X-065: Braunkohle im Archiv: Geschichte unter der Oberfläche, mit Dr. Sabine Eibl und Gabriele Mohr {LVR geSCHICHTEN}

Shownotes

Dies ist eine Auftragsproduktion für den LVR geSCHICHTEN

Link zur Tagung "Das vergessene Revier?"

Hinweise

Initiator der Tagung war die Landeszentrale für politische Bildung NRW unter ihrem damaligen Leiter Dr. Guido Hitze. Veranstalter der Konferenz waren neben der Landeszentrale für politische Bildung auch das LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte, das LVR-geSCHICHTEN-Team und das Nell-Breuning-Haus in Herzogenrath, wo die Tagung auch stattfand.

Verknüpfte Folgen

Die Geschichte des Braunkohlebergbaus im Rheinischen Revier, mit Dr. Guido Hitze {LVR geSCHICHTEN} (24.09.2023)

Sonderreihe zur Tagung "Das vergessene Revier? Die Geschichte der Braunkohlenförderung im Rheinischen Revier" (30.06.2026)

Auszug aus dem Archivgesetz NRW (2014) (12.08.2026)

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Die Episoden werden thematisch und nicht nach Erscheinungsdatum nummeriert. Für einen chronologischen Durchgang zur europäischen Geschichte sollten die Episoden nach Namen sortiert werden. Unten in den Shownotes findet ihr die Liste der einzelnen Kategorien!

schwarze0fm hatte als Hobbyprojekt begonnen - inzwischen habe ich aber durch Auftragsproduktionen und Crowdfunding die Möglichkeit gewonnen, mehr und bessere Folgen für Geschichte Europas zu produzieren. Das Prinzip "schwarze Null" bleibt - die Einnahmen werden verwendet, für mich Rahmenbedingungen zu schaffen, den Podcast zu betreiben und weiterzuentwickeln. In dieser Folge habe ich das ausführlich erklärt.

This episode of "Geschichte Europas" by schwarze0fm (Tobias Jakobi) first published 2026-08-13.

CC-BY 4.0: You are free to share and adapt this work even for commercial use as long as you attribute the original creator and indicate changes to the original.

Der Podcast ist Teil des Netzwerks #historytelling

Transkript anzeigen

00:00:00: Zumindest so lange, wie ich Kreisarchivare war, habe ich immer Wert darauf gelegt dass wir Bestände von Heimatfoschern teilweise erwerben.

00:00:08: Wie zum Beispiel die Postkarten gesammelt haben.

00:00:12: also wir können jetzt über insbesondere über den Kreis Bergheim, über gemeilten kleine Dörfer, die in den fünftiger- sechziger Jahren verschwunden sind, kann man schon sagen haben wir ja doch gute Quellen die zeigen, wie das Leben eben halt damals in den Ortschaften stattgefunden hat.

00:01:07: Diese Folge von Geschichte Europas ist eine Auftragsproduktion für das LVR-Projekt Geschichten Reiniges Revier.

00:01:15: Die Folge ist Teil der Berichterstattung zur Tagung Vergessenes Revier – die gemeinsam von der Landeszentrale für politische Bildung NRW dem LVRA-Institut für Landeskund und Regionalgeschichte und im Nebräuhinghaus in Herzogengrad veranstaltet wurde.

00:01:33: Heute spreche ich mit Dr.

00:01:34: Sabine Eibel und Gabriele Moore darüber, wie Archive Quellen zur Geschichte der reinigen Braunkühlenförderung aufarbeiten.

00:01:42: Die beiden Expertinnen erklären warum sich die Geschichte der Braunkohle nicht in einem einzelnen Archivbarstand findet sondern warum viele Akten von Behörden, Vereinen auch Nachlässe, Karten Fotos und Sammlungen bearbeitet werden müssen.

00:01:57: Sie zeigen dann auf, wie Ihre Archive diese Unterlagen bewerten, erschließen und ordnen.

00:02:02: Und warum historische Recherche zur Braunkohlen-Geschichte mehr verlangt als eine einfache Stichwortsuche?

00:02:08: Das alles binden wir ein in die Frage nach dem vergessenen Revier – was noch alles an Forschungspotenzial unter den Schichten der archivalischen Überlieferungen schlummert!

00:02:19: In den Schonungserfolge findet Ihr Kontaktmöglichkeiten für Fragen, Feedback oder Kommentare sowie Wege, wie ihr mich und diesen Podcast unterstützen könnt.

00:02:26: Elbe durchspenden wir Paper und Kofi oder durch regelmäßige Beiträge bei Steady und Koffie.

00:02:32: In den Schollnoten gibt es auch eine Liste, inhaltlich für künfte Folgen die stets aktuell gehalten wird.

00:02:37: Zentral dabei ist die Ankündigungsfolge zur Tagung über das Vergessene Revier auf der Frau Eibel und Frau Moore dieses Thema vorgestellt haben.

00:02:46: Die beiden sind auch neu im Podcast dabei und stellen sich daher zunächst einmal vor Und ich wünsche euch viele neue Erkenntnisse mit dieser Aufnahme aus dem Mai.

00:02:56: Mein Name ist Sabine Eibel, ich habe Geschichte in Münster studiert und auch dort promoviert.

00:03:02: Und hab dann aus einer Leidenschaft erst mal an alten Schriften tatsächlich – wie das bei so vielen isst!

00:03:09: An alten Geschichten die Ausbildung angefangen im Landesarchiv Nordrhein-Westfalen des Archifreffenderiat abgeschlossen.

00:03:16: Ja, und da bin ich dann seit Jahrzehnten geblieben in einer Organisationseinheit, die nennt sich Verwaltungsjustiz und Finanzbehörden?

00:03:26: und die leite ich auch seit zwei Jahren.

00:03:29: Und mit der Braunkohle bzw.

00:03:31: der braunkohlen Geschichte, konkret bin ich in den letzten zehn zwölf Jahren, die ich tätig bin im Landesarchiv immer mal wieder in Kontakt getreten vor Haus oder besonders durch unsere Nutzen denn, wie wir die im Archiv mal nennen.

00:03:45: Also die Forscher, die Privatpersonen, die bei uns anfragen und die dann verschiedenste Themen rund um die Braunkohle an uns rangetragen haben und gefragt haben was können wir da?

00:03:55: Was finden wir vielleicht bei

00:03:57: ihnen?".

00:03:57: Und deswegen kam immer wieder so ein kleiner Klecks mit dem ich mich beschäftigen konnte.

00:04:03: und intensiver bin ich erst einmal Dazu gekommen, als wir für unsere Auszubildenden und Archivanwärterinnen einen Bestand gesucht haben den die erschließen können.

00:04:15: Erschliessen das bedeutet also Ordnen beschreiben aufhindbar machen für die Bevölkerung, für die Öffentlichkeit so dass Menschen später die Inhalte leicht suchen und auch im historischen Kontext verstehen können.

00:04:29: Und da hat mich dann ein Kollege auf einen Bestand, der erst kurz zuvor von der Bezirksregierung Köln übernommen wurde.

00:04:34: Aufmerksam gemacht und das waren ganze eighthundertdreinvierzig Akten zur Regionalplanung und Braunkohle also Sachakten zum den Großtagebau gar zwei innen Hamburg-Braunkohlen Ausschuss.

00:04:48: Das sind alles so Inhalte die davor kamen ja und in der Arbeit mit dem Bestand habe ich die habe ich dann natürlich begleitet.

00:04:58: So ging es dann weiter, bis die Anfrage nach einem Vortrag zu Quellen im Landesarchiv zur Braunkohle kommen.

00:05:05: Dann konnte ich mich auch über mein eigenes Dezernat, meine eigene Organisationseinheit hinüber damit beschäftigen und das war wirklich sehr spannend und vielfältig was sich da aufgetan hat.

00:05:14: Und seitdem bin ich dabei!

00:05:17: Ja, mein Name ist Gabriele Mohr.

00:05:20: Wie bin ich zum Archiv gekommen?

00:05:22: durch eine Anzeige in der jungen Welt?

00:05:27: Ich habe vorher eine Ausbildung mit Zulassung zu einem Studium an einer Universität für Informationen gemacht und wollte aber eigentlich immer Geschichte studieren.

00:05:38: Das durfte ich aber nicht, zu DDR-Zeiten.

00:05:41: Und hab mich dann auf diese Annonce gemeldet.

00:05:43: und siehe da – ich bin neunzehntneunzebzig angenommen worden – und habe dann bis neunzentzeinachtzig in der Franz-Mehring Archivschule im Potsdam studiert.

00:05:51: Ich habe danach ein Archiv in Nordhausen übernommen.

00:05:56: Ein Werksarchiv, das sich mit Großraumgeräten – also mit Backern die im Übrigen auch in der Frauenkohle tätig oder eingesetzt wurden – beschäftigt und habe, aus dem Bundesrepublik, mein Mann kennengelernt und war danach an der Universität in Bochum als Dokumentarin tätig.

00:06:23: Und von nineteenhundertvierneunzig bis März zweitausendsechsundzwanzig Kreisarchivarin im Rhein-Erftkreis, zwischendurch absolvierte ich nochmal ein Studium an der Humboldt-Universität in Informationswissenschaften und habe dort meinen Master noch mal nachgeholt.

00:06:40: Ja wie bin ich zur Braunkohle gekommen eigentlich?

00:06:46: durch die Politik.

00:06:47: Wir hatten in dem damaligen Erftkreis, heute rein Erftkreis, erste Anfragen im Kulturausschuss – was passiert denn wenn hier alles rekultiviert wird?

00:07:00: Man sieht gar keine Löcher mehr!

00:07:02: Wie könnten wir das denn sozusagen erhalten?

00:07:05: und da gab es wirklich auch Ideen ein Stück Braunkohlenwand über irgendwelche chemischen Mittel Haltbar zu machen und in der Landschaft zu halten.

00:07:15: Aber es gab auch dann eine ABM-Maßnahme, das einen Arbeitskreis zur Geschichte der Rheinischen Brauenpole, der bei uns im Kreiserchief angesiedelt war.

