X-070: Die Entdeckung des Aussterbens - wie man herausfand, dass sich die Welt ändern kann, mit Dr. Daniela Haarmann
Shownotes
Ressourcen
Link zum Bild Duria Antiquior von Henry de la Beche mit zusätzlichen Informationen
Literatur: Cadbury, Deborah. Terrible Lizard: The First Dinosaur Hunters and the Birth of a New Science. Henry Holt and Company, 2002. Fleetwood, Lachlan. Science on the Roof of the World Empire and the Remaking of the Himalaya. Cambridge University Press, 2022. Maddox, Brenda. Reading the rocks: how Victorian geologists discovered the secret of life. First U.S. edition. Bloomsbury, 2017.
Verknüpfte Folgen
Charles Darwin, The Descent of Man (1871/74) (22.09.2024)
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Die Episoden werden thematisch und nicht nach Erscheinungsdatum nummeriert. Für einen chronologischen Durchgang zur europäischen Geschichte sollten die Episoden nach Namen sortiert werden. Unten in den Shownotes findet ihr die Liste der einzelnen Kategorien!
schwarze0fm hatte als Hobbyprojekt begonnen - inzwischen habe ich aber durch Auftragsproduktionen und Crowdfunding die Möglichkeit gewonnen, mehr und bessere Folgen für Geschichte Europas zu produzieren. Das Prinzip "schwarze Null" bleibt - die Einnahmen werden verwendet, für mich Rahmenbedingungen zu schaffen, den Podcast zu betreiben und weiterzuentwickeln. In dieser Folge habe ich das ausführlich erklärt.
This episode of "Geschichte Europas" by schwarze0fm (Tobias Jakobi) first published 2026-09-14.
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Kategorien
Die Namen der Podcast-Folgen beginnen mit dem Schema „Buchstabe-Dreistellige Zahl“. Der Buchstabe steht dabei für die thematische Kategorie (die auch im Untertitel der Folge zu finden ist). So kann, zumindest für die Buchstaben B bis U, durch alphabetische Sortierung ein chronologischer Ablauf der Folgen dargestellt werden.
Die Kategorien der Episoden sind wie folgt:
- A = Epochenübergreifende Themen
- B = Geologische Geschichte
- C = Vorgeschichte und Altsteinzeit
- D = Mittel- und Jungsteinzeit
- E = Die Metallzeiten
- F = Griechische Antike
- G = Römische Antike
- H = Das Frühmittelalter
- I = Das Hochmittelalter
- J = Das Spätmittelalter
- K = Erste Europäische Expansion
- L = Der Weg in die Neuzeit
- M = Reformation und Glaubenskriege
- N = Absolutismus und Aufklärung
- O = Zeitalter der Revolutionen
- P = Nationalismus und Imperialismus
- Q = Erster Weltkrieg
- R = Zwischenkriegszeit
- S = Zweiter Weltkrieg
- T = Kalter Krieg und Europäische Einigung
- U = Nach dem Kalten Krieg
- V = Europa aktuell
- W = Epochenübergreifende Biographien
- X = Geschichtswissenschaft und Erinnerungskultur
- Y = Quellen
- Z = Meta/ Podcast
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00:00:00: Paradebeispiel ist natürlich der Dodo, die Ende des siebzehnten Jahrhunderts durch menschliche Bejagung.
00:00:05: Aber auch natürlich durch invasive Arten, die dem Menschen mitgebracht haben nach Mauritius komplett ausgelöscht wurde.
00:00:13: Was ist passiert?
00:00:14: Dreißig Jahre später hielt man den Dodo für ein Fabelwesen!
00:00:18: Man hat nicht glauben können dass dieses Tier heute aussterben kann.
00:00:21: Das war sehmannskarn.
00:00:23: Dass diese Leute oder die Seefahrer, die nach Maurizis gefahren sind und gesagt haben, oh wir haben noch ein Dodo gesehen.
00:00:30: Dreißig Jahre später fuhr man wieder nach Mauritzis kein Dodo mehr da.
00:00:34: Logische Erklärung, seeing is believing not seeing ist not believing.
00:00:39: den Dodo gab es nie.
00:00:40: das haben sie sich einfach ausgedacht genauso wie sie sich auch andere Monster vielleicht ausgedachten haben.
00:01:19: In dieser Folge von Geschichte Europas spreche ich mit Dr.
00:01:22: Daniela Hammann über die historische Erkenntnis dass Tierarten aussterben und sich die Erde grundlegend verändern kann.
00:01:30: Daniela erklärt, wie die Vorstellung einer vollkommenen und unveränderlichen Schöpfung dazu führte, das Menschen
00:01:37: verschwunden Tiere
00:01:38: und unbekannte Fossilien in vertraute religiöse Deutungsmuster einordneten.
00:01:44: Sie beschreibt wie etwa Georges Covier und Mary Anning im achzehnten oder neunzehntem Jahrhundert die Vorstellungen einer unverinnerlichen Erde erschütterten und das Aussterben zu einem anerkannten wissenschaftlichen Phänomen wurde.
00:01:58: Abschließend geht es um Darwin's Evolutionstheorie, die Entdeckung des Asthoriten-Einschlags der das Ende der Dinosaurier herbeiführte und den aktuellen menschlichen Einfluss, der zu einem massiven Artensterben führt.
00:02:11: In den Show notes der Folge findet ihr Kontaktmöglichkeiten für Fragen, Feedback & Kommentare sowie Wege wie ihr mich und diesen Podcast unterstützen könnt.
00:02:19: Etwa durchspenden wir Paper und Kofi oder durch regelmäßige Beiträge über Steady und Kofi.
00:02:25: In den Show-News gibt es auch eine Liste inhaltlich verkiffter Folgen, die stets aktuell gehalten wird.
00:02:31: Daniela ist schon zum vierten Mal zu Gast und jedes mal geht das um ziemlich unterschiedliche Themen.
00:02:36: Das hängt damit zusammen dass sie sich hauptsächlich mit Wissensgeschichte befasst und Wissengeschichte kann so ziemlich alles umfassen.
00:02:42: daher war meine Frage wie kamen Sie dann ausgerechnet auf die Frage wie man sich das Aussterben erklären konnte?
00:02:49: Ich wünsche euch viele neue Erkenntnisse mit dieser Aufnahme aus dem Juli.
00:02:54: Also wie so oft im wissenschaftlichen Leben bin ich eigentlich darüber durch Zufall gestolpert?
00:03:01: Ich weiß jetzt gar nicht mehr genau wann und wo ich das gelesen habe.
00:03:06: Es war ein Buch darum, es ging um die wissenschaftliche Erkundung des Himalayas Und da ging's halt darum dass man... Dass die britischen Colonisten Mitte des neunzehn Jahrhunderts frühen zum zwanzigsten Jahrhundert auf dem Himalaya, was ja das höchste Gebirge-Welt ist, Muskeln gefunden haben.
00:03:25: Und auch Maritime Fossilien und überhaupt nicht gewusst haben, was sollten sie damit anfangen?
00:03:32: Genau!
00:03:33: Dann habe ich weiter gelesen der ganze wissenschaftliche Diskurs darum.
00:03:36: Der hat mich doch sehr fasziniert und hab dann immer weiter da reingelesen.
00:03:42: Deswegen dachte ich mir... Es könnte oder wir beiden dachten uns, es könnte eigentlich auch eine spannende Podcast-Folge sein.
00:03:50: Die Entdeckung des Aussterbs.
00:03:52: Um über die Entdecken des Ausstärbens zu sprechen müssen wir vorne damit anfangen dass die Idee zumindest im westlich europäisch geprägten Raum war das Tiere und Theater nicht aussterben können?
00:04:05: Wo kam das her?
00:04:06: wie sah das aus?
00:04:08: also ist es eigentlich ganz wichtig zu betonen Das was wir jetzt hier erzählen Ist eine Geschichte der westlichen Gelehrsamkeit.
00:04:18: Eine Geschichte, die es vor allen Dingen in Europa und dann noch später in Nordamerika stark gab, die jetzt in anderen Kulturkreisen ganz anders ausgesehen hat.
00:04:30: Und die Wurzeln liegen tatsächlich wie so oft ist einerseits in der Antike aber vor allem auch in der Bibel.
