X-064: Archäologie und Anthropologie auf dem spätrömischen Gräberfeld von Nida, mit Dustin Welper
Shownotes
Verknüpfte Folgen
Linksammlung folgt noch!
Den Podcast unterstützen
UNTERSTÜTZE DEN PODCAST BEI STEADY!
Jörg zahlt seit September 2025 das Hosting für den Podcast; Miguel gibt seit April 2026 den gleichen Betrag. Vielen Dank an euch beide!
SCHENK MIR EINEN KAFFEE - DEN SAFT, DER WISSEN SCHAFFT
EINZELSPENDE ÜBER PAYPAL SENDEN
Ab dem 10. September 2024 nenne ich regelmäßig in der Anmoderation die Vornamen von neuen, den Podcast unterstützenden Personen. Widerspruch dagegen bitte ich im Zusammenhang mit dem Zusenden der Unterstützung anzuzeigen.
Feedback und Kommentare!
Podcast-Blog mit Kommentarfunktion
#historytelling - Netzwerk unabhängiger Geschichtspodcasts
Schick mir Kommentare und Feedback als Email!
Der Podcast bei Fyyd Folge mir bei Mastodon! Frag mich nach deiner persönlichen Einladung ins schwarze0-Discord!
Die Episoden werden thematisch und nicht nach Erscheinungsdatum nummeriert. Für einen chronologischen Durchgang zur europäischen Geschichte sollten die Episoden nach Namen sortiert werden. Unten in den Shownotes findet ihr die Liste der einzelnen Kategorien!
schwarze0fm hatte als Hobbyprojekt begonnen - inzwischen habe ich aber durch Auftragsproduktionen und Crowdfunding die Möglichkeit gewonnen, mehr und bessere Folgen für Geschichte Europas zu produzieren. Das Prinzip "schwarze Null" bleibt - die Einnahmen werden verwendet, für mich Rahmenbedingungen zu schaffen, den Podcast zu betreiben und weiterzuentwickeln. In dieser Folge habe ich das ausführlich erklärt.
This episode of "Geschichte Europas" by schwarze0fm (Tobias Jakobi) first published 2026-08-10.
CC-BY 4.0: You are free to share and adapt this work even for commercial use as long as you attribute the original creator and indicate changes to the original.
Der Podcast ist Teil des Netzwerks #historytelling und von Wissenschaftspodcasts.de.
Kategorien
Die Namen der Podcast-Folgen beginnen mit dem Schema „Buchstabe-Dreistellige Zahl“. Der Buchstabe steht dabei für die thematische Kategorie (die auch im Untertitel der Folge zu finden ist). So kann, zumindest für die Buchstaben B bis U, durch alphabetische Sortierung ein chronologischer Ablauf der Folgen dargestellt werden.
Die Kategorien der Episoden sind wie folgt:
• A = Epochenübergreifende Themen
• B = Geologische Geschichte
• C = Vorgeschichte und Altsteinzeit
• D = Mittel- und Jungsteinzeit
• E = Die Metallzeiten
• F = Griechische Antike
• G = Römische Antike
• H = Das Frühmittelalter
• I = Das Hochmittelalter
• J = Das Spätmittelalter
• K = Erste Europäische Expansion
• L = Der Weg in die Neuzeit
• M = Reformation und Glaubenskriege
• N = Absolutismus und Aufklärung
• O = Zeitalter der Revolutionen
• P = Nationalismus und Imperialismus
• Q = Erster Weltkrieg
• R = Zwischenkriegszeit
• S = Zweiter Weltkrieg
• T = Kalter Krieg und Europäische Einigung
• U = Nach dem Kalten Krieg
• V = Europa aktuell
• W = Epochenübergreifende Biographien
• X = Geschichtswissenschaft und Erinnerungskultur
• Y = Quellen
• Z = Meta/ Podcast
Transkript anzeigen
00:00:00: Und es gibt in Grab neunzig einen Befund, dass das Kind was in dem Grab lag neben einem Tonkrug bestattet wurde.
00:00:11: Der Tonkruch war nicht zerscherbt, der ist also durch die Zeit nicht kaputt gegangen, sondern er war noch geschlossen und er war versiegelt.
00:00:18: Die RestautorInnen im Archäologischen Museum in Frankfurt haben diesen Tonkrub geöffnet und haben Proben rausgenommen Kauschungsinstitut in York geschickt, um herauszufinden was in diesem Grupp gelagert wurde und man erwartete Speisen.
00:00:40: Man erwarterte Lipide- und Fette- und Proteine von irgendwas, was man eben früher sonst lagert.
00:00:48: Und dann bekam ich einen Anrufmaterial.
00:00:51: also die Proteinanalyse ist zurück.
00:00:54: Drei Hundert Proteine gesichert worden und nicht so, okay das ist relativ viel.
00:01:00: Aber was hat der Anthropologe damit zu tun?
00:01:03: Und dann sagte man mir ja diese Proteine stammen ausschließlich von Menschen!
00:01:08: Dann war die Frage wie kam der Mensch in diesen Krug?
00:01:45: In dieser Folge vom Geschichte Europas spreche ich mit Dustin Welper über die Erforschung eines spätrömischen Gräberfelds im antiken Nieder auf dem Gebiet des heutigen Frankfurt am Main.