00:07:27: Und als Ausfluss dieses Arbeitskreises und dieser ABM Maßnahme konnte, Ein erstes Ergebnis zur linksrheinischen Braunkohlenforschung vorgestellt werden.

00:07:40: Und zwar ein Skript, das ist heute auch im Kreisarchiv aber nur einsehbar.

00:07:45: Das besteht aus einer Bibliografie und einer Quellen- und eine Quellensammlung zu Geschichte der Rheinischen Braunkohle, von den letzten Jahren bis zum nächsten Jahr.

00:07:58: Dieses Werk hat z.B.

00:08:00: Herrn Buschmann geholfen, seine große Arbeit über die rheinische Braunkohlenzeugnüsse zu fertigen.

00:08:09: Und ein weiterer Punkt wie ich zur Braunkuhle oder mit der Braunkahle in Berührung gekommen bin war, twentyfünfzehn sechzehn gab es nochmal einen Auftrag aus der Politik.

00:08:22: man sah sozusagen schon das Ende der Energiegewinnung.

00:08:31: Es gab den Auftrag, dass sich die Verwaltung mit der Geschichte der Braunkohle direkt im Kreis beschäftigen sollte.

00:08:40: Wir hatten den Arbeitskreis wieder im Kreiserchief angesiedelt und als Ausfluss der Arbeit konnte dann mit Kolleginnen und Kollegen aus dem Landschaftsverband Rheinland im Verein reinische Industriekultur sowie Akteuren aus dem eigenen Haus eine Publikation erstellt werden, Braunkohle im Rhein-Ehrftkreis Perspektiven und eine museale Stähle mit historischen Fotos zur Braunkohlengeschichte.

00:09:10: Die integraler Bestandteil heute der Archivausstellung Bausteine der Kreisgeschichte ist.

00:09:17: die genannte Broschüre zeigt auf dass die Entstehung der Braunkohnförderung in heutigen Rhein Erftkreise an der Wille ihren Ausgangspunkt hatte Und wie gerade die Menschen auch im Altenkreis Bergheim eben halt massiv von Umsieglungen betroffen waren.

00:09:34: Das heutige Gespräch führen wir ja im Nachgang zur Tagung das Vergessen Revier, in dem sich intensiv mit dem Rheinischen Revier befasst wurde und in ihrem Vortrag hin, die da gehalten haben ging es darum klar zu machen dass der Braunkohletagebau nicht nur Spuren in der Landschaft, in der Umwelt hinterlässt sondern da fällt notwendigerweise Papierkram an, es wurden eben schon die Akten erwähnt.

00:10:00: Frau Albel können Sie mal einen Überblick geben?

00:10:02: Was für verschiedene Quellen und was für verschiedene Akten denn da auf sie zukamen wie wir damit umgehen, wie wir dieses Aufhinde benachen von dem Sie gesprochen haben das werden wir ja sicherlich danach auch noch besprechen können.

00:10:14: Ja dann muss ich sagen dass war selbst für mich als Archivarin die eigentlich schon gewohnt ist, dass je mehr man sich mit einem Thema und je länger man sich, je intensiver man sich damit beschäftigt weitere Ansatzpunkte und Quellenmöglichkeiten findet, die sich auftun.

00:10:31: Dass doch eine kleine Überraschung war dass die Überlieferung zur Braunkohle zumindest im Landesarchiv NRW wie ich das überschauen konnte so bereit und trotz einiger Verluste Kriegsverluste auch so vielfältig und zerstreut auf unterschiedlichste Bestände ist.

00:10:46: also das hätte ich zum Anfang meiner Recherche auch nicht gedacht.

00:10:49: aber eigentlich ist es ja auch klar denn das Thema berührt viele Lebensbereiche der Menschen, der letzten Jahrzehnte und Jahrhunderte.

00:10:57: Und hat natürlich dementsprechend viele Spuren in der Archivlandschaft hinterlassen!

00:11:04: Das Landesarchiv ist ja unter anderem oder vor allem für die staatliche Überlieferung zuständig.

00:11:10: Und wenn man da sich überlegt, welche staatlichen Stellen könnten damit zu tun haben?

00:11:14: Oder haben in den vergangenen Jahren Jahrzehnten damit zu Tune gehabt?

00:11:17: Dann ist das neben der Sperrkverwaltung also Bergämter Oberbergemter gab es teilweise.

00:11:23: Den Ministerien, den Bezirksregierungen Ja, das sind so ein paar Ansätze der größeren Aktenproduzenten.

00:11:32: Aber daneben kommen dann auch ganz viele andere Unterlagen zum Tragen.

00:11:36: oder ich will mal sagen Provenienzen heißt es im Archiv.

00:11:39: also die abgebende Stelle ist dass die produzierende Stelle der Akten.

00:11:43: und da vielleicht um da einmal nochmal zurück zu greifen wie kommen wir überhaupt an diese Unterlagen?

00:11:49: Die Stellen sind ja nach Archivgesetz NRW verpflichtet an uns abzugeben und nach Ablauf der Aufbewahrungsfristen der Akten.

00:11:59: Und dann suchen wir heraus, was für die Forschung für die Nachwelt von Relevanz sein könnte.

00:12:06: in dem Fall – das ist natürlich sehr unterschiedlich!

00:12:11: Man muss sich natürlich wenn man sich den Thema nähert und Originalquellen heraussucht überlegen Wie war das historische Sättung?

00:12:19: Also der Zeitraum, die politische Situation.

00:12:21: Und dann kann man sich daran entlanghangeln auch welche Stellen und Behörden waren mit dem Forschungsthema befasst.

00:12:27: Denn es gibt dann eben Aufschluss darüber wo die Unterlagen konkret angefallen sind und auch welches Archiv dann letztendlich vielleicht aber auch welche Sammlungen Museum oder Dokumentationsstelle unterlagen haben könnte.

00:12:39: und neben den bereits aufgeführten Unterlagen der größeren Player, wenn ich das so sagen darf.

00:12:47: Haben sich aber im Laufe meiner Recherche auch noch viele Bestände offenbart wo ich es vorher nicht gedacht hätte.

00:12:52: also ein ganz tolles Beispiel fand ich die Vereinsakten oder die Vereinstregisterakten muss man genauer sagen der Amtsgerichte dass das Vereinsleben auch oftmals als sozialer Seismograph eines Ortes sehen kann denn oder nicht die Vereinstätigkeiten da sie sichtbar machen, welche Werte, Interesse, Traditionen vielleicht auch Konflikte des Zusammenlebens in einer Dorfgemeinschaft zentral sind.

00:13:19: Das ist wahrscheinlich leicht ersichtlich.

00:13:21: Und wenn man sich dann ansieht, dass wir unter anderem Unterlagen haben... Da geht es um die Transluzierung von historischen Gebäuden.

00:13:28: Von Kirchen also der Übertragung an einen neuen Ort bei einer Umsiedlung.

00:13:33: Um die Pflege des Brauchtums im Rheinischen Revier und um Unterstützungsvereine für die Bauten.

00:13:40: Also das ist wirklich ganz spannend zu sehen wie sich auch im Vorfeld einer Umsiegelungen solche Vereine gründen Die Menschen darin wirken und irgendwann tatsächlich genauso spannend dass sie aufgelöst werden, also das sich das Thema zumindest im Verhindern erledigt hat.

00:13:59: Man kann aber auch dazu sagen, wenn man heute überlegt, Großtagebaue und riesige... Schaufelrad-Bagger.

00:14:09: Was mir auch aufgefallen ist in der Recherche, dass die Anfänge zum einen relativ klein waren und ja die ersten deutlichen Ergebnisse, die ich dann so hatte wo ich aussahen könnte, da handelt es sich jetzt wirklich um Braunkohle!

00:14:24: Dass das so langsam mit einigen geistlichen Herrschaften mit den aufgesäkularisierten Klöstern, wo es um Verpachtungen ging anfing und immer mehr wurde.

00:14:36: Manchmal auch finanzielles Interesse war dahinter.

00:14:39: Beispielsweise haben wir einen französische Bergsteuerrollen, da wird dann genau aufgelistet in der franzisischen Zeit was wie viel wer ja fördert und welche Steuern man noch rausziehen kann.

00:14:53: Und das wird dann immer mehr die preußische Verwaltung, die dann einsetzt.

00:14:57: Ich habe eben die Berghempte Oberberg-Empt Bonn ganz konkret hier fürs Rheinische Revier genannt.

00:15:02: Die Verwaltung, das wird immer verzweigter und da kommen dann natürlich auch die verschiedenen Quellenarten zum Tragen.

00:15:08: Das ist wirklich ein großes Potpourri dass sich aber bis heute noch heranzieht.

00:15:14: wir holen ja jetzt auch heute noch Unterlagen rein aus der neuesten Zeit und in Zukunft wird es auch digitale Unterlagen zu dem Thema geben.

00:15:22: Ja also das ist wirklich eine ganze Menge die sich da findet und die noch beforst werden kann.

00:15:28: Archiv Das heißt, man bekommt Unterlagen.

00:15:30: Aber wenn ich das so raushöre... ...das heisst jetzt auch nicht nur dass das irgendwelche Schriftstücke sind, sondern sogar ist es die Frage diese Unterlagen, die sie dann bekommen vor allem wenn es um die inzwischen abgebagerten Ortschaften gibt, sind das da nur Schrift Stücke wie Sie es gerade auch geschildert haben oder können wir auch da zum Beispiel auch so was wie Bilder oder Karten zurückgreifen, das wir sagen können.

00:15:51: So sahen diese historischen Bäude aus da stand die Kirche und so war auch generell einfach das Dorf aufgebaut dass man diese Dorfbilder auch noch finden und rekonstruieren kann.

00:16:00: Ähnlich wie Frau Dr.

00:16:01: Eibel es gerade sagte beruht die Arbeit auch eines kommunalen Archives in Nordrhein-Westfalen auf dem Archivgesetz Und da sind wir ähnlich strukturiert sozusagen von der Hülle sollen und was wir nicht tun sollen, also dass sozusagen unser Provenienzgeber immer unsere Verwaltung ist oder die ist natürlich im Land etwas größer als in der Kreisverwaltung.

