X-066: Podiumsdiskussion „Vergessenes Revier“: Geschichte, Erinnerung und Zukunft {LVR geSCHICHTEN}
Shownotes
Dies ist eine Auftragsproduktion für den LVR geSCHICHTEN
Link zur Tagung "Das vergessene Revier?"
Hinweise
Initiator der Tagung war die Landeszentrale für politische Bildung NRW unter ihrem damaligen Leiter Dr. Guido Hitze. Veranstalter der Konferenz waren neben der Landeszentrale für politische Bildung auch das LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte, das LVR-geSCHICHTEN-Team und das Nell-Breuning-Haus in Herzogenrath, wo die Tagung auch stattfand.
Frau Dr. Dagmar Hänel ist Fachbereichsleiterin im LVR-Dezernat Kultur mit den Schwerpunkten zentrale Dienstleistungen und strategische Steuerungsunterstützung.
Herr PD Dr. Henning Türk ist wissenschaftlicher Referent am LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte.
Herr Dr. Michael Farrenkopf ist Leiter des Montanhistorischen Dokumentationszentrums beim Deutschen Bergbau-Museum Bochum.
Verknüpfte Folgen
Sonderreihe zur Tagung "Das vergessene Revier? Die Geschichte der Braunkohlenförderung im Rheinischen Revier" (30.06.2026)
Die Tagung "Das vergessene Revier?", mit Dr. Dagmar Hänel und Dr. Henning Türk {LVR geSCHICHTEN} (02.07.2026)
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Die Episoden werden thematisch und nicht nach Erscheinungsdatum nummeriert. Für einen chronologischen Durchgang zur europäischen Geschichte sollten die Episoden nach Namen sortiert werden. Unten in den Shownotes findet ihr die Liste der einzelnen Kategorien!
schwarze0fm hatte als Hobbyprojekt begonnen - inzwischen habe ich aber durch Auftragsproduktionen und Crowdfunding die Möglichkeit gewonnen, mehr und bessere Folgen für Geschichte Europas zu produzieren. Das Prinzip "schwarze Null" bleibt - die Einnahmen werden verwendet, für mich Rahmenbedingungen zu schaffen, den Podcast zu betreiben und weiterzuentwickeln. In dieser Folge habe ich das ausführlich erklärt.
This episode of "Geschichte Europas" by schwarze0fm (Tobias Jakobi) first published 2026-08-20.
CC-BY 4.0: You are free to share and adapt this work even for commercial use as long as you attribute the original creator and indicate changes to the original.
Der Podcast ist Teil des Netzwerks #historytelling
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00:00:00: Aber am Ende – und das ist eben Garzweiler II, dass es das beste Beispiel – exekutiert die Politik eigentlich unternehmerische Entscheidung.
00:00:10: Das ist nicht in allen Punkten so oder flächendeckend, aber im Wesentlichen orientiert sich die Politik an den Interessen von RWE und Rhein-Brauen.
00:00:21: Versucht hier und da noch ein bisschen zu steuern und was abzuschwächen oder zu ergänzen.
00:00:27: Aber im Großen und Ganzen besteht auch gar keine Diskrepanz zwischen der politischen Ebene und der Unternehmerischen.
00:00:33: Und das wiederum bricht dann erst auf mit den immer größer werdenden Protestbewegungen, und vielleicht eine letzte Bemerkung dazu.
00:00:42: Wir sollten uns – das hat die Tagumail-Sachtens auch deutlich gemacht – wir sollten uns bemühen diese sozialwirtschafts-, umweltpolitischen Phänomene der Thematik nie zu trennen von der Politik.
00:01:30: In dieser Folge von Geschichte Europas hört ihr die Aufnahme einer Podiumsdiskussion, mit der die Tagung Vergessenes Revier im Februar zwanzigundzwanzig zusammengefasst und beendet wurde.
00:01:43: Ihr hört dabei gleich in dieser Reihenfolge Dr.
00:01:45: Henning Turk, der die Diskussion auch moderierte.
00:01:48: als zweites spricht Prof.
00:01:50: Dr.
00:01:50: Michael Farrenkopf danach Dr.
00:01:52: Guido Hitze und zuletzt Dr.
00:01:54: Dagmar Händel.
00:01:56: Alle diese Personen waren schon einmal zu Gast in meinem Podcast.
00:01:59: Weitere Informationen zu Ihnen gibt es in den Show-Notes.