00:01:58: Herr Welper ordnete das Gräberfeld in die römische Geschichte ein und erläutert, wie eine systematische Ausgrabung dort besonders aussagekräftige Befunde erbracht hat.
00:02:07: Er erklärt, wie AnthropologInnen aus den erhaltenen Skeletten Alter, Geschlecht, Körpergröße und mögliche Erkrankungen bestimmen und wie man daraus Rückschlüsse auf die Bestattete also vorher dort lebende Bevölkerung ziehen kann.
00:02:21: An zwei ausgewählten Gräbern zeigt er dann noch auf, anthropologische, genetische und andere naturwissenschaftliche Untersuchungen einander ergänzten und zu echt interessanten Ergebnissen führen können.
00:02:34: Ich bitte auch den TISA am Schluss zu entschuldigen.
00:02:36: über die Silberkapsel, die der Mann aus dem Grapp-Hundertdreißig um den Heiz trägt, werde ich sobald es geht eine neue Folge veröffentlichen!
00:02:46: In den Schulnotzerfolge findet ihr Kontaktmöglichkeiten für Fragen, Feedback & Kommentare sowie Wege wie ihr mich und diesen Podcast unterstützen könnt Etwa durch Spinden wie Papern und Kofi, oder durch regelmäßige Beiträge bei Steady und Koffie.
00:03:01: In den Shornouts gibt es auch eine Liste inhaltlich verkiffter Folgen die stets aktuell gehalten wird.
00:03:07: Herr Welper ist hier zum dritten Mal zu Gast.
00:03:09: Die letzten beiden Male haben wir über alte Menschenspezies also den Humo erectus und den Homo sapiens gesprochen Und deswegen war meine Frage, wie er denn von dort aus zu den alten Römern kamen.
00:03:21: Ich wünsche euch viele neue Erkenntnisse mit dieser Aufnahme aus dem August.
00:03:27: Ich habe ja einen typischen Anthropologie studiert und sowohl die Paleoantropologie war dabei als aber auch normal brästorische Anthropologie, also alles was vorzeitlich und frühgeschichtlich ans Klettmaterial vorliegt kann durch meine Hände gehen.
00:03:44: und so gab es dann eines Tages einem eher random Zufall dass ich in Frankfurt unterwegs war.
00:03:53: Mit einem guten Freund, dem Christoph Greibwieser, der S-Museumsdirektor in Bemsheim und er hat mich dann mitgenommen auf eine Veranstaltung.
00:04:02: da habe ich die Denkmamtsleite aus Frankfurt kennengelernt, die Frau Dr.
00:04:05: Andrea Hampel Und sie sagte zu mir ja ein Anthropologen den braucht man immer.
00:04:11: Ich hätte dann auch so ein paar Hundert Römer.
00:04:13: Wenn Sie eine Arbeit schreiben müssen sagen sie Bescheid!
00:04:17: Und dann dachte ich Ja Römer ist vielleicht ein bisschen mehr als eine anderthaler Zahn und dann habe ich mich für römer entschieden.
00:04:25: Und so habe ich meine Bachelor- und Masterarbeit eigentlich über rö mer geschrieben, und bin dann erst später zurück zu den ganzen Ur-und Vormenschen.
00:04:33: Den Spruch einen Anthropologen kann man immer gut gebrauchen hab ich zwar noch nie gehört aber ich unterstütze ihn vollständig.
00:04:39: wir schauen uns ein Spät Römerisches Gräwerfeld an, auf dem Sie gearbeitet haben und das liegt auf den Gebiet des damaligen Nieder.
00:04:48: Nehmen Sie uns mit wann und wo sind wir bei den Römern unterwegs als sie noch leben bevor wir sie nachher ausgraben?
00:04:55: Also da gibt es die diverse Experten vor allem für das römische Frankfurt.
00:04:59: Die sitzen Gott sei es genannt auch alle in Frankfurt.
00:05:04: mich an dieses Kreberfeld rangetraut habe, wurde ich da auch sehr nett in das ganze römische Frankfurt eingeführt oder in das Nieder-Eingelfeld.
00:05:12: Was mir mal gesagt wurde ist dass das Kreber Feld an der Heilmannstraße in heutigen Frankfurt Traunheim etwas besonderes sei es liegt ein bisschen abseits und es ist seinerzeit vermutlich angelegt worden wo man nicht mehr wirklich mit viel Römeraktivitäten gerechnet hat.
00:05:32: Kurz davor, oder währenddessen ist der Limes gefallen.
00:05:37: Einigen Kilometer oberhalb von Frankfurt und dieses Ganze macht wahr um was sich dann ja im römischen Reich bildet.
00:05:45: das hat sich natürlich auch in den Provinzen niedergeschlagen.
00:05:49: Und Frankfurt beziehungsweise Nieder wurde um siebzig nach Christus aus einem militärischen Lager gegründet, wurde dann irgendwann zur Zivilitas.
00:06:01: Ende des Zweiten und Anfang des Dritten Jahrhunderts wurde dann nochmal eine große Stadtmauer gebaut.