00:04:40: also die Bibel war ja eigentlich das Standardwerk, wenn es um Wissen ging über den Ursprung der Menschheit.
00:04:50: Und was steht da drin in der Bibel?
00:04:52: Gleich Anfang Gott hat die Welt in sechs Tagen geschaffen, siebter Tag hatte geruht und daraus leitete man sich ab.
00:05:02: Die Welt war nach sechs Tagen genauso wie wir sie jetzt hier vorfinden.
00:05:08: Das war ein Paradigma mit den Worten von Thomas Kuhn zu sprechen, also eine etablierte Lehrmeinung des Mittelalters und auch immer noch in der frühen Neuzeit.
00:05:20: Wenn man sich auch künstlerische Darstellung anschaut vom Garten Eden zum Beispiel Jan Brügel.
00:05:26: da frage ich mir meine Studierenden schaut euch das Gemälde an und was fällt euch auf?
00:05:31: Dann gibt es ein allgemeine Beschreibungen ja da sind Adam und Eva Da sind Bäume da sind Löwen da sind Fauen und so weiter und sofort.
00:05:40: dann frage mich aber Es fehlt etwas in diesem Gemälde.
00:05:42: Was fehlt dort?
00:05:43: Sie schauen mich immer ganz groß an und dann sage ich ihnen, was ist eigentlich mit ausgestorbenen Tierarten?
00:05:48: Die findet ihr dort nicht auf dem Gemäle!
00:05:50: Also diese künstlerischen Darstellungen geben uns oft schon einen starken Einblick darin wie Menschen in der frühen Neuzeit im Mittelalter sich den Garten eben vorgestellt haben und was sie sich halt einfach auch nicht vorstellen können.
00:06:04: Und das ist halt der dominierende Denkstil, dass was in der Bibel steht... Stimmt, natürlich ist dann auch ein bisschen so Diskuse darüber.
00:06:13: Wie kann ich jetzt wie Wort genau muss die Bibel auslegen?
00:06:16: Da werden wir wahrscheinlich heute auch noch drüber reden.
00:06:19: aber grundsätzlich kommt dieser Gedanke dass Tiere nicht aussterben können Aus diesem biblischen Paradigma wie es gerne nenne Die Welt wurde in sechs Tagen erschaffen und alle Tierarten alle Pflanzenarten und auch der Mensch Die waren halt nach sechs Tagen dort und die sind bis heute dort.
00:06:40: Und ein Aussterben ist in dieser Konzeption nicht
00:06:44: vorgesehen.".
00:06:46: Dem muss aber doch die Alltagserfahrung irgendwie entgegenstehen, ich meine das hat wir ja auch schon im Römischen Reich gehabt dass aufgrund der Gladiatorienkämpfe und der Tierkämpfer die ihnen am Viertel anstatt fanden schon ja Tierarten zumindest lokal ausgestorben waren.
00:07:02: also wie hat man denn diese biblische Idee mit der beharten Praxis eben Einklang bringen können.
00:07:09: Der Stichwort ist lokal, man hat schon beobachtet Tiere können lokal verschwinden.
00:07:15: Der Löwe in Südosteuropa wurde wahrscheinlich durch menschliche Bejagung in der Antike aber auch den Bedarf an Löwen für die ganzen Tierinszenierung und Tierhatzen im römischen Reich benötigt Lokal in Südosteuropa ausgestorben.
00:07:35: Vor man jetzt allerdings nach Afrika hat man sehr wohl noch Löwen angetroffen, diese Idee dass das Tiere weiterhin leben können und auch Leben fortbestehen müssen weil sonst würde ein Lücke in dieser ganzen Entstehungsgeschichte aufklafen.
00:07:53: die war auch schon in der Antike dominant und dann vor allen Dingen natürlich wiederum dann in diesem christlichen Weltbild.
00:08:01: Man hätte eigentlich auch beobachten können, dass Tiere vor der Nase verschwinden.
00:08:06: Einfach dadurch das der Mensch sie ausgerottet hat.
00:08:08: Paradebeispiel ist natürlich der Dodo, die Ende des siebzehnten Jahrhunderts durch menschliche Bejagung aber auch natürlich durch invasive Arten, die dem Menschen mitgebracht haben nach Mauritius komplett ausgelöscht wurde.
00:08:22: Was ist passiert?
00:08:23: Dreißig Jahre später hielt man den Dodo für ein Fabelwesen.
00:08:26: Man hat nicht glauben können, dass dieses Tier heute aussterben kann.
00:08:30: Das war sehmannskarn!
00:08:32: Dass diese Leute oder die Seefahrer, die nach Maurizis gefahren sind und gesagt haben, oh wir haben noch ein Dodo gesehen.
00:08:39: Dreißig Jahre später fuhr man wieder nach Mauritzus kein Dodo mehr da.
00:08:43: Logische Erklärung.
00:08:44: Seeing is believing not seeing ist not believing.
00:08:48: den Dodo gab es nie.
00:08:49: das haben sie sich einfach ausgedacht genauso wie sie sich auch andere Monster vielleicht ausgedachten haben.
00:08:56: Erst dann wirklich so mit Stella's Seekuh, die Mitte des achtzenden Jahrhunderts im Nordpazifik von Menschen ausgerottet wurde und der Mensch da wirklich zu sehen können wie diese paar Exemplare der Seeku.
00:09:12: Das waren schon keine hohen Stückzahlen mehr.
00:09:15: Ich glaube zweitausend haben damals noch gelebt vor den Augen ausgerotted wurden Und die Hände dieser Augen wahrscheinlich mitgeholfen haben dieses Tier auszurotten hat man dann gesehen, der Mensch kann wirklich massivst in die Natur eingreifen und eine Lücke verursachen.
00:09:33: Aber das ist halt natürlich vom Menschen gemachtes Aussterben noch kein natürliches Ausstärmen.
00:09:40: Das ist ja schon wieder was ganz anderes.
00:09:43: Jetzt hattest du die Maritimen fossilen, die Muscheln oben Himmela erfähnt?
00:09:49: Es gab auch noch rezentere Beispiele so etwas wie ... sich ein Nahwahlhorn genommen hat, gesagt das ist jetzt ein Einhornhorn.
00:09:57: Also wie ist man denn auch da damit umgegangen dass man einerseits so was eben gesagt sehen is believing?
00:10:02: Dass man Dinge sieht die man ja zunächst dann doch nicht glauben kann.
00:10:07: Die Geschichte des Ausstellungs wird dir oft damit verbunden, dass man Fossilien sich im achtzehn Jahrhundert angeschaut hat und festgestellt hat hm die Tierarten kennen wir nicht mehr aber sie sind ähnlich zu modernen Tierarten Mastodonsch Schrägstrich-Marmut zum Elefanten
00:10:23: z.B.,
00:10:23: wenn wir wahrscheinlich auch gleich noch darüber reden.
00:10:25: Fusilienfunde waren nichts Neues im Achtzehnjahrhundert, man fand Fusilian seit Jahrhunderten und Menschen haben sie ganz unterschiedlich interpretriert und auch genutzt.
00:10:36: Manchmal wurden Sie als Glücksbinger amulette verwendet, manchmal wurden sie auch gemörsert und als Heimmittel verwendete und oft landeten sie aber auch in irgendwelchen Kuriositäten.
00:10:48: Kabinetten der Enden des Mittelalters und der frühen Neuzeit.
00:10:52: Man fand natürlich auch Knochen, die riesig groß waren oder winzig klein war!
00:10:57: Und jetzt müssen wir uns an dieses Paradigma erinnern, diesen Denkstil, dieses Weltbild das man hatte im Mittelalter.
00:11:03: alles kann man von der Bibel ableiten.
00:11:06: Und wer steht in der Bibelt?
00:11:07: Es gab Riesen.
00:11:09: Jetzt findet man plötzlich diese riesigen Knochenfunde irgendwelche Höhlen Erklärungsmuster der damaligen Zeit.
00:11:18: und das liegt nicht daran, dass die Leute blöd waren oder so.
00:11:21: Sondern es lag einfach in ihrem damaligem Denkstil, dass sie gesagt haben, die einzige logische Erklärung dafür kann doch nur sein, das sind Überreste von Riesen, die hier mal gelebt haben.
00:11:32: Und das Gleiche galt halt auch für Einhörner oder auch für Drachen.