00:02:02: Die Podiumsdiskussion beleuchtet zunächst, wie Wirtschaftspolitik, Sozial und umweltgeschichtliche Perspektiven zu einer umfassenden Geschichte des Braunkohlenbergbos zusammengeführt werden können.
00:02:14: Danach beschäftigen sich die Teilnehmenden mit der regionalen Geschichtsforschung und der Identität des reinigten Reviers und vergleichen sie mit der Bergbau- und Erinnerungskultur des nahegelegenen Ruhrgebiets.
00:02:27: Abschließend erörtern Sie, wie historische Forschungen die Folgen des braungrünen Bergbaus einordnen und zugleich neue Fragen nach Transformation, Partizipation und dem zukünftigen Umgang mit dem industriellen Erbe stellen können.
00:02:41: In den Schonungserfolge findet Ihr Kontaktblöckigkeiten für Fragen, Feedback & Kommentare sowie Wege wer mich und diesen Podcast unterstützen könnt!
00:02:50: etwa durch Spenden wie Papel und Kofi oder durch regelmäßige Beiträge über Steady- und Koffee.
00:02:55: In den Show notes gibt es auch eine Liste, inhaltlich für der Folgen die Schilds aktuell gehalten wird.
00:03:01: Zentral ist dabei die Ankündigungsfolge für die Tagung Vergessenes Revier.
00:03:05: Und damit genug der Vorrede.
00:03:07: ich wünsche euch viele neue Erkenntnisse beim Anhören dieser Podiumsdiskussion!
00:03:11: In den vergangen beiden Tagen haben wir die reinische Braunkohle aus sehr unterschiedlichen Perspektiven betrachtet als Wirtschafts- und Unternehmensgeschichte, als politische Entscheidungs- und Konfliktgeschichte als Umwelt- und Landschaftsgeschichte.
00:03:29: Als Geschichte von Umsiedlungen, Erinnerungen und aktuellem Strukturwandel.
00:03:34: Ziel unserer Abschlussrunde ist es jetzt nicht diese Vielfalt auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen sondern zentrale Linien sichtbar zu machen.
00:03:45: Wo stehen wir in der Forschung zur Rheinischen Braunkohle?
00:03:48: Welche Perspektiven haben sich als besonders produktiv erwiesen, wo liegen offene Fragen und Desiderate.
00:03:56: Für diese Diskussion haben wir Referentinnen und Referenten eingeladen die unterschiedliche Zugänge repräsentieren und zugleich eng mit den Debatten dieser Tage verbunden sind.
00:04:06: Ich begrüße zunächst Dagmar Hähnel war ja auch schon die beiden Tage hier Vor Ort, Frau Hähnel leitet den LVR Fachbereich zentrale Dienste strategische Steuerungsunterstützung in Köln.
00:04:17: Vor allem leitet das Projekt Geschichten Rheinisches Revier dessen Ansatz wir ja in dieser Tagung auch schon eben gerade kennengelernt haben vorhin ist Kulturantropologin und bringt aus dieser Perspektive noch mal einen anderen Blick auf die Geschichte der Braunkohle mit ein.
00:04:34: Michael Fahrenkopf neben mir ist seit Jahrzehntes Leiter des Montanhistorischen Dokumentationszentrums, Montana Dog in Bochum.
00:04:42: Das Montana Dog umfasst das Bergbauarchiv in Bochem die Bibliothek, Fototek sowie die musealen Sammlungen des Deutschen Bergbaumuseums.
00:04:50: In seinen Forschung widmet er sich der Montan- und Unternehmensgeschichte und zieht immer wieder auf vergleichende Perspektiven auf die Braunkohlenreviere in Deutschland.
00:05:00: Die du hitzest, stelle ich Ihnen jetzt nicht noch mal vor.
00:05:02: Er ist ja schon mehrfach vorgestellt worden und insofern belasse ich es einfach dabei!
00:05:09: Ich möchte die Runde mit einer ersten Frage eröffnen, die an viele Vorträge der letzten Tage anknüpft und möchte euch bitten möglichst kurz zu antworten.
00:05:20: Ja wenn wir auf die letzten beiden Tage zurückblicken was hat diese Tagung aus eurer Sicht korrigiert präzisiert oder vielleicht auch neu eröffnet?
00:05:29: Also ich fand es sehr beeindruckt, dass diese Tagungsgeschafft hat glaube ich sehr valide hier zusammen zu führen wie wir in den unterschiedlichen Feldern die gerade genannt worden sind eigentlich heute wissenschaftlich stehen.