00:06:07: Und in der Mitte des Dritte Jahrhunderte hat man eigentlich damit abgeschlossen, dass man Römer finden könnte.
00:06:15: Dass sich Röme auf diesem Gebiet noch ansiedeln oder dargebieten sind.
00:06:21: So kamen denn diese Hypotese?
00:06:23: Dass es sich bei den Überresten und bei den Gräbern auf der Heimannstraße tatsächlich leicht... in die letzten Römer Frankfurt zandeln konnte.
00:06:34: Frankfurt liegt ja östlich des Reins und es war ja lange Zeit die Überlegung gewesen, dass die Römern nach Varus usw.
00:06:43: dieses Gebiet eigentlich gemieden haben wie der Teufelars Weihwasser.
00:06:46: aber das ist ja nicht so.
00:06:48: auch östliches Reins gab es dann doch dauerhafte römische Ansiedlungen.
00:06:53: offensichtlich
00:06:55: genau also davon geht man aus.
00:06:59: Frankfurt hat eine relativ reiche Pfund Dichte an römischen Material.
00:07:06: Wir kennen ja aus Frankfurt oder aus Nieder, nicht nur das Griff hat einer Heimatstraße sondern tatsächlich auch noch sechs bis sieben weitere Gräberfelder die sich aber wie im Römischen typisch an den Ausfallstraßen befehlen.
00:07:21: Die kann man also besser lokalisieren wenn man sich die Wege anguckt die von Nord nach Süden und West nach Osten durch die Stadt gegangen sind da Da sieht man an den Punkten, wo man sie vermuten würde tatsächlich römische Gräberfelder relativ viele und relativ große.
00:07:37: Und das Besondere an dem Gräbergfelder Heimarschstraße ist, dass es das einzige römisch-gräberfest auf Frankfurter Boden ist was modern und systematisch nach allen Regeln der Kunst archäologisch ausgeflogen worden ist.
00:07:53: die anderen das sind alles frühe Grabungen.
00:07:56: Davon sind wenig Dokumentation übrig geblieben.
00:07:59: Vieles ist durch den Baubogen der Sechziger und Sechzieger Jahre untergekommen, manches wurde nicht dokumentiert.
00:08:08: Und das ist das Gräberfeld was tatsächlich am meisten Befunder anstatt nur Funde liefern kann.
00:08:16: Ich glaube, hier müssen wir einmal dann noch in die Archäologie abbiegen.
00:08:18: Einerseits den Unterschied zwischen Befunden und Fundenklamm machen – das kennt glaub ich nicht jeder!
00:08:23: Und auch nochmal erklären warum und Gräberfelder an sich für die archäologische Forschung so unglaublich bedeutsam sind?
00:08:31: Also das Wichtigste mit den Archäologen ist weniger der Fund sondern mehr der Befund.
00:08:37: Der Befund ist der Kontext, indem ich ein Artefakt oder ein Objekt eine Struktur Wiederfinder.
00:08:46: Und die Archäologie, so schön sie auch ist und so sehr ich sie auch liebe, ist eine Forschung oder eine Wissenschaft, die zerstört.
00:08:54: Wenn der Archäologe kommt und etwas austrebt dann erhält er natürlich ein Kulturgut aber auf der anderen Seite zerstörter unglaublich viel Kontext.
00:09:03: In dieser Kontext kann uns verraten wie Funde in den Boden gekommen sind was nicht mehr sichtbar ist, was aber einmal da war.
00:09:12: In Kontexten von Gräberfeldern kann es zum Beispiel Verfärbungen sein oder Umrisse die uns nahelegen können ob es einen Saat gab oder eine Totengliege also all das was verwittert.
00:09:25: das hinterlässt trotzdem immer noch Rückstände im Boden.
00:09:29: Ausrichtungen sind die Gräbe alle in eine Richtung ausgerichtet gibt es bestimmte Fundsituation Familienzusammenhänge, also lieben manche in so einem Klaster zusammen oder sind sie mehr verstreut.
00:09:40: Gibt es geschlechtliche Differenzen auf den Gräberfeldern?
00:09:44: All das lässt sich in diesen Befunden widerspiegeln und der Pfund könnte die Silbermünze sein, das könnte das Gelett sein was geborgen wird.
00:09:56: Das könnte dann die Struktur sein, die ich finde zum Beispiel ein Ziegelofen Also all das was wirklich materiell ist, das ist dann der Pfunsch.
00:10:06: Sie sagten eben, dieses Gräberfeld in der Heimannstraße wäre das einzige gewesen was nach den modernen Regeln der Kunst ausgegraben wurde.
00:10:14: Was sind denn die modernen regeln der kunst?
00:10:16: Die geht man archäologisch sauber an so ein Gräbergeld ran.
00:10:21: Also die anderen Gräbersfelder zum modernen Zeit mit des Denkmalschutzgesetzes und des Denkmals in Frankfurt, die werden natürlich alle so hervorragend ausgegraven.
00:10:30: Ich durfte ja die einen oder anderen dann auch noch mit begleiten.
00:10:35: Heute oder an dem Irrefeld der Harnestraße hat man wirklich alles einmal durchexistiert.
