A-058: Die katholische Kirche in der Diaspora im Bistum Hildesheim, mit Dr. Thomas Scharf-Wrede {IKKDOS e.V.}
Shownotes
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Alternative Gottesdienstorte im Bistum Hildesheim seit dem 19. Jhd., mit Dr. Thomas Scharf-Wrede {IKKDOS e.V.} (11.07.2024)
Ankündigung einer Sonderserie zu katholischen Identitäten der 1960er bis 1990er (15.07.2025)
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Die Episoden werden thematisch und nicht nach Erscheinungsdatum nummeriert. Für einen chronologischen Durchgang zur europäischen Geschichte sollten die Episoden nach Namen sortiert werden. Unten in den Shownotes findet ihr die Liste der einzelnen Kategorien!
schwarze0fm hatte als Hobbyprojekt begonnen - inzwischen habe ich aber durch Auftragsproduktionen und Crowdfunding die Möglichkeit gewonnen, mehr und bessere Folgen für Geschichte Europas zu produzieren. Das Prinzip "schwarze Null" bleibt - die Einnahmen werden verwendet, für mich Rahmenbedingungen zu schaffen, den Podcast zu betreiben und weiterzuentwickeln. In dieser Folge habe ich das ausführlich erklärt.
This episode of "Geschichte Europas" by schwarze0fm (Tobias Jakobi) first published 2026-08-29.
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Kategorien
Die Namen der Podcast-Folgen beginnen mit dem Schema „Buchstabe-Dreistellige Zahl“. Der Buchstabe steht dabei für die thematische Kategorie (die auch im Untertitel der Folge zu finden ist). So kann, zumindest für die Buchstaben B bis U, durch alphabetische Sortierung ein chronologischer Ablauf der Folgen dargestellt werden.
Die Kategorien der Episoden sind wie folgt:
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• B = Geologische Geschichte
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• I = Das Hochmittelalter
• J = Das Spätmittelalter
• K = Erste Europäische Expansion
• L = Der Weg in die Neuzeit
• M = Reformation und Glaubenskriege
• N = Absolutismus und Aufklärung
• O = Zeitalter der Revolutionen
• P = Nationalismus und Imperialismus
• Q = Erster Weltkrieg
• R = Zwischenkriegszeit
• S = Zweiter Weltkrieg
• T = Kalter Krieg und Europäische Einigung
• U = Nach dem Kalten Krieg
• V = Europa aktuell
• W = Epochenübergreifende Biographien
• X = Geschichtswissenschaft und Erinnerungskultur
• Y = Quellen
• Z = Meta/ Podcast
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00:00:00: Was es immer gegeben hat, waren Sondergottesdienste, besondere Zusammenkünfte in denen sich die Menschen, die hier nach Niedersachsen ins Bistum Hills haben gekommen sind ihre eigenen kirchlichen Sozialisation bewusst geworden sind.
00:00:16: In der sie sozusagen vergegenwärtigt haben das sind die Schlese ertreffen Das sind die großen Treffen eben von Heimatvertriebenen wo man Gottesdienst feiert Wo man volkskirchliches Leben lebt und wo man eben natürlich auch schlichtweg die Traditionen der Heimat lebt.
00:00:31: Das ist etwas, was es natürlich auch gab.
00:00:34: Aber der Alltag... Der Alltag ist eben das gemeinsame von den Anführungsstrichen einheimischen Katholiken und eben dazukommenden Katholikens.
00:01:28: Dieses Interview ist Teil der Berichterstattung über die Iktos Jahrestagung.
00:01:35: Mit Dr.
00:01:35: Thomas Schaff-Rede spreche ich über Hildesheim als Diasporabistom, eine katholische Diocese in einem evangelisch geprägten Gebiet, in dem nach dem Zweiten Weltkrieg viele kathOLiche Geflüchtete und Vertriebene aus den deutschen Ostgebieten ankamen.
00:01:52: Wir sprechen darüber wie die Katholische Minderheit in Norddeutschland Wie das zweite vatikanische Konzil, das kirchliche Leben der heterogenen katholischen Gemeinden in Hildesheim veränderte und vor welchen Herausforderungen das Bistum heute steht.
00:02:09: In diesem Zuge wird auch das Thema des sexualisierten Gewalt am Minderjährigen im Umfeld der katholicen Kirche sowie die Aufarbeitung von Missbrauchsfällen im Bistumm-Hildesheim behandelt.
00:02:21: In den Schulnotz der Folge findet ihr Kontaktmöglichkeiten für Fragen, Feedback und Kommentare sowie Wege wie ihr mich um diesen Podcast unterstützen könnt.
00:02:29: Etwa durchspenden wir Paper und Kofi oder durch regelmäßige Beiträge bei Steady & Kofie.
00:02:35: In den Schulnotz gibt es auch eine Liste inhaltlich verknüpfter Folgen die stets aktuell gehalten wird darunter auch das Gespräch über alternative Gottesdienstorte im Bistum Hildesheim oder über den Notkirchen.
00:02:46: Architekten.
00:02:47: Martin Schilling Herr Dr.
00:02:50: Schafrede stellt sich zu Beginn der Folge dreimal kurz vor und erläutert seinen Bezug zum Bistum Hildesheim.
00:02:56: Dann steigen wir inhaltlich ein!
00:02:58: Ich wünsche euch viele neue Erkenntnisse mit dieser Aufnahme aus dem Februar, im Jahr ist es im April, dass ich hier
00:03:03: bin.
00:03:04: Mein Name ist Thomas Schauf-Rede und ich bin Direktor des Bistums Archivs Hildesharm.
00:03:09: Ich bin jetzt inzwischen seit über dreißig Jahren in Bistüm Hildessheim.
00:03:13: Ich habe Theologie und Geschichte studiert dann eine archiefachliche Ausbildung gemacht Und habe, weil ich mich von Anfang an in meinem Studium schon sehr für die Geschichte des Bistums Hildesheim interessiert habe mir gedacht das wäre eigentlich ein ganz guter Bereich in dem ich arbeiten könnte und es hat sich damals so glücklich gefügt dass ich hierher gekommen bin nach Hildessheim.
00:03:34: Jetzt eben wie gesagt seit über dreißig Jahren hier vor Ort bin.
00:03:37: Das Bistum Archiv glaube ich in dieser Zeit recht weit entwickelt habe.
00:03:42: wir sind einen Da ein Seite kleines Archiv, natürlich auf der anderen Seite auch ein großes Archiv.
00:03:46: Weil die Diözese Hildesheim eine flächemäßig sehr weitausgedehnte Diözose ist und wir haben bei uns im Haus bis zum Archiv eine sehr interessante Überlieferung.
00:03:57: Wir sind in der gar nicht mal so häufigen Situationen dass wir keine nennenswerten Verluste durch den Zweiten Weltkrieg haben.
00:04:07: sprich wir haben die zentrale überliefering des Hildessheimer Domhofs Bischof Domkapitel, Generalvika und so weiter haben.
00:04:14: Generalvikariat usw.
00:04:16: aus der Zeit von vor nineteenhundertfünfundvierzig.
00:04:20: Und wir haben in den zwanzig Nullerjahren die meisten fahrlichen Überlieferungen unserer Diözöse auch nach Hildesheim geholt hier zentralisiert und erschlossen, sodass man bei uns im Haus wenn man sich auf die Spuren suche nach der Geschichte der katholischen Kirche in der Diaspora machen möchte, eigentlich bei uns sehr leicht und sehr gutfindig werden kann, weil wir eben einfach beide Strenge der Überlieferung haben.
