen Graben geworden ist oder zum Ritter geschlagen worden ist.
01:57:57: Und diesen Ritterschlag ist üblicherweise auch ein Schuh verbunden.
01:58:02: Und dieser Schuh enthält unter anderem davon, dass man ungerechte Kriege vermeiden sollte, widfeln und weisen hützen sollt und das göttliche Wort oder versuchen sollte des Christentum sozusagen zu schützen.
01:58:17: Das ist natürlich dann so in dem Widerspruch weil wir haben auf der einen Seite die Theologen und Christen, die hinter Lutter stehen.
01:58:24: Auf der anderen Seite natürlich die Christen die halt in seiner Schlosskirche für ihn beten und die sich auch beschweren.
01:58:29: Du hast uns doch damit beauftragt, warum kriegen wir keinen Schutz?
01:58:32: Und da ist tatsächlich so ein bisschen das Problem, dass wir auch in anderen Stiftskirchen sehen.
01:58:36: Friedrich der Weise versucht, das Wort Gottes Geld zu lassen also, dass es alleine wirkt und die radikaleren Kräfte sorgen dafür, dass sich das Wort Gottes durchsetzt allerdings nicht immer mit den allerbesten Mitteln.
01:58:49: Also da werden deutlich wird sehr deutlich, dass viele Leute zum Beispiel die verbleibenden vier bis fünf Stifts, stiftsgeistlichen Wittentage aller herrigen Stifte die altgläubig sind dann nach und nach vertrieben werden.
01:59:02: Das ist halt ganz spannend.
01:59:03: was wir sehen können ist viele dieser Erkenntnisse die ich jetzt so versucht habe ein bisschen zu erläutern.
01:59:09: Die geht man halt nur zusammen wenn man ein bisschen schaut.
01:59:12: wo ist der Kurve?
01:59:14: Es gibt dann noch andere prägende Ereignisse.
01:59:16: es gibt einen friedlicherweise ist wie gesagt im Hofrad bei Friedrich als Maximilian unter anderem in der Frage, wie ledig zu kämpfen hat.
01:59:27: Und da gibt es dann einen Besuch auf den Gesandten, auf den Maximilian vor seinem Hofrat, wie folgt reagiert?
01:59:40: Er sagt an der Papst sein Mensch der Prügelverdienung und eines Tages wird es notwendig sein ihm den Gehorisam zu verweigern vor allen möglichen Leuten gesagt und wollte auch, dass das gehört wird.
01:59:57: Das heißt für dich derweise ist im Hofrat als wir in Rom die komplette Ausprägung des Borger Papst-Tums haben.
02:00:05: D.h.,
02:00:06: er weiß, dass der Papst oder das Papsttum nicht automatisch identisch sind mit besonders Frommen und besonders wenig Macht interessierten Menschen sondern es genauer Gegenteil passiert ist.
02:00:15: Wenn wir z.B.
02:00:17: Fritz derweise hat ja Ablasskampagnen durchführen können und war den Kardinalegarten Rhein.
02:00:21: und Per Audi hat er sehr gemacht Und hat diesen halt auch gefördert und hat sich von dem Übrigen seine Universität bestätigen lassen, was sehr hilfreich war für ihn.
02:00:30: Weil er kein päpstliches Privileg über mehrere Jahre hatte für sein Universität, woran normalerweise Promotionsrechte verbunden sind der juristen Theologen oder medizinischen Fakultät.
02:00:42: Das hat er sich alles von diesem Gesandten geholt.
02:00:44: und dann konnte er allerdings vorher schon hören... Von einem päpstlichen Gesandten, der dann sagte dass das ein ganz schlechter Mensch sein dieser Reimut per Audi.
02:00:52: Das ist gar nicht weil er mit dem Papst überkreuzt war und dass man den überhaupt nicht glauben sollte.
02:00:56: Und dieser Gesandte hat dann gleichzeitig auch noch gesagt ja im Übrigen wir hätten jetzt hier eine Eidinichte des Papstes die müsste feiratet werden.
02:01:07: Wieso?
02:01:07: was dann ankommt kann man sich ganz gut vorstellen.
02:01:11: An seinen Cousin hat er dann in diesem Kontext geschrieben, wenn er nur noch jemanden hätte, der nicht verheiratet wäre und dazu das Ganze machen könnte.
02:01:20: Er wird ihn sofort verheiralten.
