G-028: Alarich und die Plünderung Roms (410), mit Prof. Dr. Roland Steinacher

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Valens und die Schlacht von Adrianopel (378), mit Prof. Dr. Roland Steinacher (12.05.2025)

Theodosius und die Reichsteilung (395), mit Prof. Dr. Henning Börm (18.05.2026)

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August von Platen, Das Grab im Busento

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Die Episoden werden thematisch und nicht nach Erscheinungsdatum nummeriert. Für einen chronologischen Durchgang zur europäischen Geschichte sollten die Episoden nach Namen sortiert werden. Unten in den Shownotes findet ihr die Liste der einzelnen Kategorien!

schwarze0fm hatte als Hobbyprojekt begonnen - inzwischen habe ich aber durch Auftragsproduktionen und Crowdfunding die Möglichkeit gewonnen, mehr und bessere Folgen für Geschichte Europas zu produzieren. Das Prinzip "schwarze Null" bleibt - die Einnahmen werden verwendet, für mich Rahmenbedingungen zu schaffen, den Podcast zu betreiben und weiterzuentwickeln. In dieser Folge habe ich das ausführlich erklärt.

This episode of "Geschichte Europas" by schwarze0fm (Tobias Jakobi) first published 2026-06-29.

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• T = Kalter Krieg und Europäische Einigung

• U = Nach dem Kalten Krieg

• V = Europa aktuell

• W = Epochenübergreifende Biographien

• X = Geschichtswissenschaft und Erinnerungskultur

• Y = Quellen

• Z = Meta/ Podcast

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00:00:00: Was Alerich im Schild führt, ist eben einerseits auf diesem Spitzenniveau römischer Militärpolitik mitzuspielen.

00:00:09: Gleichberechtigt mit einem Profinos und einem Stilicher um dann noch einen Namen in den Splitt zu bringen.

00:00:16: Und gleichzeitig ist dieser Alerik Rückgebunden an die Wünsche, an die Bedürfnisse seiner Truppe!

00:00:25: Und was wünscht sich so ein gotischer Soldat?

00:00:29: der natürlich auch Ausgaben hat.

00:00:31: Diese Leute müssen mithalten mit dem Wehrwissen, mit der Technik ihrer Zeit.

00:00:37: Die müssen Pferde, teure Rüstungen, spezialisierte Waffen erwerben oder diese auch brauchbar halten.

00:00:45: die Pferden müssen gefüttert werden.

00:00:48: Natürlich sind die Menschen auch hungrig, die Familien, die zu diesen Truppenkörpern gehören.

00:00:54: Und hier kommt nun die Rolle Ahlerich, das gotische Anführer in Stil.

00:01:34: Diese Folge von Geschichte Europas ist der fünfte Teil meiner Reihe über den Untergang Westroms.

00:01:41: Mit Prof.

00:01:41: Dr.

00:01:42: Roland Steinacher schauen wir auf die Plünderung Romes durch Ahlarich und die Goten im Jahr vierhundertzehn.

00:01:50: Wir schauen dabei zunächst auf Ahlerics Werdegang in den Würren des späten vierten Jahrhunderts sprechen über die wiederholten Belagerungen und die schliessliche Plünderung der ewigen Stadt, und diskutieren welchen Anteil dieses Ereignis am Untergang des weströmischen Kaiserreichs hatte.

00:02:08: In den Schauernotzerfolge findet ihr Kontaktmöglichkeiten für Fragen, Feedback & Kommentare sowie Wege wie ihr mich und diesen Podcast unterstützen könnt – etwa durchspenden wir PayPal und Kofi oder durch regelmäßige Beiträge bei Steady.

00:02:24: In den Shownotts gibt es auch eine Liste inhaltlich verkiffter Folgen, die stets aktuell gehalten wird.

00:02:29: Insbesondere wichtig dabei ist natürlich die Vorgängerfolge der Reihe zu Theodosius und der sogenannten Reichsteilung.

00:02:37: Und damit auch genug der Vorrede.

00:02:38: jetzt wünsche ich euch viele neue Erkenntnisse mit dieser Aufnahme aus dem April.

00:02:43: zwei tausend sechsundzwanzig!

00:02:44: Ja diese Allerich, diese böse Bobe allerichern is einer der vielen Militärs.

00:02:53: Es wird relativ bald klar in diesen Jahrzehnten, dass vor allem der Westen des römischen Reiches also die großen Gebiete zunächst mal das Reichszentrum Italien wo immer noch möchte man sagen sehr viele sehr reiche Senatsaristokraten sitzen.

00:03:15: Die entsprechend des politisches Gewicht aber auch wirtschaftliches Gewicht haben Fußnote und sich übrigens auch kaum Beteiligen, funktionieren des Staates.

00:03:27: Das Militär ist das Staates und die setzen voraus da wird sich der Kaiser schon darum kümmern könnte man so ein bisschen als schwierige Achse formulieren.

00:03:37: dann gallieren auch mit einer großen Elite mit reichen meinstoßreichen Leuten und da hatten wir ja und das finde ich in dieser Geschichte immer sehr wichtig zu betonen im dritten Jahrhundert schon mal eine Session erlebt.

00:03:56: Also ganz kurz nur zwei Sätze dazu.

00:03:59: im dritten Jahrhundert gibt es mehrere Sessionen, im Osten rund um Palmyra schaffen das dann sogar das reiche Ägypten zu kontrollieren in Westen aber die gallische Diözese grob gesagt also Gallien als Kernland Britannien Spanien das spaltet sich für einige die Kennen vom Reichszentrum ab und die dortigen Eliten kriegen sozusagen mit, dass das gar nicht so schlecht funktioniert.

00:04:32: Stichwort Steuerleistung in die Reichszentrale!

00:04:36: Warum überregionale große Militäroperationen mitfinanzieren?

00:04:43: Die hunderte Kilometer weit entfernt tausende Kilometer von eigenen Interessensgebiet stattfinden?

00:04:50: Eigentlich reicht es die Reingrenze zu kontrollieren, die dortigen Truppen zu finanzieren.

00:04:55: Also man hat von Seiten der gallischen Eliten wohl noch in Erinnerung geht ja auch ohne Italien inklusive.

00:05:05: nächste Fußnote immer wieder findet man in den Quellen und auch in den literarischen Quellen Spuren einer gewissen Konkurrenz zwischen einer selbstbewussten gallischen Senatsaristokratie und der Italischen.

00:05:21: Also da beginnt sozusagen schon ein gallisches Selbstbewusstsein hervorzutreten.

00:05:28: immer wieder, man möchte sich dann nicht mehr klein machen lassen von den großen Herren in Italien.

00:05:34: In Spanien gehört noch zu diesem Westen, Britannien gehört zu diesen Westen.

00:05:41: Last but not least, das reiche Afrika.

00:05:44: Die afrikanischen Provinzen die in unserem historischen Bewusstsein ein bisschen weg die Glitten sind.

00:05:51: Das ist auch etwas was man sehr stark unterstreichen muss.

00:05:56: Afrika is eine städtereiche dicht besiedelte bedeutende Landschaft.

00:06:02: wir sprechen also vom modernen Teil des modernen Libyen, Tunesien, Algerien und Ja, eigentlich auch Marokko.

00:06:12: In diesen Gebieten hochspezialisierte intensive Landwirtschaft große kaiserliche Domänen also.

00:06:18: der Kaiser hat dort umfangreiche Landwirtschaftsgüter.

00:06:23: in seinem Besitz braucht der Kaiser ja auch große Produktionen um die finanziellen Herausforderungen der Staatsführung stemmen zu können eine große Menge an Städten viele Bischöfe, sehr früh christianisierte Landschaft von erheblicher Bedeutung.

00:06:41: und wie gesagt in unserem heutigen Geschichtsbild stelle ich immer wieder fest dass man dazu neigt sich auf Britannien, Gallien Italien und Spanien zu fokussieren und ein bisschen zu vergessen das das lateinische westliche Nordafrika eben auch ein sehr bedeutender Teil der spätrömischen Welt war.

00:07:05: Das ja bleibt mit allen Brüchen der Geschichte bis im siebten Jahrhundert die Araber diese Gebiete erobern.

00:07:16: Und das wird wohl auch der Grund sein, also eine geschlossene sich fortsetzende Mittelalterliche wenn ich so sagen darf lateinische Geschichte des Westens Afrika gehört dann nicht mehr dazu und ich glaube dass ist da Rufpunkt oder der Grund, warum in unserem historischen Bewusstsein Afrika gerne ein bisschen vergessen wird.

00:07:37: Genau!

00:07:38: Lange Einleitung und das ist das Milieu.