00:16:28: Aber das, was gerade angesprochen worden ist zum Beispiel Postkarten von abgebackerten Ortschaften Unterlagen.

00:16:38: Es kommt ein Ingenieur, der bei Reisenbrauen gearbeitet hat und hat noch irgendwelche Sachen bei sich in einem Schreibtisch gefunden und konnte es nirgendwo unterbringen oder bringt das dann zu uns als einen Vor- oder Nachlass?

00:16:51: Solche Sachen landen schon im kommunalen Archiv.

00:16:54: Also da legen wir als kleinere Archive gegenüber dem Landesarchiv auch einen gewissen Wert drauf.

00:17:00: Das heißt, wir haben einmal unsere vom Registraturbildner vorgegeben Aufgabe, also das was der Kreis sozusagen an Aufgaben vom Land bekommt die in der Kreisfordnungen festgehalten sind.

00:17:14: Das spiegelt sich in unseren Beständen wieder.

00:17:16: ja und auf der anderen Seite kommen Menschen aus den Ortschaften in das Archiv und sagen oh ja wir sind hier... Wir haben im Dienst so der jenes Schriftstück was wir gerne abgeben wollen.

00:17:29: ich bekomme auch.. Wir haben eine große Glüttensammlung zum Beispiel.

00:17:32: Wir haben auch unendlich viele kleine Frauenkohle-Prikets bei uns in der Kulturhistorischen Sammlung.

00:17:39: Also es gibt ganz verschiedene Dinge, die dann in einen Archiv abgegeben worden sind, die wir aufnehmen und die auch wieder für den Nutzer bereitstellen.

00:17:50: Das heißt wenn jetzt ein Forscher kommt bekommt er natürlich nicht nur das was an Archivgut aus der Verwaltung reproduziert wurde sondern auch das was uns Heimatforscher oder Einzelpersonen für die Forschung auch weitergegeben haben.

00:18:06: Und ich halte das auch für wichtig, weil wir ... Das was administrativ an Akten entsteht ist oft trocken.

00:18:14: Das hatte einen Kontext.

00:18:16: Was weiß ich?

00:18:17: Ein Frauenkohle-Ausschuss hat getagt und es gibt ein Protokoll darüber.

00:18:21: Das ist alles schön und gut.

00:18:23: Dann hat bei uns die Kreisverwaltung die Aufgabe Das zu überwachen, dass was da beschlossen worden ist auch darüber entstehen Aktenpläne, Kartenzeichnungen die sozusagen irgendwann im Archiv als Archivgut landen werden.

00:18:38: Auf der anderen Seite gibt es natürlich die Menschen draußen in der Wirklichkeit außerhalb der Verwaltung leben und direkt davon betroffen sind, dass eine Kirche verschwindet oder das ihr eigenes Haus.

00:18:51: Ihr Bauernhaus wo sie vielleicht zwei drei Generationen drin gelebt haben eben halt aufgekauft wird und sie umgesiedelt werden und der Bezug zu dieser Schule da nicht mehr da ist.

00:19:03: Also zumindest so lange, wie ich Kreisarchivare war, habe ich immer Wert darauf gelegt dass wir Bestände von Heimatfoschern teilweise erwerben.

00:19:13: Wie zum Beispiel die Postkarten gesammelt haben.

00:19:16: also wir können jetzt über insbesondere über den Kreis Bergheim über gemeilten kleine Dörfer in den fünftiger- sechzigerjahren verschwunden sind kann man schon sagen haben wir ja doch gute Quellen die zeigen, wie das Leben eben halt damals in den Ortschaften stattgefunden hat.

00:19:39: Das wäre das eine so.

00:19:40: aber ich wollte auch noch mal zurückkommen auf das was was die Kreisverwaltung oder die Vorgängerbehörden der Kreis Verwaltungen an Archivgut produzieren.

00:19:51: wir müssen immer davon ausgehen dass der heutige Rhein-Erftkreis in seiner Struktur als Kreis ein Ausfluss der preußischen Entwicklung ist, also als aus den Regionen die Region Preußisch wurde.

00:20:05: Es wurden Kreise gebildet, wo der Landrat sozusagen auch noch ein preußischer Beamter war.

00:20:11: Deswegen gibt es auch im Halt eine Überlieferung der Kreisakten im Landesarchiv bei Frau Dr.

00:20:18: Eibel bis zu fünfundvierzig.

00:20:20: Danach ist die Überlie ferung eigentlich dann in unserem Haus und man darf aber Nicht glauben, dass alles das was in einem Archiv eine Archivaldie wird und auch für die Braunkohlenforschung.

00:20:35: Dass sozusagen alles was mal entsteht bei uns landet sondern wir sagen das von hundert Akten vielleicht wenn sie Glück haben acht Stück Archivgut werden.

00:20:44: Und diese Auswahl trifft im Halt der Archivar, der sozusagen dann auch schaut wie ist denn meine Bestandsbildung?

00:20:52: Was habe ich denn jetzt schon anbestanden?

00:20:54: Was ist denn wichtig?

00:20:55: Ich will was Rechtliches darstellen und etwas Historisches darstellen.

00:20:59: Ich möchte sozialwissenschaftliche Dinge darstellen Und wenn wir jetzt mal die Braunkohle als solches nehmen, dann ist das auch wie Frau Dr.

00:21:06: Eibel es schon gesagt hat sie ist facitiert Sie ist die Bestände fließen in andere Bestände hinein.

00:21:12: Es gibt also nicht einen Bestand Braunkohle In einem Archiv Also nichts bei uns.

00:21:19: Das kommt eben halt bei den Landschaftsleuten vor, das kommt im Straßenverkehr bei der Planung vor.

00:21:25: Und es kommt natürlich gerade in den Ausschussakten ist es natürlich sehr präsent, kommen da sozusagen Informationen vor die dann als Archivgut im Archiv landen.

00:21:38: und Es ist einfach wichtig für also nicht nur für uns Archivare wir wissen das Zumindest hoffen wir, dass das alle wissen.

00:21:47: Dass wir ein Stück weit immer auch uns Kenntnisse aneignen über die politische Entwicklung eines Staatssystems mit den entsprechenden Aufgaben wirtschaftlichen Aufgaben, die darin implementiert sind.

00:22:05: Also die politischen Geschichte ist einfach wichtig zu wissen einer Verwaltung für den Nutzer eines... eines Archives, damit er auch wirklich dann die Information findet, die er für seine Fragestellung sucht.

00:22:22: Aber wir werden wahrscheinlich zum Fazit noch mal dazukommen können da vielleicht nochmal einen anderen Ausblick zu machen?

00:22:29: Ich würde gerne noch ergänzen.

00:22:31: bezüglich der Fotos oder der übrigen audiovisuellen Inhalte- oder Übernahmen in den Archiven entstehen Auch in den Akten sind ja ganz oft solche, ist eine Fotodokumentation dabei oder sind auch heutzutage manchmal auf CDs beigegeben.

00:22:48: Das sind ganz spannende Quellen auch in den akten selber die wir dort finden.

00:22:52: wenn man da beispielsweise an die Referendarsakten aus dem neunzehnten Jahrhundert vom erwähnten Oberbergamt Ambon denkt das sind dann Fotos von den ganz also ganz früher Abbildungen von den technischen Details, den Möglichkeiten.

00:23:08: Da sind dann Beschreibung derselben dabei.

00:23:12: Das ist immer ganz spannend.

00:23:14: weiterhin... wenn wir an Demonstrationen denken.

00:23:18: Das möchte ich Frau Moor gerne weiter unterstützen, die facitierte Überlieferung oder die Schichten, die man sich durchgraben muss und wo man gucken muss, wo könnte was vorkommen?

00:23:28: Wenn man jetzt an Demostrationen denkt und an die überlieferungen, die dann entsteht beispielsweise bei Polizei- oder Staatsanwaltschaften auch da können Fotos... von der Umgebung, von der Demonstration.

00:23:39: Von den Strafverfahren und allem was damit zusammenhalten sein.

00:23:44: Und das heißt man muss sich immer ganz genau angucken ja welche Stellen welch sind damit befasst?

00:23:51: Und wo kann etwas anfallen auch in welcher Art?

00:23:56: Was ich immer faszinierend finde bei Archiven ist dass was Frau Mohr gerade beschrieben hat das Kassieren dass sie sagen Sie bekommen Hundert Arten Und acht davon bewahren sie auf, heißt im Unkehrschluss.

00:24:07: Zweiundneinzig davon werfen sie weg.

00:24:11: und da ist für mich wirklich die Frage woher wissen Sie denn was in fünf zehn zwanzigfünfzighundert Jahren interessant und wichtig ist?

00:24:17: Ich kann mir diese Herausforderung, diese Verantwortung vor der zukünftigen Geschichtswissenschaft gar nicht vorstellen!

00:24:26: Also das ist eine nüchterne Analyse.

00:24:30: Es ist so, dass der Archivar natürlich nicht Gott ist.

00:24:33: Also er weiß nicht alles.

00:24:34: Er hat eine Archivbibliothek die ihn hilft Akten aus der Verwaltung zu bewerten und er weiß natürlich das.

00:24:44: Aus der Aufgabenstruktur der Verwartung kann er selbst schon ersehen kann welches Amt welche Abteilungen welches Sachgebiet archiv würdiges Material produziert.

00:24:58: sag mal so.

00:24:59: Also ich kann mich daran erinnern, als sich die Erstausbildungsjahrgänge bei den Fachangestellten für Medien- und Archivdienste durch mein Archiv geführt habe.

00:25:08: Habe ich dem Menschen immer Folgendes erklärt?

00:25:10: Ich hab gesagt wir erkennen unsere Demokratie daran dass ein Archiv offen ist.

00:25:16: um wie funktioniert das?

00:25:18: Nehmen wir jetzt mal im Bau einer Schule.

00:25:21: eine Schule wird gebaut es entsteht nackte im Schulamt.

00:25:25: Es entsteht dazu ne Akte im Bauamt, bei der Schulaufsicht beim Land NRW in die Geld dazugeben.