00:10:41: Man hat auf dieser Rettungsgrabung von zehntausendsehnten
00:10:45: zu zweitensachzehn
00:10:47: diese Fläche aufgemacht, das stand vorher ein Wohnhaus mit einem tiefen Keller.
00:10:52: Man wusste schon seit knapp hundert Jahren dass da ein römisches Gehörfeld liegen könnte.
00:10:59: durch Funde die immer mal wieder Durch Baumaßnahmen haben wir einen Tageslicht bekommen, man hat es also vermutet.
00:11:06: Und im Jahr und siebzehnt, in den Jahr und achtzehn hat man dann gesagt okay jetzt muss hier einmal systematisch untersucht werden.
00:11:12: Das hat man gemacht.
00:11:13: Man hat diese Fläche geöffnet.
00:11:15: ich habe wirklich von jedem Grab mehrere Fotos.
00:11:20: Ich habe einen eingemessenen Plan, ich habe einen digitalisierten Plan.
00:11:26: Fund- und Befunddokumentation.
00:11:28: Also die Archäologen, die Grabungstechnika oder die Grabungshelfer, die da waren haben jeden einzelnen Fund unglaublich strukturiert beschrieben vor allem wenn es dann Situation gibt wo sich Befund überlagern also wenn mehrere Grab legen übereinander geschichtet waren so dass ich danach auch abgrenzen kann denn in einer Box drei Kniescheiben lageln das ist dann durch die Beschreibung gekonsturieren kann, okay das gehört vermutlich zum individuum x was unter oder darüber bestattet worden ist.
00:12:02: Neben der archäologischen Ausgrabungstechnik und drohen Bildern und allem gab es dann den Anthropologen, dass war da mein Part, der sich um die einhundertzehn Bestattungen gekümmert hat und sie anthropologisch aufgenommen hat.
00:12:17: Dann wohn'n die B-Funde In diesen Kontexten den Archäologen gegeben, die danach halt die Funde sich angeschaut haben.
00:12:25: Und da hatten wir Casamik, Da hatten wir Mitteilfunde, da hatten mir unglaublich filigrane Glasfunde.
00:12:33: Die ging dann ans archäologische Museum in Frankfurt.
00:12:36: Dort hat dann Dr.
00:12:38: Peter Fazolt und Dr.
00:12:39: Karsten Wenzel diese Funder katalogisiert und aufgenommen.
00:12:42: sie wurden restauriert.
00:12:45: Es gibt so die einen oder anderen kleinen Highlights, die dann während der Bearbeitung sowohl bei mir als auch da immer mal wieder zu Tage kamen.
00:12:55: Und... Dann gab es irgendwann kleine Forschungsfragen.
00:12:58: wie sieht das eigentlich aus mit Verwandtschaft?
00:13:01: Da kamen dann die paleogenetikten Typinge ins Spiel, die netterweise zehn Brüppchen von uns genommen haben und sie einmal durch exzessiert haben und geguckt haben.
00:13:10: was könnte uns die Genetik sagen?
00:13:13: für zukünftige Untersuchungen ist dann auch noch weitere Genetik und Strontiumisotropie angedacht, dass man also herausfinden kann, woher die Menschen kommen.
00:13:25: Aber auch da gibt es noch keine Ergebnisse.
00:13:28: Und jedes besondere Objekt wurde dann wirklich von Experten einmal durchgetestet.
00:13:34: Also es gibt Gräber, die haben Schulsohlen, die kann man rekonstruieren anhand von was übrig geblieben ist für eine Schulsohle.
00:13:42: das waren die geschlagene Nägel Und anhand der Schuh so eine Länge konnte ich rekonstruieren, ob die Schuhe tatsächlich gepasst hätten.
00:13:51: Weil bei den meisten Menschen korreliert die Fußlänge mit der Körperhöhe und wenn sie Körperhöre rekonstruitzen kann, kann ich die Fußläge rekonstrieren.
00:14:01: So konnte ich dann sagen, dass bei dem meisten Individuen die Schuh dabei hatten, haben die Schuer gepasst.
00:14:08: Das heißt man kann über diese Gräberfelder ja auch ganz interessante Abschätzung machen die Sozialstruktur, vielleicht auch den Wohlstand.
00:14:17: Die Gesundheit und so weiter.
00:14:18: Sie hatten ja eben auch Kniescheiben
00:14:20: usw.,
00:14:20: findet man dann da dann wirklich ganze Skelettekörperbarreste?
00:14:25: oder sind das wirklich nur einzelne Knochen, die irgendwie sich zuwilligerweise nicht zersetzt haben?
00:14:31: Das Fundmaterial, also das osteologische Material war sehr gut durchmischt was den Erhaltungszustand um den Überlieferungsgrad angeht.
00:14:41: Also der Erhaltungszustand ist Wie gut erhalten und wie repräsentativ das Gelett ist.
00:14:49: Also es ist die Knochenoberfläche unberührt, gibt es toponomische Schäden also Schäde, die seitdem das Individuum in den Boden gekommen sind an diesen Körper gewirkt haben.
00:15:00: Das könnte Bodenfrost sein, das könnte Wasser sein, Hitze oder einen Bagger-Eingriff als das Haus gebaut worden ist.