00:07:41: In dass nun Leute wie Alerich hineinbrechen wenn man so möchte... ...In den Entwicklungen, in den rarten Entwicklungen der letzten Jahrzehnte des vierzehnten Jahrhunderts zeigen sich strukturelle Menge Schwächen im funktionieren dieses westlichen Reichstyles, man verfügt über erheblich weniger Geldmittel als der Osten.

00:08:11: Das hat teilweise weit in die Geschichte zurückreichende Gründe und der Oston ist an sich städtereicher das sind ältere Städte.

00:08:21: da sind älteren Strukturen die auch mehr Wohlstand generieren offenbar gefighterte Vorwaren zu partikolarisieren, sich in Gebiete mit Eigeninteressen dann aufzuspalten.

00:08:39: Die Entwicklung jetzt nicht vorgreifen aber das ist mal so ein großer Punkt.

00:08:44: es wird relativ bald klar dass man ohne Truppenkörper von außen die immense Dichte an militärischen Auseinandersetzungen innerhalb der römischen Grenzen nicht mehr bewältigen kann.

00:09:00: Also man ist angewiesen, strukturell angewiesen auf die barbarischen Truppenkörper,

00:09:06: die

00:09:07: mit ihren Anführern kommen.

00:09:10: Gibt es eine ganze Reihe von Namen, die hier in diesem Kontext zu nennen wären?

00:09:15: Ich greife mal in der Geschichte ein bisschen vor.

00:09:18: Ein höchster Vollgleicher auch Gote dann.

00:09:21: Werde Toderich, er ist dann auch schafft!

00:09:24: erfolgreich einige Zeit das Reißzentrum Italien selbst zu regieren.

00:09:28: Das ist jetzt schon einige Zeit nach unserer Geschichte, da gehört aber auch Stilico in diesem Kontext der jetzt schon ein Gegner allerichs sein wird.

00:09:40: und dieser Stilicho etwa, der isst Hype-Wandale wie man dann in Manchen im verendlich gesinken Quellen lesen kann vereint aber mit allerich den Hintergrund seiner Person, dass er ein erfolgreicher Abendführer eben auch reichsfremder Truppenkörper ist.

00:09:59: Wobei Stilchow ein voll anerkanter Hochsangiger, sage ich mal ganz flapsig römischer General Feldmarschall war also auf höchster Ebene der militärischen nicht welche gut bezahlt agiert hat im Auftrag der römischen Kaiser auch und Das ist, glaube ich die beste Einleitung.

00:10:20: Die beste Charakterisierung und Allerricht.

00:10:23: der böse Bube kämpft sehr lange, sehr erbittert um eine solche Anerkennung um einen solchen Rang.

00:10:31: Hinter diesem Rang steht ein Immenser!

00:10:36: Sollte wenn man so sagen darf also diese Herrmeisterämter das Amt des Magister Militum, dass regional spezifisch definiert sein kann oder für das gesamte Reich affiliert sein kann.

00:10:51: Das ist enorm gut bezahlt, also da fließt dann sozusagen gleich Geld auch für die Elite-Truppen rund um solche Männer mit in diesem Saläer und war so allerich im Schild dafür, dass eben einerseits auf diesem Spitzenniveau römischer Militärpolitik mitzuspielen, gleichberechtigt mit einem Profinos und einem Stilichor um dann noch einen Namen ins Spiel zu bringen.

00:11:22: Und gleichzeitig ist dieser Alerich rückgebunden an die Wünsche, an die Bedürfnisse seiner Truppe!

00:11:31: Was wünscht sich so ein gotischer Soldat der natürlich auch Ausgaben hat?

00:11:37: diese Leute müssen?

00:11:39: Mithalten mit dem Wehrwissen, mit der Technik ihrer Zeit.

00:11:43: Die müssen Pferde, teure Rüstungen, spezialisierte Waffen erwerben oder diese auch brauchbar halten.

00:11:51: die Pferden müssen gefüttert werden.

00:11:53: natürlich sind die Menschen auch hungrig die Familien die zu diesen Truppenkörpern gehören.

00:12:00: und hier kommt nun die Rolle aller rechts als gotischer Anführer in Spiel.

00:12:06: nie so ganz geklärt worden, ob allerech jetzt tatsächlich als Rixas König der Goten schon fungiert hat.

00:12:15: So bezeichnet wurde.

00:12:17: unterschiedliche Auffassungen in der Forschung ein bisschen widerspäuchlich auch in den Quellen.

00:12:21: an einer Stelle wird das Hegemon der Gotem bezeichnet mag nun einen griechischer Historiograph nicht genau einzuordnen gewusst haben wo was denn ein barbarischer Rix sei oder andere Möglichkeit.

00:12:37: aller.

00:12:37: ich hat diese Stellung innerhalb seines Verbandes gar nie erlangt erreicht erst seine Nachfolger unterschiedliche Meinungen dazu.

00:12:46: wie gesagt aber sei es wie es sei ob Rex, ob hegemon Seine Leute erwarten von ihm Essen Versorgung Militärisches Material eine entsprechende Auftragslage wenn man so sagen darf also Ziele im Sinne von zu bekämpfenden Gegner, denn hier steckt auch ein großer Erklärungshorizont in der Natur der antiken Kriegsführung.

00:13:18: Im Erfolgsfall, im Fall eines Sieges über ein feindliches Heer bei der Eroberung einer Stadt oder eines Gebietes darf zugegriffen werden, darf geplündert werden gibt in der Antike so relativ klare hierarchische Verteilungsmechanismen, was mit der Beute die in natürlich Werkgegenstände Geld aber eben auch landwirtschaftlichen Material, Tieren, Lebensmitteln und natürlich auf der anderen Seite Menschen besteht.

00:13:50: Menschen die man in das Klavari verkaufen kann.

00:13:53: Das ist eine Erwerbsquelle die nicht zu unterschätzen Keine barbarische übrigens, sondern Césars Armee bei der Oberongaliens.

00:14:04: Also bevor das römische Kaisertum überhaupt beginnt kommt mit vielen Gefangenen zurück.

00:14:11: Mit soviel gefangenen steht in den Quellen der Spätenrepublik dass die Preise auf den Sklavenmärkten deutlich sinkt.

00:14:22: Die Soldaten nehmen hier Menschen verkaufend in die Sklaverei.

00:14:27: Es lohnt sich an diesem Spiel teilzuhaben.

00:14:30: Zynische Fußnote, wenn man sie überlebt und der Herrführer bekommt einen großen Anteil an der Beute.

00:14:38: aber eben auch jeder einzelne Mann kann hier zugreifen vielleicht sogar durch anhaltenden Erfolg einen gewissen dauerhaften Wohlstand wie die zynischen Fußnote Wenn man es ohne schwere Verletzungen oder den eigenen Tod schafft dann kann man gewisse Wohlstände anhäufen im besten Fall in einen verdienten Ruhestand treten.

00:15:00: Und hier kommt jetzt die Person Allerichs betreffend noch ein großer, unklarer Punkt ins Spiel.

00:15:09: Dann war es nun das Ziel unseres Allerichts und seiner Guten sich niederzulassen anzusiedern.

00:15:19: Das ist in der älteren Forschung natürlich relativ klar beantwortet worden brave germanische Bauern werden und dann ihr alten Teil mit der Bestellung der Felder erwirtschaften.

00:15:32: Und zu diesem Zweck wollen sie von der römischen Rechtsregierung, die erlauben ist, die Zuweisung von Siedlungsgebieten erhalten.

00:15:41: Schöne Alternative irgendwie eh nicht aber es ist natürlich deutlich komplexer.

00:15:46: Die Geschichte zeigt nämlich vergleich mit anderen Verbänden das ist das Ziel dieser barbarischen Armeeverbände meist wahr, die Stelle der regulären römischen Armee in bestimmten Gebieten einer Provinz oder mehreren Provinzen einzunehmen.

00:16:06: Das ist eine gut bezahlte Position.

00:16:08: also man kann leidlich ein Auskommen finden.

00:16:12: auch hier zwei Beispiele die etwas gewalttätigere harschere Übernahme der afrikanisch-provinzen durch die Vandalen und Alahnen unter der Führung Geiserichs nach vierhundertneinundzwanzig, also auch deutlich nach unserer Zeit.

00:16:28: Und die sehr viel friedlichere vollzogene Integration der gotischen Armee unter Teodorich in den Vierneunzigerjahren nochmal deutlich später in Italien.

00:16:41: insgesamt zeigen aber die beiden Beispiele wohin die Reise geht.

00:16:45: im Idealfall man ist dann mit Klar an Geldzuweisungen, auch hier eine enorme Debatte in der Forschung.