02:01:22: Er wäre der Heiligkeit ganz besonders nahe.
02:01:25: Also da ist sehr Fezionismus schon in diesen Briefen drin.
02:01:28: also man muss sich klar sein auch wenn man persönlich vormisst kann man sehen dass ein paar Stuhlmachtpolitik betrieben wurde und die päpstliche Machtfülle ablehnen.
02:01:38: Deswegen gibt es dann auch entsprechende Regelungen, die Friedrich der Weise eingebracht hat.
02:01:43: Die eine Regelung ist dass man bei der Wahlkapitalation Friedrich Der Weise war ja daran beteiligt Karl V nach dem Tod von Maximilian zu wählen.
02:01:54: Tatsächlich haben wir mehrere Berichte von Hans von Herzheimer, der dieses Jahr noch herauskommt.
02:01:59: ein bayerischer Adler war mit dem Hof unterwegs und der belegt jetzt endgültig was vorher schon nur aus zugegebenermaßen parteil, parteilicher Chronistik deutlich wird.
02:02:09: Friedrich der Weise hat im ersten Wahlgang diese Wahl gewonnen.
02:02:11: Friedlich der Weis wäre fifteenhundert neunzehn quasi zu Friedrich dem vierten geworden.
02:02:16: Friedliche der weise wusste aber ganz genau das er erstes Problem mit den Habsburgern bekommt und zweitens dass er ja schon sich selbst so anfühlt um sein eigenes Territorium zu reagieren wie er dann bitte des Reich regieren sollte.
02:02:27: Er hat die Wahl abgelehnt, er hat aber mit der Wahl eine Wahlkapitulation verbunden.
02:02:32: An dieser Wahlkapitalation ist unter anderem mehr Punkte drin, das eine ist dass niemand unverhört an auswärtige Mächte verschoben werden sollte.
02:02:41: Das heißt, dass niemand ohne dass er vor dem Reich einmal Gehirn gefunden hat zum Beispiel nach oben geschickt werden soll.
02:02:51: und es hat natürlich auch was damit zu tun, dass man sehr genau um diese rumische Machtpolitik wusste wusste, dass die Kirche durch interdikte und anderes versucht hat Einfluss auf die Politik zu nehmen.
02:03:03: Und das ist halt einer der Punkte, die Friedrich dort mit einbringen konnte.
02:03:08: für die Frage ob er dann jetzt bestochen worden ist gibt es eine relativ einfache Antwort.
02:03:13: also friedlicherweise hat darauf Wert gelegt dass die Schulden von Maximilian bezahlt werden und hat darauf gesagt, dass er an sich ja nichts gebunden fühlt weil das ist erstmal nur Schulden begleichen.
02:03:23: Und dass das auch so ist kann man daran sehen, dass sexische Unterhändler wenn sie mit kaiserlichen unterhändlern zusammengekommen sind kalts des fünften immer gleich darauf erwiesen haben.
02:03:31: Übrigens wir haben kein bestechnungsgeld genommen und haben dich trotzdem gewählt.
02:03:35: Das kann man nur anbringen wenn es stimmt.
02:03:37: wenn das nicht stimmt Es ist halt kein gutes argument.
02:03:40: und Karl der fünfte wusste Daher auch dass er früh durch den weisen noch was schuldig war Was vielleicht auch erklärt dass man ihn mit verschont hat davon drauf zu dringen Dass er Luther vertreibt also diese politische Karriere, die über viele Jahre sich aufgebaut hat.
02:03:55: Das war doch mehr was er sich über viele jahre aufgebaute.
02:03:57: Fristjahrweise konnte er dann in die Waagschale werfen für eine Sache wo er selbst noch zwar unterstützend tätig war aber auch sich gewisser Weise seinen eigenen Standpunkt ausgebildet hat der nicht unbedingt identisch ist mit dem standpunkt den Luther gehabt hat.
02:04:15: Zum Abschluss würde ich einfach gerne die Frage stellen, die ich in die Kleinerung reingeschrieben habe und wo Sie als Kommentar auch nur beigeschrieben haben.
02:04:22: Gute Frage!
02:04:23: War Friedrich wirklich der Weise?
02:04:26: Und war er analog zum Ruf von Maximilian I., als letzter Ritter auch eine Übergangsfigur zwischen dem Mittelalter und der frühen Neuzeit also?