00:15:07: All das beeinflusst den Erhaltungszustand dem Überlieferungsgrad.
00:15:11: der spielt dann da so mit bei.
00:15:13: Wenn der Boden also sehr sauer ist, dann zersetzt sich der Knochen langsam.
00:15:17: Dann ist nicht mehr wirklich greifbar und man kann nur noch anhand von, man nennt sie Leichenschatten oder Skeletchschatten erkennen das da mal was lag.
00:15:27: Im Großen und Ganzen war das osteologische Material relativ gut erhalten, mäßig bis gut erhalten.
00:15:33: es gab Skelette, da hatte ich nur ein paar Fragmente so eins zwei vielleicht vollständige Knoche und dann gab es Skelette die unglaublich gut erhalten waren, auch Kinderskelette die unglaublich gute halten waren.
00:15:46: Man konnte so ein bisschen abschätzen es lag vermutlich an der Tiefe manches.
00:15:51: Gelette waren relativ tief bestattet andere war ein bisschen höher.
00:15:54: bestattelt das da die Erhaltungsstrukturen anhand von tiefer und Ausrichtung und Bodenzusammensetzung vermutlich gelitten haben.
00:16:03: wir können anhand vom Gräberfeldern wenn wir danach in die Demografie einsteigen wenn also jedes oder die Meisten gut erhaltenen Sklette ein Sterbealter oder eine Alterspanne bekommen haben und eine morphologische Geschlechtsbestimmung, dann kann man gucken wie liegen die Gräber eigentlich.
00:16:24: Gibt es unterschiedliche Segmente, die man irgendwie abgrenzen kann?
00:16:28: Sind die einen eher Männern, die anderen eher Frauen?
00:16:31: Gibt das eine Ecke wo vielleicht junge Individuen bestattet worden sind?
00:16:36: wenn man dann noch auf die Datierung geht Gräber versucht so fein datirisch einzuordnen, ob man dann sehen kann ist die eine Ecke vielleicht älter als die andere Ecke.
00:16:50: All das war hier tatsächlich nicht der Fall.
00:16:52: Es war immer gut durchmischt zuvor Männer als Frauen also auch Kinder dazwischen.
00:16:57: Auch die Datierung gab keinerlei chronologischen Verlauf dass man in der einen Ecke angefangen hat und den anderen aufgehört hat.
00:17:04: Also es war immer mal wieder gut durch mischt und belegt.
00:17:08: Und wenn man sich dann nochmal das Gelette anguckt und auf Paleopathologie geht, da sieht man dann dass die eine oder andere Krankheitserscheinungen hatten.
00:17:18: Die anderen nicht.
00:17:19: wo man aber auch bei paleopathologischen Gutachten immer bedenken muss es gibt das osteologische Paradoxon und zwar wenn eine Krankheit auf den Knochen sich niederschlägt, dann muss diese Krankheit relativ stark gewesen sein.
00:17:37: Also wir reden dann von Arthrose oder wir reden von Gelängserkrankungen, wir reden denn von Bakterienbefall und das muss eine lange Zeit lang im Körper schon gearbeitet haben.
00:17:49: Der Körper an sich muss aber stabil und gesund genug gewesen sein, dass er so lange mit dieser Krankheit aushält.
00:17:58: Das heißt nur weil jemand Erscheinungen und Krankheitserscheinungen hat heißt es nicht sofort, dass er immer super tot krank war.
00:18:04: Sondern vermutlich war sein Immunsystem stark genug, das er diese Krankheit lange ausgehalten hat bis sie sich am Knochen niedergeschlagen hat.
00:18:12: Und wenn ich Skelette finde die keine Krankheitserscheinung in einem Knochern haben heißt ist nicht, dass die top gesund waren einfach tot umgefallen sind, sondern da könnte durchaus möglich sein, dass das Immunystem der Gesundheitszustand so schwach war, schneller an der Krankheit, zum Beispiel Bakterien oder Viren gestorben sind als dass sich das dann tatsächlich irgendwann hätte niederschlagen können und Knochen.
00:18:38: Und nicht alle Krankheiten oder die wenigsten Krankheiten lassen sich überhaupt einfach noch und rekonstruieren.
00:18:44: Hundertzehn Gräber sind für eine Grabungs-Saison ziemlich viel und sie hatten ja gesagt es war eine Rettungskrabung.
00:18:51: ich habe den Begriff.
00:18:52: müssten Sie auch immer noch kurz erklären?
00:18:53: was ist eine Rrettungsgrabung?
00:18:57: Eine Rettungsgrabung ist meistens etwas eher akutes.
00:19:01: Also wenn irgendwo eine Trasse oder eine Leitung gelegt wird und da flöftlicherweise was kommt, dann gibt es meistens Rettunsgrabungen.
00:19:10: in dem Fall wusste man das dieses Haus abgerissen werden soll.
00:19:15: In den Fall konnte man sich für diese Rettungskrafen tatsächlich wesentlich mehr Zeit lassen.
00:19:22: Man hätte in normalen Abschnitten von zwei bis vier Wochen für so eine Rettungsgrabung nicht hundertzehn Gräber in dieser Genauigkeit und in dieser Exzellenz freilegen können, wie das die Kollegen in Frankfurt getan haben.