00:16:54: Es ist unklar geht es um den Besitz von Landwirtschaftlichen... ...von Ländereien die eine Überproduktion einer Wirtschaften?

00:17:02: oder wird wirklich Geld zugeteilt?

00:17:03: Das ist sehr umstritten.

00:17:05: da sind die Quellen ein bisschen unklein, ein bisschen unscharf aber ganz grob gesagt die Übernahme jener Gelder, jener Zuwendungen die der regulären Armee zusteht.

00:17:19: Das ist eigentlich schon ein schöner Erfolg.

00:17:22: und aus dieser Struktur heraus entwickeln sich dann auch die verschiedenen Nachfolgeräuche im Römischen Westen, unser Armer Alerich ist hier sozusagen mitten in Prozess stecken geblieben.

00:17:35: Der ist also sein ganzes Leben als Heerführer darum bemüht Anerkennung der Reichsregierungen zu bekommen, die eigenen Leute zufriedenzustellen.

00:17:45: und das bricht aber aus.

00:17:47: allerich kurz nach der Eroberung Roms stürzt.

00:17:51: Steckt das mitten im Prozess mitten in der Entwicklung?

00:17:54: Das gelingt also erst seinen Nachfolgern.

00:17:57: dann im Falle dieses Verbandes sich in Südgallien festsetzen zu können und dort diese erstrebte erwünschte Rolle als Lokalarmée einzunehmen.

00:18:12: Ja, also wie gesagt Allerich ist eine ja fast schon ein bisschen tragische Figur der im Streben, im Wollen und Stecken bleibt und die Früchte seiner Erfolge, die mit viel Blut allerdings auch verbunden waren, also an mehreren Stellen in der Geschichte.

00:18:32: Alleris ist das knapp vor Spitz dass die ganze Unternehmung schliefgeht weil doch große, große Verluste die gotische Armee, die Allerich führt hinnehmen muss um sich zu behaupten.

00:18:46: Mit allem auf und ab.

00:18:48: Mir an dieser Stelle könnte man auch dazu sagen dass trotz dieser Missauffolge bei den verschiedenen Kriegshandlungen am Balkan in Italien Aller ich und seine Armee eine Anziehungskraft hatten.

00:19:03: für ihn Italien jetzt ganz konkret Heimatlos oder ohne Patron, ohne Anführer dastehende barbarische Truppen stile ich auch große Konkurrenz.

00:19:15: Allerdings wird der Vierhundertacht ermordet spektakulär in einer Kirche in Ravenna auf Anweisung des Kaisers letztlich.

00:19:23: Der ist schon bereits in Ravenne residiert, kommt zur Dode und hinterlässt orientierungslos gewordene Vaterlione, Regimenter, Soldaten und viele von diesen Leiten schließen sich dann allerich aus seinen Goten an.

00:19:39: Es ist sicher eine Erklärung für den späteren Erfolg, dass man mit dieser Anziehungskraft, mit dieser Attraktivität eines Anführers, eines Verbandes Verluste auch wieder ausgleichen kann durch die Integration von anderen Heeresgruppen sozusagen.

00:19:59: Das ist übrigens ein Vorgang, den wir auch wieder Jahrzehnte später bei Utwaka beobachten können und das ist auch so eine Figur der große Anziehungskraft hat dort eben in Italien.

00:20:10: es schafft ganz verschiedene, ganz heterogene barbarische Soldatenverbände auf sich zu verpflichten.

00:20:17: Auf seine Person bzw.

00:20:18: eben auf die Versprechen der Versorgung oder Bezahlung der Truppe.

00:20:26: vorne geschaut haben und auf die spannende Episode der Prüderung Romes noch zu sprechen kommen.

00:20:33: Möchte ich nochmal kurz zurückgehen, wir haben die Goten, die ja jetzt in einem gewissen feinschaftlichen und doch irgendwo formalisierten Verhältnis sich innerhalb des römischen Reichs bewegen.

00:20:46: Und das wird besonders dann interessant wenn sich Allerich und seine Mannen nur dreieinhalb vierneutig im Auftrag Theodosius gegen einen Usurpator zusammenschließen.

00:20:56: Und jetzt ist die Frage, wie kam eigentlich Theodosius, ein Jahr bevor er stirbt dazu den noch relativ jungen Allerich als einen verbündeten Krieger für sich zu gewinnen?

00:21:07: Aus dem schieren Mangel an Mann unter Waffen?

00:21:12: gerade diese verschiedenen Osopationen haben ja eben zur Folge dass es eng wird mit Armeeverbänden die man auf seine Seite ziehen kann.

00:21:22: und da scheint Theodosius gar keine andere Wahl gehabt zu haben, als zu rekrutieren unter anderem eben die Goten, die alle recht gefolgt sind.

00:21:33: Sie müssen bedenken dass das ja nicht der einzige Usurpation war.

00:21:38: an den Grenzen Italiens führt diese Usurpations einer großen Schlacht in der sich die Gotten durchaus bewähren.

00:21:46: Den Kaiser eben auch mit Retten und anderen Truppenverbänden.

00:21:51: gleichzeitig Gibt es Probleme in Afrika?

00:21:54: Etwas vorher mit einem gewissen Guido, der auf die gar nicht so schlechte Idee kommt sich in Afrikas unabhängig zu machen.

00:22:01: Wohlwissend um die Erpressungskraft, die die afrikanischen Provinzen entwickeln können.

00:22:08: denn das Reißzentrum Italien und die extremen Bevölkerungsreiche immer noch extreme Bevölkerungsreichestadrom hängen auch von den Getreidelieferungen aus dem Agrarzentrum Afrika sehr stark ab.

00:22:21: Und hier ist es sehr gefährlich für die römische Zentralmacht, wenn sich lokale Potentaten unabhängig machen.

00:22:29: Gott das will ihn vielleicht sogar auch noch zum Kaiser ausrufen lassen.

00:22:33: aber im Hintergrund dieser Osobation als Anerich für Theodosius kämpft steht alles Mögliche auf dem Spiel.

00:22:42: Es grummelt in Britannien kurz darauf.

00:22:46: wenige Jahre später kommt es dann eben auch zu mehreren Osopationen.

00:22:51: Die britannischen Truppenverbände, die fühlen sich isoliert allein gelassen, erheben gleich drei Osopatoren hintereinander.

00:22:59: gibt da ein großes eine große Folge an solchen Osopasionen?

00:23:04: nur eine davon wird unter Beteiligung der Druckmaler ist niedergeschlagen.

00:23:09: aber die Hauptantwort wäre in einer Ununterbrochenen Folge von verschiedenen regional mehr oder weniger scharf ausgeprägten militärischen Auseinandersetzungen, Bürgerkriegen innerhalb der römischen Welt wird es immer schwieriger Truppenverbände zu finden aufzustellen.

00:23:29: Dazu kommt natürlich noch das zynisch gesagt wieder so ist am Markt die barban unter allerich- oder generell barbarische Truppen auch billiger gewesen, sind als reguläre römische Truppen aus römischen Bürgern.

00:23:48: Das war also deutlich günstiger solche Paparenverbände zu rekrutieren und hier reden wir von einem Verhältnis von drei oder sogar vier zu eins in den nötigen Soldzahlungen.

00:24:04: Also auch das sicher ein gewichtiger Grund, um sich dieser Föderatenverbände ist übrigens eine der Forschung sehr emsig besprochen.

00:24:15: Er kritisiert den Begriff.

00:24:16: aber bleiben wir mal dabei.

00:24:18: Leute die mit der Reichsregierung einen Vertrag mit bestimmten Verpflichtungen eingehen.

00:24:24: Die kriegt man günstiger.

00:24:30: die übrigens ja auch noch dann auszurüsten und zu versorgen ist von Staatsseite, die ist kostspieliger.

00:24:39: Eugenius wird diesen Kampf gegen Theodosius verlieren.

00:24:42: und dann habe ich mir als Nächstes in meiner Gliederung notiert dass Alarich dann von Theodosius zumindest aus seiner eigenen Sicht nicht hinreichend dafür belohnt wird das er ihm beim Sieg geholfen hat und dann plündert über den Balkan zieht.

00:24:58: Konnte oder wollte Theodosius den Allerricht nicht angemessen bezahlen?

00:25:03: Wahrscheinlich eine Mischung aus beiden.

00:25:05: Dann geht es natürlich stets um eine Konkurrenz verschiedener solcher barbarischer Anführer untereinander gegeneinander, also Theodosius hat da natürlich Einfluss in seinem Hofrat von verschiedenen Seiten.

00:25:24: dazu kommt natürlich dass er dann auch relativ bald Und das Zeitliche segnet eine Nachfolge, seine beiden Söhne folgen ihm nach Arkadius im Osten und Honorius im Westen.