00:25:32: Das geht dann über die Bezirksregierung.

00:25:35: Es gibt ganz viele verschiedene Stellen, die sozusagen in diesen Schulbau involviert sind.

00:25:41: Also diese Aktenüberlieferung liegt dann erst mal in der einzelnen Verwaltung beim Sachbearbeiter.

00:25:48: Es gibt verschiedene Gesetze, die auf diesen Schulneubau einwirken.

00:25:54: In diesen Gesetzen ist festgelegt, wie lange diese Schriftstücke diese Akte aufbewahrt werden müssen.

00:26:00: Das kann bis zu dreißig Jahren sein bei eventuell Gelder aus der EU als Zuschuss gekommen sind oder vom Land.

00:26:07: Oder weil eben halt das Gesetz gesagt hat hier sind noch Unterlagen drinnen, notarielle Dinge, die müssen ... dass ich für die Jahre aufgehoben werde.

00:26:17: Das ist jetzt Fantasie, was ich

00:26:19: sage.".

00:26:20: Dann habe ich den Menschen gesagt und jetzt kommt einer der in dieser Schule irgendwann einmal zur Schule gegangen ist nach fünfzig Jahren zu mir ins Archiv und sagt, ich würde gerne über meine Schule forschen!

00:26:33: Ich hab jetzt Zeit und das fand ich so toll und wir hatten damals ein ganz tolles Relief im Flurhängen.

00:26:41: Ich konnte mich nicht mehr daran erinnern und ich finde zu Hause auch gar nichts, haben sie da noch irgendwas.

00:26:46: Und jetzt beginnt dann die Recherche im Archiv und das kann eine gute Recherch für den Nutzer werden.

00:26:54: wenn der Archivar nach dem bestimmten Ablauffristen der Aufbewahrung in Verwaltung Dann wird dieses Registraturgut, so nenne ich es jetzt mal, weil sie aus der Registratur kommt dem Archiv angeboten.

00:27:08: Wenn er dann sagt diese Akten zu diesem Schulneubau, die hebe ich auf, weil Sie erstens repräsentieren Sie für den Ort wo's gebaut worden ist – die erste Schule.

00:27:21: Sie repräzentieren das damals eine neue Schule nach neuen pädagogischen Methoden gebaut worden weil er ein Archivar ist, der auch eine gewisse Verantwortung hat.

00:27:33: Vielleicht auch noch aus Rechtssicherheitsgründen weiter auf und dann kann diese Akte ... Die hat.

00:27:39: ihre Ablauffristen von dreißig Jahren sind vorbei.

00:27:42: Kann sie denjenigen vorgelegt werden?

00:27:46: Der früher mal in die Schule gegangen ist und der aus dieser Akten ganz anderen Nektar für sein eigenes Ich zieht als das diese Akta einmal in einer Verwaltung entstanden ist.

00:27:58: So, was wollte ich jetzt dazu sagen?

00:28:00: Warum habe ich das jetzt einfach mal ausgeführt.

00:28:02: Erstens ist es für mich im demokratischen Prozess dass diese Akte der Verwaltung die unter ganz anderen Gesichtspunkten entstanden ist einen Menschen der mit ganz anderen Fragestellungen an dieser Akte herangehen kann.

00:28:15: er könnte ja auch Architekt sein und fragen welche Steine damit verwandt worden sind.

00:28:20: könnt ihr während eine Möglichkeit?

00:28:23: Das ist Demokratie Es ist Demokratie, dass jeder dann an offene Akten rangehen kann und seine Wissen oder seine Informationen aus dem was diese Akte bieten kann herausziehen können.

00:28:35: Und sich sein eigenes neues Wissen daraus bilden kann.

00:28:38: Und wie der Archivar weiß... Also erstens sind Archivare in ihrem Beruf.

00:28:44: ich war jetzt zweiunddreißig Jahre Kreisarchivarin im Rhein-Erft.

00:28:47: Wir sind das einfach weil wir weil wir auch eine gewisse Zeit brauchen, um uns natürlich in diese Gebiete einzufuchsen.

00:28:55: Aber wir wissen das dann!

00:28:56: Wir kennen unsere Verwaltung und hier entstehen Sachakten.

00:29:00: Die sind für uns wichtig.

00:29:01: In den anderen Gebieten da entstehen massenhaft gleichförmige Akten, die übernehmen wir nicht.

00:29:07: Da ziehen wir Querschnitte für die Sozialforschung.

00:29:11: Oder wir wissen, aha das ist eine Akte.

00:29:13: Die gibt's zwar bei uns aber die gibt es... Das ist nur ne Kopie!

00:29:16: Die gibt es eben in den anderen Archiv im Original.

00:29:19: also brauche ich die auch nicht aufheben.

00:29:20: Das weiß man einfach.

00:29:22: dann.

00:29:22: und ich habe ja auch gesagt dass ich meinen Östers Studium noch in der DDR gemacht habe.

00:29:28: Bei uns gab's sogenannte Bewertungsgrundsätze.

00:29:30: Wir sind danach nach preußischen Bewertung Grundsätzen noch... Das hab' ich noch studiert richtig oder?

00:29:37: In der Bundesrepublik ist es nicht ganz so So extrem, dass es so festgeschrieben ist.

00:29:42: Da geht man davon aus, das der historisch gebildete Archivar weiß was aufzuheben ist.

00:29:48: Frau Eibel, als nächstes möchte ich auch etwas eingehen, was Sie auch vorhin sagten, dass sie eben diese Vielfalt der Quellen haben und das muss ja dann in eine bestimmte Ordnung übergehen.

00:29:58: Sie haben die vielfältigen Behörden genannt, die dazukommen Und jetzt ist es ja bestimmt nicht so, dass dann in Ihrem Archiv nachher ein Regal oder ein Ordner oder eine Kiste ist.

00:30:08: Da steht dann einfach Hambach drauf!

00:30:10: Wie bringen Sie diesen Aktien dann Orten rein und wie schreiben sie dann im zweiten Schritt diese Ordnung auf?

00:30:17: So dass man eben auch findet was man sucht.

00:30:20: Ja das ist tatsächlich ne ganz wichtige Frage.

00:30:25: wir... haben bei uns in den Archiven, in aller Regel eine sogenannte Archiv-Tektonik.

00:30:30: Das heißt nach ganz groben Maßgaben wie beispielsweise dann ist das nach Zeitschnitten geordnet oder danach, ob es audiovisuelles Schriftgut ist.

00:30:42: aber noch viel wichtiger ist die Frage nach der sogenannten Provenienz also der abgebenden Stelle.

00:30:47: ich hatte es kurz vorhin schon mal erwähnt und wenn man In ein Archiv geht, da muss man sich das vorstellen.

00:30:54: Man kann nicht einfach wie in einem Google-Schlitz Braunkohle beispielsweise eingeben und findet dann alles dazu.

00:31:00: Das sagte Frau Moore ja auch schon eben.

00:31:03: Sondern man kann das natürlich machen und findet einige Treffer aber einige Unterlagen die zum Beispiel aus früheren Zeiten wenn als der Wort Braunkohl so noch gar nicht verwendet wurde wir haben eben von Klütten gesprochen und so weiter.

00:31:21: Da würde man damit nicht fündig werden, das heißt, man geht dann sozusagen die Klassifikationen, die abgebenden Stellen, die Provenienzen durch und so ordnet man aus der auch das Archiv oder die Archive in aller Regel – es gibt auch noch eine andere Art sagtematische Inventare wo man etwas nach einer Sache ordnen kann.

00:31:39: Das ist aber an aller Regel nicht der Fall sondern genau aus dem Grund dass man eben die einzelnen Stellen durchsuchen kann, ordnet Und dann muss man immer zweigleisig vorgehen.

00:31:51: Man sieht sich eben an, was ist zum Beispiel bei der Bezirksregierung Köln angefallen?

00:31:56: Welches Dezernat hat sich damit beschäftigt als abgebende Stelle – das ist dann, sagen wir mal, das Dezerna-II.

00:32:03: und kann dann in unserer Archivtektonik in der Klassifikation die dann in letzter Stufe auch nach den abgebenden Stellen geordnet ist, recherchieren über die Jahre Jahrhunderte, Jahrzehnte.

00:32:15: Was ist da angelaufen?

00:32:17: Und am besten ist immer eine Recherche, die sich einmal über die verschiedenen Begrifflichkeiten natürlich auch Gedanken gemacht hat aber auch im historischen Kontext alles gestellt hat und das ist es natürlich essentiell.

00:32:28: wichtig dass wir als Archivare nicht nur das Verwaltungsgeschichtliche Hintergrund wissen haben die sogenannten Fintbücher, in der solche Akten sortiert sind.

00:32:41: Auch vielleicht mit einem historischen Kontext und einer Einleitung verfassen.

00:32:44: Sondern dass auch wir ganz konkret auf Akten oder Unterlagenebene gehen.

00:32:49: Dass wir dann diejenigen Metadaten herausziehen und unsere Archivsysteme zu Recherche geben, die relevant sind.

00:32:57: Das heißt wenn man eine Akte hat beispielsweise da geht es um Petitionen von Bürgern an irgendeinen Ausschuss herangetragen.

00:33:05: Dass man das beispielsweise angibt und dass man nicht nur Petition dahin schreibt, sondern auch um was geht es da konkret?

00:33:15: Ja in Begriffen.

00:33:16: Das ist ganz wichtig, dass dann die Recherchierbarkeit, die Auffindbarkeit ist nicht nur für uns Archivare sondern eben auch für Nutzer später.

00:33:22: denn das Ziel des Ganzen ist ja auch, dass nicht nur wir als quasi als Geheimwissen für den Nutzer recherchieren, sondern dass später in den Archivportalen unterlangen online gestellt werden dass Metadaten recherchierbar sind, dass man sukzessive – das ist natürlich ein sehr langer Prozess und wir haben noch viele Unterlagen die nicht in dieses Thema eingegeben sind.

00:33:44: Aber dass das später möglich ist in letzter Instanz?

00:33:49: Wenn möchte ich mich nur anschließen!