00:05:42: Das ist das was mich sehr beeinflusst und das ist erstmal das was ich in einem Satz sagen will.
00:05:48: Ja dem kann ich mich nur anschließen.
00:05:50: bei der Frage nach der Präzisierung neuer Öffnung.
00:05:54: natürlich haben wir Fragestellungen präzisiert, die mit dem Thema verbunden sind.
00:05:58: Das ist übrigens auch eine wichtige Leistung denn dann kann man erst mit präciseren Fragestellen weiterarbeiten.
00:06:05: und das zweite was sich neu eröffnet hat es im Prinzip eine Perspektive auf die Forschungsfelder die noch unzureichend noch gar nicht bearbeitet worden sind.
00:06:14: also ich sehe ja diese Tage nicht als Fazit eines Standes der Forschung sondern eher einer Eröffnung eines Prozesses.
00:06:24: Da meine ich, dass die Tagung wirklich viel gebracht hat.
00:06:26: Ja!
00:06:27: Ich kann mich da nur einschließen und empfinde das ebenfalls so... Ich auch und das finde ich sehr, ich nehme es hier als sehr bestärkend und motivierend mit.
00:06:35: Nämlich dass der Ansatz unseres Projektes, der interdisziplinären Zusammenarbeit, der Multi-Perspektivität, dass der von den Fachkollegen so positiv aufgegriffen wurde weil wir gesehen haben wie die unterschiedlichen Perspektiven Blickwinkel eigentlich dieses sehr komplexe Feld erhält und wir nur mit diesem Ansatz weiterkommen werden.
00:06:54: Ja also ich fand tatsächlich, wie ihr das schon gesagt habt die verschiedenen Perspektiven versucht haben, hier auch zusammenzubringen.
00:07:01: Unternehmensperspektive, Umweltperspektiv, politische Perspektive und ich glaube das es eben wichtig ist... Das hat für mich auch die Tagung gezeigt diese Perspektives eben zusammen zu denken.
00:07:14: Dass wir sie eben zusammenführen in der zukünftigen Forschung und dadurch über den jetzigen Stand hinauskommen.
00:07:20: Ja wenn wir auf die Akteure der Rheinischen Braunkohlengeschichte schauen Michael wer stand?
00:07:26: bislang so im Zentrum der Forschung und wer ist eher unsichtbar geblieben.
00:07:30: Also auf welchen Ebenen wissen wir viel?
00:07:33: Und wo siehst du noch große Forschungslücken?
00:07:37: Ja, da schließe ich gerne an und insofern wird glaube ich nochmal deutlich warum ich eben so gesagt habe dass es in der Fragmentierung großer Erfolg ist dieser Tag um das jeweils adäquat hier abzubilden.
00:07:47: Ich glaube nämlich, dass in der Tat das ein bisschen wie das Rheinische Revier schon so ist und damit war es auch ein gewisserweise zwangsläufig im Grunde mit einem wirtschaftshistorischen Blick eigentlich anzufangen auf die Frühzeit.
00:07:57: Dass es unter den Akteuren, die das stark gemacht haben, eine Historisierung aus meiner Sicht des Braunkohlenbergbaus ist natürlich ganz stark danebenes Ebene selbst gewesen.
00:08:06: Und es ist vor allem die Verbandsebene, der dem Brief selber gewesen.
00:08:08: Also ich glaube, es gibt schon vieles was wir als Historiker durchaus relevant zur Kenntnis nehmen, um es dann natürlich einordnen zu können.
00:08:15: Aber das ist glaube ich über die letzten Jahrzehnte als solches schon ein großer Player gewesen der auch für eine Hysterisierung des Braunkohlenbergbaus schon gesorgt hat und dass das ja erst mal als solches festzustellen.
00:08:29: Ein zweites was mir aufgefallen ist hier ist natürlich... Und dafür sind diese Büchertische eben ganz schön.
00:08:35: Ich will jetzt nicht alles in Exzensum machen Das wäre auch viel zuviel aber ich kann so ein bisschen glaube ich erkennen dass im Diskurs dessen, wie wir natürlich auch durch die Zeiten gewandert sind sich zum Beispiel dann eher so bestimmte Forschungsperspektiven auch an bestimmten Instituten wiedergeschlagen haben.