00:25:35: Honorius übrigens damals noch ein Kind also sicher nicht im Stande da jetzt voll inhaltlich die Regierungsgeschäfte zu führen.

00:25:44: und hier haben sie dann schon den guten konkurrenten Stylico der einen enormen Einfluss auszuüben Formag im Westem aufgrund dieser Konstellation sozusagen ans Eingemachte der Versuchend an verschiedene Parteien sich zu blockieren, auch Geldzahlungen abzuziehen natürlich.

00:26:04: Stilichow wird seine eigenen Leite mehr ausschütten als die Leute Allerichs.

00:26:09: und ganz genau, ganz richtig, Allerisch verhält sich eigentlich wie ein enttäuschter wütender römischer Kommandant, der mit Waffengewalt loszieht und Anerkennung Bezahlung verlangt, also das was mir zusteht.

00:26:27: Das möchte ich jetzt haben und wie ich vorher schon gesagt habe, dass zieht sich ja auch durch die ganze Biografie allerichs.

00:26:33: durchaus als gestaltendes, gliedendes Element dieser Anspruch für gute Vertreue und gute militärische Dienste verlange ich einen entsprechenden Obolos.

00:26:45: oder mit anderen Worten.

00:26:47: Gute Frage wäre es möglich gewesen, sich die Loyalität diese Leute zu kaufen?

00:26:52: womöglich wenn wir eben andere Beispiele, spätere Beispiele betrachten die Nachfolger aller Reichs.

00:26:58: Die sind dann zum Beispiel Vierhundertsebzehn bereit gegen entsprechende Zahlungen und Nahrungsmittellieferungen, die vandalen Swieben-und Alahnen in Spanien frontal anzugreifen.

00:27:12: ein regelrechtes gotisches Rollkommander das da im kaiserlichen Auftrag los bricht.

00:27:18: und diese sind durchaus sehr neu all und funktionieren Wenn man jetzt aus der Perspektive der Reichsregierung sprechen möchte, am besten unter den verschiedenen barbarischen Konkurrenten.

00:27:31: Findet in diesem Zusammenhang auch das statt was der Herr Börm in seiner Folge über Theodosius erwähnt hat wenn Amianus Marcellinus am Schluss betont wie die Goten in einen für die Römer sehr günstigen Hinterhalt gelockt und in großen Mengen umgebracht wurden?

00:27:49: Ja ja, das sind zynische Elemente.

00:27:51: Also aus Verbündeten können Gegner werden und es gibt sehr abschänzige, sehr aggressive antiparbarische Ressentiments die wir in den Quellen teilweise greifen können.

00:28:04: Es ist recht amüsant.

00:28:05: also es gibt einen prömischen Dichter Claudianus Claudian und dieser weiß genau wie man der römischen Oberschicht, da wird er Silat seristokratische Elite Politik erklären muss.

00:28:25: Und in diesen Texten hoher literarischer Standort sehr komplexe sprachliche Ebene mit der eigenen Standpunkt sozusagen aus der Berechtigte ausgewiesen und dann greift man mit recht abschätzigen Worten den Gegner an... Da ist dann vom Paparrenstereotypen die Rede.

00:28:47: Also da sind dann Leute, die stinken oder kleiden sich in Fälle oder verhalten sich wie richtige Paparen, sind treulos ummäßig und so weiter.

00:28:57: Amissant ist nur dass unser Claudius Claudianus ja für stilig der auch ein Papa wäre nach unserem Wissen schreibt und da ist nie eine Anspielungen in diese Richtung zu lesen, es sind immer nur die anderen, die mit diesen Argumenten angegriffen werden.

00:29:18: Aber prinzipiell ist es natürlich schon so... Die Spelandicke, die Anticke an sich ist natürlich keine nette Zeit, keine schöne Zeit oft sehr menschenverachtend und so böse man einem Gegner gegenüber sein kann umso heftiger wünscht man dann auch Babaren.

00:29:38: den Untergang ist sicher richtig.

00:29:42: Theodosius stirbt im Jahr threehundert fünfundneunzig und das Reich wird aufgeteilt.

00:29:49: Im Nachhinein wissen wir das, damals war das ja nicht so beabsichtigt, das haben wir in der letzten Folge zum Untergang Westroms auch gehört.

00:29:57: Allerisch schafft es jetzt weiterhin wichtig zu bleiben.

00:30:00: er wird nämlich für den östlichen Kaiser Akkadios eine sehr bedeutende und wichtige militärische Führungspersönlichkeit

00:30:08: Genau.

00:30:08: Also das Spiel setzt sich fort, man braucht diese Armee also vielleicht auch mal so ganz praktische Überlegungen könnte man ins Spiel bringen.

00:30:20: dass sind ja Leute die Kampf-Aufwagen sind, da sind leute die Taktik Das militärische Wissen den gebrauchten Waffen die Raffinesse von von taktischen Manövern gelernt haben Und je länger sie sozusagen als Soldat tätig sind, desto qualitätsvoller wird.

00:30:42: So eine Einheit so eine Truppe.

00:30:44: und um es nochmal zu betonen niemand kann sich leisten auf diese Profisoldaten zu verzichten und entsprechend greift auch der Osten auf die Unterstützung dieser Goten zurück.

00:30:58: das wechselt hin und her.

00:31:00: man kann im Hintergrund vielleicht wohl auch jetzt keine offensive Tätigkeit oder keine offenziven Aktionen der beiden Reichsteile, weil man schon Reichstein reden kann von der beiden Kaiser.

00:31:15: Das ist nicht so ein gewöhnliches in der römischen Geschichte zumindest seit Dioglitian dass mehrere Kaiser parallel vorkommen gleichberechtigt regieren.

00:31:26: aber zwischen diesen beiden Regierungssitzen zwischen diesen Beidenhofhaltungen besteht schon eine gewisse Konkurrenz Und immer wieder lässt der Osten den Westen ein bisschen im Stich.

00:31:39: Also man kümmert sich nicht offensiv und wirbt auch gegenseitig diese Truppenverbände dann, sich ab sozusagen.

00:31:49: Wir sind ja aber doch dennoch in einem Modus des Bürgerkriegs wenn Akadius gegen Honorius kämpft, wenn der Ostteil gegen den Westteil kämpfte

00:31:59: Ja, ich würde es so scharf nicht sagen.

00:32:05: Ob man das schon als Bürgerkrieg bezeichnen kann?

00:32:07: Auch hier die Ebene unterhalb der kaiserlichen Regierung vielleicht zu berücksichtigen... Hier geht es ja eigentlich um ansprüche Stilichost des westräumischen Herführers der im Osten seine Rolle spielen will, die auf östliche Kontingente zugreifen möchte und seinen konkurrenten Ruffinus frontal angreift.

00:32:31: Also letztlich setzt sich ja dann im Westen, setzen sich Militärs in einer Heftigkeit durch, die im Oosten unbekannt bleibt – große Unterschiede zwischen Osten und Westen inklusive eben der Entstehung auch dieser sogenannten posttrömischen Regner die ja von solchen Leuten wie Allerichs Nachfolger dann eben regiert werden.

00:32:56: Aber, wie gesagt oder?

00:32:57: Also ich würde das nicht als Bürgerkrieg zwischen den beiden kaiserlichen Regierungen bezeichnen.

00:33:02: Ich würde dass das Konkurrenz der Militärskarakterisieren und man sieht ja auch in der weiteren Folge, wenn Leute gegeneinander ausgespielt.

00:33:11: Geiners kommt das dann ins Spiel einer, die man auch als Goten bezeichnet könnte.

00:33:16: Das ist ja auch eine amüsante Sache, oder?

00:33:18: Diverse Leute, die gegenseinander blutigste Kämpfe führen, fallen alle unter die Charakterisierung Gote zu sein.

00:33:28: Und gleichzeitig hat die moderne Forschung und die spätere Sicht des achtzehnten, neunzehenden Jahrhunderts dann ja den Begriff Germanen über all diese handelnden Verbände drübergelegt.

00:33:41: Vandal, Ruge, Herr Hula, Goten massivst gegeneinander agieren und das nicht sehr freundlich und sich niemals auf die Idee kommen werden, dass sie irgendein Band vereinen würde.

00:33:55: Späteromantische Ideen aber uns noch mal schafft zu beantworten!

00:33:58: Hier geht es um Militärs, die bereit sind auch offene Feldschlachten auszutragen, um ihren Handlungsspielraum, ihren Einfluss ihre Machtstellung durchzusetzen möglichst dann in gesamten Imperium sozusagen.

00:34:16: Da scheitern manche, auch Stilichurwirt der vierhundert Achttern ermordet werden.