00:04:46: Auf der einen Seite die grundsätzliche Organisationsfrage, die Leitungsfrage – das ist das was über diese Domhof-Überlieferungen abgebildet wird.
00:04:55: Und auf der anderen Seite haben wir eben über die Pfarrarchive die Möglichkeit zu schauen wie ist kirchliches Leben in der Diözöse Hildesheim primär im neunzehnten und zwanzigsten Jahrhundert gewesen?
00:05:08: Ein kirchliches Leben, das sich ja doch ein klein wenig unterscheidet von vielen kirchlichen, christlichen Realitäten wie wir sie in anderen Regionen haben.
00:05:17: Weil die Asporer ist anders als meine Degen eine katholisch dominierte Region tiefstes Bayern meiner Degen was ich natürlich nicht böse meine.
00:05:25: In unserem letzten Gespräch hatten wir auch das Bistum Hildesheim als Thema aber da ging es um alternative Gottesdienstorte und wir waren ab dem.
00:05:37: Wir schauen uns die Nachkriegszeit an und auch da eher so, die von der Jahrzehnte bis zum Jahrzehnzehnten.
00:05:44: Und Sie haben gerade schon das Thema Diaspora angesprochen.
00:05:47: Warum wurde gerade Hildesheim zu einem Diasbora-Bistum?
00:05:51: Die Diözöse Hildessheim ist eigentlich seit der Reformation ein Diasborabistum wenn man das so sagen darf weil eben Hildesseim und das umliegende Stift Hildeseim, die Keimzelle, die Kernzelle dieser Diöziöse umgeben ist von in der Reformation protestantisch geworden und evangelisch-lutterisch gewordenen Gebieten.
00:06:09: Und von daher ziehen wir diese Diaspora Situation, diese Minderhaltensituation eben seit dem sechzehnten Jahrhundert mit durch.
00:06:18: Ninzehnten Jahrhunderte gab es dann verschiedene Aufbrüche, Stichwort Migration, Strichwort Industrialisierung wodurch eben Katholiken an Katholikken auch in diesen sehr stark protestantische geprägten Raum gekommen sind.
00:06:31: Gleichwohl ist es immer eine sehr erhebliche Minderheiten-Konfissionalität gewesen.
00:06:37: Also die Diözese Hildesheim, dreißigtausend Quadratkilometer ungefähr groß von der Nordsee bis Sanofa Schmünden, von Bückeburg bis Hellenstedt flächenmäßig riesengroß aber eben eine Diözose, die im neunzehnten Jahrhundertsechzig tausend Mitglieder gehabt hat.
00:06:54: Im ausgehenden XIX.
00:06:55: Jahrhundert ist es dann natürlich schon mehr gewesen und waren es sechsohn-achtzigtausend, neunzigtaussend Katholikinnen und Katholiken die hier gelebt haben.
00:07:02: Und das zog sich auch bis ins zwanzigste Jahrhunderte hinein.
00:07:06: Wenn man dann auf die Zeit von vor nineteenhundertvierzig schaut also wenn wir im weiteren Verlauf dann eben ja auf die jüngere Zeit schauen wollen.
00:07:15: Die letzte einigermaßen verlässliche Zählung der Konfessionsstruktur in Deutschland im deutschen Reich Es war im Bistum Hildesheim zu leben.
00:07:29: Das waren so rund zehn Prozent der Gesamtbevölkerung.
00:07:32: Und was die Verteilung dieser Katholikinnen und Katholiken angab, im Stift Hildesseim also in der Stadt Hildessheim und der näheren Umgebung, waren rund sechzig Prozent der hier lebenden Einwohnerin und Einwohner katholisch unter Eichsfeld, rund achtzig Prozent.
00:07:48: Weit nach Norden gehen, meinetwegen in Richtung Stahl.
00:07:51: Der Buxtehudo also an die Elbe heran.
00:07:54: Irgendwie bei einer Katholikenzahl von naja so ungefähr zwei bis drei Prozent.
00:07:59: Das ist natürlich eine sehr erhebliche und auch ne sehr differente Diaspora-Situation wenn ich das mal so sagen darf.
00:08:05: Und mit dem zweiten Weltkrieg im Ende des Zweiten Weltkrigs Mit der großen Tragödie Von Flucht und Vertreibung hat die Zahl der Katholiken hier bei uns erhebig zugenommen Und vierhunderttausend Menschen katholischen Glaubens sind nach neunzehntausendfünfundvierzig eben in den Bereich des Bistums Hildesang gekommen, sodass wir neunzoneinhalbzig- rund sechshundertsechsichtausende Katholikinnen und Katholiken hier gezählt haben.
00:08:31: Das ist ein enormer Anstieg eine enorme Herausforderung wie sich eben katholisches Leben weiterentwickeln kann.
00:08:38: Es ist eine Aufgabe die man hier im Bistum nach dem Zweiten Weltkrieg auch sehr entschieden und sehr entschlossen angegangen ist was man vielleicht auch an der Stelle noch dazusagen kann, mit den vielen Flüchtlingen und Vertriebenen die gekommen sind.
00:08:52: Sie sind natürlich auch etliche Priester gekommen.
00:08:56: also von daher es sind nicht nur Menschen gekommen, die in irgendeiner Weise kirchlich ich sage jetzt mal betreut werden wollten oder mussten sondern es sind auch Menschen gekommen die genau diese Aufgabe schon in ihre alten Heimat wahrgenommen haben und dann hier eben weiter wahr genommen haben.
00:09:11: wir hatten so um Die Maldauben in etwa rund zweihundert Diozesan-Priester und in etwa die gleiche Zahl von Priestern ist aus den vormals deutschen Ostgebieten eben hier auch hergekommen.
00:09:24: Also das ist glaube ich nicht ganz unwichtig, wenn man sich diese Zahl anschaut.
00:09:28: Man schaut meistens nur auf dem Zuwachs der Katholiken.
00:09:30: Zweihundertfünfundsechzigtausend sechsohnhundertschüchzig tausend und lässt dabei außen vor dass das, ich sage es an Anführungsstrichen, dass das Personal ihn natürlich auch erheblich zugenommen hat so dass die Relationen Katholikin Priester, gar nicht mal so exorbitant sich verändert hat.
00:09:50: Was damit auch verbunden war mit dieser Veränderung natürlich der Aufbau neuer Strukturen ist klar.
00:09:55: Wenn man das klassische Bild nimmt oder die klassischen Strukture nimmt, die Kirchen gemeinden egal ob das nun Farai- oder Kuratio- oder Vicarie sind ja durch verschiedene Facetten einer Grundorganisation wenn man sich das anschaut vor dem zweiten Weltkrieg Hundertneun und Siebzig in Richtung.
00:10:17: Da ist dann auch schon ein durchaus erheblicher Zuwachs natürlich zu vermerken, so festzustellen und was dann inhaltlich noch mit dazu zusammenhängt.
00:10:26: vielleicht kann ich da etwas einflechten?
00:10:28: Was Konrad Alga missen?
00:10:30: Leiter des Hildesheimer Seelsorgeteams auf der Hildessheimer Diözäsansinode, Mache eine kleine Zwischenbemerkung auf Diözesan-Synoden werden ja immer wieder wichtige Marken gesetzt, es wird reflektiert.
00:10:46: Wo kommen wir her?
00:10:48: Wo stehen wir?
00:10:49: Wo wollen wir hin und wie kommen wir dahin wo wir eigentlich hinwollt?