00:11:37: also dieser ganze mittelalterliche Glauben an Drachen und ein Einhörener kommt ja auch nicht von ungefähr Da sagt man, okay wir finden irgendwelche komischen versteinerten Fusilien.
00:11:50: Also Fusilian hat man sie damals nicht genannt aber da sind irgendwie... die schauen schon so aus als könnten das Drachen sein.
00:11:57: und auch bei den Einhörnern war das so dass man gesagt habe ok es gibt dieses Einhorn Man brachte einfach diese Stoßzähne von den Nahwahlen mit.
00:12:08: Habt ihr dann verkauft?
00:12:09: Kann sein dass man da auch schon Betrug gemacht hat, mitgemacht hat.
00:12:15: Aber die Leute haben geglaubt ja!
00:12:17: Die haben noch welche gesehen und diese Tiere sind halt die Leben irgendwo versteckt.
00:12:23: Und genau also es war dieser starke Glaube daran, die Tiere leben irgendwo verstecken weil was könnte denn sonst eine Erklärung sein wenn sie nicht ausgestorben sind?
00:12:34: Die frühe Neuzeit die ja so um fifteenhundert beginnt das gibt's ja ganz viele Momente, die da eine Veränderung hervorbringen.
00:12:42: Die Renaissance der Buchtrucks usw.
00:12:43: Das ist ja eine Zeit in der vieles was man im Mittelalter gedacht hat hinterfragt wird und dazu gehört auch das Weltbild.
00:12:52: wir haben die kopernikanische Wende.
00:12:54: Ist das auch die zeit wo man anfängt darüber nachzudenken?
00:12:57: Vielleicht ist es mit der Erschaffung der welt durch gott in sechs tagen Und auch dieser sache mit wenn ein tier erstmal da ist bleibt Es für immer da nicht die richtige idee wann weg mal anders zu hinterfragen.
00:13:09: Das dauert noch ein bisschen, weil man einfach auch noch nicht aktuell die notwendigen Beweise dafür hatte.
00:13:18: Das Wichtigste ist um fifteenhundert was da passiert?
00:13:23: Einerseits gibt es natürlich auf Seiten der Darmling Naturphilosophie, Astronomie, Astrologie – die kopernikanische Wende, die schon mal symbolisch so einen ersten Bruch mit diesem biblischen Paradigma bedeutet.
00:13:41: Andererseits, und das ist glaube ich wahrscheinlich noch viel wichtiger meiner Meinung nach wenn es um diese ganze Idee von Aussterben geht dass man anfing wieder Dinge zu entdecken.
00:13:54: Ich habe ja am Anfang der Episode gesagt Das Weltbild war statisch Und alles was wir kennen und wissen müssen Wissen wir bereits?
00:14:04: Das kann man von Aristoteles ableiten.
00:14:06: Das war so diese Idee, das ist so eine Autorität der antiken Gelehrten.
00:14:12: Man hat hier auch eigentlich nichts mehr Neues entdeckt.
00:14:13: man kannte die drei Kontinente Europa Afrika Asien.
00:14:19: Man kannte alle Tierarten, man kannten alle Pflanzenarten.
00:14:21: da passierte nicht viel.
00:14:22: über Jahrtausende hinweg passierte da einfach nicht wirklich irgendetwas und dann plötzlich gehen die ganzen Expeditionsreisen durch.
00:14:31: zufälligerweise wird ein neuer Kontinent entdeckte dieser neue Kontinent war, den Kolumbus dort zufällig entdeckte wie gesagt.
00:14:42: Das ist eine Erkenntnis die hatte man dann schon innerhalb von wenigen Jahrzehnten.
00:14:47: und nicht nur kommt diese Idee auf es gibt so etwas wie Entdeckungen.
00:14:55: also es gab gar kein Wort für Entdecken in den meisten europäischen Sprachen um die Zeit um Fünfzehnhundert.
00:15:03: Man musste das immer irgendwie umschreiben und dann aus dem Portugiesischen wurde der Begriff Entdeckung abgeleitet in verschiedene Sprachen.
00:15:13: Das Deutsch ist ein bisschen einen eigenen Weg gegangen, was entdeckt man dort in den neuen Gebieten die später Kolonien werden sollen?
00:15:22: Man trifft auf Ureinwohner.
00:15:26: Und diese Ureindwohner im damaligen Denken standen innerhalb ihrer Entwicklung Kulturentwicklung unterhalb der europäischen Entwicklung.
00:15:36: Also das Europäische war ja sowieso immer in dem damaligen Weltbild, das Beste und das Tollste was man haben konnte ist auch heute teilweise leider noch so.
00:15:44: Und diese Ureinwohner die standen halt auf wie gesagt im der damalige Perspektive es mir ganz wichtig zu betonen Auf einer barbarischen Stube, auf einer frühen Entwicklungsstufe.
00:15:57: Das war schon mal die erste Erkenntnis Menschheit hat sich entwickelt, Kultur hat sich entwickelt Und man sah dort, wie diese Ureinwohner Steinwerkzeuge herstellten.
00:16:09: Diese Steinwerkzeuge und auch teilweise Steinwaffen hatten sehr starke Ähnlichkeiten mit ähnlichen Steinaubjekten, die man in Europa gefunden hat.
00:16:20: Wo man immer gesagt habe, sie sind wahrscheinlich von übernatürlichem Ursprung und plötzlich sieht man, wie dieses Steinobjekt hierhergestellt wurde.
00:16:27: Dann kommt diese Erkenntnis auf Okay, auch wir Europäer hatten wahrscheinlich eine Kulturentwicklung und dies vergleichbar mit dem was wird dort bei den Ureinwohnern in den beiden Amerikas sehen.
00:16:42: Und das war der besondere Bruch dass man entdeckt hat es gibt Entwicklung, es gibt Entdeckungen Es ist nicht alles statisch so wie's isst und damit konnte man dann langsam, langsam, das dauert über Jahrhundert hinweg Mit diesen alten Paradigmen, mit dieser Autorität der alten und antiken Gelehrten brechen.
00:17:04: Und dann letztendlich auch mit der Bibel.
00:17:07: Auch wenn man lange versucht hat die neuen Erkenntnisse in dieses biblische Paradigma einzuordnen
00:17:13: Kannst du sagen wann und wo dieser Kipppunkt war?
00:17:17: Wann war man denn eher auf der Seite?
00:17:19: es finden Veränderungen statt Es gibt sowas wie Aussterben weg von diesem verbreiteten Gedanken war halt immer schon so und wird auch immer so bleiben.
00:17:29: Also, wann setzte sich das denn endgültig durch?
00:17:32: Und wie?
00:17:33: Oft wird dort der Name Cuvier genannt – ein französischer Gelehrter, der in Paris lebte.
00:17:42: Der hat mit den Methoden der vergleichenden Anatomie und auch einer frühen empirischen wie auch frühe deductiven Vorgehensweise sich Knochenfunde von dem sogenannten Ohio Animal angeschaut.
00:17:58: Das Ohio Animal ist, also wie der Name schon sagt es in Nordamerika im Reutsching Ohio gefunden worden.
00:18:07: das Territorium heißt doch Big Bone Lick und das waren riesige Knochern Stoßzene die an einen Elefanten erinnerten aber viel zu groß war für ein Elefanten Und der Fund war Mitte des achtzehnten Jahrhunderts schon.
00:18:24: Benjamin Franklin hat es überlegt, was könnte das sein?
00:18:27: Das ist viel zu groß um einen Elefanten darzustellen wie wir ihn heute kennen weder ein afrikanischer noch indischer Elefant.
00:18:37: Was ist das für ein Tier?
00:18:39: und Cuvier hat das dann verglichen mit für die damelige Zeit sehr modern wissenschaftlichen Methoden Und kam halt zu dem Schluss dass es eine eigene Elefantenart ist.
00:18:54: und dieser Elefant, der existiert einfach nicht mehr.
00:18:59: Also es gab dann auch immer noch so diese Debatten darüber.
00:19:02: okay vielleicht gibt es diesen Elefante noch?
00:19:04: Der versteckt sich nur halt irgendwo in Nordamerika.
00:19:07: ich meine an Ende des achtzehn Jahrhunderts war von Amerika ja kaum was wirklich entdeckte.