00:34:22: Es werden eben Akteure reingeholt und Geiner es genauso wie aller ich.

00:34:26: das sind Leute die sich dadurch auszeichnen dass sie einen schlagkräftigen Armeeverband kommandieren der zur richtigen Zeit vom richtigen Geldgeber rekordiert wird und dann in Aktion tritt.

00:34:40: Wie auch immer jetzt man diese Kampfhandlungen bezeichnen möchte Allerich wird sich ja in den nächsten Jahren immer weiter Richtung Italien vorankämpfen.

00:34:51: Und ich habe es vorhin schon angesprochen, irgendwann wird er Rombolagern.

00:34:55: können Sie schildern?

00:34:57: Wie ist?

00:34:57: dazu kommt dass er sich über die Jahre immer weiter in diese Richtung bewegt und später irgendwann an der großen römischen ewigen Stadt ankommt.

00:35:06: also

00:35:07: Es wird zu eng auf dem Balken zu viele Konkurrenten im Spiel, die kaiserliche Regierung beziehungsweise die Hermeister, die darunter agieren.

00:35:20: Die haben auch mit Witz und Geschick in Auge die Armeeverbände in Richtungen zu lenken.

00:35:30: Italien ist die Hoffnung, die noch bleibt.

00:35:34: Allerich hat ja auch schon Erfahrung, er hat nämlich ganz konkret die Erfahrungen wie verwundbar die Verteidigungslinien so grob am Isonzo.

00:35:44: Also wenn man vom Balken nach Italien gelangen möchte, wie verwunderbar dort die Veteiligung Italiens ist und wendet sich ja zunächst mal nach Mailand da geht schlicht und einfach darum die keiseliche West-keiseliche Regierung zu abreißen unter Druck zu setzen um seine Forderung in Erfüll zu bekommen.

00:36:04: Dem kann Stilicho noch zuvorkommen.

00:36:08: Der entsetzt Mainan, das kommt dann zu einer sehr blotigen Schlacht wo, glaube ich auch mich zu erinnern dass gotische Lager geplündert wird.

00:36:17: also ganz knapp entgeht der gotische Verband hier der Vernichtung durch Stilico.

00:36:23: Dann gelingt es aber allerich doch nochmal auszuweichen und im Endeffekt profitiert natürlich Allerich, dann vom Chaos das in Italien ausbricht.

00:36:36: Das Stilico-Felft ermordet wird – ich habe vorher schon erwähnt – schließen sich vielleicht sogar in der Antike immer so schwer mit Zahlen.

00:36:44: Aber eine erhebliche Zahl unter Umständen, sogar wirklich mehrere Zehntausend Kämpfer die Stiliko verpflichtet waren, schliessen sich dann Alleriche an und das ist sicher ein Teil der Erklärung, dass das Potenzial dann zur Verfügung steht, die Erpressung sozusagen nochmal auf einem anderen Niveau zu spielen und direkt Raum zu bedrohen.

00:37:10: Man muss dazusagen, Mailand wird eben belagert – die kaiserliche Residenz befindet sich bereits nicht mehr in Rom.

00:37:19: Selbst Mailand wäre eine gefährliche Wahl gewesen aber da Kaiser Bonorius, der sitzt in Ravenna und Ravenna zeichnet sich dadurch aus, dass es militärische Tradition hat.

00:37:33: Das war schon in agustischer Zeit ein Flottenstützpunkt.

00:37:35: Es ist entsprechend gut befestigt, gut verteidigbar

00:37:39: liegt

00:37:40: so ein bisschen ähnlich wie benedigt in einer Lagune.

00:37:44: das hilft natürlich auch natürliche Voraussetzungen für die gute Verteidigung, Verteidigkeit aber vor allem ist es aus dem Osten gut per Schiff erreichbar, kann Nachschub angelandet werden.

00:37:57: Da kann im Notfall sogar der Kaiseliche Hof evakuiert werden.

00:38:02: Also hinter den Mauern Ravenners sitzt die kaiselische Regierung und auch das ist natürlich ein Grund dafür dass mit wenig Werf verteidigt wird.

00:38:13: man hat da sozusagen eigentlich schon die Kontrolle in Italien im alten Reichszentrum verloren.

00:38:21: Wenn man es noch komplizierter erzählen möchte, es kommt schon zu einem ganz unabhängig von den Goten und Allerecht.

00:38:28: Zu einem barbarischen Einfall in Italien unter einem gewissen Radar-Geiss.

00:38:35: Mordende und singende Banden machen sich hier in Italie breit.

00:38:40: Und auch das ein Teil der Erklärung, dass immer schwieriger wird die Kontrolle an Italien aufrechtzuerhalten.

00:38:47: Und wenn man so möchte ist Allericht der Überlebende!

00:38:50: In all diesen Kämpfen senden mich schon aus Glück und strategischer Klugheit alle Regierner, der noch genug Schlagkraft besitzt um weiter agieren zu können.

00:39:02: Noch ist aber nicht an Rom angekommen?

00:39:04: Und wie kommt er jetzt dahin?

00:39:08: Genau ich habe schon erklärt, Ravenna schwer zur Obern, kaum zur Obern.

00:39:13: auch in mein Land ist man schon gescheitert.

00:39:15: Rom ist ein niedrig leichtes Ziel.

00:39:19: also.

00:39:20: es wird zwar schon als Radargeiss und seine marodierenden Truppen in Italien agieren, die auch elianische Mauer entstand gesetzt aber im Vergleich zu den genannten Residenzstätten ist Rom sehr schlecht, sehr schwer zu verteidigen.

00:39:37: Man hat sich ja im Laufe der römischen Geschichte immer darauf verlassen große Gebiete zu kontrollieren meist nie so primäres Ziel die Hauptstadt zu verteidegen.

00:39:51: Und Rom ist natürlich das alte, symbolgeladene Zentrum.

00:39:56: Man möchte sagen der Welt dahin sich zu wenden.

00:40:00: Das ist dann schon ein Signal, dass entsprechend wahrgenommen wurde.

00:40:06: es sitzen auch immer noch sehr reiche Angehörige des Senatseristokratiemitglieder der kaiserlichen Familie in Rom.

00:40:14: also wenn man Druck ausüben möchte ist das eine gute Wahl sich sozusagen nach Rom zu wenden.

00:40:23: Was mich bei der Vorbereitung auch überrascht hatte ist, Allerich wird Rom im Jahre fourhundertzehn plündern.

00:40:31: aber diese Belagerungen beginnen im Jahr vierhundert acht und bei den ersten beiden Malen wirkt das Wort die Stadt gar nicht unbedingt obern wollte sondern dass es wirklich nur eine Art von Pfand von Geisel war, dass er da vor dem Bauern der Stadt lagert.

00:40:48: Genau, also Druck ausüben.

00:40:50: Dann kommen verschiedene ... Auf verschiedenen Ebenen kommt entgegenkommen Ernennung zum Herrmeister mit entsprechenden Solzzahlungen dann gibt es sogar noch Die Erhebung eines Kaisers in dieser chaotischen Situation vom gottischem Naden, also allerich setzt den Senat dermaßen unter Druck.

00:41:14: Dass ein gewisser Priskus Atlas für kurze Zeit zum Kaiser erhoben wird der soll dann aus gottische Marionette agieren.

00:41:23: das funktioniert nicht wirklich das dauert nicht lange aber es sind.

00:41:28: es ist dreistoffig sozusagen und erst nach dem verschiedenste Zugeständnisse schiefgegangen sind.

00:41:38: Der Hunger gegen die guten Selbst gelenkt wird dann auch, man möchte meinen Rom-Hunger da aus.

00:41:46: aber es ist so dass die gottische Armee vor den Mauern auch von den Versorgungslinien abgeschlossen ist.

00:41:54: das hat auch mit der Situation in Afrika wieder zu tun.

00:41:59: auf jeden Fall bleibt den Goten dann in einer letzten dritten Stufe keine Alternative als alleine schon um die Speise kann man sozusagen zu öffnen, die Stadt ausführlich zu plündern.

00:42:13: Gibt dann diverse wahrscheinlich im Nachhinein als Rechtfertigungen, als Erklärungshorizonte gedichtete Variantengeschichten von Mitteln und Eliten, die die Tore öffnet.

00:42:26: was auch immer das ist sozusagen Der eine Erzählstrang bleibt, der andere Erzählistrang ist das Motiv des relativ zurückhaltenden, schmutzlich immer kultivierten Blündern.

00:42:41: Wie blündert man kultivert möchte?

00:42:42: Man sich fragen.

00:42:44: Also es ist relativ einfach erklärbar.