00:33:51: Die Grundlage, dass etwas gefunden wird, was früher Rekustraturgut war nach der Bewertung, ist, dass es ordentlich erschlossen wird.

00:34:02: Dass sich eine Akte erst mal aus ihrer Leidsordner qualvollen Dasein herauslöse und sie enteise, sozusagen zukunftsfähig mache fürs ewige Leben.

00:34:14: Und Sie sozusagen so erschließe dass sich alles das was da drin enthalten ist in einen kurzen Titel, in Enthältvermerken, in Jahresangaben und Schlagwörtern sozusagen eingebe.

00:34:26: Dass ein späterer Nutzer, der mir noch gar nicht bekannt ist mit diesen von mir dokumentarisch versehenen und hoffentlich rationalen Begriffen seinen eigenen Informationen daran befriedigen

00:34:41: könnte.".

00:34:44: Das ist wichtig, das ist das eine.

00:34:45: Und das andere was Frau Dr.

00:34:46: Albel auch gesagt hat ist dass wir dann für uns selber damit wir ja auch wenn man zwei Komma fünf Kilometer Akten hat Dann kennt man ja nicht jede Akte einzeln, wo sie steht.

00:34:58: Sondern Sie müssen natürlich dann auch selbst in einen Magazinsystematisch gekliedert ordentlich abgelegt werden, dass die auch schnell auffindbar sind für den Nutzer und natürlich auch jedes Archiv macht ja auch ein gewisserweise eine eigene Forschung zur Landes- oder zur Regionalgeschichte.

00:35:17: Das enteisen generell das was Sie gerade so schön dargestellt haben als vorbereiten auf das ewige Leben.

00:35:23: D.h.,

00:35:23: die Akten müssen So oft bewahrt werden, dass sie nichts zerfallen und keinen Schaden nehmen.

00:35:29: Ich erinnere hier nur an die Folge, wo ich mit jemand anderem über das Vatikalische Geheimarchiv gesprochen habe und dort Akten in Plastikhöhlen eingelegt wurden so dass sie dann nachher zerstört wurden.

00:35:42: Es kommt natürlich wahrscheinlich auch bei ihnen zu nehmen und öfter die Frage um das Ganze ewig vorzuhalten Warum machen Sie nicht einfach diese ganzen zwei Kommen mal fünf Kilometer digital?

00:35:53: Also das Archivgesetz, ich bin jetzt nicht unbedingt ein Gesetzesfüter nur.

00:35:59: Aber das Archivgesetz sagt dass ein Schriftstück oder ein Registraturgutstück wenn es archivgut wird in seiner Originalform aufbewahrt wird.

00:36:07: Das heißt Wenn wir einen Zeitalter haben indem Papier eben halt das Hauptbetrugmittel war um Informationen unter Menschen zu bringen dann sollten wir's auch in dieser Art und Weise erhalten.

00:36:22: Wir sind jetzt im Übergang in das digitale Akten entstehen und die werden natürlich dann nicht sozusagen nochmal ausgedruckt, sondern die werden auch später digital erhalten.

00:36:33: Weil warum sage ich das noch mal?

00:36:35: Also eine Akte... Eine analoge Akte im Papierform sagt uns nicht nur wenn ich sie plättere etwas, sondern sie sagt uns auch wie Sie selbst wie sie abgeheftet ist, wie sie inhaltlich entstanden ist.

00:36:52: Also man kann eine Akte von der Aktenkunde herlesen und man sieht Stempel drauf.

00:36:57: Man erfährt durch welche Hände sie gegangen ist wer Vermerker hineingebracht hat welcher Sachbearbeiter dran gearbeitet hat Und das sind so typische Dinge die es gerade in diesen analogen Papierzeitalter gegeben hat.

00:37:13: Ja ich könnte das alles digitalisieren.

00:37:16: Wir digitalisieren auch solche Sachen alle.

00:37:19: Aber das bedeutet für uns nicht, dass wir diese wertvolle alte Akte dann wegschmeißen.

00:37:24: Es gibt Akten aus der bräusischen Zeit die sind richtig genäht worden also da hat man sich richtig mit Nadel um Phasen hingesetzt.

00:37:32: Also vor den Leidsordnern hat sie zusammengefasst.

00:37:36: Das ist für mich Kultur.

00:37:37: gut!

00:37:37: Das ist ein Stück...das zeigt uns ja auch wie früher eine Verwaltung gearbeitet hat und wie unsere technische Entwicklung auf den, sozusagen im Stand der Papierindustrie oder der Verwaltungskultur gewesen ist.

00:37:54: Und ja wir digitalisieren diese Akten auch, wir ensäuern sie auch und müssen sie erhalten.

00:38:00: also das ist eine permanente Prozess.

00:38:03: alles ist vergänglich auf diesem Planeten.

00:38:05: trotzdem versuchen wir gegen diese Vergänglichkeit anzugehen und unser Archivgut ordentlich zu lagern in besonderen gekühlten Magazinen, in Feuerfesten, Kartonagen und eben enteis.

00:38:20: Wir werden sie von all den Dingen befreien die sozusagen etwas rosten können oder die Futter für irgendwelche Kleintiere sein könnten.

00:38:27: Das ist uns wichtig, wir parkinieren sie durch.

00:38:30: Wir geben ihnen also von eins bis dreihundert eine Nummerierung, dass wir auch wissen das ist der Fluss.

00:38:36: so war die Akte, so ist sie in der Verwaltung entstanden.

00:38:39: Das war der Geist, der des Sachbearbeiters aus seiner Aufgabenerfüllung da mal hineingeflossen ist und ich finde es einfach wichtig sowas zu erhalten.

00:38:48: Also das macht mir auch Spaß wenn ich das lese, das sage ich ganz ehrlich!

00:38:54: Und die digitalen Akten oder die Digitalisator, die wir von diesen Akten ziehen.

00:39:00: Die haben wir auch aber sind für uns eben halt zur Zeit eine Sicherheitsdigitalisierung auf hohem Niveau.

00:39:08: also das wird schon gut eingescannt mittlerweile und sie können... Das wird passieren es passiert ja auch in Teilen schon.

00:39:16: Wir können auch solche digitalen Akten dann als PDF natürlich im Portale einstellen wie es Frau Dr.

00:39:21: Eibel gerade gesagt hat.

00:39:23: Das Archivportal von NRW kann man zum Beispiel aus dem Landesarchiv schon sehr gut kacken.

00:39:30: Die digitalisiert wurden sind sich sehr gut runterladen oder anschauen, das ist natürlich ein Vorteil für jemanden der von zu Hause arbeitet.

00:39:38: aber ich kenne auch viele die gerne in dieses Archiv kommen und einfach die alten Akten oder die alten Urkunden in die Hände nehmen wollen.

00:39:44: gerade bei Transkriptionen sagen sie ja ich habe das jetzt zwar am Rechner gesehen Gib mir doch noch mal die Urkunde.

00:39:51: Nee, das sieht doch aus!

00:39:51: Das ist doch kein S, das ist ein F... Also solche Dinge passieren ne?

00:39:56: Frau Eibel, Sie haben eben die Archiv-Tectonic angesprochen also eben diese Ordnung, die ja auch irgendwo abbildet was in der echten Welt passiert und so in das Archiv reinkommt.

00:40:06: Wie flexibel ist da Ihre ... Tektonik, wenn man auch da die Veränderungen der Zeiten nimmt.

00:40:11: Sie haben eben erwähnt sie haben Akten aus dem neunzehnten Jahrhundert und das ist dann alles wahrscheinlich noch wo dann Königlich Preußich drauf steht und dann zum Beispiel in den Sebzigern, Achtziger, Neunzigern.

00:40:22: Dann kommt er mit Umwelt- und Rekudivierung, auch das sprachen sich an ja ganz neue Behörden, ganz neue Akteurgereien.

00:40:28: wie reagiert die Architektonik darauf dass ich eben auch die verwalterischen Rahmenbedingungen maximal ändern können?

00:40:37: Da geht es vorwiegend darum, dass man die abgebenden Stelle sozusagen darstellt.

00:40:45: Auch wir haben in den Archiven sogenannte Fintbücher.

00:40:49: Meist ist das so, dass ein Fintbuch zu einer abgebenen Stelle angelegt wird und dann alle Akten darunter versammelt sind, die zum Beispiel, sagen wir jetzt mal, das Landesoberberg am Dortmund erstellt hat Und da können.

00:41:06: aber natürlich kann es sein, dass die Behörde auch mit Vorgängerakten aus den Vorgängerbehörden, die davor Oberbergambon beispielsweise weitergearbeitet hat und das sie darin versammelt sind.

00:41:19: Das ist dann wichtig, Der Fintbuch Einleitung, ich habe eben ganz am Anfang erzählt das unsere Archivanwärterinnen so historische Kontextualisierungen machen.

00:41:29: Das ist ein Bestand der Archivar auch mit Leben anfüllt oder mit den Inhalten anfüllt und darüber aufklärt.

00:41:36: Natürlich könnte der Nutzer das auch an, wenn er sich die Akten genau anguckt.

00:41:39: Die einzelnen Akten sind ja auch so aufgebaut, dass die andingenden Stelle genannt wird und das dann weitergeführt ist.

00:41:44: Dass es ersichtlich ist wie Frau Moor schon gesagt hat.

00:41:46: Dann gibt es Stempel- und Weiterzeichnungen, Aktenzeichen, die sich ändern.

00:41:50: Aber das ist sehr wichtig!

00:41:52: Und diese kleinere Einheit, diese Findbücher sind natürlich flexibel während die große Tektonik oder die Große ist ja extra so sozusagen aufgebaut weil sie relativ ich sag mal star und unbeweglich ist Ja.

00:42:07: Also ich möchte vielleicht noch ergänzen, dass die Tektonik also das Landesarchiv baut nach Zeitepochen und nach Herrschaftsepoche auf.

00:42:19: Das haben wir ähnlich aber nicht so extrem.

00:42:21: Wir unterscheiden den Grunde genommen drei in der Tektonic, drei große Gruppen... Eigentlich haben wir ganz viele mehrere Gruppen, aber sagen wir mal so in den Hauptakten.