00:10:53: also Synoden sind ein wichtiges Phänomen und gerade in der jetzigen Zeit so intensiv mit dem synodalen Weg unterwegs sind das ist manchmal gar nicht verkehrt auch ein bisschen auf die Diöcesan- Synoden zu schauen die er nach dem zweiten vatikanischen Konzil, diesem weltkirchlichen Konzil der Großversammlung der Bischöfe dann in der gemeinsamen Würzburger Synode von twohrensebzig bis neunzehnundhalbfünfundsiebzig.
00:11:24: Also nochmal jetzt zu diesen Konrad-Algermissen, der so die Asporer Situation ein bisschen auf den Punkt gebracht hat, nach meinem Dafür.
00:11:32: Der hat einmal gesagt eben auf dieser Synode als Achtundvierzig in Niederstadt.
00:11:37: die einst im Wesentlichen nach Regionen getrennten Konfession sind durcheinandergeschoben.
00:11:43: der Schutz, den die katholische Einheit mit ihrer uralten Tradition und ihren örtlichen Bindungen gab ist zerstört.
00:11:50: aber was im Großen gesehen weit schlimmer ist Die Heimatvertriebenen, die aus alter katholischer Gebundenheit kamen sind weithin in Gebiete geworfen in denen die katholische Tradition seit der Reformationszeit zugrunde gegangen ist, in denen Priester und Gotteshäuser fehlen.
00:12:06: In denen, die oft weit hin verstreut wohnenden erst zu neuen kirchlichen Gemeinschaften zusammengeschlossen werden mussten oder
00:12:13: müssen.".
00:12:14: Ich glaube das charakterisiert so die Aufgabe, die eben in den Fünfzigerjahren dann entschlossen angegangen wurde für die Verantwortlichen in der Kirche von Judesheim und insbesondere natürlich auch eben für die Menschen in der Kirche von Hildesheim.
00:12:30: Und das Ziel, dass dabei verbunden war – es ist auch noch mal etwas mit dieser Diozesan-Synode im Kontext – gab für die Flüchtlinge und Vertriebenen schon relativ früh eine sozusagen eigene Seelsorgestruktur sogenannte Diocesan-Flüchtlingsseelsorger, die sich eben um die Heimatvertriebenen die Flüchtinge kümmern sollte und die so ein Bindeglied zwischen Alt und Neu natürlich dabei sein wollten.
00:12:54: hier im Bistum Hildeshamn ist in besonderer Weise relevant gewesen, ein Flüchtlingsseelsorger namens Josef Engelbert.
00:13:02: Dieser Engelberth hat gesagt auch ob der Synode die Seelsorge an den Heimatvertriebenen muss gesehen werden als Seelsorge an vollgültigen Gliedern der Gemeinde, die mit den Einheimischen gleichberechtigt und gleichverpflichtet sind.
00:13:16: Die wichtigste Aufgabe des Seelsorgers wird es sein eine gnadenvolle und gläubige Begegnung zwischen Einheimisch- und Ostvertriebenn herbeizuführen.
00:13:26: Also er sagt, wir haben keine zwei-Klassengesellschaft innerhalb der katholischen Kirche.
00:13:31: Sondern wir begegnen uns auf Augenhöhe und es geht darum gemeinsam jetzt eben weiter Kirche zu sein, gemeinsam weiter Kirchen auf dem Weg zu sein.
00:13:42: Das ist glaube ich eigentlich eine ganz positive Wahrnehmung und eine positive Zielsetzung Und was man vielleicht auch in dem Kontext noch mal sagen kann, ich habe jetzt eben davon gesprochen dass sich die Zahl der Kirchengemeinden veränderte.
00:13:54: Das klingt natürlich immer und das ist auch richtig.
00:13:57: Klingt natürlich nach Strukturwertung, nach Bau, nach Verfestigung von kirchlichem Leben.
00:14:03: In der Diaspora ist es wichtig gewesen und ist weiterhin wichtig, dass man sich mit den konfessionellen Realitäten auseinandersetzt.
00:14:11: Dass man sie annimmt, dass nicht gegen angeht das andere sondern sagt okay das ist unsere Situation.
00:14:17: Und zu unserer Situation hier im Norden, bis zum Hildeshang gehörte es das in den nineteen hundertfünfziger Jahren eine Vielzahl evangelischer Kirchen, evangelischer Gotteshäuser für katholischen Gottesdienst genutzt worden ist.
00:14:30: Also ökumenische Gastfreundschaft gemeinsames Gemeinschaftliches Christentum evangelischer Gottesdienst gefolgt von einem katholischen Gottesdienst oder katholicer Gottesdiens gefolkt vom evangelischen Gottes Dienste Das sind wichtige Erfahrungen die die Menschen damals gemacht haben, in den Enden der neunzehnundertfünfziger Jahre.
00:14:52: So im Blick auf das beginnende Wirtschaftswunder kann man vielleicht auch sagen wo die finanziellen Möglichkeiten ja dann doch auch größer geworden sind ist es dann ausgelaufen und auch noch aus anderen Gründen die wir nicht weiter partieren müssen.
00:15:04: aber dieses ökumenische Miteinander an diese ökomenische Selbstverständlichkeit gehört eben auch zur Diaspora dazu dass man gemeinsam miteinander Christ ist.
00:15:14: Und das ist natürlich auch in vielfacher Weise etwas, woran wir heute wieder andocken – in der gegenwärtigen Situation wo die Unterschiede und die Grenzen zwischen katholisch- und evangelisch doch auch relativ durchlässig geworden sind und ich glaube immer durchläßiger werden wird.
00:15:32: Letztlich geht es nicht darum ob man katholisch oder evangelisch ist sondern letztlich geht's darum dass man aus der christlichen Überzeugung bezogen auf die heilige Schrift und den Weg, den unsere Kirche durch die Jahrhunderte gegangen ist, lebt.
00:15:45: Und das in den Alltag
00:15:45: hineinbringt.".
00:15:46: Also dass es die Asperer, das sind Ökomene.
00:15:49: Und Ökomene ist immer die Aspeur, die Asporer ist immer Ökomene!
00:15:53: Das heißt also man hat schon versucht dann auch aus diesen Geflüchteten und Vertriebenen eine große Gemeinde oder mehrere Durchmichte gemeinden zu bilden?
00:16:01: Es war nicht so, dass dann die Sudetendeutschen Priester mit den Sudetendeutischen Katholiken Messe gefeiert haben und dann die Schlesier daneben, uns dann die Königsberge noch danach.
00:16:12: Also war das von selber passiert dass sie sich sozusagen für mich haben oder war das aktive Politik?
00:16:17: Dass das zusammengeführt wurde eben bei Bistum Hildesheim
00:16:21: Das ineinander wem von ich sag jetzt mal einheimischen Katholikinnen und Katholiken und dazukommenden Katholikerinnen und Katoliken gab es sich schlicht weg aus der Lebens- und Arbeitssituation weil man ja schlecht Und einfach dahin gegangen ist, man könnte auch sagen gegangen wurde teilweise, wo man eben die Möglichkeit hatte zu leben und zu arbeiten.
00:16:43: Wenn das eben ein evangelisch dominierte Bereich war dann ging man eben dahin und man suchte natürlich den Anschluss an die katholische Gemeinde, die es da schon gab.
00:16:52: Wenn es einen Bereich war in dem es noch gar kein katholisches Leben gab okay?
00:16:55: Dann ist das vielleicht eine sehr stark schleses oder so debten deutsch-bruns eher schlesisch dominierende kirchengemeinde geworden, sagen wir mal so.
00:17:02: Was es immer gegeben hat, waren Sondergottesdienste.