00:42:46: hier geht es sozusagen darum dass Elitenangehörige also selbstbewusster römische Senatoren den Vorwurf in den Raum stellen, es sei doch wohl dann auch die Missachtung der alten Götter das dominierte Christendom mit Schuld.

00:43:05: Das dürfen wir vermuten sozusagen indirekt aufgrund der heftigen Reaktion von kirchlichen Schriftstellern wie Ironymuster große Dibelübersetzer wie Augustinus, der von Afrika ausschreibt oder sein Schüler und Nachfolger Osius.

00:43:22: diese Theologen, Kirchenväter die betonen dann so stark den Punkt dass die guten ja eben auch Christensinn und Selbstbarbaden werden von dem Heil Jesu Christi gebändigt.

00:43:39: Und die verschwohnende Kirchen, die verschonenden Klöster verhalten sich sozusagen reinigermaßen respektvoll und das sei doch So, zumindest Augustinus.

00:43:51: eine Welt in der man zurechtkommen kann will ich jetzt mal ganz heruntergebrochen sagen.

00:43:55: Also da haben wir verschiedene gegeneinander arbeitende Diskurse die wir greifen, die wir feststellen können Die wenigen aufrechten noch an die römische und heitensche Vergangenheit appellierenden Senatsaristokraten gegen kirchliche Stimmen.

00:44:16: Kirche hat sich längst durchgesetzt.

00:44:18: also In der Regierungszeit des inzwischen ja Totenteadosius verfolgt dieser ganz klare Übergang zur Staatsreligion.

00:44:31: Das Christentum ist unangefochten, die einzige erlaubte akzeptierte zugelassene Religion.

00:44:39: Und doch hier sind noch Konflikte im Hintergrund, wir haben in unseren Quellen ja meistens Elitendiskose überliefert.

00:44:46: Das wird beklagt, das ist schwierig aber von archäologischen Befunden ist es sehr problematisch natürlich außerhalb dieser elitären schriftlichen Debatten breitere Meinungen einzuholen.

00:45:04: Aber wie gesagt, was wir hier greifen können, verschiedene Eliten, die gegeneinander argumentieren in den Quellen und die Leute Aalerichs oder Stilichos oder das Rufinus später anderer Hermeister.

00:45:21: Oder die Untertanen der barbarischen Könige.

00:45:25: Die darf man ja auch spätestens dann wenn sie ihren Platz gefunden haben in der öhmischen Provinzen, was eine neue Elite charakterisieren.

00:45:36: Die mit diesen genannten Eliten im Konfliktgerät.

00:45:40: ganz konkret gerät man mit der Reichskirche, mit der nikranischen Reichskirschen einen Konfliktt weil die oder nicht die meisten aber viele Angehörige dieser barbarischen Armeeverbände einer anderen Theologischen Richtung Anhängen, die auf den Konzilien von Nikkeer III.

00:46:04: Vierundzwanzig und kommt zu den Opel Dreieinundachtzig klar, was ihre Lehre oder das Fehler charakterisiert wurde liegt daran dass die Anhänger diese Homörischen Variante ist auch ein bisschen komplizierter.

00:46:20: es klingt verschiedene Abstufungen sagen wir mal andere theologische Varianten Erklärungen der Natur Christi, die Abweichen von Reichskirchlichen.

00:46:32: Die Anhänger dieser theologischen Varianten sind häufig aus dem Reich geflohen und fanden bei den Barbarenverbänden an den Grenzen ihre neuen Vertrone.

00:46:46: Und mit den barbarischen Verbänden kommt jetzt sozusagen diese Humöse Variante des Christentums in Abstoffungen, wie gesagt zurück ins Reich.

00:46:59: Und das sorgt für gewaltige Auseinandersetzungen vor allem in Afrika.

00:47:05: da ist es am schlimmsten, das ist am heftigsten.

00:47:07: dann unter vandalische Herrschaft.

00:47:09: aber schon von Anfang an also dieses Bekenntnis zum Unteranführungszeichen falschen Christentum dass klagen die kirchlichen Autoren vom Anfang an sehr scharf an

00:47:22: Wie ernst, wie bedrohlich waren denn diese Belagerungen für die Stadt Rom selbst?

00:47:28: Vielleicht auch für die Stadtevölkerung.

00:47:30: Immer noch mal mit dem Rückgriff darauf was ich eben gesagt habe das allerrichtest bei den ersten zwei der drei Belagerung ja eigentlich dabei belässt die stadt einfach nur zu bedrohen dass obwohl man ihn beim zweiten Mal schon die Türen offiziell öffnet

00:47:46: Ja wie gesagt haben sich die Verhältnisse und die Umstände geändert.

00:47:51: es ist bei der tatsächlichen beim Einbrechen der Goten, beim dritten Versuch dann schlicht und einfach Hummer- und Verzweiflung auch im Spiel.

00:48:00: Schlimm ist so eine Blünderung für die Einwohner der Stadt immer.

00:48:03: also das lässt sich nicht schön reden.

00:48:07: Klar es ist natürlich zu beobachten dass wir fünfundfünfzig Jahrzehnte später offenbar immer noch genug zu holen war für die Vandalen Geiserichs aus der Stadt.

00:48:22: Konkretes Beispiel, wir wissen zum Beispiel im Jupitertempel war als Siegesbeute vom Veritzung des Titus siebzig nach Christus aus Jerusalem zerstört wurde und der jüdische Tempel zerstörd wurde.

00:48:37: Das jüdliche Tempelgeräte ausgestellt was natürlich eine Demütigung auch der gläubigen jüdischen Gemeinden stets dargestellt hat.

00:48:47: und offenbar gelangten Teile dieses jüdischen Tempel-Inventars durch die Plünderung allerricht, dann letztlich nach Spanien an den Hof des späteren westkortischen Königs.

00:49:03: gleichzeitig aber gelangten andere Objekte nach Catago.

00:49:07: Also man könnte vorsichtig annehmen dass die gotische Plünderin noch genug in der Stadt zurückgelassen hat.

00:49:20: Die Schonung der Kirchen, wie gesagt die betrunnt wird von den kirchischen Autoren.

00:49:26: Eine schwere Zerstörung eine Brandschatzung wird es nicht gewesen sein aber schlimm genug für die Zeitgenossen.

00:49:38: Da ist es wahrscheinlich auch wie bei der sogenannten Reichsteilung.

00:49:43: Man hat das Ereignis, diese Plünderung später korreliert mit dem Untergang Westroms – ich meine, das muss man ja auch immer sagen den Zeitgenossen war ja nicht klar, dass dann sechzig-sehntig Jahre später das weströmische Kaisertum endet.

00:49:57: also ich denke mal bei dieser Darstellung des der Plünders als Teil des Ende Westromes da denkt man wahrscheinlich auch viel vom Ende her oder?

00:50:07: Man denkt vom Ende her, es gibt auch Zeitgenöße und unterschiedliche Stimmen in Hieronymus.

00:50:12: Der charakterisiert das darf ich so sagen viel hysterisch als Augustin etwa.

00:50:18: Da ist der Bruch schon heftiger.

00:50:23: man darf nicht unterschätzen die Eroberung dieses alten Reichszentrum.

00:50:30: Die hat schon eine wenige symbolische Bedeutung.

00:50:32: Wann wird Rom zuletzt erobert?

00:50:34: Das ist in beinahe schon mythischer Vorzeit im vierten Jahrhundert durch die Kälte des Brengaus mit den berühmten Geschichten, die in der römischen Historografie jedes Kind natürlich gekannt hat.

00:50:47: also das hatte schon eine enorme symbolische bedeutungs.

00:50:53: wird sich der kluge Zeitgenoss auch gedacht haben, wir schaffen es nicht mehr den Mittelmeerraum unter Kontrolle zu halten.

00:50:59: Wenn so was passiert dann hat sich schon etwas geändert.

00:51:02: auf der anderen Seite bedenke man die kontinuierliche Bedeutung Romes.

00:51:07: also Rom bleibt ja das wesentliche Zentrum der lateinischen Christenheit.

00:51:14: Den Platz in der Kaiser in Italien lässt den übernimmt zur gar nicht kleinen Teil der Bischof von Rom, der Papst.

00:51:24: Das zeigt sich alleine schon daran dass der größte Grundbesitzer in Italien eben jemals der Kaiser nach für Sechsundsiebzig dann der Papster sein wird.

00:51:35: und die residieren in Rom.

00:51:37: Und Rom wird auch immer ernst genommen als Zentrum etwa auch der Debatte zwischen Ost- und West.

00:51:48: also noch In den folgenden Jahrhunderten haben byzantinische kirchliche Eliten aber auch die kaiserliche Regierung ein großes Bedürfnis in der Stadt Rompräsenz zu zeigen.