00:42:32: Die sich jetzt einen reinen Erftkreis abbilden und die Vorgänger behörden.

00:42:37: Und innerhalb dieser Tektonikgruppe gibt es noch einmal Untergruppen.

00:42:42: Es ist so dass es bestimmte Zeitschnitte auch gibt wie zum Beispiel der Zweite Weltkrieg oder die Gründung der Bundesrepublik.

00:42:53: Da gibt es schon so Aktionen, nach denen auch der Archival seine Bestände ein Stück weit ausrichtet.

00:43:01: aber wichtig ist einfach dass ein Archiv irgendwann überhaupt eine Tektonik anlegt, die eine gewisse Logik beinhaltet und ich meine wir können Zeitabschnitte, die sind logisch.

00:43:15: also da weiß jetzt nicht ob man nochmal ne neue Zeitrechnungen kriegt.

00:43:18: Man weiß das nicht, aber ich hoffe nicht.

00:43:20: Und alles andere orientiert sich wirklich auch an der Aufgabenerledigung der Verwaltungen.

00:43:28: Da ist es natürlich so, ja das ist sehr variabel.

00:43:32: Das kommt.

00:43:33: erstens haben wir eine riesige Aufgabenvermehrung der öffentlichen Verwaltung nach fünfundvierzig erhalten.

00:43:40: Es sind neue riesigen Aufgaben dazugekommen zum Beispiel durch den zweiten Weltkrieg die Flüchtlingsströme.

00:43:45: da gab es besondere Gesetze zur Integration der Menschen, bis hin zu Entschädigungen usw.

00:43:54: Da gab es auch Ämter.

00:43:56: Interessanterweise gab es da Ämtern die das wirklich so hießen wie die Aufgabe war.

00:44:02: Das hatten wir zum Beispiel, springen wir mal in die Braunkohle Hat man das nie.

00:44:07: Aber wir haben ja auch nicht in den Archiven einen Bestand.

00:44:10: der Neue heißt chemische Industrie oder so was, sondern die ist eben auch überall wie bei den Industrien und wo in den Beständen mit integriert hat da sozusagen sich im in den Akten niedergelassen.

00:44:25: Diese Tektonik wenn ich noch mal drauf zurückkomme, die ist in Grunde genommen, die findet man in den Magazinen.

00:44:32: also wir richten auch unsere Magazine so ein Und sie findet sich auch in unserer, zum Beispiel bei uns in der Erschließungssoftware mit der wir sozusagen die Metadaten für die einzelne Akteneinheit produzieren.

00:44:50: Wir versuchen ein Stück weit den Beschwankungen der Aufgaben in dem Verwaltung entgegenzugehen indem wir uns irgendwann mal für einen Begriff einer Tektonikgruppe entschieden haben.

00:45:05: und wie gerade Frau Dr.

00:45:07: Eibel auch sagte, man kann so eine Tektonikgruppe dann beschreiben also wie eine Klassifikationsgruppe in einem System wird dann eben beschrieben hier finden sie die Akten von den, denen, denen und denen und das Amt wurde so und so und somal geändert.

00:45:22: Also es gibt immer auch dann ein Stück Verwaltungsgeschichte, die zu der einzelnen Tektoni-Gruppe dazugehört.

00:45:30: Da kann ich vielleicht noch als Beispiel für so etwas die Bergämter.

00:45:35: Da haben sich auch die zuständigkeiten, auch die örtlichen Zuständigkeiten ja sehr oft hin und her geändert.

00:45:40: Die sogenannte Verwaltungsumschichtung und die Änderungen der Zuständigkeitsgebiete waren da schon relativ häufig.

00:45:46: Also kann man davon ausgehen dass man zum Beispiel zu einem und derselben Grube je nach Zeitschicht in unterschiedlichen Bergämtern und Bergrevieren dann suchen?

00:45:54: muss, wenn man jetzt beispielsweise nach Betriebsakten die sind ja über lange Jahre und Jahrzehnte manchmal Jahrhunderte existieren oder werden die geführt.

00:46:03: Und da kann man dann eben einfach fündig werden in mehreren an mehreren abgebenden Stellen und hoffentlich ist das dann auch gut kontextualisiert worden durch uns Archivare.

00:46:15: Was mir noch nicht so ganz klar ist, ist nochmal die Schwerpunktsetzung.

00:46:19: wir haben es ganz viele Dinge gehört, die was mit den offiziellen Dingen zu tun haben.

00:46:24: Es wurden auch die Vereine und andere Tätigkeiten erklärt.

00:46:29: also wie versuchen Sie sicherzustellen dass sie dann die Verwaltungsgeschichte, die eigentliche Bergbau-Geschichte, Die Umweltgeschichte ,die Sozialgeschichte die Mentalitätsgeschichte all das adäquat repräsentieren?

00:46:43: Wir können nicht für zukünftige Nutzerfragen ein Archiv aufbauen, sondern wir können eigentlich nur ganz rational einen Archiv an den Gegebenheiten aufbauten.

00:46:54: Und das sind die Gesetze!

00:46:57: Und das ist das, was vorgegeben wird wie eine Verwaltung zu arbeiten hat.

00:47:01: Wir Archiebe sind den Grunde genommen dass, was früher in voldaler Zeit die Schatztruhe war, die mitgeschleppt worden ist wo alle wichtigen Rollen, Kaufrollen, Grundstücksrollen drinne waren und derjenige der das gehütet hat, der hat den Grund genommen das Recht des dessen, denen die Rollen gehörten bewahrt.

00:47:22: Und das ist in Grunde genommen heute eigentlich immer noch die Hauptaufgabe des Archivs.

00:47:26: Wir sind rechtssicherer und wir sichern das was... also im Grunde gekommen bekommt eine Verwaltung die Aufgabe die Straße XY zu bauen dann baut sie das und die Akten dieser Straße die kommen eben dann irgendwann ins Archiv.

00:47:42: und wenn irgendjemand sagt ne das ist nicht so gewesen dann können wir sagen nee, das war doch so und so.

00:47:47: So ob dann ein anderer Mal kommt und sagt, ich gucke mir die Akte an weil ich da früher meinen Kartoffelacker hatte.

00:47:55: Das ist eine ganz andere Frage.

00:47:56: deswegen diese wirklichen Fragen, die an einen Archiv gerichtet werden können wir nicht zukunftsorientiert wirklich mit einbauen.

00:48:06: was wir natürlich können ist sachlich an die Angelegenheit zu gehen ohne Emotionen.

00:48:13: also Ich bin Archivarin gewesen Und ich habe meine Hauptaufgabe war das meiste, was produziert wird in der Verwaltung Indikation zu geben.

00:48:23: Und ich würde sagen, dass ich ganz gut auch immer das Treffen konnte, das Wichtigste wirklich aufzuheben.

00:48:31: und im Grunde genommen gibt es die Priorisierung.

00:48:33: schon wenn ich mir die Verwaltungsstruktur anschaue umso höher In der Verwaltung, also wenn ich bis in die Ausschüsse bis auf die Ebenen der Amtsleiter oder Dezernentengehe da entsteht natürlich Registraturgut das eine hohe Wertigkeit für mich hat.

00:48:52: Also was eine hoher Wertigkeit hat Archivwürdig zu sein und Archivgut zu werden?

00:48:59: Das Archivgesetz gibt uns auch Möglichkeiten.

00:49:04: tatsächlich neben Ich sage jetzt mal wie Frau Morr schon sagte, Ureignen ist eine Aufgabe der Registraturbildner also bei uns im Landesarchiv von Behörden Gerichten und sonstigen öffentlichen Stellen des Landesunterlagen zu übernehmen.

00:49:16: Dürfen wir allerdings auch Archivgut anderer Herkunft übernehmen?

00:49:21: explizit ein Passuszumeichig für Sitz, sofern daran ein öffentliches Interesse besteht.

00:49:26: Und da kann man sich natürlich auch vorstellen dass wir neben diesen genannten Unterlagen unsere allureigensten Registraturen auch Nachlässe anwerben von sagen wir mal Regionalpolitikern, die sich zum Beispiel jetzt konkret um Braunkohle verdient gemacht haben oder von Mitgliedern aus den eben genannten Vereinen, die da ganz aktiv waren.

00:49:47: Das hatte Frau Moria auch schon berichtet.

00:49:50: also da können wir auch aktiv werden.

00:49:53: tatsächlich es wird auch vieles an uns herangetragen.

00:49:55: tatsächlich das ist immer besonders schön wenn man eine E-Mail bekommt und Dann wird etwas angeboten, man sagt Mensch das ist ja toll.

00:50:02: Damit kann ich ja genau die und die Überlieferung noch mal ergänzen, vervollständigen und das dann zur Verfügung stellen.

00:50:08: Das geht also auch?

00:50:11: Ich möchte das auch noch ergänzten was ich jetzt gesagt habe dass es dir der rationale Bewertungs- und Erschließungsprozess.

00:50:17: natürlich sitzen wir Archivare ja nicht nur allein in unseren Büros Wir sitzen den Arbeitsgruppen zusammen.

00:50:23: Und nehmen mir das Beispiel Corona.

00:50:25: Natürlich war es dann wichtig dass die Archive gesagt haben wir müssen hier was zum Beispiel im Internet der einzelnen Verwaltung zu Corona abgebildet worden ist.

00:50:36: Das muss aufgehoben werden, natürlich sieht der Archivar das, was aktuell in seiner Umwelt, in seiner Lebenswelt passiert nimmt er auf und darüber wird diskutiert und dann ist das ein Teil der Bewertunggrundlage gar keine Frage.

00:50:52: Es ist aber, wenn ich jetzt die Rationalität nehme.

00:50:56: Ist es eben halt so dass ich eine rechtswahrende Aufgabe habe?

00:51:00: Ich glaube einfach noch nicht über vor allem ihr Landes- und auch das Kreisarchiv so darüber nachgedacht, dass sie dann schon eng mit dieser Verwaltung verbunden sind, dass Sie auf Grundlage in dieser Gesetze dann auch so ja eine relativ klare Vorgabe anhandeln haben, dass sich da auch nicht mehr oder weniger nach Gusto sammeln.