00:08:52: Also wenn man draußen auf den Büchertisch sieht und guckt nach der akademischen Forschung – also wie wir jetzt zum Schluss Regionalplanungen nochmal gehört haben
00:08:58: usw.,
00:08:59: das Institut für Länderkunde in Ergner wo man erstmal so denkt was hat es mit hier Raum zu tun?
00:09:03: Also solche blange spezifische Fragen sind in solchen Zusammenhänge erarbeitet worden.
00:09:08: Das finde ich noch mal wichtig und ich glaube in der letzten Zeit, wenn man das, das finde ich wirklich sehr valide.
00:09:13: Die letzte, sagen wir mal ist ganz viel natürlich auch aus dem geschichtskulturellen oder so aktivistischen Milieus hat natürlich im hohen Maße auch zu einer Historisierung glaube ich beigetragen Und das zusammen ist ein bisschen dann am Ende das was ich aber meine es bleibt am ende Im Moment noch eine gewisse fragmentierte Sicht auf die Belange Und das ist ja hier schon ganz oft von vielen Fachleuten gesagt worden.
00:09:37: Das, was man natürlich im Grunde eigentlich ein bisschen heute glaube ich als ja irgendwie mitnehmen kann und was am Ende doch ein gewisses Defizit noch ist es eher eine integriertere Geschichte des Braunkohlenbergbaus der natürlich insbesondere auch das Rheinische Revier betrifft aber eben idealerweise auch nicht alleine darauf bezogen ist sondern eher eine Geschichte des Braunkohlenberges war in der Geschichte das.
00:09:57: eine valide Geschichte des braunkohlmberger gibt's einfach nicht dass muss man mal so knallart formulieren.
00:10:03: Ja, ich finde ein Aspekt der eigentlich auch auf unserer Tagung keine Rolle gespielt hat und der sicherlich lohnenswert wäre noch zu erforschen ist sozialgeschichtlicher Blick.
00:10:12: Dass wir eben mal schauen wer sind eigentlich die Arbeiter, die im braunkohlen Bergbau arbeiten?
00:10:19: Da haben wir überhaupt nicht drüber gesprochen.
00:10:21: Tolle Quelle dazu ist zum Beispiel diese Unternehmenszeitschrift Revier & Werk wo man auch sehr viel darüber nachvollziehen kann über das Selbstverständnis der Arbeiterinnen und Arbeiter.
00:10:32: Und da sieht man zum Beispiel auch, dass es in den Siebzigerjahren eine Vereinsgründung gab ein Verein für die türkischen Mitarbeiter bei Rhein-Brauen.
00:10:41: also auch das denke ich wäre mal ein interessanter Aspekt.
00:10:44: eben zu schauen gibt's eigentlich auch eine Verbindung zur Migrationsgeschichte.
00:10:49: Also das denke gerade in diesem sozial geschichtlichen Bereich ist sicherlich noch einiges auch zu holen.
00:10:55: Ja kommen wir nochmal auf die Entwicklung des Reviers zu sprechen war sozusagen jetzt die Entwicklung, wie wir sie auch in den letzten Tagen diskutiert haben eher ein Ergebnis wirtschaftlicher Rationalität und unternehmerischer Logik oder vor allem politische Rahmensetzungen.
00:11:13: Guido vielleicht kannst du dazu Stellung?
00:11:16: Ja das ist epochenabhängig.
00:11:19: also zunächst einmal die Entwicklung im neunsten Jahrhundert bis zum ersten Weltkrieg ist sicherlich nicht abhängig von politischen Rahmensetzung sondern folgt der Logik dieses Wirtschaftszweige oder diese Energieerzeugung, ist ja noch relativ unscheinbar.
00:11:35: Also im Gesamtspektrum der deutschen Energiefersorgung und dann ändert sich das schlagartig mit dem ersten Weltkrieg oder den Ausgang des Ersten-Weltkriegs.
00:11:45: aber das sind politische Rahmensetzungen die natürlich nicht von einer Regierung erfolgen sondern durch die internationale Entwicklung.
00:11:50: sprich verseier Vertrags habe ich gestern versucht dort zu stellen.
00:11:53: und dann reagiert nicht die Politik sondern es reagiert die Wirtschaft eben über die Ruhrindustrie, ich sagte ja schon diese Pläne für Wirtschaftsprovinzen und Kraftquellen.