00:52:01: Dort etwa östliche Heilige verehren zu lassen, da fließt dann durchaus auch Geldinteresse Teilnahme hin in diese Stadt.

00:52:12: also so einfach ist es nicht.

00:52:14: einen tief empfundener Bruch der natürlich dann, was man auch sagen muss in der späteren Geschichtsschreibung entsprechend aufgeladen wird.

00:52:28: Also die deutsche Geschichtswissenschaft des neunzehnten Jahrhunderts sieht da natürlich eine Leistung darin.

00:52:37: hier zeigt sich wie neu in Herren sind die Gamanen.

00:52:41: das Dekadente Rom geht zugunde dass jetzt sozusagen eine gamanenfreundliche Geschichtsschreibung greifbar, die das entsprechend auflädt.

00:52:52: Die britische Geschichtschreibung der späten Aufklärung, die spätten achtzehnten Jahrhunderts Edward Gibbon namentlich genannt oder den kleinen Fall of the Lommen Empire übersteigert das in eine andere Richtung als dann das Ende der Zivilisation und dass die Paparen ihre dreckigen Füsse in die heiligen Hallen rumsetzen.

00:53:12: ganz schwierige Debatten.

00:53:14: ich glaube es wird klar, dass wir in einer Zeit leben, in der parallel nebeneinander sehr viele gesellschaftliche philosophische religiöse Konflikte ausgetragen werden.

00:53:30: In der sich wesentliche Dinge auch ändern – also allein schon die Durchsetzung der Kirche als Machtinstitution, als neue Teil der Elite ist von großer Bedeutung, dann kommen diese fremden Militärs noch hinzu.

00:53:50: Die ehemalige Bedeutsame, fast schon der allein dominierende Senatsaristokratie wird da beinahe ein bisschen an den Rand gedrängt.

00:54:01: Das sind sozusagen die gesamtgesellschaftliche Auseinandersetzungen und parallel dazu haben sie eine Partikolarisierung, eine deutliche Zunahme der Bedeitung von Regionen, von Provinzen Galien, Spanien und Afrika entstehen dort neue kleine Zentren.

00:54:20: Peter Brown, der große Peter Brown in Princeton hat das vor einigen Jahren so charakterisiert dass der Verlust der zentralen Romanitas also der hofhaltung der kaiserlichen Hofhaltung in Italien und was wir heute besprechen da sind ja Schritte in diese Richtung.

00:54:37: Das ist eine Entwicklung die klar darauf hin führt dass Italien diese Zentralfunktion einböst, dass sich das relativiert.

00:54:48: Diesen verschwinden der zentralen Romanitas folgen lokale Zentren von Romanitas aus einer römisch-einenden Idee sozusagen.

00:54:58: und die lokalen Zentren sind dann die Höfe der barbarischen Könige in Toulouse später Toledo in Catago oder dann eben auch in Ravenna als dort ein gottischer König regiert.

00:55:15: Und diese lokalen Zentren, die bieten aber den Angehörigen der Oberschicht natürlich nicht mehr eine so überregionale, geografisch weitreichende verknüpfte Karriere, aber immerhin noch eine zivile oder militärische Karriere in dieser Region.

00:55:35: Also da wird sehr viel Bedürfnis der Oberschichten, dem wird Rechnung getragen.

00:55:40: Es partikularisiert sich, es regionalisiert sich aber gewisse Grundelemente die bleiben ganz ähnlich, ganz vergleichbar nur eben mit anderen Vorzeichen, mit regionalen Vorzeigen.

00:55:54: Wir kennen die Zerrbilder des sogenannten Cesaren-Wahnsinns und Spätrömischen Dekadenz.

00:56:01: Und da spielt diese Geschichte rein, dass man dem weströmlichen Kaiser Honorius das Ende von Roma berichtete als Arlarich der Durchmachodierte und er sei dann in Sorge auf den Boden gefallen.

00:56:14: Das handelte sich um seine Lieblingsfond, das auch Roma heiße.

00:56:18: Und als er gehört hat es geht um die Stadtweig eigentlich mehr so besorgt.

00:56:21: ist da überhaupt irgendwas dran?

00:56:24: Ich glaube bei Prokop steht das... Häufig in der Antiknistographie natürlich, dass bei solchen Ereignissen und solchen Prozessen dann schuldige festgemacht werden.

00:56:37: In diesem Fall wird der Kaiser kritisiert.

00:56:43: Schwierig, Brokop schreibt natürlich deutlich später das ist jetzt alles andere als zeitgenössisch auch wieder aus dem Abstand eine lange Entwicklung im Auge zu haben.

00:56:54: also Brokob hat da ja Ganz anderes Wissen als die Zeitgenossen.

00:57:00: Dieser Honorius war jung, also die Herrschaft übernommen hat ein Kärnchen.

00:57:06: Wahrheit mag in solchen Anekdoten natürlich immer stecken aber hohes Maß an Idealisierung.

00:57:16: man erwartet sich von einem Kaiser im Idealfall nach der Folie, der großen bedeutenden römischen Kaiser bei der Armee zu stehen oder Feldherr zu sein, strategisches Verständnis zu haben.

00:57:33: Und das ist bei vielen spätenticken Kaisern nicht mehr der Fall.

00:57:38: hinter einer solchen Kritik, hinter einer solche Geschichte kann aber natürlich auch die Unzufriedenheit hervortreten einer alten Elite die eben beklagt, skanalisiert das den barbarischen Hermaistern.

00:57:53: Wie ist die Dichor etwa so viel Macht?

00:57:56: Soviel Bedeutung abgegeben wird diese Maßnahmen, diese Akzeptanz, dass die Möglichkeit solche Karrieren überhaupt zu machen für Barbaren eine solche Systemkritik, eine solche Kaiserkritik kann hinter solchen Motiven, hinter solchen Erzählungen stehen.

00:58:18: Gehen wir zurück zu Alerich.

00:58:20: Er hat Rom geplündert, in welchem Ausmaß haben sie gesagt ist nicht so ganz klar aber die Guten werden sicherlich jetzt reicher sein als vorher.

00:58:30: was passiert jetzt?

00:58:30: Was macht Alerig nun?

00:58:33: Ein Teil der Verhandlungen vor Rom liegend vor Rom stehend vor dieser dritten Phase erst man dann tatsächlich die Stadt geblündet hat dürfte darin bestanden haben dass man entweder von Seiten des verzweifelten Senats oder wer auch immer mit aller Reche die Verhandlungen geführt haben mag und das Afrika versprochen wurde, Eine Anregung, eine Aufforderung an allerich erfolgte Marschier nach Afrika.

00:59:07: Sichere dort die Situation!

00:59:09: Hier haben wir schon wieder einen Aufstand der Neosopation.

00:59:13: Unser Grundproblem, unser Hauptproblem ist dass die Nahrungsmittelversorgung aus den afrikanischen Provinzen nicht mehr funktioniert und umständen wollte mein allerich beauftragen hier für Ordnung zu sagen.

00:59:25: Und oder?

00:59:26: Allerlich

00:59:27: clever wie er war denkt sich selbst.

00:59:30: Interessante Möglichkeit Afrika, das wäre doch ein Ziel.

00:59:35: Das wäre eine Variante finde ich als Autor einer Vandalengeschichte auch deshalb so spannend weil beinahe zwei Jahrzehnte vor der Oberung Afrikas durch die Vandallen und Al-Hanen allerich nach Süden aufbricht um nach Afrika überzusetzen.

00:59:53: also wer weiß wäre es ihm gelungen wie die Geschichte ausgegangen wäre.

00:59:58: aber Afrika ist natürlich sozusagen eine sehr attraktive Region, zeigt sich dann an der späteren Geschichte der Vandalen und der Lernen.

01:00:07: Ja nur die Samfige schrecklich schief.

01:00:10: Es ist zu spät im Jahr Die Herbststürme toben schon über das Mittelmeer die Versuche überzusetzen gehen.

01:00:18: schreckliche Schief sitzt dann fest im Süden Italiens.

01:00:25: und wieder das stetige Problem, wie versorge ich diese umfangreiche Armee?

01:00:31: mit ihrem Tross, mit ihrem Gefolge.

01:00:34: Das treibt, dass das Grundproblem schwer zu lösen ist.

01:00:39: In dieser Situation stirbt Alerich.

01:00:43: Später kommt erst die Geschichte bei Jordanes in unsere Quellen des Seils Kalabrien, ein Fluss umgeleitet worden.

01:00:54: Der Bocento gibt dann übrigens auch eine berühmte Ballade die vielleicht manche Hörerinnen und Hörern noch in der Schule gelernt haben das Grab im Bocenta von Platten.