00:19:38: Und sie hatten für diese Grabung in der Heimannstraße wesentlich mehr Zeit weil sie es auch einfach besser planen konnten.
00:19:44: also Sie wussten dass Haus steht leer, das Haus wurde abgerissen und dann konnte diese Maßnahme beplant werden und dann systematisch untersucht werden.
00:19:55: Ich glaube, ich möchte noch mal auf diese tatsächliche Ausgrabung eines Grabes eingehen.
00:20:00: Weil erstens wie erkennt man überhaupt wo genau ein Grab ist oder kennt man einfach los und hofft dass da ein Grab isst?
00:20:07: Und das Klischee des Archäologen ist ja der damit irgendwie mit Pinzette und Pinsel herum handiert und ich war selber lang genug Grabungsarbeiter um zu wissen, dass es nicht so ist und man vielmehr mit dem Spat und der Schaufel arbeitet als man das ursprünglich denkt.
00:20:20: aber um hier auch mit Klischees aufzurömen gräbt man so ein Grab denn dann gut aus.
00:20:27: Im besten mit sehr viel Feingeschül.
00:20:30: befunde lassen sich auf Grabungsflächen an unterschiedlichen Farbgebungen und Strukturen im Boden erkennen.
00:20:38: Gewachsener Boden, so nennt man das in der Boden-auf natürliche Weise sedimentiert ist und durch Mineralienverlust quasi dann irgendwann aushärtet.
00:20:49: Gewachsender Boden hat eine andere Farbgabung als Böden, die durch Eingriff noch einmal umgeräumt worden sind.
00:21:01: Wenn ich mir jetzt vorstelle ist habe ein Landestück und darin lege ich eine Bestattung nieder dann sind die Römer quasi in diesem Boden da eingegriffen haben etwas deponiert und haben danach wieder Erde drauf gelegt.
00:21:19: Und dadurch, dass etwas Organisches neu in diesen gewachsenen Boden reingekommen ist hinterlässt das Verfärbungen.
00:21:25: Das hat jetzt einen ganz anderen chemischen Charakter dieser Boden.
00:21:29: Da ist jetzt was Organisches drin, was sich zersetzt.
00:21:32: Es ist neues Wasser da reingegkommen, es sind neue Mineralien da reingekommen und es sind Proteine da rein gekommen.
00:21:37: All das sorgt dafür, dass der Boden eine andere Farbgebung bekommt.
00:21:42: Wenn man sich archäologische Aufnahmen anguckt... am besten so Drohnen oder Luftbildarchäologie von so großen Flächen.
00:21:49: Da sieht man, dass nicht nur Gräber sondern auch Forstenlöcher wenn mein Mann Haus gebaut hat oder irgendeine Müllgrube indem er seinen Abfall in den Dorf reingebauten hat.
00:21:59: all diese Befunde haben eine andere Farbgebung auf der Fläche und so kann man schon abstecken wo ungefähr ein Befund steckt.
00:22:10: Man weiß natürlich nicht sofort ist es immer ein Grab aber wenn's Grabförmig oder recht eckig angelegt ist und irgendwo zwischen eins, achtzig und zwei Meter lang ist.
00:22:21: Dann vermutet man das schon.
00:22:24: Dann gibt es Lesefunde.
00:22:26: die kommen zu Tage bei so Arbeiten wie.
00:22:28: ich möchte jetzt einen Pool haben der baggert mir ein Loch im Garten oder der Flug geht über das Feld.
00:22:36: dann kommt also Lesefund hoch Und anhand von dem Pfund steckt rum.
00:22:41: Im Römischen sind das zum Beispiel diese einen hängkleten kleinen Lichter, diese Keramik-Öl-Lämpchen.
00:22:50: Die sind immer so ein gutes Zeichen dafür dass es sich um den Grab handelt.
00:22:53: das sind so typische Grabbeigaben.
00:22:55: da kann man dann sagen okay das ist typisch für so'n Grab im Winter.
00:22:59: hier könnte ein Grab liegen und wenn man sicher ist dass da ein Skelett liegt dann würde ich als Anthropologe immer empfehlen längtseitig das Skelett auszu... Krabben, also dass ich mich nicht in den Befundknie, sondern außerhalb des Befundes das Gleitweilige so, dass mein Körpergewicht nicht auf irgendwelche nassen Knochen drückt.
00:23:21: Man kann es auch vom Kopf bis Fuß freilegen oder links nach rechts.
00:23:25: Meine Bitte an alle Archäologie-Studierenden und Archäologen macht es den Anthropologen nicht so schwer!
00:23:32: Wenn ihr eine rechte und eine linke Hand links und rechts neben dem Körper habt tötet die unterschiedlich ein.
00:23:38: wenn die Grab lege angewinkelt ist und die beiden Hände zusammenliegen, dann tüte die beiden händen zusammen ein.
00:23:45: Da muss der Anthropologe nachher puzzeln welcher Fingerknochen von rechts oder links kommt in welcher Verlangen- oder welche Fingerspitze es sein könnte.
00:23:53: aber ich würde immer Seiten getrennt gräber freilehen.