00:17:06: Waren besondere Zusammenkünfte in denen sich die Menschen, die hier nach Niedersachsen ins Bistum Hills haben gekommen sind ihre eigenen kirchlichen Sozialisation bewusst geworden sind in der sie sozusagen vergegenwärtigt haben das sind die Schläse ertreffen Das sind die großen Treffen eben von Heimatvertriebenen wo man Gottesdienst feiert Wo man volkskirchliches Leben lebt und wo man eben natürlich auch schlichtweg die Traditionen der Heimat lebt.
00:17:35: Das ist etwas, was es natürlich auch gab.
00:17:37: Aber der Alltag... Der Alltag ist eben das Gemeinsame von den Anführungsstrichen einheimischen Katholiken und eben bladzukommenden Katholikens.
00:17:46: Also die Kirche der Diaspora, die Kirchen des Bistum Hildesheim in den neunzehnhundertfünfziger Jahren war eine doch durchweg offene Kirche.
00:17:59: Was nicht heißt, dass es nicht irgendwie kniesgegeben hat zwischen den einen und den anderen?
00:18:03: Das ist völlig klar!
00:18:04: Aber das war eine Kirche die offen war, die vielfältig war, wie bunt war weil natürlich alle ihre jeweiligen Traditionen mitbrachten, das jeweilige Gesang brucht, die jeweiliger individuelle oder lokal oder die sozusagen verortete heiligen Verehrung, Fräumigkeit usw.. Und das musste sich alles dann irgendwo natürlich zusammenfinden und musste sich zusammen weiterentwickeln.
00:18:29: Das ist glaube ich etwas, was nicht ganz unwichtig ist für die Diaspora und für das Miteinander von neu hinzukommenden und in Anfolgsstrichen alteingesessenen Katholiken.
00:18:39: Ein Thema, dass in anderen Gesprächen immer wieder aufkommen, also das Thema vertriebenen Gemeinden und deren Neubeginn... war, ist immer auch der Kirchen-Neubau.
00:18:50: Das muss ja dann damals natürlich auch ein Thema gewesen sein, wenn so viele neue Menschen kamen.
00:18:54: Die mussten ja auch irgendwo ihren Gottesdienst feiern
00:18:56: können.".
00:18:57: Der Kirchenbau ist in den nineteenhundertfünfziger, sechziger und siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts bei uns in dem Bistum erheblich gewesen.
00:19:06: Schon unter Bischof Josef Godard Machens, neunzehntetvierendreißig bis sechsundfünftig und dann im besonderen Weise untersammt nachfolge Heinrich Maria Janssen also hat siebenfünfzig bis neunzehnhundertzweiundachtzig, ist eine unglaublich hohe Zahl an Kirchen neu errichtet worden.
00:19:22: Sowohl am Kirchen, das musste man glaube ich an der Stelle auch mal dazu sagen als auch an dazugehörigen Begegnungsorten weil da wo eine Kirche gebaut wird, wurde in den fünftiger, sechziger, siebziger Jahren gleichsam automatisch auch ein Gemeindezentrum gebaut.
00:19:38: Weil wir reden auf der einen Seite über Kirche und wenn wir das fortkirchen im Mund nehmen dann denken an Gottesdienst, an Liturgie und Weichte.
00:19:47: All diese Sachen.
00:19:48: Dazu gehört aber natürlich immer auch das kirchliche Leben, das gemeintliche Leben.
00:19:53: Dafür braucht es noch mal einen anderen Raum.
00:19:55: Das ist eben das sogenannte Gemeindezentrum was auch immer mit dazu gebaut worden ist bis auf ganz wenige Ausnahmen wo das aus welchen Gründen nicht möglich gewesen ist.
00:20:05: Bei Kirche mehr ist als... Das ist auch ein bisschen schwierig jetzt auszudrücken, natürlich.
00:20:13: den Vollzug des Gottesdienstes, des Ziteilnahmes am Gottesdienste, die Teilnahme an den Sakramenten.
00:20:19: Es gehört immer auch dazu, die Vergegenwärtigen das Gemeinsame, dass sich begegnen mit den anderen Gemeindemitgliedern und natürlich dann das Ausstrahlen, das Tragen, das Leben aus dem Glauben im Alltag.
00:20:32: Also Kirchenbau ja sehr viel gleichzeitig auch die Nutzung eben evangelischer Kirchen in der.
00:20:40: Das ist etwas, was bei uns in der Diözese diese zwei drei Jahrzehnte massiv ausgezeichnet hat und vielleicht auch noch Einsatz.
00:20:49: Auch deswegen natürlich stattfinden musste weil die Zahl der Katholiken unter Katholikinnen in den fünftiger sechziger Jahren immer weiter zugenommen war.
00:21:00: Wenn es nineteen hundertsechzig sechshundertfünfund achtzigtausend Katholikan gewesen sind, sind es neunzehnhundert und Es geht also immer weiter nach oben.
00:21:18: Und wenn das der Fall ist, es ist klar dass man keine Untermietersituationen, wenn ich das so sagen darf wirklich auf lange Sicht tragen oder gehen konnte sondern dass man eben eigene Räumlichkeiten brachte Kirche plus Gemeindezentrum und Plusverhaus.
00:21:32: Das ist die Trias eigentlich die in dieser Zeit errichtet worden ist
00:21:36: Gerade diese Zeit des Wirtschaftswohners, also die späten fünf Zielerfolgende Jahre.
00:21:41: Das war auch eine Zeit wo die Architektur ein bisschen experimentierfreudig und modern wurde.
00:21:46: das heißt viele der Kirchen in ihrem Bistum sehen auch jetzt nicht unbedingt aus wie man sieht so die traditionelle Kirche mit spitzen Türmchen vorstellt.
00:21:54: Die Kirchen die im Bistüm Hildesheim gebaut wurden mussten mehrere Kriterien erfüllen.
00:22:00: dass eine Kriterie war sie dürfte nicht allzu viel kosten Weil es musste viel gebaut werden und Geld war trotz allem oder gerade deswegen, je nach Blickwinkel natürlich knapp.
00:22:10: Das ist das eine.
00:22:12: Das zweite sie mussten schnell gebaut werden so schnell wie möglich weil wenn eben Bedarf festgestellt war und Baugenehmigungsverfahren durchgelaufen waren sollte das Ganze dann doch auch möglichst rasch realisiert werden.
00:22:26: der Anspruch an die architektonische Gestaltung und auch an die Ausgestaltung, das Künstlerische, das Innenmoment sind wir so ein bisschen in den Hintergrund gerückt.
00:22:37: Was für das Pistomell ist sein wie verschiedene andere Dealzösen, die eine erhebliche Veränderung oder eine erhäbliche Zunahme ihrer Mitgliederzahl in diesen Jahren erlebt haben?
00:22:47: Auch typisch wahr ist der Umstand dass man relativ viele Fertigteilkirchen produziert hat und umgesetzt hat.
00:22:54: es gab verschiedene Typen dafür Und das führt dann eben dazu dass sich relativ viele Kirchen bei uns in der Diözese doch sehr ähnlich sehen.
00:23:03: Manchmal, wenn man nicht genau hinschaut gar nicht weiß ist das nur da oder ist es dort?
00:23:08: Wobei auch da natürlich unsere neuzeitliche Überheblichkeit immer so ein bisschen eingehegt wird.
00:23:13: Wir haben auf drei Kirchen aus dem neunzehnten Jahrhundert Wenn man nicht Genau hinschaute Sehen die auch genauso aus.
00:23:19: also Das hat's immer gegeben würde ich damit sagen Dass man gute praktikable Entwürfe Nicht nur einen Ort realisiert hat sondern auch anders in den Sechziger-Siebzigerjahren eben im besonderer Weise durch diese Fertigteilkirchen, die einfach eben auch schneller realisiert werden konnten.