00:19:13: man wusste ja gar nicht wie viel kann ich jetzt noch dort entdecken und daher war das gar nicht mal so unlogisch zu sagen hey vielleicht Treffen wir ihn ja jetzt noch, wenn wir weiter den Kontinent erkunden.
00:19:27: Also Thomas Jefferson
00:19:29: III.,
00:19:29: Präsident der USA, schickt sogar Mastodon Expedition Spoiler Alert des Handelsjubiles Mastudon aus um diesen riesigen Elefanten zu finden.
00:19:40: und Covey sagt ganz klar das ist kompletter Unsinn.
00:19:43: kein Tier dieser Größe kann sich langfristig verstecken.
00:19:46: Der hat auch noch andere riesige Knochen von einem Riesenfault hier vor sich liegen und sagt auch, wir sollen das gehen, dass dieses Riesen-Fault hier sich irgendwo in irgendeinem Gebüsch
00:19:54: versteckt.".
00:19:56: Und er stellt seine Ergebnisse sevenhundertachtundneunzig vor der Akademie Francaise vor und seine Ergebnisse und auch seine Argumentationen sind so überzeugend, Idee, dass Tiere wirklich aussterben können.
00:20:19: Aufgrund von natürlichen Ursachen müssen wir nachgehen.
00:20:24: und er benennt dann auch diesen Elefant in den Mastodon, der Begriff Mamut wird zu gleichen Zeit im Ende des achtzehn Jahrhunderts durch einen deutschen Gelehrten geprägt aber er nennt es dem nordamerikanischen Mammut Elefante Mastudon.
00:20:43: Wenn wir sagen, siebzehnundachtundneunzig.
00:20:47: Vielleicht klingelt es da auch bei Leuten.
00:20:49: Da ist ja gerade die französische Revolution in ihren letzten Zügen.
00:20:53: Napoleon übernimmt langsam das Ruder.
00:20:56: Das ist auch kein Zufall.
00:20:58: Also wir haben hier eine wissenschaftliche Revolution und wir haben eine politische Revolution.
00:21:01: Und beide haben auch diese gleiche Ursache, die darin liegt dass man sagt Wir brechen jetzt auch ein bisschen mit dieser hierarchischen Vorstellungswelt, dass es eine göttliche Vorhersöhung gibt.
00:21:14: Wer darf uns reagieren?
00:21:17: Aber auch eine götliche Vorhersehung gibt einen Masterplan wie diese Welt auszusehen hat und die natürliche Ordnung sein muss.
00:21:25: Und als der QW das siebzehnundachtenneunzig vorgestellt hat... Man hat ihn dann doch sehr wohlwollend aufgenommen.
00:21:35: Man darf nicht vergessen, ein paar Jahrzehnte zuvor wäre das Heresie gewesen.
00:21:40: Hätte es einen Legilärteil im sechzehn und siebzehnten Jahrhundert laut gesagt, wär's dem wahrscheinlich so gegangen wie Galileo-Galilei.
00:21:48: Man muss immer vorsichtig sein mit Wehre aber es war schon ein sehr mutiges Konzept, was dort vorgestellt wird wenn man in einer Welt lebt wo die Bibel des Standardwerk ist macht und sagen hat.
00:22:05: Die Tatsache, dass die Welt nicht verändert wird diese Tatsachristik in den Leuten ja hunderte lang noch drin.
00:22:11: Es war auch so das am Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts der Alfred Wegner stark dafür kritisiert wurde zu sagen Ja die Welt die Kontinente an sich können sich verändern ist eine ähnliche Bahrungskräfte.
00:22:23: man sieht die welt wie sie ist und denkt so muss sie immer gewesen sein.
00:22:28: Der ganz große Elefant im Raum ist ja nicht das Mastodon, sondern es sind die Dinosaurier.
00:22:33: Das ist wenn man ins Aussterben denkt – das Erste was einem in den Kopf kommt diese riesigen Tiere zumindest teilweise, die Jahrmillionen lang auf der Erde gelebt haben und gefühlt von heute auf morgen verschwunden sind.
00:22:46: Man hat mit den Angefangenen die Dino-Saurie in dieses Gedankenkonstrukt die Welt kann sich verändern, Tiere können aussterben zu integrieren.
00:22:54: Also die ganz große Voraussetzung war jetzt wiederum, dass man überhaupt akzeptiert hat das Tiere aufgrund von natürlichen Ursachen aussterben könnte.
00:23:03: Und das ging auch sehr schnell vergleichsweise schnell.
00:23:05: Das hat so zwanzig maximal dreißig Jahre gedauert bis das wirklich eine etablierte Lehrmeinung war.
00:23:11: Auch wenn immer noch Gelehrte versucht haben das in dieses biblische Paradigma einzuordnen.
00:23:16: Das können wir gleich auch noch besprechen.
00:23:19: Man kannte Dinosaurjagdschnochen schon.
00:23:21: also Wie ich schon gesagt, man hat schon immer mal wieder riesige Knochenfunde oder sehr kleine Knochenfunde gefunden.
00:23:30: Und das waren häufig tatsächlich Dinosaurier-Spuren und hat dann gesagt, das sind irgendwelche Riesen, das ist irgendwelcher Drachen.
00:23:36: hier haben wir den Beweis.
00:23:37: Wir finden sie leider, Gott ist nicht mehr lebend aber irgendwo werden Sie sich schon verstecken.
00:23:42: Und hat dann oft diese Knoche oder Fossilien... hat die dann auch, wie gesagt verwendet für irgendwelche Heilmittel oder für irgendwellche Amulette.
00:23:55: Also nach heutigen Marschdemöle man sagen abergläubische Welt.
00:23:58: Nach den damaligen Marschen war das State of the Art und dann hat man diese Akzeptanz Tiere können aussterben.
00:24:05: natürlich bringt dann auch die Frage auf welche Tierarten könnte noch existierter?
00:24:11: wir haben den Elefanten wir haben das Riesenfault hier.
00:24:13: der Dodo wird langsam wieder wiedergefunden in irgendwelchen musialen Kellern.
00:24:19: Und genau und dem Beitrag dazu, dass man die Dinosaurier entdeckte, leistete eine Frau.
00:24:26: Das möchte ich jetzt auch bitte betonen Mary Anning.
00:24:29: Man kennt vielleicht ihre Story Wenn nicht.
00:24:31: auf Blue Sky gibt es einen netten Account der Geschichte von Mary Annings sehr detailliert rekonstruiert.
00:24:38: Es gibt immer wieder nette Posts dazu.
00:24:41: Mary Aning war keine Gelehrte Wahrscheinlich sogar ziemlich arme Frau, die wie es viele Frauen gemacht haben vor allen Dingen wenn sie verschiedene Schicksalsschläge erlitten hatten muscheln sammelte.
00:24:57: Es gibt ja auch verschiedene Stories und Mythen um diese Muschelfrauen von Irland über Schottland bis in den Süden Englands und Mary Anning war tatsächlich im Süden Englands unterwegs in der Nähe von Dorset dort sich spezialisiert auf die Sammlung von einerseits Muscheln, aber auch auf die sammlung von Fossilien.
00:25:22: Weil man hat jetzt entdeckt, Fossiliens haben einiges an Informationen und entsprechend hoch waren noch die Käuferpreise und sie hat sich darauf spezialisiert diese Muschelmuschelnfossilie am Strand zu sammeln und zu verkaufen.
00:25:36: Sie hat dann sogar ein eigenes Geschäft ich glaube, berühmt oder hat für aufsehen gesorgt innerhalb der gelehrten Welt, weil sie ein riesiges Dinosaurierskelett gefunden hat.
00:25:51: Damals wusste man noch nicht das ein Dinosauruskelett war aber das Skelett dass sich entdeckt hat an der Küste war ja.
00:26:00: es schaut so aus einerseits entweder wie eine Mischung aus Reptil und Fisch und sie verkauft Dieses Skelett, dann einem britischen Gelehrten namens William Buckland.
00:26:12: Der war auch Geologe und Vorsitzender bzw Präsident der Geological Society of London und der Untersuch dieses Skeletts.
00:26:21: Sie macht dann noch weitere ähnliche spektakuläre Funde unter anderem von einem Flugsaurier später.
00:26:31: Man diskutiert dann diese Funde und fragt sich, was könnte das denn sein?