00:12:05: Das sind Prozesse, die zunächst mal gar nicht in der Politik diskutiert werden, sondern erst viel später, sondern unmittelbar von Unternehmen kommen oder von Unternehmensvertretern kommen, von Lobby-Vertretern kommt und dann erst allmählich zum politischen Gegenstand werden, obwohl sie hochpolitisch sind vom Anfang an.
00:12:21: Wer natürlich dann die Rahmensetzung übernimmt ist wie Nazis?
00:12:24: Also das ist ein ganz klarer Bruch in der Kontinuität, denn die Ausrichtung auf Kriegswirtschaft beispielsweise ist ja keine unternehmerische Entscheidung.
00:12:32: Man ist eine hochpolitische, die von der Staatsführung kommt und nach fünfundvierzig hat man versucht im Prinzip seitens der Politik.
00:12:41: das haben wir auch an vielen Beispielen jetzt nachvollziehen können von Umsiedlungs- und Rekultivierungsanstrengungen bis hin zu den Ausbauplänen der Tagebauer neu aufschlüssen dass man diese Entwicklung irgendwie organisiert bekommt.
00:12:58: Dass man sich rechtlich absichert, dass es politische Entscheidungswege gibt die man gehen kann und darstellen kann.
00:13:06: Aber am Ende – das ist eben Gartswaller II, das ist das beste Beispiel – exekutiert die Politik eigentlich unternehmerischer Entscheidung.
00:13:17: Das ist nicht in allen Punkten so oder flächendeckend, aber im Wesentlichen orientiert sich die Politik an den Interessen in diesem Falle von RWE und Rhein-Brauen.
00:13:27: Versucht hier und da noch ein bisschen zu steuern, etwas abzuschwächen oder zu ergänzen.
00:13:33: Aber im Großen und Ganzen besteht auch gar keine Diskrepanz zwischen der politischen Ebene und der Unternehmerrischen.
00:13:40: Und das wiederum bricht dann erst auf mit den immer größer werdenden Protestbewegungen.
00:13:45: Vielleicht eine letzte Bemerkung dazu?
00:13:48: Wir sollten uns – das hat die Tagumeinsachtens auch deutlich gemacht – Bemühen diese sozial, wirtschafts- und umweltpolitischen Phänomene der Thematik nie zu trennen von der Politik.
00:14:03: Sondern immer diese eben als kommunizierende Röhren verstehen.
00:14:06: Erst wenn ich das hinbekomme dann verstehe auch die Prozesse.
00:14:10: Wenn ich sie fragmentiere oder fragmentiert lasse Dann sind es zwei interessante Einzelphänomäne Die aber nicht das gesamte Bild abgeben Und ich glaube da hat die Tagung viele viel Beiträge geliefert und Beispiele geliefert wie man das zusammenbringen kann.
00:14:23: Okay, zusammenbringen ist ein gutes Stichwort.
00:14:25: Also wir haben ja auch immer wieder diskutiert inwiefern gibt es eigentlich Verbindungen, Unterschiede, Parallelitäten zwischen der Entwicklung bei der Steinkohle und bei der Raumkohle?
00:14:38: Insofern meine Frage an dich Michael wo siehst du eigentlich ähnliche Strukturen und Entwicklungsmuster zwischen Steinkohler und Braunkohle?
00:14:46: Und wo können wir eigene Logiken der Braunkohl erkennen?
00:14:52: Na, ich würde es mal so sagen.
00:14:53: Also ich glaube je stärker wir in die Gegenwart kommen umso mehr wird einfach durch den Tief-Tagebau gerade im Rheinischen Revier sozusagen dann eine aufeinander bezogene Logik immer stärker separiert.
00:15:05: Ich glaube das wäre so eine Kernaussage, die ich treffen würde.
00:15:09: Kann ich nochmal kurz und vielleicht ein bisschen erläutern?
00:15:14: Das ist auch sehr schön geworden in der Tagung.
00:15:16: Also wenn man so aus dem neunzehnten Jahrhundert kommt und so weiter, wir haben ja die ersten Vorträge so gehört wo man im Prinzip dann über bestimmte Formen des Wirtschaftens für diesen Stoff als solches wie man damit umgeht, dann würde ich sagen das ist am Ende doch ziemlich ähnlich in den Pattern die wir so für die Steinkohle auch kennen also Frage von Kartellierung usw.
00:15:34: nicht umsonst auch dauernd angesprochen worden.
00:15:37: Also die Vergleiche zum RWKS und so weiter, und sofort.
00:15:39: Was ist jetzt spezifisch?