00:23:35: Im neunzehnten Jahrhundert war das ein bisschen anders gewesen.
00:23:38: Was man vielleicht auch noch sagen kann zu diesem Thema Fertigteilkirche und Schnelles bauen
00:23:44: usw.,
00:23:45: Die Pastoralilinie ist natürlich dabei gewesen.
00:23:49: Die Kirche des Gemeindezentrum sollte möglichst nah bei den Menschen seien, die in irgendeiner Weise vielleicht eine Beziehung zu ihnen aufbauen sollten.
00:23:58: Also Kirchen nahe bei den menschen kurze Wege.
00:24:01: Ein Pastoralkonzept das wir bei uns im Bistum allerdings auch schon in den Neunzelhundertzwanzigern dezidiert entwickelt und dann auch versucht haben zu leben umzusetzen.
00:24:10: Dass das eine... Das zweite was dazu gesagt werden kann ist dass man bei diesen Fertigteilkirchen eigentlich Art von Provisorium im Kopf hatte.
00:24:22: Also die meisten Kirchen, die gebaut worden sind in diesen Jahren hatten ein eminentes Verfallsdatum und man die Unterlagen, ja die Urkunden, die Brief teilweise auch die Grundsteine also die grundlegenden Dokumente zu den verschiedenen Kirchbauten sich anschaut findet mal immer wieder den Hinweis dass sie gebaut worden ist für eine Zeit von dreißig jahren das heißt kirche hat oder man hat damals der hildessar bis zum Leitung Irgendwie gedacht, wir wissen nicht wie es weitergeht.
00:24:53: Vielleicht geht das ja nicht immer so weiter dass wir immer mehr brauchen und immer mehr bauen müssen.
00:24:58: vielleicht kommt eine Zeit in der eher der Rückbau angesagt ist womit ich eigentlich natürlich dann jetzt auch in der Gegenwart bin weil Kirche jetzt ja egal ob evangelisch oder katholisch egal ob in die Astroa oder den katholischen Kernregionen wenn man den Begriff so verwenden darf geht's ja eben faktisch doch um einer Reduzierung weil eben die Zahl derer, die das Angebot von Kirche, die Windung zu Kirche doch massiv zurückgegangen ist und zurückgeht.
00:25:24: Also die Fertigteilkirchen-Haltbarkeit – dreißig Jahre.
00:25:27: Taktisch ist allerdings das nicht eingehalten worden, meist davon am weit weit mehr Jahre auf dem Buckel!
00:25:35: Als Kontrast zu diesem Fertigebau-Teilkirk kann man dann ja auch die Rekonstruktion des Domes in Hildesheim sehen Auch im Vergleich zu den allgemeinen Zerstörungen, die in Deutschland während des Zweiten Weltkriegs angerichtet wurden.
00:25:52: Ja schon dann doch sehr stark getroffen und zerstört wurde und ja nahezu fast neu errichtet wurde.
00:25:58: Da ist man denke ich da nicht mit Fertigbauteilen rangegangen?
00:26:02: Nee der Hillis-Hamadoum hat keine Fertighbauteile erfahren also.
00:26:05: Der Hillis Hamadoume ist im März nineteenhundertvierzig eigentlich vollständig zerstören worden.
00:26:10: Es ist ein Flügel stehen geblieben Und es war nach nineteenhundertvierzig, sechsundvierzzig so ein bisschen die Grundüberlegung der Alliierten der Besatzungsmächte.
00:26:20: Ob das eine gute Idee sei den Dom an der Stelle wieder zu errichten?
00:26:24: Das hat ja politische Gründe.
00:26:25: aber man hat dann doch sehr schnell gesehen da sollte durchaus gemacht werden.
00:26:29: Es gab dann einen langen Prozess des Suchens und Findens wie dieser Domen wiedererrichtet werden sollte.
00:26:35: Man hat's dann faktisch eigentlich wenn ich dazu sagen darf in einer eher historischen Art und Weise getan.
00:26:42: Inzwischen war der Dome wieder aufgebaut.
00:26:49: Auf den Grundpfeilern mittelalterlicher Überlieferung, auch in der Struktur eben mittelalterlicher und neuzeitlich überliefern.
00:26:56: Eine zehnjährige Bauzeit.
00:26:59: Den Dom gut wiederaufzubauen ist natürlich eine wichtige und ich glaube auch eine gute Entscheidung gewesen.
00:27:10: Man braucht natürlich Zentren.
00:27:11: Kirche braucht immer irgendwie und irgendwo zentrale Punkte, also es geht nicht nur dezentral sondern man braucht auch bestimmte Orte die eine besondere Bedeutung haben und das hat natürlich die Kathedralkirche, das hat die Bischofskirche Das hat die Kirche des Dunkelbittels gar keine Frage und dort geht vieles aus und deswegen muss diese Kirche natürlich auch in einer besonderen Weise wieder aufgebaut werden.
00:27:37: Das war ein Schaltjahr letztlich in der Hildesammer-Diozusahngeschichte.
00:27:43: Durch die Domweihe, dem März, dann dadurch, dass nach dieser Domweiha eine Vielzahl von Wallfahrten aus allen Bereichen, allen Teilen des Bistums zum Dom durchgeführt wurde – bei denen auch noch einmal die alteingesessenen Hildessammerdiozusahn und die Heimatvertriebenen Katholikinnen und Katholiken zusammen sich auf den Weg gemacht haben, nach Hildesheim gefilgert sind.
00:28:11: Hier Gottesdienst gefeiert, hier wieder noch andere Gemeinden, andere Katholikerinnen und Kategorien kennengelernt haben dann eben wieder entsprechend nach Hause gefahren sind.
00:28:21: also dieses Jahr neunzehntzig war so ein Öffnungsjahr für die Kirche von Hildessheim dem relativ rasch dann ein zweites ja öffnungss Jahr gefolgt ist.
00:28:33: hat hier in Hildesheim der Deutsche Katholikentag stattgefunden, unter dem Motto Glauben Dankendienen und unter der Überschrift Der Katholiken Tag an der Zonengrenze.
00:28:45: Also nochmal die Weitere, die Asperer in irgendeiner Weise mithin den Blick nehmen.
00:28:49: Ein Katholiktentag, der sehr viel geöffnet hat innerhalb unserer Kirche, der gut nach vorne schaut auf die konfessionellen Realitäten, die es eben damals auch schon gab.
00:29:02: Es gab katholische und evangelische Christinnen und Christen.
00:29:06: Und man musste sich in irgendeiner Weise miteinander barappeln.
00:29:09: Also in einem Uferstand natürlich – die Yukomene an einem bestimmten Punkt auch im Katholikentag im Mittelpunkt – es gab Begegnungen zwischen dem Leiter des Einheitssekretariats, des Vatikanens Kardinal Bea mit dem Hannoverischen Landesbischof Lilia Hannover als die Zentrale des Protestantismus in Deutschland.
00:29:29: Die beiden haben intensiv miteinander gesprochen und wie bei so vielen Gegebenheiten ist eben auch dieses Gespräch, dieses sich persönliche Begegnen ein großer Türöffner gewesen im Blick weiterer ökumenische Öffnung auf das weitere ökumänische Miteinander keineswegs nur bei uns sondern zumindest in Deutschland insgesamt.
00:29:50: also dieser Katholikentakt neunzehntsechzig hat eine große Bedeutung gehabt von Motor für die Katholikinnen und Katholiken bei uns gewesen, in der Kirche zu sein.