00:26:36: Also verschiedene Gelehrte untersuchen die Funde.
00:26:39: Sie kriegen dann Abschriften davon.
00:26:41: Sie bekommen Zeichnungen davon.
00:26:42: Mary Aining ist auch sehr aktiv in der Anfertigung von Zeichnungern.
00:26:46: Sie versucht auch ihren Beitrag dazu zu leisten.
00:26:49: Sie ist Autodidaktin, versucht angeblich sogar französisch zu lernen um QVE zu lesen Und das wird dann heiß diskutiert.
00:26:57: Die einen sagen, oh, das ist keine unbekannte Spätsis.
00:26:59: Das ist wahrscheinlich irgendein früher Fisch, den wir nicht kennen.
00:27:03: Andere sagen okay, dass es ein riesiges Reptil ist.
00:27:05: Das Weite aus Größe ist als jedes Reptil, das wir heute kennen.
00:27:10: Das größte Reptil der damaligen Zeit, das man kannte war tatsächlich das Kokodil.
00:27:14: Was machen wir jetzt?
00:27:16: Und lange Rede kurzer Sinn... Einigt man sich darauf, das ist tatsächlich eine neue Tierart die wir nicht gekannt haben.
00:27:26: Wir sprechen jetzt hier von dem Ichthio-Sauria und das war so.
00:27:30: Ichthjo heißt Fisch und Sauria heißt Reptil also Fischreptier.
00:27:37: Schon begriffsgeschichtlich einigt man es sich auf einen Kompromiss aber damit war der Begriff der Sauriha schon mal geprägt.
00:27:45: Aber man findet halt weitere riesige Spuren von Dinosauriern.
00:27:50: Der Begriff wird dann Mitte des neunzehn Jahrhunderts eingeführt, heißt so viel wie riesige fürchterliche oder auch tatsächlich auch herrschaftliche Echse hier nach dem was man haben möchte und genau.
00:28:04: und dann hat man halt diese Frage gehabt jetzt haben wir die riesigen Dinosauria.
00:28:09: Was ist mit denen?
00:28:11: Und Wie passt das in unser Weltbild hinein?
00:28:15: dass sie immer noch sehr stark davon aus ging dass alles einer göttlichen Vorhersiehung einem göttischen Masterplan folgte, auch wenn dieses Bild langsam zu Bröckeln anfing.
00:28:28: Die Geologie hat das eben schon mit Wegnerart während es ja auch einer dieser Bereiche wo sich diese großen Fragestellungen machen.
00:28:34: und wir haben hier gerade bei den Dinosauriern, wir kennen da diese Erdzeitalter Trias Jorah Kreide Fossilien erwähnt, die hoch oben in den Bergen sind.
00:28:46: Also wie hat man denn damit diesen geologischen Tatsachen argumentiert als man dann über das Ausstärkungen gesprochen hat?
00:28:56: Das biblische Paradigma Leatea, dass die Erde nicht älter ist als sechs tausend Jahre und zugleichen Zeit als Cuvier die Theorie über das aussterben als eine natürliche Entwicklung formulierte auf frühe Geologen oder Protogeologen die Theorie entwickelt, dass die Erde weiteres älter sein muss als sechstausend Jahre.
00:29:21: Und diese James Hardnister zum Beispiel in sehr großer Name und das ergänzt sich jetzt super!
00:29:29: Also wir haben einenseits dieser Idee Tiere sterben aus Wir finden ganz neue Tierarten von denen es sonst Rocker keine Zeugnisse gibt und andererseits bieten dann Geologen natürlich auch diese Erklärung, okay die Welt ist weiters älter als wir glauben.
00:29:48: Also sie haben noch über Millionen von Jahren gesprochen.
00:29:51: Wir wissen ja heute inzwischen es sind Milliarden von Jahre und da haben jetzt einerseits grundsätzlich so ein Erklärungsmuster dass wir weiter mehr zurückdenken müssen in eine Welt in der Menschen wahrscheinlich noch gar nicht existierten.
00:30:06: Es gibt dann auch dieses berühmte Bild Dura antiquior aus dem Jahre eighteenundertreißig, wo wir... Also ich finde das Bild ist immer ein schöner Kontrast zu diesen Garten-Eden Darstellungen.
00:30:18: Weil wir finden hier auch irgendwo einen Garteneden aber der ist weit aus Portale.
00:30:22: Es zeigt halt eine urzeitliche Welt mit lauter also mit den damals bekannten Dinosauriern die sich gegenseitig aufressen.
00:30:31: Wir sehen Flugdinosaurier!
00:30:33: Wir kennen diese Tiere auch.
00:30:35: Und, aber der Manchester kommt ja nicht mehr vor.
00:30:39: Das ist schon so ein klarer bildlicher Bruch mit diesem Paradigmer des Mittelalters und der frühen Neuzeit.
00:30:47: Trotzdem versuchen Leute immer noch an diesen Paradigma festzuhalten und versuchen irgendwie diese neuen Entdeckungen einzugliedern in das was in der Bibel drin steht.
00:31:04: William Buckland, den ich ja gerade schon erwähnt habe ist einer dieser Gelehrten.
00:31:08: Auch wenn er schon sagt okay es gibt wahrscheinlich ein natürliches Aussterben aber trotzdem versucht er das einzugledern.
00:31:15: Erster Schritt ist natürlich zu sagen wir müssen jetzt die Bibel nicht zu wortwörtlich auslegen.
00:31:20: Wir könnten vielleicht auch in mehr Interpretationsspielraum eingehen und diese sechs Tage... Das ist jetzt nur bildlich gesprochen, aber nicht wortwördlich gemeint!
00:31:31: Da sind viel längere Zeiträume dahinter Und so dieser klassische Übersetzungswähler wahrscheinlich.
00:31:39: William Buckland ist dann auch derjenige, der diese Muschelfunde oder auch diese Maritim-Fossilienfunde Ami Malaya untersucht und auch dafür versucht eine Erklärung zu finden.
00:31:51: Welche Erklärungen kann es haben?
00:31:53: Dass man auf Bergen in den Alpen das Gleiche Maritime, Fossilie und Muschen findet wenn man in diesem biblischen Wäppel drin steckt.
00:32:03: Was denkst du?
00:32:04: Ja, die wurde ja ganz klar, dass es eindeutig von der Sinnflute oben hingespült.
00:32:09: Ganz genau!
00:32:10: Und das sagt dieser William Buckland und auch andere Sanktes Ordneres war diese große Flut.
00:32:15: Deswegen wohnen die da oben auf dem Himalaya, finden wir jetzt irgendwo oben auf Mimalaya Maritime Fossilien.
00:32:22: hier in Wien ich lebe ja in Wynn Wir haben ja nördlich von Wynne haben wir das größte Fossilientriff von Heiffossilientriff.
00:32:30: Da findet man lauter Relikte von Hein.
00:32:33: Wie kann man das erklären?
00:32:34: Wenn man glaubt, alles war eigentlich immer so.
00:32:38: Seit Millionen von Jahren schaut die Welt so aus wie sie jetzt ausschaut.
00:32:41: Von Milliarden von Jahren reden wir ja zu dem Zeitpunkt noch gar nicht.
00:32:46: Diese Theorie von Buckland ist überzeugt immer weniger Leute.
00:32:52: Buckland wird sogar ein Objekt der Satire.
00:32:55: Er wird verhöhnt, es gibt Sportlieder auf ihn drauf, weil er findet ja auch in Großbritannien Hyänenspuren in irgendwelchen Höhlen und sagt dann aber das kommt alles von der Bibel ist gut!
00:33:08: Das hat damals überhaupt keinen mehr interessiert.
00:33:11: Aber so hat man sich erklärt.
00:33:14: Wie gesagt immer weniger Menschen fanden das überzeugend und dann kam halt die Frage aus was könnte denn der Grund sein?
00:33:21: Und diese Idee, dass es eine Plattentektonik gab und dadurch Gebirge neu entstehen.
00:33:28: Gebirgue verschwinden ganze Kontinente neu entsteh'n, mehrere Neu entstehn mehr verschwinten.
00:33:35: Also das Fossilienriff hier bei uns nördlich von Wien Das ist auch ein Relikt von einem verschlunden riesigen Meer wo Heie und Delfine drin geschwommen sind.