00:15:40: Aber das sind schon ähnliche Rahmenungen.
00:15:42: Weil am Ende – und das ist auch insofern nicht überraschend – der Bergbau natürlich in seiner technischen Struktur im Ende doch eher ähnlich war muss man ehrlicherweise sagen.
00:15:51: also ich meine da war einfach in der Frühzeit auch viel vielleicht nicht so sehr aber auch hier insbesondere wenn wir auf die Mitteldeutschen und natürlich auch andere Bereiche des Braunkursbergbaus gucken.
00:16:00: Da war einfach auch viel Tiefbau dabei.
00:16:02: Das heißt es war insofernt noch viel ähnlicher zu dem eigentlichen Steinkohlesektor.
00:16:06: Und wenn wir dann die ganzen Produktionslogiken und so weiter angucken, gibt es da sowas schon wie ein ähnlicheres fossiles Regime würde ich sagen.
00:16:13: Was sich aus der Kohle-Logik ergab.
00:16:17: So!
00:16:17: Dann würde man über den Nationalsozialismus genauso in den Steuerungsmechanismen gehen.
00:16:21: Ich meine bis zu zur DKBL, die hier immer gesprochen worden ist.
00:16:23: Die deutsche Kohlenbergbauleitung hat am Ende eigentlich nur zwischen der Steinkohle, der Braunkohle oder ein anderes Kästchen und strukturiert dann weiter also insofern man sieht dann, wie das doch verbunden ist.
00:16:33: Das, was am Ende, glaube ich wirklich noch mal eine Zäsur ist in der Tat dieser Tieftagebau.
00:16:38: Der gerade hier sozusagen mit dem Rheinischen Revier verbunden ist.
00:16:41: Denn ich glaube es ist am Ende doch... Da müsste man vielleicht nochmal diskutieren.
00:16:45: Vielleicht kommen wir dann auch hin wenn man so über Identität und so weiter räumliche Strukturen.
00:16:50: Ich fand also auch den, was ihren Kellersohn mit dem Bodenregime gesagt hat das würde für mich total greifen.
00:16:57: Im Grunde die Entscheidung diese riesen Löcher hier abzutäufen Das ist spezifisch und das ist nicht vergleichbar mit einer Steinkohllogik.
00:17:06: Da geht es auseinander, weil das was das bedeutet in der Steuerung vor allen Dingen natürlich unter den ganzen Umweltgesichtspunkten usw.
00:17:15: Und will ich nicht sagen dass der Steinkohlenbergbau auch eine Ewigkeitslast hat und sofern sich natürlich umweltpolitisch auch kümmern muss.
00:17:21: aber das ist ne andere Struktur ein anderes strukturelles Verhältnis als der Umgang mit ökologischen Folgen dieser Tieftagebauer Und das ist besonders.
00:17:30: Ich glaube, da wäre dann zu diskutieren was das im Grunde eigentlich und dann bin ich ganz freuenend unter dem Projekt.
00:17:36: Was es mit Multiperspektivität und Dageiner sozusagen was das mit Identitäten macht in dieser Region wo das glaube ich dann eben doch sehr unterschiedlich ist zu dem was wir in der Steinkohle haben und wo sich dann also wo das auseinander geht.
00:17:48: Also dass vielleicht so ein bisschen Wenn man es historisch fassen will, dann kommen wir aus einer Ähnlichkeit und gehen immer stärker in eine Separation je moderner und großwirtschaftlicher.
00:17:58: Wir werden da in diesem Feld.
00:18:01: Ja ich glaube was einfach auch ein großer Unterschied ist den wir uns doch immer wieder klar machen müssen ist einfach die Beschäftigtenzahl.
00:18:09: ja wenn man sich das mal anschaut.
00:18:11: Im Rheinischen Revier arbeiten im Ruhbergbau dreihundertfünfzigtausend Beschäftigte.
00:18:20: Das ist ja ein massiver Unterschied.
00:18:22: Und das prägt auch die Region.
00:18:25: nochmal, die Wahrnehmung des Braunkohlenbergbaus und Steinkohlenbergbaus – und hat im Anschluss weitere Folgen.
00:18:33: Wir haben in den Föderhöhepunkt von der Steinkohle erreichet.
00:18:36: Danach geht es eigentlich bergab.
00:18:38: Dann haben wir die großen Demonstrationen, Protestaktionen, der Beruhe kumpelt.