02:04:36: Wo steckt in ihm dieses Alte, in dieses Mäue drin und macht ihn das was er getan hat zu
02:04:42: weisen?!
02:04:44: Ja, das ist eine gute Frage.
02:04:45: Also wenn wir jetzt... Wie gesagt, wenn wir uns jetzt anschauen was sich mit der Reformation entwickelt hat und wie sich das Ganze entwickelt hat, ich denke nicht dass Friedrich da sehr begeistert von gewesen wäre.
02:04:57: Wir gesehen haben es für ihn immer der Punkt, dass niemand gegen seinen Willen zum Glauben gezwungen werden soll.
02:05:04: Und wenn wir sehen die evangelische Kirche sich dann unter seinem Bruder vor allem Neffen durchgesetzt hat, ist das natürlich von staatlicher Seite ein gelenktes und mit sehr viel Machtdurchgesetz des Instrumentarium gewesen.
02:05:20: Also wir haben dann sehr bald die Visitation der Frühzeit der Reformation gibt es so bisschen Wildwuchs,
02:05:24: d.h.,
02:05:24: wir haben Prediger die auftauchen und viele Leute denken okay wir müssen jetzt kein Zelt mehr zahlen, wir müssen das nicht mehr machen.
02:05:31: Es gibt ein kleines Dorf südlich von Wittenberg oder heute eine Stadt Düben, Bad-Düben genannt.
02:05:37: Da kommen dann die Leute hin nach der Reformation und sehen okay wir haben jetzt für fünfzehn uneilige Kinder.
02:05:42: Wir sind hundertzehn Familien.
02:05:44: Keiner ist in der Kirche.
02:05:46: Das ist fast wie heute.
02:05:47: keiner ist in einer Kirche zu bei der Messe.
02:05:49: Die Schule wird kaum noch besucht die Fahrschule die langen alle nur noch Deutsch in Winkerschulen also gar keine Teil mehr.
02:05:55: Und die Fahrer die Fahreis mies betreut.
02:05:57: und wer hier hat der Teufel hat hier sein gewüteten das wird es alles straff durchgezogen geändert.
02:06:03: tatsächlich werden dann von diesen Geistlichen, die diese Zustände sehen.
02:06:07: Wer da ganz strikte Normen eingeführt wird dann werden dann die Gläubigen einzeln zuhört ob sie das Gebet des Glaubens können und wer dann halt die Zehn Gebote nicht kann der wird das Landes verwiesen.
02:06:18: Und dann haben wir natürlich unter Herzog Johan noch der Konter Johann Friedrich Dann dieses militärisch nach außen gelebte der evangelischen Glaubenz der dann halt kurzer Hand des Herzogthümer der Albertina Die Büsstumsitze albertinischer Schutzherrschaft stehen besetzt, der dann Wolfenbüttel anschälten.
02:06:35: Der am Ende ja auch den schmalkaldischen Krieg meint vom Zaun brechen zu können nach dem Tod Lutters bei seine theologischen Berater ihm sagen man muss einem Tyrann nicht folgen also kannst du ja auch kriegt vom Zaund brechen.
02:06:48: ich denke das hätte Friedrich dem weisen nicht gepasst so dass Man könnte jetzt im Nachhinein so besser was schon sagen.
02:06:53: das war jetzt gar nicht so.
02:06:54: weiße dass er das gemacht hat.
02:06:57: Er hatte eine.
02:06:59: Er ist ein Taktierer, ist er sicherlich gewesen und hat vieles aus dem alten mitgebracht.
02:07:07: Aber steht halt mit einem Fuß schon im neuen drin dadurch wie schnell er neues modernes adaptiert hat.
02:07:12: Also er hat zum Beispiel als der Universität Wittenberg gegründet hat sehr schnell italienische Gelehrte hergeholt.
02:07:18: Er hatte italienischem Mahler hergehult.
02:07:20: Hat die in Wittenberger Schloss selbst mit Vollkostverschlegung allem versucht auszubilden.
02:07:26: D.h.,
02:07:27: er wollte diesen Renaissance-Staat, den er aus eigener Anschauung, aus seinen Aufenthalten in Venedig, aus seinem Aufenthalten im heiligen Land und aus anderen Orten oder aus Nürnberg und Augsburg Kante das wollte er bei sich adaptieren neu einführen.