00:33:45: Das kommt dann langsam auf dauert aber noch, weil das ist ja auch natürlich sehr schwer zu beweisen mit den damaligen Möglichkeiten.
00:33:53: Das kann man hier eigentlich nur als Denkspiel Mitte des Neunzehnjahrhunderts wenn überhaupt in Erwägung ziehen.
00:34:00: Aber die Geologie spielt dann langsam aber sicher eine große Rolle.
00:34:06: Wir müssen noch über Darwin sprechen, weil spätestens mit Darwin kommen ja noch mal ganz neue Ideen in dieses ganze Thema Aussterben rein.
00:34:16: Weil jetzt ist Aussterbung nicht nur etwas was vielleicht durch irgendwelche Katastrophen passiert oder durch die Menschen auf Mauritius sondern aussterben ist dann quasi die Grundkonstante der Natur.
00:34:27: Genau man hat jetzt akzeptiert Tiere sterben aufgrund von natürlichen Ursachen aus.
00:34:34: aber warum?
00:34:34: Was könnten diese Ursachen sein?
00:34:37: Und da gibt es verschiedenste Ansätze.
00:34:39: Cuvier sagt, es gibt große Katastrophen, die dazu führen – die Katastrophe-Theorie von Cuviers.
00:34:46: Andere sein Zeitgenosse und französischer Kollege Lamarck sagt, Tiere sterben gar nicht aus!
00:34:52: Es gibt eine Transmutation.
00:34:54: Das ist auch ein Konzept das von der Antike her rührt und über das mittelalterliche Christliche wie islamische Weltbild bis in späte achtzehnter Jahrhunderts weiter transportiert wird.
00:35:08: Und diese Transmutation sagt eigentlich, wie der Begriff Transmutation ja schon verrät, dass Tiere sich weiterentwickeln in weitere Spezien, weil es hier auch nicht ganz falsch ist und interessanterweise mitwirkend an dem Konzept war der Großvater von Charles Darwin, der war ja auch ein Naturgelehrter Erasmus Darwin.
00:35:32: Das ganze Frühjahr, der Jahrhundert wird dann bestimmt von dieser Frage wie können Tiere ausstehen?
00:35:37: Was passiert mit diesen Tieren.
00:35:38: Warum haben wir Tiere?
00:35:40: die sind ausgestorben aber wir sehen heute noch lebende Verwandte.
00:35:44: was ist mit denen passiert?
00:35:46: Wie kann dies sein?
00:35:48: und Charles Darwin ist sicherlich nicht der erste und auch nicht der letzte der die Evolutionstheorie postuliert Aber er ist derjenige, der sie sehr überzeugend postituliert.
00:35:59: Sowohl was seine methodischen Ansätze angeht als auch was seine Argumentationsmethodik angeht.
00:36:04: Er war auch Sport oder Gegenstand von Satire wie wir wissen mit dem Postulat dass Menschen und Affen die gleichen Vorfahren haben.
00:36:12: Woher es dann schnell wurde der Mensch stammt vom Affen ab aber das sieht man oft in der Wissenschaftsgeschichte, dass man jemand hat den man so als Helden verehrt.
00:36:22: Eigentlich steht da nur am Ende einer langen Entwicklung von Leuten, die die Methoden immer mehr verfeinert haben.
00:36:27: Das war auch bei Qw nicht anders und auch nicht bei James Hutton – whoever!
00:36:33: Und Charles Darwin baut halt auf den Arbeiten der Vorgänger teilweise auf, teilweise entwickelte er auch neue Modelle und symbolisch dafür stehen ja diese Darwin-Finken also die Darwin Finken hat er beobachtet.
00:36:48: das sind Finken auf verschiedenen Inseln Und diese Finken sind alle Finken, aber die haben verschiedene Schnabelformen.
00:36:58: Diese Schnabel-Formen haben sich darauf angepasst welches Futter sie auf den jeweiligen Inseln vorfinden und die Schnabeln haben sich da hingehängt entwickelt dass sie dieses Futter auch aufbrechen und essen können.
00:37:09: Und Darwin hat verschiedenste Beispiele dafür und verschiedensten gleiche Beobachtungen gemacht.
00:37:16: Tiere passen sich ihrer natürliche Umgebung an und entwickeln sich entsprechend.
00:37:23: Und davon leitet er dann diese Idee ab Survival of the fittest, was ja auch oft falsch interpretiert wurde.
00:37:30: Da geht es nicht um körperliche Fitness, da geht's noch nicht um mentale Fitness oder was weiß ich was?
00:37:34: Oder irgendeine Überlegenheit sondern um Angepasstheit.
00:37:37: Man muss sich den natürlichen Gegebenheiten die um einen herum... herrschen, anpassen und die Natur verändert sich.
00:37:46: Ökosysteme verändern sich.
00:37:49: Und Charles Darwin liefert hierzu die erste wirklich überzeugende Idee auch wenn es noch ein bisschen dauert bis ihm jeder glaubt.
00:38:00: natürlich werden seine Theorien dann wie wir auch wissen auch missbraucht für Trassenideologien, die Nazis missbrauchen ihnen, missbrauchern die Ideologie.
00:38:11: Charles Darwin war dagegen, dass seine Ideen für solche ideologischen Konzepte missbraucht werden.
00:38:17: Abgesehen von einigen spannenden Ausnahmen hat sich ja die Evolutionstheorie bis heute dann durchgesetzt und wir sind uns eigentlich.
00:38:27: Tiere können aussterben Spezies können Welt verschwinden und das große Problem ist ja, dass im zwanzigsten Jahrhundert durch die Ausweitung der männlichen Tätigkeit auf dem Planeten sich dieser Prozessjahr arg verschnellert hat.
00:38:42: Und einen zunehmender Anzahl an Spezies ausstirbt weil der Mensch in das Ökosystem eingreift?
00:38:48: Ja also das Eingreifen des Menschen in das ökossystem und was dies verheerende Auswirkungen hat ist zumindest auch lokaler Basis schon seit Alexander von Humboldt bekannt.
00:39:01: Der hat das schon Ende des achtzehn Jahrhunderts vorgewarnt, dass Menschen lokal klimatische Begedingungen verändern können dadurch, dass sie Wälder abholzen und so weiter.
00:39:11: und sofort wurde dafür auch im neunzehnten Jahrhundert verlacht und diese Erkenntnis des Menschentiere ans Ausstärken bringen könnten.
00:39:20: und die ökologischen Konsequenz ist dann tatsächlich etwas, das vor allen Dingen dann im zwanzigsten Jahrhunder stark wird, wenn auch die Konsequenzen mal mehr oder mal minder stark bekämpft werden.
00:39:31: Also es gibt ja Tierschutzprojekte und dann werden sie wieder aufgeweicht.
00:39:34: also der Wahlfang wird wieder stärker leider global gesehen.
00:39:39: aber trotzdem es gibt ein gewisses Bewusstsein der Menschheit dafür dass man mit den natürlichen Ressourcen besser umgehen sollte und sie auch besser schützen sollte.
00:39:52: Natürlich war das schwierig im Jahrhundert konsequent durchzusetzen.
00:39:58: Dieser Satz der Bibel, der ja schon an Größen waren, sind eigentlich heranreichend.
00:40:03: Philipp Blom beschreibt es in einem seiner Bücher wunderbar, mache die Mission von Gott an den Menschenmache, dir die Welt untertan und beherrsche sie.
00:40:13: Das ist so diese Idee, die man auch noch um den Jahrhunderteit und bis heute immer noch in unserer Denkweise nachhalt.
00:40:21: Wir sind die Herrscher dieses Planeten, Gott hat uns diese Ressourcen gegeben und wir dürfen damit walten wie wir wollen.
00:40:28: Warum würde Gott uns das denn sonst geben?
00:40:30: Und da wird schon nichts Schlimmes passieren dass es jetzt natürlich sehr schlimmer Auswirkungen haben kann für lokale wie globale Ökosysteme wenn Tierarten verschwinden Wenn Pflanzen dauerhaft verschwinden.
00:40:47: Wenn der Mensch durch sein Konsum und Mobilitätsverhalten die Atmosphäre nachhaltig schädigt, das sehen wir eigentlich vor unseren eigenen Augen.
00:40:56: aber wir beobachten gleichzeitig auch dass trotzdem keine wirklich Nachhaltigen Konsequenzen gezogen werden.