00:30:02: Und auch ein Faktor wo man gemerkt hat wir gehören zusammen!
00:30:06: Ich glaube das für Kirche, für Gemeinde, für Miteinander auf dem Wegsein in der Nachfolge Christi wichtig ist dass man merkt dass man nicht alleine unterwegs ist sondern dass man in Gemeinschaft unterwegs ist.
00:30:18: Und zur Gemeinsschaft gehört eben auch dass man erfährt es sind Am Sonntag links und rechts und vor und hinter mir in der Bank sitzen, sondern es sind noch viel mehr Menschen.
00:30:28: Also dieses Erlebnis von großer Gemeinschaft ist mit Sicherheit sehr wichtig und ist eben für das Bistum Hildesam im Jahr neunzehnhundertsechzig gerade zugreifbar gewesen.
00:30:41: Und dass dann daran anschließt Zweite vaticanische Konzil, dieses große Adjournamento der katholischen Weltkirche.
00:30:48: Dieses öffnen Türen und Fenster auf und frischen Winter reinlassen – das ist dann natürlich eine ganz wunderbare Fügung, weil dort eben weiter intensiv nachgedacht wurde wie kann Kirche gelingen mit vielen sehr überlegten Dokumenten die Struktur des kirchlichen Seins, die Grundelemente des christlichen Glaubens?
00:31:11: nicht nur benannt hat, sondern auch Wege aufgezeichnet wie ganzes dieselbiges umzusetzen ist.
00:31:17: Also das waren wichtige Momente und ich lege noch einen dazu nach dem zweiten Vatikanum und dass es ähnlich wie die Synode, von der ich vorhin schon so ein klein wenig gesprochen habe, hat es bei uns wieder eine Diözesan-Synode gegeben, die versucht hat, die Beschlüsse des zweiten Vatekanums zu übersetzen in unsere Ortskirche.
00:31:43: Also das zweite Vatikanum hat ja eben dieses Modell von Kirche gedreht, indem es ihm gesagt hat die Basis von Kirchen ist keineswegs... also wir haben dieses Dreiecksmodell ne?
00:31:55: Der Papst an der Spitze und die Gläubigen unten als der Boden.
00:31:59: aber das vatikanische Konzil dreht das Bild.
00:32:02: bisher war das Dreieck mit der Spitzen nach unten.
00:32:05: Das zweite vatikkanische Konzildreht dieses Bild eingehend dass die Basiss die Gemeinschaft aller Getauften ist, also alle Christinnen und Christen.
00:32:13: Alle Katholiken oder Katholiken.
00:32:14: Und dann entwickelt sich das kirchliche Sein eben in bestimmter gestufter Beuge.
00:32:19: Das ist völlig klar!
00:32:21: Aber diese Hildesheimer-Diozesanen-Synode in nineteenhundertsechzig hat eben die Übersetzung der vatikanischen Beschlüsse versucht und auch in manikfacher Weise erreicht, hat festgestellt dass man Kirche in der Welt ist nicht gegen die Welt sondern in der Welt.
00:32:40: Und dass man eben das Christsein wirklich nicht auf den Sonntagsgottesdienst, auf dem Empfang von Sakramenten reduzieren darf, sondern dass man versuchen muss aus diesen Glauben herauszuleben und Welt mitzugestalten.
00:32:53: ist es auch die politische und gesellschaftlich und diagonische strichkaritative Verantwortung von Christen in der Welta?
00:33:01: den Nächsten zu sehen könnte man jetzt natürlich dann nochmal ganz einfach sagen Und das ist eben über die Synode mit der Nade, mit dem man sich nochmal dieses gemeinsamen Glaubens versichert hat und in der man noch einmal darauf hingewiesen hat und festgestellt hat, dass man versuchen muss gemeinsam Christ zu sein.
00:33:28: Letztlich zwei Farben, die sich nur in der Normisierung unterscheiden.
00:33:33: Ja,
00:33:34: wir haben jetzt sehr positiv über das zweite Vatikanum gesprochen.
00:33:38: aus der heutigen Sicht.
00:33:39: Wurde das denn damals in dieser Dioasbora-Situation, wo sich alle noch irgendwie empfinden waren auch so positiv aufgenommen dass sich jetzt die Strukturen alle ändern?
00:33:48: Ich glaube schon, dass das zweite Vaticanum und auch diese Hildesheimer Diözäsansynode viele Menschen in den Sechzigerjahren erreicht hat weil es eine große Suchbewegung gewesen ist.
00:33:58: also wenn man auf die gesellschaftliche Situation schaut Es hat sich viel verändert in den sechziger Jahren, also die Welt wird anders.
00:34:05: Das kann man an ganz vielen Beispielen festmachen.
00:34:08: das ist kein ganz lapidar und ganz simpel dass es so etwas wie der Fernseher der Einzug-Helg in die Wohnzimmer, das Farbfernsehen, die erste Mondlandung, die Studentenunruhen?
00:34:18: Die Situation, dass sogenannte Gastarbeiter nach Deutschland kommen in erheblicher Zahl und und und... Also der Muffos tausend Jahre unter den Talaren also die studentenwollte.
00:34:29: Es ist eine Zeit in der unglaublich viel aufbricht, in der sich unglaublich viele verändert.
00:34:35: Und das eben auch viele Menschen gegeben hat christlicher Verordnung, kirchlicher Verordnungen die sich eben auch gefragt haben so und was machen wir jetzt eigentlich?
00:34:44: verändern wir uns nicht?
00:34:46: Große Veränderung schlichtweg natürlich die Veränderungs des Gottesdienstes, die Neuausrichtung des Altares Der sogenannte Volksalter, der Priester, der die Eucharistie feiert nicht mehr mit dem Rücken zum Volk hingewendet zu Gott.
00:35:01: So ist es ja im Vorherrigen gewesen sondern jetzt eben zum Volkin ist eine wichtige Veränderung.
00:35:07: damit dann auch einhergehend überhaupt die Veränderungen des Gottesdienstes, der Wegfall des lateinischen in den Gebeten des Gottes Dienstes bis auf einige Gottesdienste also auf gut deutsche Verstehensfähigkeit die sich da massiv verändert und eben auch das Mitfeiern des Gottes Dienstes der Gläubigen, an dem was der Christa in der Eucharist-Teefeier im besonderer Weise natürlich kombiniert.
00:35:31: Also das rückt ganz viel zusammen.
00:35:33: und das was theologisch auf den Vatikanern gedacht worden ist wurde auch durch die hildesame Teilnehmer des Konzils Weihbischof Einrich Barobiog und Beshof Einrich Maria Jansen ins Volk hineingebracht.
00:35:48: Das Konzil hat ja nicht durchgängig getagt von uns in der Sechzig bis Fünfeinsechzig, sondern das sind verschiedene Phasen gewesen und Einheiten, Arbeitseinheiten gewesen zu denen man im Rom zusammengekommen ist.
00:36:00: Und zwischen diesen Sitzungsperioden sind die beiden regelmäßig in der Diözese unterwegs gewesen und haben von dem erzählt was man in Rom gerade überlegt wie man Glauben neu definieren kann, wie man ihn neu in Worte fassen kann Verstehbar machen kann, wie man ihn übersetzen kann eben ins zwanzigsterhundert.
00:36:19: Das ist glaube ich ein wichtiges Moment gewesen und wurde von vielen auch sehr gut angenommen.
00:36:25: Und setzte sich dann eben fort.