00:23:57: das macht alles wesentlich einfacher.
00:24:00: Ich habe eben schon gesagt Gründer zehn gräbers sind ziemlich viel Aber man kann ja daraus auch bestimmt eine Statistik machen.
00:24:07: also die Leute, die auf diesem Gräberfeld begraben waren.
00:24:11: Wer war das?
00:24:12: War das eine gemeinsame Community?
00:24:14: Waren die miteinander verwandt?
00:24:16: Wären das eher die Reichen oder die Armen?
00:24:18: ist das Gemicht?
00:24:19: Wer liegt da?
00:24:21: Ja mit hundertzehn Gräbern kann man natürlich viel machen.
00:24:24: Ich hatte die große Ehre dann aus einer teledemografischen Studie dazu zu machen und genau zu gucken wer liegt denn da einklischt Und es waren einhundertzehnt Gehreber insgesamt, davon waren wir in den Körpobestattungen.
00:24:40: Und der Rest waren Brandbestattungen – das macht es noch mal ein bisschen schwieriger bei Brandbestätungen anders oder anspruchsvoller sind als Körpop Bestattungen?
00:24:50: – von der Körpobestattung waren neunundfünfzig Köropostattungen in einer Altersspanne, wo man morphologische Geschlechtsbestimmung durchziehen konnte.
00:25:01: bei Kindern und Jugendlichen geht man von einer Geschlechtsbestimmung ab, weil alles was noch nicht vollständig durch die Privatität durchgegangen ist besitzt diese morphologischen Merkmale an Schädel und am Becken überhaupt nicht worauf man eine verlässliche Geschlechstbestimmung machen könnte.
00:25:17: Und so blieben nachher zwei vierzig Individuen übrig wo man anhand von Becken und Schädlmerkmalen und Robotsizität und Muskel ansatzstellen und Metrik ein geschlecht bestimmen konnte.
00:25:33: waren zu schlecht erhalten, dass man eine Geschlechtsbestimmung vollziehen konnte.
00:25:37: Und so blieben danach auch achtundzwanzig Männer und vierzehn Frauen übrig von den Körperbestattungen die wohnen prozentual eingesetzt, sodass man also sagen kann, von diesen Körperbestättungen wären dreißig Prozent ungefähr männlich, fünfzehnt waren weiblich, der Körperbestattung und waren nicht erwachsene Individuen, die fielen also aus der Geschlechtsbestimmung raus.
00:26:00: Und achtzehn Prozent waren erwachsnende Individuern wo die Geschlechstbestimmung nicht vollzogen werden konnte.
00:26:08: Das ist ein relativ typisches wild-forumische Gräberfelder.
00:26:13: Wir haben einen hohen Kinderanteil was mich sehr gefreut hat weil es nicht immer der Fall ist auf Gräbergeldern.
00:26:19: aber wir sehen in der Altersdimension.
00:26:24: das ist ein ganz klassischen Verlaufgab von Alterstrukturen.
00:26:30: Also Frauen sind in den gebärfähigen Jahren, haben sie eine höhere Sterblichkeitsrate als Männer und dafür wohnen sie dann aber am Ende in den höheren Altersstufen ab vierzig, fünfvierzig wesentlich älter als die Männer.
00:26:46: Und dadurch das es keine jungen, jung gestorbene Männer gab kann man also auch so Konflikte ausschließen.
00:26:54: Die jungen Männer waren da, die jungen Männer wurden älter.
00:26:58: Sie sind dann ältern altersgruppen gestorben und man kann also anhand der Demografie ableiten wie konfliktreich oder wie gesittet und easy das Leben eigentlich war.
00:27:12: Also... ...die Männer sind nicht vorhin gezogen oder sind nicht weggezogen.
00:27:16: Die Demografien waren relativ ausgiebig und einstimmig Sodass man sagt, also es sind weder in welcher Altersgruppen noch Geschlechter haben die Stadt verlassen.
00:27:28: Und die Kindersterblichkeit lag so wie man sie vermutet in einem höheren Prozentsatz für prehistorische Gesellschaften.
00:27:35: Wir
00:27:36: hatten uns im Vorgespräch auf zwei Gräber geeinigt, die wir noch genauer besprechen wollen.
00:27:41: und wir fangen an mit Grab Neunzig.
00:27:43: Was gibt's da Spannendes zu erzählen?
00:27:46: Ja, neunzig
00:27:47: war...
00:27:48: ...für mich ein eher unspektakuläres Grab.
00:27:53: Für die Alchemlogen war es aber ein Highlight, für mich bestand Grab neunzig aus acht Fragmenten, die Knochenoberfläche wurden unglaublich stark angegriffen.
00:28:05: man erkennt anhand der Knochendicke und anhand Der Länge der Langknochen und der Dünnwandigkeit des Schildknoches das ich in einem Kleinkind handeln musste Und mehr konnte ich da tatsächlich auch gar nicht sagen.
00:28:22: Dann traten die Archäologen an sich ran und haben gesagt, wie sieht es eigentlich aus mit Grab neunzig?
00:28:29: Es gibt in Grab Neunzig einen Befund, dass das Kind was in dem Grab lag neben einem Turmgrug bestattet wurde.