00:51:21: Privat- oder Verbandsarchive.

00:51:23: Und bei so was wie Thema Umweltschutz, oder Proteste beim Tagebau kommt mir natürlich sowas wie der BUND oder NABU ins Gedichtnis die ja auch wahrscheinlich eigene Archiebe haben.

00:51:33: gibt es da dann auch Kooperationen dass sie sich dagegenseitig im Archivgut hin und her geben ausleihen oder eben darauf verweisen das bevor Sie etwas zum Beispiel kassieren weil das bei Ihnen nicht reinpasst ist den anderen Archiven anbieten Also hin und her ausleihen eher nicht, würde ich sagen.

00:51:53: Wir im Landesarchiv arbeiten beispielsweise mit sogenannten Archivierungsmodellen.

00:51:57: Das heißt man guckt sich in einem bestimmten Bereich, nehmen wir jetzt eben sie haben Umwelt gesagt an welche Stellen sind damit beschäftigt?

00:52:04: das müssen dann auch nicht nur die öffentlichen Stellen sein Nicht nur Ministerien Beziehungsregierung und so weiter sondern auch woanders fällt etwas an.

00:52:12: Wo gibt es das Prinzip der Federführung?

00:52:14: Wo sind wir zuständig?

00:52:15: Wo andere?

00:52:16: Und wenn wir diese erarbeitet haben in der Gruppe Dann ist gehört eigentlich zu dem Prozess auch noch mal zu das rückzuspielen in den Landschaft.

00:52:22: Wir wissen ja auch, was andere übernehmen.

00:52:25: Wir gehen in Kontakt.

00:52:26: Es gibt zahlreiche Überregionale Gremien unter den verschiedenen Archiven Seins Kommunalarchive Auch an verschiedene Landesarchive.

00:52:36: Da sind wir schon immer im Austausch.

00:52:37: Und ich kann jetzt nur aus der Retrospektive aus meinen letzten zehn Jahren sagen Dass wir eigentlich zu den allermeisten Anfragen Denn darauf läuft das ganze Jahr hin sehr, sehr oft Auskunft geben können.

00:52:51: Das heißt die bisherige Überlieferungsbildung so nennt sich der Terminus Technikus im Archiv doch sehr gut läuft.

00:52:57: das heißt nicht dass man das nicht immer noch weiter verbessern kann und dass man dann auch weiterhin die Diskussion gehen kann.

00:53:02: und gerade was jetzt eben die digitale überlieferung was sowas wie Webseiten angeht e-mail archiwierung das würde ich gar nicht ausschließen aber da sind wir schon in guten zusammenarbeiten.

00:53:15: ja ich möchte das auch ergänzen.

00:53:16: ich glaube das archivgesetz gewährt uns auch die Möglichkeit, dass zum Beispiel Kassationsgut das beim Land NRW entsteht und einen Bezug zur kommunalen Verwaltung hat.

00:53:25: Dass wir es auch als Archiv gut übernehmen können.

00:53:27: Es gibt eben halt verschiedene Blickwinkel auf eine Akte.

00:53:34: Der Staat schaut manchmal da anders drauf als eine Kommune.

00:53:37: Und inwieweit jetzt der Bund für Umwelt ein eigenes Archiv hat weiß ich nicht.

00:53:44: Aber es gibt Archive, die sich einer... Es gibt ein Sinti und Roma-Archiv glaube ich in Köln.

00:53:51: Es gibt einen Frauenarchiv.

00:53:53: Für mich sind das Dokumentationsstellen.

00:53:56: also wir würden jetzt sagen wenn das ein eigenes Archiv von so einer Institution wäre dann würde das was an Verwaltungsakten dort entsteht, dass sein was wir für die Verwaltung machen als Archiv.

00:54:11: Also würde dann archivgut werden.

00:54:12: aber eigentlich haben sie ja eine Aufgabe, die Frauengeschichte von Köln zum Beispiel zu sammeln.

00:54:18: Und da geht man natürlich hin und nimmt von Zeitungen bis Aufsätze.

00:54:25: Man nimmt wahrscheinlich von bestimmten Nachlässe mit auf von Frauen, die in der Frauenbewegung in Kölne federführend waren oder was abgeben wollten.

00:54:36: Da ist auch dann eine Mehrfachüberlieferung gar nicht das Problem.

00:54:42: Eine Dokumentationsstelle arbeitet da noch mal ein bisschen anders, weil das ist eher so ein Pärtinenzprinzip.

00:54:51: Da wird was zu einem bestimmten Thema an Quellen und Informationsmaterial zusammengezogen.

00:54:58: Und wenn ich eben etwas zur Geschichte der Frauen in Köln wissen möchte gehe ich dann in das Kölner Frauenarchiv zum Beispiel, obwohl ich genauso gut ins Stadtarchiv gehen könnte.

00:55:09: aber da ist die der Kontext der Überlieferung anders.

00:55:14: Ich habe es ganz am Anfang erwähnt, die Tagung zum reinigen Revier fing an mit oder trug den Titel das Vergessene Revier und die Frage- oder die Idee hinsichtlich des Gesprächs war so ein bisschen zu sagen Die Forschung läuft da erst einmalig richtig an Und gerade ihre Archive bieten da ja eine ganz große Möglichkeit.

00:55:37: Also auf das jetzt und auch in Zukunft geschaut der Tagung im Hinterkopf.

00:55:43: Welche Aufgaben, welche Service, welche Leistungen können Sie in Ihren Archiven erfüllen?

00:55:49: Dass das war Gästenrevier nicht mehr ganz so vergessen ist – was kann man bei Ihnen hoffentlich finden wenn man das reinige Revier tiefgehend erforschen möchte?

00:55:59: Also ich finde es erst mal als Alleröstes finde ich gut dass die Tagung das Thema Quellen mit implementiert hat und das fand ich wichtig und nicht nur die Auswertung von Quellen, sozusagen das schon verschriftlich der Ergebnis dargestellt haben.

00:56:16: Zukünftig könnte ich mir vorstellen dass es wurde ja hier dann auch gefragt die unterschiedlichen Ebenen Landesarchive Kreiserchiebe oder weitere kommunale Archieve Stadtarchive

00:56:27: usw.,

00:56:29: wie könnte ich sie stärken im Thema Braunkohle in dem Sie zusammenarbeiten?

00:56:33: Ich glaube Das, was wenn man ein Thema hat wie zum Beispiel jetzt die Braunkohlenforschung und ich will nicht den Begriff Arbeitskreis nennen.

00:56:43: Aber man hätte in irgendeiner Weise eine Möglichkeit, eine Plattform seine Informationen, seine Quellen bestimmte Archivaliengruppen.

00:56:53: Und wenn es nur die Metadaten sind da einzustellen.

00:56:56: das würde für die Forschung um vor allem für Forscher eine große Erleichterung darstellen.

00:57:04: Also erstens muss die Archiefarbeit also vor Ort gestärkt werden.

00:57:08: Das heißt, Frau Dr.

00:57:09: Eifel hat es angesprochen und ich kann sagen das gibt's bei uns im Archiv auch.

00:57:13: Wir haben noch viele Bestände, die erschlossen werden müssen und da finden wir garantiert noch so manches wichtige Dokument dass für die Braunkohlenforschung relevant sein wird.

00:57:25: Also brauchen wir gut ausgebildete Archivare vor Ort in den Archive.

00:57:32: Und andererseits, was ich gerade gesagt habe zum Thema Braunkohlenforschung, bräuchten wir ein gemeinsames Instrument zur Quellenforschungen.

00:57:40: Da fiel mir ein.

00:57:41: In den ersten Jahren hat man ja zum Abbau der Braunkole um das etwas in geordnete Bahnen zu bringen dem Braunkohlenausschuss sozusagen ins Leben gerufen als Grundlage für die Konzessionierung in den ordentlichen Verfahren über die Bühne geht.

00:58:00: Und genauso könnte ich mir vorstellen, dass man eine Forschungsstelle installiert, die genau das Thema der Braunkohlenforschung so in geordnete Bahnen lenkt, sagen wir mal so und das ist noch nicht einmal ein Gedanke von mir, der so fremd ist also Ich weiß im Bergheim schon einmal die Idee einer Forschungsstelle zur Braunkohle gab.

00:58:32: Die sollte damals im Heimat-Haus des Kreises Bergheim angesiedelt werden, da ging es hin und her.

00:58:42: man hatte dann auch schon einen Wissenschaftler ausgekoren und gesagt ja wir brauchen noch ein Raum usw.

00:58:48: aber es hat sich.

00:58:49: in Grunde genommen ist es dann damals im Sande verlaufen Aber die Bemühungen waren zumindest schon mal in den Fünfzigerjahren da.

00:58:58: Archivisch würde ich jetzt von Provenienzprinzip weggehen, weil das Provenianzprincipt, was wir heute auch erläutert haben bedeutet ja dass der Nutzer sich sozusagen im Vorfeld seiner Forschung Gedanken machen muss wo und in welchen Archiv finde ich welche Quelle?

00:59:16: zum Thema Braunkohle?

00:59:17: Die sind unterschiedlich aber ich muss sie ja irgendwie zusammenführen.

00:59:22: Und eigentlich könnte man überlegen, dass wir ... Wenn es so eine digitale Plattform ist oder wie auch immer weiß ich nicht.

00:59:31: Auf jeden Fall könnte man sich vorstellen das erschlossene Provenienzbestände einfach mal nach Pertinenz gekliedert werden für die Braunkohle und zwar aus verschiedenen Archiven, ne?

00:59:42: Dass man dann sagen kann Geologie- und Erkundung da kommt eben... Akten aus dem Kreisarchiv, aus kommunalen Archiven vielleicht auch aus Dokumentationsstellen, aus privaten oder aus dem Landesarchiv zusammen.

00:59:56: Arbeitssoziales, Landschaftswandel, Umsiedlung – das sind ja alles die Themen, die jetzt auch angesprochen worden sind und die wir sozusagen schon bei der Bewertung mit berücksichtigen sollen.