00:41:03: Aber das hört noch etwas von diesem Denkstil ein.
00:41:07: also ein Herr
00:41:08: Am Ende des Dokuments, dass du mir zugeschickt hast zur Vorbereitung, schreibst du Die Kreide-Paläogengrenze und wie sie jeder finden kann.
00:41:16: Und deswegen zum Abschluss gerne die Frage, was ist die Kreide Paläogen Grenze?
00:41:21: Und wie kann ich Sie gleich wenn ich rausgehe finden?
00:41:24: Ich weiß nicht ob du genau dort findest wo du grad bist.
00:41:27: Ich habe ja gesagt die Leute haben sich dann schon gefragt warum sterben so... Warum sterben Spezien aus, vor allem die Dinosaurier.
00:41:34: Es wurde dann ja ... Man fand immer mehr den Dinosaurierspezien und hat schnell festgestellt A war die riesig Und B waren wahrscheinlich die Herrscher des Planeten bevor der Mensch kam.
00:41:46: Jetzt war halt die Frage Wie können sie denn plötzlich aussterben?
00:41:50: Das ist auch eine heikle Geschichte.
00:41:53: Mental war das für die Menschen schwer zu akzeptieren dass so ein riesiges Spezius, die so dominant war hat aussterben können.
00:42:03: Und zwar so gut wie vollständig, man wusste ja damals noch nicht dass die Dinosaurier eigentlich mit den Vögeln verwandt sind und jeder Vogel eigentlich noch so ein kleiner Dinosuria sein kann oder z.B.
00:42:13: Nachfahren davon sind.
00:42:16: So ging man auf die Suche lange.
00:42:18: was war der Grund fürs Aussterben?
00:42:20: Der Dinosaurier.
00:42:21: Richtig populär wurde die ganze Sache mit aussterben als wissenschaftliches Konzept E ohnehin erst in der Nachkriegszeit, das hat auch was zu tun mit diesen traumatischen Erlebnissen des Zweiten Weltkrieges und dem Versuch ja ganz Menschengruppen bewusst auszulöschen.
00:42:43: Verlust von Millionen, Millionen an Menschen.
00:42:46: Dann auch noch der Abwurf der Atombomber und die verheerenden Auswirkungen, die diese beiden Atombombürfer hatten.
00:42:53: Und das befruchtet dann im Endeffekt auch ein bisschen diese wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Aussterben.
00:43:02: In den späten neunzehn-sebziger Jahren beschäftigt es einen Physiker namens Louis Alvarez Der hat auch den Physiknobelpreis bekommen und seinen Sohn, der ebenfalls als Wissenschaftler tätig war.
00:43:18: Und die wollen die stellen fest.
00:43:21: auf der ganzen Erde gibt es in etwa der gleichen geografischen Lage.
00:43:29: Schicht also.
00:43:30: die Geographie denkt ja in Schichten an Erden Je um.
00:43:35: diese ganzen Schichten kann man eigentlich auch, wenn wir sie ein bisschen auskennen gut lesen wie im Buch das man weiß.
00:43:40: okay da.
00:43:41: und die Schicht ist so viele Millionen Jahre alt.
00:43:47: Und die finden an verschiedenen Stellen auf der Erde eine hohe Konzentration von Irridium.
00:43:54: Irridum ist immer in dieser gleichen geografischen Schicht also die müssen.
00:44:00: Sie konnten davon schon mal ableiten, dieses Iridium ist zur gleichen Zeit in diese Erdschicht eingedrungen.
00:44:08: Soweit eigentlich nichts Erstaunliches das Elemente häufiger mal auf der Erde zu finden sind und dass auch konzentriert.
00:44:15: Die Sache ist nur die Iridiom ist ein Element, das so gut wie nicht vorkommt.
00:44:21: Und schon gar nicht in so konzentrierter Form.
00:44:28: außerhalb der Erde auf die Erde gekommen, zum Beispiel durch Asteroiden-Einschläge.
00:44:34: Und Sie stellen noch fest, dass diese Irridiumlinie ungefähr sechsundsechzig Millionen Jahre alt ist.
00:44:42: Diese Irridiumslinie ist auch sehr gut zu erkennen.
00:44:44: Es ist eine ziemlich weiße Linie und A findet man die auf der ganzen Welt und B findet man überhalb dieser Linie.
00:44:54: keine Fossilienfunde mehr von Dinosauriern.
00:44:56: Man findet sie immer nur unterhalb dieser Linie und ziemlich genau unterhalb der Linie.
00:45:02: Natürlich nahmen ein paar Millionen Jahre oder ein paar Hundert Millionen, die diese Dinosaurier auch existiert haben aber unmittelbar unter dieser Linien enden die Dinosauria-Funde.
00:45:13: Und das ist ein bisschen auffällig.
00:45:16: Einerseits hatten Alvarez diese Erkenntnis, dass ihr Regium muss wahrscheinlich von außerhalb gekommen sein weil dieses Element gibt es auf der Erde nicht in so einer hohen Konzentration und schon gar nicht weltweit und global.
00:45:28: Dadurch, dass man sie global gefunden hat, kam dann die Erkenntnis.
00:45:30: Das muss ein globales Event gewesen sein und C darüber finden wir keine Dinosaurier mehr.
00:45:36: das heißt Sie müssen irgendwie um diese Zeit herum ausgestorben sein Und davon Ausgehend entwickelten sie die Theorie Dass ein Asteroiden einen Schlag Verantwortlicher war für das Ende der Dinosauria und die Dinosoria ja relativ plötzlich Überrascht wurden von diesem Astorien-Einschlag.
00:45:58: Sie haben auch dann berechnet der Asteroid, um diese gewaltige Explosion zu verursachen die tatsächlich oder deren Spuren man global so stark finden kann.
00:46:09: Der muss ungefähr zehn bis fünfzehn Kilometer groß gewesen sein und man kann dann berechnen ein Einschlagsgrater ist immer so zehnmal so groß wie sein Asteroide also oder manchmal auch zwanzig mal so muss er so wenn der Astoriet.
00:46:33: Sie veröffentlichen ihre Erkenntnisse in Science.
00:46:38: Die Reviews, die Peer-Review zu diesem Paper waren, sagen wir mal Verhalten.
00:46:44: Sie haben keine guten Reviews dafür bekommen weil die Reviewers gesagt haben das klingt ja schön und gut aber A ist schwach B haben sie nichts mit Paleontologie zu tun Und das muss man sich jetzt mal vorstellen, was das für Konsequenzen haben könnte.
00:46:58: Es wird tatsächlich in diesen Peer-Reviews davor gewarnt, dass zu veröffentlichen ... Weil das könnte wenn das Menschen glauben würden stark Einfluss haben auf Religionen, auf ganze Denkmuster, auf Politik und so weiter und so fort.
00:47:16: Es steht da drin, wenn das stimmt dann ja?
00:47:18: Ob es stimmt, glauben wir jetzt nicht unbedingt.
00:47:21: Aber wenn es stimmt eines Gutes kann man sie ja veröffentlichen aber zum aktuellen Zeitpunkt weil diese ganz... Sie fanden die Beweislage so dünn.
00:47:29: Sie riet man ihn tatsächlich von der Veröffentlichung ab.
00:47:34: Sie haben das veröffentlicht und dann ging es los.
00:47:39: Einerseits wurden sie ziemlich verlecht, verlacht von einer gelehrten Welt wiederum.
00:47:42: Und sie teilen ein bisschen das Schicksal mit anderen großen Gelehrten Und man fing dann trotzdem.
00:47:48: einige haben sie ernst genommen und fingen an zu suchen.
00:47:50: Also diese Redium Linie wurde bestätigt, die findet man weltweit.
00:47:55: Das ist eine schöne weiße Linie Wenn man sich mal von Grand Canyon Bilder anschaut da ist die sehr schön zu erkennen.
00:48:03: Die findet man wie gesagt weltweit und wenn man sie nicht findet, dann ist es ein schöner Hinweis darauf dass das Gestein weiteres älter ist.
00:48:09: Also ich war letztes Jahr in Irland bei den Krebs auf Mocha, habe mir die angeschaut und hab die nicht gefunden und hab dann geschaut wie alt sind die?