02:07:38: also was er auf jeden Fall war ist jemand der die Kulturlandschaft oder die Kultur in Sachsen nachhaltig beeinflusst hat.
02:07:46: wenn man sich jetzt anschaut wie die Bauten in Sachse zum Teil vorangegangen sind der daran mithängt.
02:07:51: Da haben wir zum Teil den aus Bayern stammten Kämmerer, der sich mit dem aus Franken stammt.
02:07:56: Maler Lukas Kranach drüber unterhält wie der Tüffler aus Bamberg, der auch gleichzeitig Baumeister ist und bestimmtes Floss ausstattet.
02:08:05: Und das noch bitte der Steinmetzensohn Adolf Daucher von Adolf-Daucher doch bitte dann mal dort ein neues Gemälde reinbringen soll.
02:08:15: Das heißt, wir haben eine Verpflanzung dieser vieler Süddeutscher und zum Teil italienischer Kultur in nach Ost-Mitteldeutschland.
02:08:22: Und das ist friedlich der Weise, was er eigentlich auch erreichen wollte – sofernweise aber auch aufgeschlossen für das Neue!
02:08:30: Mit diesem Festhalten am dritter Schuh und dass er selbst auch zum Teil Turniere gegen geritten ist war er sehr durchaus in dieser ritterlichen Welt drin.
02:08:42: Er ist sogar Nürnberg.
02:08:56: In der Kultur ist er eher ein abwartender Taktiker.
02:09:07: Ein Kugator, ein Verzögerer.
02:09:09: Ob das jetzt zwingend weiße war oder nicht weiße?
02:09:13: mag man da hingestellt sein lassen?
02:09:16: Ich denke, dass er schon wollte.
02:09:18: Dass es eine Reform der Kirche gibt.
02:09:21: was er ganz sicherlich nicht gewollt hat ist eine Spaltung der kirche wie sie am Ende halt gekommen ist und wie sie dann auch durch seinen Bruder und seinen Neffen dann befördert worden sind.
02:09:32: Es ist schwierig auch gerade wenn man die bildungsstand sieht.
02:09:34: das wird ja einmal gesagt.
02:09:35: Sein Cousin Georg ist hochgebildet gewesen und er hätte keine vernünftige Ausbildung gehalten.
02:09:42: also Sein Prezeptor war ein Magister der Ulrich Kemmerlein aus Tirol, der ihn quasi ausgebildet hat.
02:09:52: Das waren Universitätsmagistrate Universität Leipzig.
02:09:56: Da musste man keine Universität besuchen und die Magister kamen zu ihm und haben ihn ausgebilde.
02:10:01: Er hatte schon eine Ausbildung gehabt, die zumindest so weit humanistisch freundlich war, dass man hinterher lateinische Bibelkommentare, weil sich in der Drexelschuhe gelesen hat.
02:10:11: Also ich glaube nicht dass die meisten Theologen von heute das freiwillig machen würden.
02:10:16: also da ist muss man sagen er ist für einen Fürsten seiner Zeit über dem Durchschnittweise aber sicherlich nicht unter den Bildeten die es da überhaupt gibt.
02:10:26: Da gibt's andere die dann deutlich hervorstechen.
02:10:29: und was seine Handlung angeht Er hat schon das erreicht was er wollte.
02:10:32: Aber wenn es dann Verflechtungen gab die er nicht mehr beeinflussen konnte, dann konnte sowas auch selbst bei den weisesten und glügendsten und zurückhaltendsten Handlungen wie zum Beispiel den Weisungen an seine Räte das bitte mal ein bisschen ausbremsen soll.
02:10:46: Es konnte halt auch schief gehen.
02:10:48: Es hilft halt alles nichts wenn man gute Ausbildung hat, wenn man sich auskennt.
02:10:54: Am Ende haben wir ein schönes Beispiel für den Schmetterlings Effekt.
02:10:57: niemand hätte jetzt davon ausgehen können dass so das Anschlagen von das gewöhnliche Anschlag von Diskussionspapieren an der Universitätsschlosskirche dazu führt, dass man eine Glaubensspaltung hat, wo dann hinterher sich die ganze Welt von gelisch und evangelikale Tendenzen ausbreiten.
02:11:12: Und dann halt eine Riesen-Glaubens-Spaltung herbeiführen.
02:11:15: das glaube ich wieder eher gewollt noch hat man das vorhersehen können.
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