01:00:06: aber da wir unsere Akten nach Proveniens erschließen gehen wir natürlich dann immer nur im zweiten Schritt der Gliederung, der Bestände vielleicht da ein Stück weit ein.

01:00:16: Aber das wäre zum Beispiel etwas zu sagen unsere Bestände Pertinenz anwenden – das kann man heute mit einer Webseite.

01:00:25: Ja was wäre das, was ich mir für die Archivstruktur zur Braunkohle und als was Positives für die Nutzer- und Wissenschaftler vorstellen könnte?

01:00:37: Was können wir vom Landesarchiv bieten?

01:00:40: Auf jeden Fall ist es ja vielleicht schon deutlich geworden, dass immer weiteres Material reinkommt und dass wir auch dabei sind, immer weiter zu erschließen.

01:00:49: Das heißt bei uns gibt das noch eine ganze Menge ungehobene Schätze – noch viele Fragestellungen, noch viele, die da herangetragen werden können an unsere Quellen.

01:00:58: Ich würde da Frau Moore auf jeden Fall zustimmen, dass eine Koordinierung der Quellen in welcher Art auch immer sei es jetzt online auf dem Archivportal oder sonstiges sicherlich sinnvoll wäre für die Forschenden.

01:01:13: Ich möchte aber auf jeden fall schon mal ermutigen das bestehende Angebot, das wir schon haben aufzusuchen.

01:01:18: also wenn sie auf www.archive.nrw.de gehen haben ja schon zahlreiche Archive aus NRW nicht nur das Landesarchiv sondern auch viele Kommunalarchieve Bestände online gestellt, es gibt schon digitalisierte Akten.

01:01:31: Ich glaube die Referendarsakten von denen ich gesprochen habe meine ich wären auch schon digitalisiert online gestellt.

01:01:36: also nutzen sie das Angebot.

01:01:38: und ja was mir noch angelegen wäre und wofür ich auch wirklich gerne einsetzen würde ist dass weiter bekannt wird das Arbeiten in Archiven.

01:01:46: wir haben ja heute gemerkt Es ist nicht so ganz einfach es ist nicht das einfache eingeben mit einem Suchschlitz Und wenn wir da vielleicht mehr Bewusstsein für schaffen wie man ordentlich, wie man richtig recherchiert um an authentische Quellen zu kommen.

01:01:59: das finde ich auch noch sehr schön.

01:02:02: Ich glaube was am Schluss auch nochmal wichtig ist hervorzuheben ist dass Archive ja auch immer öffentliche Einrichtungen sind.

01:02:07: Das heißt man muss nicht Geschichte studieren oder gar einen Abschluss darin haben.

01:02:11: wenn man ein entsprechendes Interesse hat kann ja eigentlich jeder und jede in der Archiv gehen und mal nach ein paar Akten fragen und mal durchblittern was zum Beispiel zum eigenen Heimatdorf zur eigenen Region dort zu finden ist.

01:02:24: Das kann ich auch nur genauso bestätigen.

01:02:26: Am besten, wenn ich das noch hinterherschieben darf, schreiben Sie uns vorher mit ein paar Tagen Vorlauf eine E-Mail!

01:02:32: Denn so kann man dann auch dezidiert auf das Anliegen eingehen – weil es ist nichts trauriger als wenn man unverrichteter Dinge gehen muss, weil vielleicht die Unterlagen gerade nicht vorliegen oder noch gesperrt sind, denn sowas gibt es ja auch noch Unterlagen, die noch nicht einfach so einsehbar sind.

01:02:47: Also da ist eine gute Vorbereitung immer sehr nützlich und dann freuen wir uns sehr auf Ihren Besuch.

01:02:54: Um einfach nochmal das Ganze noch ein bisschen konkreter zu machen, gibt es eine Akte-Einschriftstück?

01:02:59: Eine Quelle wo sie sagen.

01:03:00: Das war echt interessant, das mal in den Händen zu halten und mal zu sehen was bei diesem ganzen Thema Braunkohle dann hinten ausgefallen ist an Schriftguten dass es also einen Weg ins Archiv gefunden hat.

01:03:12: Also das kann ich sagt damit dieser Adenauer akte...das war eigentlich eine Grunde genommen ja nur an schreiten was ich zufällig in einer Akte, die hieß einfach Braunkohle gefunden habe.

01:03:21: Daran sieht man auch dass es eben halt gar nicht unbedingt immer ganz tiefe Erschließungen vielleicht vor fünfzig Jahren gegeben hat, ne?

01:03:30: Aber diese Akte sagt eben aus das im Grunde genommen ein.

01:03:34: Herr Wehrhahn der eine Prikettfabrik hatte in Horrem, vorhatte ihn im Kölner Bereich Löwenich-Brauweiler damals Landkreis Köln Eine Konzessionierung für eine Braunkohlengrube zu beantragen, die er auch schon beantragt hatte im Braunkohlenausschuss und der wollte in Grunde genommen dort alles abbackern.

01:03:54: Die Wille war schon abgebackert man begann ja in Grunden genommen mit der Region um Frechen und Hürde schon mit Rekultivierungen und er wollte sozusagen ins Tal hinunter.

01:04:05: Und dann hat Dr.

01:04:06: Max Adenauer an den Oberkreisdirektor von Bergheim geschrieben, nicht von Köln.

01:04:13: Warum Bergheim?

01:04:14: Weil die Horweimer Prikettfabrik lag eben im Kreis Bergheim und hat gesagt es geht schon mal gar nicht!

01:04:21: Das ist unser späteres Siedlungsgebiet der kriegt das nicht.

01:04:24: Das wird nicht so.

01:04:25: gemacht sie zu dass er der Braunkohlenausschuss sagt das bleibt erhalten Und daran sieht man auch, wie politisch damals schon noch die wichtige Menschen oder Familien da schon noch Einfluss genommen haben.

01:04:41: Natürlich hat dann der Kreisdirektor, ich glaube es war Klos, er hatte auch zurückgeschrieben, Oberkreistirektor hat gesagt ja Herr Adenauer, ich rede nochmal im Ausschuss und der Braunkohlen-Ausschuss hat das dann abgelehnt obwohl der Unterausschuss zur Genehmigung von solchen Verfahren zugestimmt hatte.

01:05:00: Und die Städte Löwenig, oder das waren Dörfer.

01:05:04: Das war damals der Verwaltungssitz Löwenich für Brauweiler Wittersdorf, dass heute teilweise auch zu Köln gehört.

01:05:13: Die hatten den Grunde genommen.

01:05:15: Die waren alle dagegen gewesen.

01:05:16: aber der Ausschuss hat gesagt es wird eben abgebackert und nach Adenauers Einspruch ist nicht abgebackert worden.

01:05:24: also die tausend Jahre alte Abteilbrauweile steht ja noch Im Gegensatz zu manch anderen Schloss, was eben dann abgebackert worden ist.

01:05:36: Das war schon Verlust einer Kulturlandschaft.

01:05:41: Sie sagten Max Adenauer hat ja etwas mit dem Konrad zu tun?

01:05:44: Ja klar das war ein Sohn.

01:05:47: Dr.

01:05:48: Max Adernauer musste ich auch nachgucken weil bei mir auf den Schriftstück steht nur Adenauer drauf.

01:05:53: aber dann habe ich nachgeschaut wer in der Zeit vierundfünfzig sechsundfünftig Oberstadtdirektorin Köln waren.

01:05:58: es war der Max.

01:06:00: Das fand ich spannend.

01:06:01: Das muss ich ganz ehrlich sagen.

01:06:02: und was sich noch spannend war, das habe ich auch in dem Vortrag eingebaut, war auch ein Zufallsfund.

01:06:08: also selbst für mich als Archivarin einen Zufallswund war damals diese... deswegen hieß mein Vortrauch auch.

01:06:16: der hieß ja als das Backgarten begann und es gab eine Broschüre aus den Kreis Bergheim und zwar als vierundseitig der Tagebau Garzweiler erweitert werden sollte Richtung Grebenbräuch Also Bettburg im Grunde genommen fast alles abgebackert worden ist.

01:06:32: und damals gab es dann diese Broschüre, die ich in einer Akte gefunden habe.

01:06:37: Ich bin mir auch sicher dass sie nie gedruckt worden ist das nur ein Andruck war wo endlich mal ein Politiker wirklich gesagt hat so geht das nicht!

01:06:46: Und dass die Leute in gewisser Weise auch Angst haben davor.

01:06:49: wenn dann eben so diese Unternehmen kommen schreibt er ja dann auch die RAG der Umsatzmilliardär im Gespann mit RWE Bauer, der Friseur oder der Metzger nicht mehr wissen was sie tun sollen.

01:07:03: Und dann kam die Frage wenn der Backer kommt?

01:07:09: Das ist das Thema Braunkohle ist ambivalent und deswegen finde ich so eine Sammlung erst mal von den Quellen die wir jetzt haben selbst das was Frau Dr.

01:07:20: Stoll bei uns im Archiv abgegeben hat Das ist ja auch, die habt ja bis nach Berlin die Alchiebe ausgewertet.

01:07:26: Dass alleine nur irgendwo mal öffentlich zu stellen, dass dann das die Leute wissen wo sie hin müssen in welche Archive.

01:07:33: Das verkürzt die Zeit und ich würde, ich fände das richtig gut wenn sich so was ergeben könnte aber da habe ich weniger Einfluss noch mehr drauf.

01:07:43: Aber denn diese ganze Sozialforschung zu diesem Thema gibt es ja nicht.

01:07:50: Es gibt in Grunde genommen, dass die Bücher von der Braunkohle geschrieben worden sind.

01:07:58: Und die restlichen zwanzig vom Landschaftsverband von der Denkmalpflege.

01:08:02: So und dazwischen ist nichts.

01:08:04: Also ich hatte bei mir im Archiv Leute sitzen, die alte Zeitung eingesehen haben.

01:08:10: Ich glaube, der eine hat doch geheult!

01:08:12: Die waren schon...die haben immer irgendwas gesucht, ihre Fußballvereine oder irgendetwas.

01:08:17: gerade wenn sie dann so in Rente gehen oder in Pensionen, dann ist das so.

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