00:28:39: Der Turm Grug war nicht zerscherbt, der ist also durch die Zeit nicht kaputt gegangen, sondern er war noch geschlossen.
00:28:46: Und die RestautorInnen im Archäologischen Museum in Frankfurt, die haben diesen Thun-Grupp geöffnet und haben Proben rausgenommen.
00:28:53: Die haben die Proben an ein Forschungsinstitut in York geschickt um herauszufinden was in diesem Grupp gelagert wurde.
00:29:04: Man erwartete Speisen, man erwarteten Lipide und Fette und Proteine von irgendwas... was man ihnen früher sonst lagert.
00:29:16: Und dann bekam ich einen Anruf mit zu Ja, also die Proteinanalyse ist zurück und es sind drei Hundert Proteine sichergestellt worden und nicht so okay das ist relativ viel.
00:29:28: aber was hat der Anthropologe damit zu tun?
00:29:31: Und dann sagte man mir ja diese Proteine stammen ausschließlich von Menschen!
00:29:36: Dann war die Frage wie kam der Mensch in diesen Krug?
00:29:39: und da gibt es die eine oder andere Theorie.
00:29:42: Die Theorie, die sich am meisten durchgesetzt hat, wäre tatsächlich dass man die Percenter, wie es in Menschenkulturen üblich war, tatsächlich mit auf oben hat und mit bestattet hat.
00:29:54: Und dann haben wir gesagt okay, wir gehen da weiter vor!
00:29:58: Wir haben Jörg mit den Archäologen, mit mir und der Paleogenetik in Typen verknüpft.
00:30:05: Und dann haben sie die Frage gestellt, ist das was in dem Krug drin ist mit dem Kleinkind.
00:30:11: Was daneben lag verwandt und das kleinkind wurde dann mit der Palogenetik als Mädchen identifiziert.
00:30:19: da hat man dann also die Chromosome in der Genetik freigelädt und konnte mir sagen dass es sich um ein Mädchen handelt.
00:30:26: Die Proteine sind relativ große Molekülketten.
00:30:31: die erhalten sich gut den A Lesen sich Kleine und Fragile.
00:30:36: Und leider hat sich in dem Grug keine DNA erhalten, trotz so viel Proteiner, dass er also nicht hundertprozentig sagen kann, da welchen Verwandtschaftsgrad das Individuum im Grug mit dem Individuen daneben hatte?
00:30:50: Das andere Grab ist das, dass quasi noch eine Nachfolger-Folge haben wird.
00:30:55: Es handelt sich um Grab Hundertvierunddreißig.
00:30:57: Wir werden jetzt über den Mann sprechen der diesem Grab lag.
00:31:01: Mit jemand anderem werde ich dann über das sprechen, was dieser Mann um den Hals hatte?
00:31:06: Genau.
00:31:06: Also anwärts vierunddreißig.
00:31:08: Das Grab gehörte einem spät Erwachsenen oder frühen Senilen-Mann.
00:31:16: Ich habe ihn also auf fünf drei bis fünfundvierzig Jahre geschätzt Anhand von seinen Schädelnähten.
00:31:23: Das Becken war sehr schlicht erhalten.
00:31:25: Darum waren die ganz bestimmt mehr auch dem Schädel basiert.
00:31:29: Anhand der Langknochen konnte man die Körperhöhe mit einer Regressionsform auf knapp onehundertdreiund setzig Zentimeter rekonstruieren.
00:31:41: Das ist der römische gute Durchschnitt.
00:31:45: Die meisten Krankheitsfälle, die an dem Skelett ersichtlich waren, waren tatsächlich dentale Erkrankungen also von Karies, Backenzehen hinzu, Zahnsteinen Intrevitaler Zahnverlust, also irgendwo hat er dann mal so einen Backenzahn verloren.
00:32:03: Paradontose, Stomatitis.
00:32:06: an den Langknochen gab es noch ein bisschen Knochenhautsentzündungen.
00:32:09: Seine Webe zeichneten auch ein höheres Sterbereifer an als ergabst du die ersten degenerativen Erscheinungserkrankungen und im Großen und Ganzen war sein Skelett das was davon übrig geblieben ist recht robust und dickwandig und auch die morphologischen Merkmalen am Schädel deuteten also auf ein männliches Geschlecht hin.
00:32:33: Und so wurde der Mann aus Stelle, dann als Männlich zwischen den fünf und dreißundvierzig Jahre datiert mit einer Körperhöhe von onehundertdreihensebzig Zentimetern.
00:32:46: Das Spektakuläre kam tatsächlich erst bei den Archäologen, dass man wusstest schon vorher... Man hat sich sehr darüber gefreut, dass man diesen Silberfund gemacht hat.
00:32:58: Und die ersten Blicke der RessortorInnen auf dieses silberne Anhängerchen in Reinhals ließen schon vermuten, dass ich tatsächlich vielleicht etwas darin erhalten liest.
00:33:11: aber das ist dann so ein wahnsinniger Fund wert und auch einer der bedeutendsten Funde für die Frankfurter Stadtgeschichte.
00:33:20: Das hätte zu dem Zeitpunkt wirklich keine Ahnung können.
Neuer Kommentar