00:36:27: in dieser Hildesheimer-Diocesan-Synode auf der dann überraschenderweise und glücklicherweise auf einmal nicht nur Kleriker vertreten waren sondern auf der auch Leyen vertrenten waren Der Hildesheimer Synod, der Achtundsechzig-Neunundsechszig waren Männer und Frauen als stimmberechtigte Teilnehmer dabei.
00:36:49: Das war ein Novum oder ist ein Novuum in der Kirchengeschichte nicht in der Diözosang-Geschichte nur sondern wirklich in die Kirchengeschichte.
00:36:56: Geoff Yansen musste für diese Möglichkeit dass Frauen und Männer als vollstimmberechtigte Mitglieder an der Synode teilnehmen einen Weg mit Rom finden gab es einen umfangreichen Briefwechsel wo dargelegt wird, wieso und weshalb.
00:37:12: Warum das eben so sein sollte?
00:37:14: Bezieht sich immer auf das Konzil darauf, dass wir alle getauft sind und dass wir vollgötige Mitglieder dieser Kirche sind.
00:37:21: Und daraus wird dann abgeleitet wenn das so ist.
00:37:24: Dann kann es nicht sein, dass auf einer Synode nur die Klärika darüber befinden wie sich die Kirche vor Ort die Ortskirche ausrichten muss sondern da müssen die anderen auch dabei sein.
00:37:36: Das ist modern.
00:37:36: inzwischen stützen wir nicht mehr darüber Synodalen Weg anschauen.
00:37:42: Haben wir uns daran gewöhnt, selbstverständlich daran gewohnt, dass da keineswegs nur bisschen von Priester vertreten sind sondern auch Lein also nicht geweihte Frauen und Männer aber in nineteen sechzig neunundsechzig war das ein Novum.
00:37:57: Das macht die Synode glaube ich sehr wichtig ist übrigens dann auch noch ein Ein Türöffner gewesen für die gemeinsame Synode der Bistümer in der Bundesrepublik Deutschland.
00:38:09: wo man dann auf diese hildesame Erfahrung zurückgreifen konnte, sodass da das gesamte Prozedere eigentlich schon normal war.
00:38:18: Drei, vier Jahre später aber angefangen im Kleinen in einer kleinen Diaspordöse.
00:38:24: Sie haben jetzt mehrmals Heinrich-Maria Janssen als Bischof erwähnt und die Sechstiege, siebziger, achtziger – das ist in den letzten Jahren immer wieder offenbar geworden – war auch leider eine Zeit, in der aus der Katholischen Kirche hinaus Sexualer Missbrauch an Minderjährigen geschah.
00:38:40: Und auch das ist ein Thema, dass in Hildesheim relevant war und auch inzwischen Teil von Untersuchungen ist.
00:38:47: Da bin ich auch sehr gespannt was Sie uns dazu eben in dieser Jaspora Gemeinde schildern können.
00:38:53: Das Thema Missbrauchs in der katholischen Kirche sexualisierte Gewalt und sonstige Gewalt ist natürlich allgegenwärtig.
00:39:00: seit Jahrzehnten Seit dem Bekanntwerden des Missbrauchs im Kanisius-Kolleg in Berlin treibt, dass die katholische Kirche in Deutschland insgesamt in unglaublich intensiver Weise umut.
00:39:11: Und das auch gleich zu sagen – Das ist noch gut und richtig so!
00:39:14: Dass es uns als Kirche so umtreibt.
00:39:18: Bist du Mildesheim?
00:39:20: Ist die Situation glaube ich nochmal in besonderer Weise schwierig?
00:39:28: Weil Bischof Heinrich Maria Jansen eben Nicht nur in die Reihe der Bischöfe seiner Zeit gehört, die nach Bekannt werden von Missbrauch durch einen Priester oder durch einen sonstigen Mitarbeiter der Kirche.
00:39:42: In irgendeiner Weise gesagt haben okay wir versetzen dich mal von A nach B und du tust das jetzt aber auch nicht mehr sondern Heinrich Maria Janssen ist dass haben Studien ergeben intensive Untersuchungen die bei uns in der Diözese durchgeführt worden sind.
00:39:56: Wir sehen selber Missbrauchtäter Und vor dem Hintergrund ändert sich natürlich auch die Sprache und das Denken über Bischof Heinrich Maria Janssen in unglaublicher Weise.
00:40:08: Es ist so ähnlich wie das, was ich eben zum Vatikanum gesagt habe, wo diese Pyramide von der Spitze auf die umgedreht worden ist und eben jetzt mit der großen Breitenfläche auf den Boden steht.
00:40:20: Heinrich-Maria Jansson, wenn wir bisher bis twenty fünf sind da sind die Sachen aufgeploppt.
00:40:26: Wenn wir bis dahin von zwar Heinrich-Maria Janssen gesprochen haben, war er immer die unbestrittene Lichtgestalt des bis zum selben Zeit.
00:40:33: Derjenige der rund dreibundert Kirchen hat bauen lassen, der Kindergärten gebaut hat, der dafür gesorgt hat dass Kindergärtn entstehen, der Gemeindezentren auf den Weg gebracht hat und der die Ökumenie geöffnet hat.
00:40:45: Na weil dem Menschen war usw.
00:40:49: Diese Rede dieser Sprechung von Heinrich Maria Jansen ist so nicht mehr möglich!
00:40:54: Es muss dazu gesagt werden, und ich bin der Meinung es muss am Anfang dazugesagt werden wenn man über Heinrich Maria Janssen spricht.
00:41:02: Es muss dazugesagt werden welch furchtbare Rolle, welch Furchtbares tun mit ihm verbunden ist mit seiner Person im Zusammenhang mit Missbrauch.
00:41:14: Der einen Seite eben das allerfurchtbarste was es überhaupt gibt individueller persönlicher eigener Missbraucht glaubhaft überprüft und nachgewiesen ist.
00:41:24: Und auf der anderen Seite natürlich auch seine Politik, was ich eben schon kurz angesprochen habe des Versetzens von Kristern die Missbrauch betrieben haben statt sie aus dem Dienst zu entfernen und ihren jeglichen weiteren Kontakt mit Kindern und Jugendlichen zu verbieten, zu verunmöglichen im wahrsten Sinne des Wortes.
00:41:43: also das ist sehr schwierig.
00:41:46: Terminadiözöse Hildes haben zwei Studien bereits abgeschlossen zum Thema Missbrauch bzw.
00:41:52: in besonderer Weise auch zu Bischof Heinrich Maria Janssen.
00:41:55: Im Moment ist eine dritte Studie im Laufen, sie ist jetzt ein knappes Jahr In sich bewegen im Laufend diese Studie und im Frühjahr zwanzig siebenzwanzig sollen die Ergebnisse vorgelegt werden.
00:42:09: Die dritte studier wird auch noch einmal auf die zeit und das tun von Heinrich maria jansen schauen.
00:42:15: Die vorherige Wissenteilin, der Bericht ist im Internet einsehbar.
00:42:19: Wissenteilen hat Hans-Rich Maria Janssen sehr große Aufmerksamkeit gewidmet weil insbesondere seine Amtszeit eben angeschaut worden ist und so ein bisschen natürlich auch der Frage ist wenn wir einen Bischof haben der selbst als Missbrauchstäter überführt worden ist.
00:42:34: hat das in irgendeiner Weise dazu geführt dass die Zahl der missbrauchenden Priester der Diözösin nochmal exorbitant höher ist als den anderen Diözösen?
00:42:43: Das ist nicht der Fall.
00:42:45: Also die Quote in Anführungsstrichen ist immer ganz furchtbar, wenn man diese Thematik hat.
00:42:50: Die Quote ist gleich zu dem was wir in den anderen Bistümern haben.