00:48:16: Und ja, Sie waren tatsächlich jünger als sechsundsechzig Millionen Jahre!
00:48:20: Jetzt hat man die Iridium Linie schon bestätigt.
00:48:22: was man allerdings nicht gefunden hat Das war diese Einstärkskarte.
00:48:26: Ich habe ja gesagt der muss riesig gewesen, hoch riesig sein, hundertfünfzig zuhundert Kilometer So etwas über sieht man jetzt nie so leicht Und so etwas kommt noch nicht so oft vor.
00:48:36: Und tatsächlich, in deiner Krata wurde er gefunden.
00:48:40: Er liegt teilweise unterhalb des Meeres.
00:48:44: In Mexiko auf der Yucatán-Halbinsel und dessen Name ist – ich hoffe, ich spreche es jetzt richtig aus – Chicchulup Krata.
00:48:53: Der ist so rund die Hundertfünfzehundachzig Kilometer breit und man … und das passt da alles….
00:49:02: Es passte die Größe.
00:49:03: Es passte, dass der ungefähr sechsundsechzig Millionen Jahre alt war und man fand dann auch durch Gesteinsproben eine extrem hohe Konzentration von diesem Irridium darin.
00:49:14: Also das war schon ein sehr starker Kandidat, dass das der Einstärksgrater war, der die Dinosaurier hat aussterben lassen.
00:49:23: Und ab dann sollte die wissenschaftliche Welt den Alvarez für ihre Hypothese des Astoriten einschlagen Tribut.
00:49:33: Hundertprozent bestätigt, dass das der Einschlagskarte war.
00:49:36: Das hat man tatsächlich erst zwanzig-einundzwanzig und die letzten Tage gingen ja auch durch den Medien, dass die Dinosaurier extrem großes Pech hatten.
00:49:47: Pech warum?
00:49:48: Weil der Asteroid einerseits in einem sehr ungünstigen Winkel auf die Erde einschlug und zum anderen in einem Teil der Erde einshlug wo hoher Kohlstoff und Schwefel, eine hohen Kohlenstoff- und Schwefelkonzentrationen war.
00:50:06: Diese Konzentration gab es nur auf dreizehn Prozent der Erde an Teil zur damaligen Zeit hätte, wäre der Asteroid.
00:50:13: Woanders eingeschlagen hätte sich die anderen sieben achtzig Prozent oder hätte die andere sieben achtzig Prozent der Erde getroffen, wäre die Geschichte anders verlaufen und die Flora und vorne des in der damaliger Zeit hätte wahrscheinlich... Das weiter besser überstanden und die ganze Erdgeschichte wäre anders gewesen, weil das Ausstärkende Dinosaurier war tatsächlich auch die Voraussetzung für die Durchsetzung der Säugetiere.
00:50:38: Die standen damals zur Zeit der Dinosauer ganz unten in der Nahrungsketterte und haben danach Handelschancen bekommen.
00:50:44: Aber du sagst diese Linie zwischen diesen Zeitaltern, wo man so eine Irradiumschicht finden kann?
00:50:50: Das muss man jetzt nicht chemisch analysieren!
00:50:52: Das sieht man auch mit nacktem Auge wenn man an der richtigen Stelle steht.
00:50:56: Die ist weiß, die dreht so stark hervor und vor allen Dingen da drüber und darunter sieht man auch dass die Gesteinsschichten komplett anders sind.
00:51:04: Eine Gesteinsticht ist sehr glatt, die andere ist eher ein bisschen poröse.
00:51:07: also da sieht man schon aber Umruhe im Planeten.
00:51:10: der hat da gearbeitet.
00:51:11: der Planet das ist relativ simpel zu erkennen.
00:51:13: also einfach mal Bilder sich vom Grand Canyon anschauen und ich finde man überall auf der Welt vor allem in Küstenregionen oder halt wo diese riesigen Wo riesige Felsformationen sind, die auch echt die älter sind.
00:51:27: Man wird sie übrigens nicht im Himalaya finden denn der Himalaja ist extremst jung.
00:51:31: Er ist nur ein paar Millionen Jahre alt er wächst ja auch noch.
00:51:34: also damit hatten die Dinosaurier nichts zu tun.
00:51:38: Wir haben jetzt dann spätestens seit dem Scharf Dolly nochmal und vielleicht auch den Film Jurassic Park eine noch neue Sicht auf das Thema aussterben nämlich.
00:51:48: Vielleicht können wir es ja auch mit technischen Möglichkeiten schaffen, das Aussterben rückgängig zu machen.
00:51:56: Ja ich bin jetzt nicht als Historikerin die Expertin für die Wiederbelebung naturgemäß.
00:52:02: aber ja wenn wir das so betrachten es gibt verschiedenste Ansätze.
00:52:05: vor allen Dingen russische Wissenschaftler arbeiten da dran und da gibts ziemlich gutes Programm.
00:52:10: Ich kenne mich jetzt nicht aus Aber die haben Pläne dass man das Mammut wieder belebt Dass man den Dodo wieder belebt Man hat ja davon auch sehr gute DNA.
00:52:19: Ob das mit den Dinosauriern so geht Wage ich zu bezweifeln, ich weiß jetzt aber auch nicht wie gut die DNA-Lage dort ist.
00:52:26: Es ist aber auch die Frage, wie moralisch das wirklich am Ende des Tages ist diese Tierarten wiederzubeleben?
00:52:34: Weil sie werden ja jetzt auch nicht auf so viel Art Genossen treffen und ob diese Tierartendann noch wirklich ... Ja... Ob man das wirklich machen sollte.
00:52:45: Ich glaube einerseits natürlich wäre es cool Dodo zu sehen da sind Also das waren wahrscheinlich super süße Tiere, genauso auch andere Tierarten.
00:52:55: Und es ist um jede Tierart schade die aufgrund von menschlichen Fehlverhalten und unserem Umgang mit diesem Planet aussterben.
00:53:04: was glaube ich viel wichtiger wäre, dass wir Geld investieren, dass die Tierarten die wir jetzt noch haben, dass sie die schützen am Lehm erhalten und auch besser auf unser noch bestehendes Ökosystem aufpassen.
00:53:17: und danach könnte man vielleicht schauen mit weiteren technologischen Entwicklungen, ob wir wirklich Tiere wieder beleben müssen.
00:53:23: Die ausgestorben sind vor allem wenn sie aus natürlichen Bedingungen ausgestormt sind wie jetzt die Dinosaurier im Entbetrifter und hauptsächlich nur die Landdinosauriere wie gesagt.
00:53:31: Vögel sind ja auch noch ein bisschen so die Nachkunft von den Dinos.
00:53:36: Ich denke mal der Unterschied liegt schon ganz klein dem was haben wir als Menschheit mit ausgerottet?
00:53:41: Und wo ist es dann Jenseits und außerhalb unseres Wirkungsbereichs gewesen, also den Dodo.
00:53:47: Und alles das waren ja auch mal liebe Wesen in ihren Ökosystemen.
00:53:50: Man weiß natürlich nicht wäre der jetzt ausgestorben wenn da kein Mensch über Mauritius gestorbert wäre.
00:53:56: aber ich kann mir schon vorstellen die Grenze kann man schon ziehen zwischen dem Mensch war beteiligt und der Mensch war nicht beteilig wenn man solche Maßnahmen reinbringt Da fehlt das Mammut ja zumindest mal so halb drunter.
00:54:08: Also auch da, glaube ich, gibt es die Vermutung, dass das lokale Aussterben der Mammuthpopulation schon stark auf den Menschen zurückzuführen ist?
00:54:16: Ja also, das Marmut ist ja auch bejagt worden und ist teilweise von Menschen ausgestorben.
00:54:22: Es ist aber interessant wann das Mermut ausgestormt ist... dass Mammut hätte rein theoretisch sich noch die Pyramiden von Gizeh anschauen können.
00:54:30: Also das lebte da, es gab damals noch Exemplare vom Mammu.
00:54:34: Das ist noch gar nicht so lange ausgestorben wie wir glauben.
00:54:37: also wir verbinden ja immer mit der Vorstellung von der Eiszeit.
00:54:42: aber das Mammud lebte glaube ich bis ungefähr zweitausend vor Christus, tausend fünfhundert vor Christos.
00:54:48: Es ist noch nicht in Relation solange ausgestormt.
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