01:01:05: Diese Geschichte bei Jodanas das dürfte eine Topics sein.

01:01:10: Das dürfte sich auf eine ältere Geschichte eines britischen Königs beziehen.

01:01:15: den anderen Quellen überliefert ist Wahrscheinlich.

01:01:20: Wie es auch immer sei, die Sache geht schief.

01:01:24: Geht zu Ende was die Personaleris betrifft.

01:01:27: aber sein Nachfolger Arthur Ulf kann dann ja den Armeeverband erfolgreich in der Syngaliens bringen und auch noch eine ganz wichtige Sache durchsetzen.

01:01:40: In Rom hat man nicht nur Nahrungsmittel- und Reichtümer an sich gebracht sondern wichtige Persönlichkeiten.

01:01:49: der andere ist die Schwester des Kaisers, die Schweste des regierenden Kaiser Galapagilia.

01:01:54: Und sie heiratet nun, ob freiwillig unter Zwang das heißt diskutiert aber die heiratete Artaulf den Nachfolger Allerichs und der Sohn dieses Paares der als Kleinkind schon stirbt heißt bezeichnenderweise Theodosius.

01:02:12: also hier steht dann Im Raum ein weiterer Sprung in den Machtansprüchen dieser barbarischen Militärs.

01:02:21: Die wollen reine die Kaiserfamilie, die wollen an der kaiserlichen Dynastie beteiligt sein.

01:02:28: Man muss dazusagen Stilo hat das auch schon geschafft.

01:02:30: manche andere barbarische Herführer diese Verwandtschaft zum Kaiserhaus zu bekommen und ausdehnen hätte sich ein Machtanspruch ableiten können, der eben dann doch auch wieder überregional einen Anspruch auf die Nachfolge des Kaisers im Westen gewesen sein könnte.

01:02:50: Ähnliches versucht dann übrigens der Wanderer König Geiserich in dem er seinen Sohn mit einer kaiserlichen Tochter verheiratet.

01:03:00: also das war ihm Aktionsraum im Aktionsrahmen dieser barbarischen Eliten schon auch eine Option.

01:03:10: Zum Abschluss würde ich gerne noch einmal das große Bild aufmachen, ich habe vorhin schon während einer Frage gesagt Wir können ja die römische Geschichte nicht vom Ende her denken wir können nichts sagen.

01:03:28: Vierhundertzehn wussten wir noch nicht, dass das römische Westreich untergehen wird.

01:03:37: Herr Börm hatte in der Aufnahme letztens auch gesagt er hätte auch dem römischen westlichen Kaiserturm bis ungefähr zehn Jahre vor Homulus Augustus durch die Uduaka eine realistische Chance gegeben.

01:03:50: Wie sehen Sie das?

01:03:51: Wie zentral oder eben auch nicht zentrale war allerwegs Plünderung für den Untergang des weströmischen Kaisertos.

01:03:58: Also wenn es erlaubt ist, wieder ein bisschen auszuholen.

01:04:02: Es gibt einen ganz großartigen Aufsatz des italienischen Althistorikers Analdomo Miano aus den Seventigern Jahren, ein bisschen in Vergessenheit geraten.

01:04:13: und dieser Aufsitz der Mahl, ein Bild des Bezugnahme auf das römische Kaiserdom, dass sich Erstelementar ändert, dass es keinen römischen Kaiser mehr gibt.

01:04:29: Und da sprechen wir vom Jahr eighteenhundert sechs oder achtzehnhundert drei.

01:04:33: Also ein bisschen Jahrzehnte vorher schreibt Edward Gibbens sein großes Buch über Niedergang und Untergang und Verschwinden des Römischen Reiches.

01:04:44: aber diese Idee eines einer Zisur eines Bruches der kommt in europäischen Geschichte im europäischen Bewusstsein relativ spät.

01:04:54: Im Zeital des Barock, im siebzehn-achzehnten Jahrhundert und der folgenden Zeiträume hätte Ihnen ein gelehrter oder vielleicht auch ein einfacher Bauer erstaunt ins Gesicht gesehen.

01:05:07: Und gemeint bitte wovon ist die Rede?

01:05:10: Es regiert doch ein räumischer Kaiser über ein glückliches Reich!

01:05:17: Die Kirche ist das Kontinuitizphänomen schlechthin Also bei allen Differenzierungen und Brüchen, Schwierigkeiten und lokalen Entwicklungen, die es hier natürlich auch gibt.

01:05:30: Aber kontinuierlich besteht eine im Lateinische Liturgiesprache mit einem entsprechenden Kommentar- und Bildungsapparat operierende Kirche, die ihr Zentrum in Rom verortet.

01:05:45: Und auch hier vom kirchlicher Seite sieht man weniger Bruch als Kontinuität.

01:05:50: Kann dem Kollegen Baum auch nur zustimmen!

01:05:55: Da hätte es wohl auch andere Entwicklungshorizonte gegeben, man könnte es auch so charakterisieren.

01:06:01: Es dauert halt dann recht lange, mehrere Jahrhunderte bis in diesem Milieu der westlichen Nachfolgereiche des Imperiums ist.

01:06:14: wieder jemand wagt den Anspruch auf den Kaisertrom zu stellen.

01:06:19: Das tut bezeichnenderweise bekanntermaßen Karl der Große, der im Jahre achthundert dann zum Kaiser gekrönt wird.

01:06:26: Zwar nicht unter Verwendung der klassischen Titulatur bisschen verbogen ein bisschen um den Preis sozusagen herumreden.

01:06:35: Schwierigkeiten mit Konstantinopel.

01:06:37: von aus konstantinoppel kommen wütende Proteste das ist ja alles klar und nachvollziehbar.

01:06:43: aber dieser Karl weiß schon sehr genau, was er hier tut.

01:06:49: Der ist nämlich der erste vielleicht nach Theodorich dem großen Goten in Italien, der mehrere Zentralräume des alten Dateinischen Westens kontrollieren kann, namentlich nämlich Gallien und größere Teile Italiens.

01:07:08: Aus diesem Anspruch kann man dann wieder Imperator und Augustus sein.

01:07:14: Und eben nicht nur Rex oder von den Romanischsprachigen untertanen, dass Dominos Moster bezeichnet der Herr eines abgegrenzten Teilgebiets.

01:07:26: Mit anderen Worten die Ideen, die Konzepte bleiben lebendig, sie bleiben im Raum.

01:07:33: das ist immer in der Geschichtswissenschaft Die Kunst betont man den Bruch oder die Kontinuität.

01:07:39: mehr gibt natürlich vieles, das endet.

01:07:44: Klassische Althistorikerinnen und Althistoriker vermissen jetzt etwa die nicht-christliche Antike, wobei man auch da sagen kann – die reiche Literatur, die Mythologie und die Welt der nicht christlichen Antike überliefert.

01:08:02: Die wird ja auch in diesen Jahrhunderten, in diesen Zeiten gepflegt abgeschrieben.

01:08:08: Die Texte, da gibt es auch künstlerische Darstellungen eines Auseinandersetzungs damit.

01:08:13: Also ich neige eher zu einer Betonung der Kontinuität und eines Prozesses der Transformationen die aber deutlich früher beginnt und sich sehr lange dann hinzieht.

01:08:25: also wie heute auch schon gesagt wir haben da ja enorme Umbrücheänderungen schon im Dritten Jahrhundert mit den Sessionen im Westen und im Osten des Röhmischen Reiches Diocletian und seiner Merkheiseherrschaft, einer Neuorganisation der Provinzen.

01:08:44: Das ganz andere Verständnis ist die Verwaltungsstrukturen des Imperiums massive Änderungen im Wirtschaftswesen dann eben auch in Militärwesen, die Rolle die die Paparen spielen aber vor allem eben auch dieser Übergang zu einem christlichen römischen Reich.

01:09:00: Die Durchsetzung des Christentums übernahm der christlichen Kirche erstaunstragende Institution ganz wesentlich durch Konstantin schon in den drei dreißiger Jahren ermöglicht eingeleitet, auch mit Gerichtshochheiten übrigens zivilgerichtlichen Kompetenzen die Bischöfe bekommen.

01:09:19: Hier sind die Grundlagen für das Verständnis eines mittelalterlichen Europas und ganz poetisch gesagt einer Kontinuität Kirchlichen Struktur aber eben auch das Gedanken seiner kaiserlichen Herrschaft, das endet dann vielleicht durch den Bösewicht.

01:09:39: Napoleon bedingt im frühen neunzehnten Jahrhundert als Kaiser Franz dann als letzter regierender römischer Kaiser, dass er heich für aufgelöst erklärt, versistiert, erklärt und dieses Kaisertum in ein österreichisches Kaiserdum überführt.

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