00:42:54: Aber wie gesagt das Sprechen über Heinrich Maria Janssen ist sehr schwer und der Umgang damit auch sehr sehr schwer.
00:43:01: Vielleicht auch damit zusammenhängen dass es auch schwierig zu sagen ist das was sie im Laufe des Gesprächs auch schon angedeutet haben die katholische Kirche immer weniger Mitglieder und immer weniger aktive Mitglieder.
00:43:16: Sie haben ja schon erwähnt, dass die Teil-, die Fertigteikirchen auch eigentlich nur auf dreißig Jahre angelegt waren.
00:43:23: Und jetzt sind wir eben heute angelangt.
00:43:27: Wie sieht denn die über noch ehemalige Diaspora-Gemeinde Hildesheim heute aus?
00:43:34: Während auch die Kirche von Hildessheim ist keine Kirche, die wächst zahlenmäßig wächst!
00:43:40: Die Zahl der Mitgliedern des Bistumsildes sagen, geht kontinuierlich zurück.
00:43:43: Das ist so wie überall!
00:43:46: Es ist aber keine Kirche die in irgendeiner Weise den Kopf in den Sand steckt sondern Kirche das Bistum... ...die Menschen in den Gemeinden und auch die Bistumpsleitung sagen okay dann packen wir es eben an.
00:43:58: man muss auf andere Art-Türcher sein Man muss auf anderer Art und Weise versuchen auf diesen Weg auf dieser Spur in der Nachfolge Jesu Christi zu bleiben.
00:44:07: Das is' das Wichtige.
00:44:08: Problematik ist dabei, dass man viele Sachen aufgeben muss.
00:44:12: Nicht zuletzt vielleicht sogar zu förderst viele Gebäude weil man sie einfach nicht mehr unterhalten kann beziehungsweise weil man Sie nicht mehr braucht.
00:44:20: eine Kirche in der meinetwegen alle zwei oder drei Wochen Gottesdienst gefeiert wird und die ansonsten leer steht.
00:44:27: ich glaube da kann man durchaus ein Fragezeichen machen ob das ein sinnvolles Invest ist.
00:44:32: natürlich immer gut wenn man einen Ort hat an dem man beten kann.
00:44:36: Kirchen sind auch im Normalfall offen, aber das kann nicht auch woanders um es mal so auszudrücken.
00:44:41: Also es gibt erhebliche Reduktionen.
00:44:44: bezüglich der Gebäudesituation des Bistumsillis haben wir völlig klar und ansonsten muss vieles andere auch ausprobiert werden wie man Kirche bleiben kann.
00:44:52: dazu gehört auch dass man wieder lernen muss auch ohne Priester Gottesdienst feiern zu können.
00:44:59: Die Zahl der Geistlichen nimmt rapide ab in ganz Deutschland, wenn man sich die Statistik wie die Deutsche Bischofskonferenzierung jedes Jahr vorliegt.
00:45:06: Wenn man sich anschaut ist das eine sehr eindeutige Falllinie, die man da nachzeichnen kann.
00:45:12: Die gilt für unsere Diözöschen in derselben Weise wie für die meisten anderen.
00:45:17: Das heißt aber dann dass man ihm auch sehen muss was können die Gläubigen sie wieder selbst mehr übernehmen?
00:45:22: Dann sind wir beim zweiten vatikanischen Konzil bei dieser Gemeinschaft getauft und beim Auftrag an uns alle aus dem kleinen Wörtchen wieder, das ich eben gebraucht habe.
00:45:31: Dann können Sie schon erkennen, dass es dadurch auch Andockmöglichkeiten gibt und uns vielfach verlassen, wenn Kirche darauf geistlich, liturgisch, sakramental, pastoral betreut zu werden.
00:45:48: Das funktioniert aber nicht mehr!
00:45:50: Wir müssen das selber tun, wir müssen selber aktiv werden als Christinnen und Christen in dieser römisch-katholischen Kirche gerade auch in der Diözeseel ist, das tun wir hier glaube ich auch ganz guterweise.
00:46:01: Und nochmal wieder wenn ich in die sechziger Jahre zurückdenke also die Zeit in der Ich groß geworden bin und in der ich als Messdiener unterwegs gewesen bin Frühwottesdienst um siebenhund dreißig am Werktag vor der Schule usw.
00:46:16: kann mich gut erinnern dass ich da teilweise kräftig drüber geschmutzelt habe, dass vor diesem sieben hundertreißig Gottesdienst oder auch sechshundert reißig im Sommer etliche Frauen in der Kirche gesessen haben und gemeinsam den Rosenkranz gebetet haben.
00:46:31: Ich habe das nicht verstanden, ich hab gedacht was für einen Unsinn!
00:46:34: Ist ja schon toll dass sie zum Gottesdienst kommen ne?
00:46:36: Und dann beten sie noch vorher.
00:46:38: Und ich habe lange gebraucht bis sich verstanden habe, dass es in den Sechzigern Jahren sind, Siegern Jahre eine, wie soll ich sagen, eine Kultur des gemeinsamen Betens gegeben hat die wir jetzt im Moment kaum haben, die wir wieder finden müssen.
00:46:54: also wir müssen lernen an bestimmten Orten.
00:46:58: Es müssen keine Kirchen sein, wir haben bei uns in der Diözese dafür auch den Begriff Segensorte ganz bewusst weil es kann auch ganz woanders sein.
00:47:05: Es können Kindergarten sein, kann Altenheimen sein, kannst auch irgendwo draußen unter der Kanalbrücke sein, wo man sich trifft und einfach gemeinsam Gott anschaut sagen was mal so.
00:47:16: also wir müssen lernen dass diese das es andere Formen gibt wie man Gottesdienst begehen kann Gemeinsam beten, dazu brauche ich keinen Priester.
00:47:24: Dazu brauche auch nicht unbedingt die Eucharistie der natürlich toll ist und wichtig ist gar keine Frage.
00:47:29: aber Ich glaube da können wir viel lernen wenn wir wieder zurückschauen.
00:47:33: also gewisse Ritualisierungen sind gar nicht mal so verkehrt und sie helfen einem klarzukommen Wenn sich bestimmte andere Dinge verändern.
00:47:43: also Wir sind in einem massiven umbruch Und heißt das Zukunftsräume.
00:47:48: Das ist das große Projekt, dass hier bei uns gefahren wird jetzt seit etlichen Jahren schon.
00:47:53: Zukunftsräume war es eben darauf hindeutet, dass wir die kleine Einheit von Pfarai-Fusionen haben wir auch gehabt.
00:48:00: nach zwanzig drei, zwanzich vier sind vier fünf Pfarain und Schnitt zusammengelegt worden zu einer neuen größeren Pfarrei.
00:48:07: aber das reicht eben auch nicht aus.
00:48:09: Zukunftsaum heißt, dass man noch weiter noch größer denkt.
00:48:13: ich glaube da sind zwei Begriffe drin in diesem Wortparty das einfach gut ist.
00:48:17: Das eine ist, es braucht einen bestimmten Raum.
00:48:20: Es braucht ne Verordnung und das andere ist Zukunft.
00:48:24: Und Zukunft heißt dass ich mich vom gestern und von heute lösen muss wobei ich der festen Überzeugung bin, dass sich nur dann Zukunft finden kann und gut finden kann wenn ich sowohl das Heute verstehe und den Blick habe und da meine beiden Beine auf dem Boden habe und das Gestern kenne.
00:48:44: Allein sonst Klinge ich das nicht hin?
00:48:48: Ich brauche die Verordnung in der Entwicklung im Herkommen, ansonsten klappt es nicht.
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