00:18:44: Das schafft natürlich eine ganz andere öffentliche Wahrnehnung!
00:18:47: Ja, das heißt der Steinkohlenbergbau ist eben Ziel in der Öffentlichkeit viel stärker wahrgenommen worden als der Braunkohlebergbau, der eigentlich kontinuierlich seine Leistung sozusagen geliefert hat.
00:18:58: Und ich denke, dass trägt auch dazu bei, dass die Geschichtswissenschaft sich zunächst mal dem Steinkohnbergbau zugewandt hat.
00:19:06: Es gibt aber vielleicht noch einen Aspekt den du gerade indirekt angesprochen hattest bei der Frage nach der Sozialgeschichte nämlich die Organisationsformen der Unternehmen.
00:19:15: und Im Ruhrgebiet ist es dann immer so.
00:19:18: Es gab die Zechen, aber es gibt natürlich auch immer die starken Gewerkschaften.
00:19:22: Da ist eine institutionalisierte Lobbyarbeit möglich gewesen, die ist hier in diesem Bereich abgesehen von der Konzernspitze von RWE eigentlich nicht gegeben hat.
00:19:32: Also hier massen Proteste oder Streiks mit dabei von Reim Braun sich mir nicht bekannt!
00:19:40: hätten wahrscheinlich auch keine große Außenwirkung erzielt.
00:19:43: Das ist im Ruhrgebiet natürlich vollkommen anders und diese Mobilisierungsfähigkeit von Protest, von Widerstand, von Druck auf die Politik, auf die politischen Entscheidungsebenen... ...ist natürlich ein signifikanter Unterschied der auch einhergeht mit Mentalitäten.
00:20:02: also
00:20:03: wie wächst
00:20:03: man auf?
00:20:04: Hat man das selbstbewusstsein?
00:20:07: ich leiste Elementares für diesen Staat, diese Gesellschaft und diese Wirtschaft.
00:20:12: Ich bin eigentlich unersetzbar oder bin ich eher anonym und verfalle gar nicht auf?
00:20:17: Das sind alles Elemente die man mitdenkt.
00:20:19: Ja und was ganz wichtig ist also steig hier sozusagen direkt mal ein ist quasi dann der Umgang mit dem Ende, mit der Krise.
00:20:28: und wenn wir auf das Ruhrgebiet gucken haben da eine ganz ausgefeilte Institutionalisierung von Erinnerungskultur Ob es das Rohmuseum ist, Zeche Zollverein mit dem Weltkulturerbe die Ruhruniversität zu gründen.
00:20:40: Ich denke ihre Einrichtung gehört auch ein Stückchen mit dazu, die natürlich auch wieder quasi zurückspielt auf genau das was in unseren Köpfen ist.
00:20:48: Was Geschichts- und Identitätspolitik ist?
00:20:51: Und das ist das, was hier fehlt.
00:20:54: Ja, Identität ist ein gutes Stichwort.
00:20:56: Auch an dich nochmal die Frage wie prägte die Braunkohleförderungen eigentlich den Raum des reinischen Reviers?
00:21:01: also entwickelt sich so etwas wie so eine gemeinsame Identität des Rheinischen Reviers oder gibt es so etwas nicht?
00:21:08: Nein, also ich würde wirklich mir ja hier lange schon unterwegs.
00:21:11: diese gemeinsame identität die auf Braunkohle beruht.
00:21:14: Die gibt das nicht vor allem als positive Identität.
00:21:17: Hier ist viel viel stärker noch eine Identität als ländlicher Raum die Geschichte der Landwirtschaft.
00:21:22: Das ist auch ein Punkt, der eigentlich auch viel zu wenig hier noch betrachtet worden ist.
00:21:27: Identitäten sind ja immer Konstruktionen – das wissen wir alle!
00:21:30: Und es braucht bestimmte Identitätsangebote für Menschen, weil also dann ein Identitälsangebot zu nutzen und sich zu identifizieren halt in diesem Prozess.
00:21:40: Es ist ein total wichtiger Prozess für eine Kollektivierung, für einen Prinzip, für eine Begründung von Gesellschaft und Gemeinschaft.
00:21:51: Das ist etwas, was hier fragmentierter ist.
00:21:53: Also es gibt nicht das reinische Revier als quasi eine Region, als eine regionale Identität.
00:21:59: Das ist zum Punkt dieser Aushandlungsprozess.
00:22:01: der kann jetzt in diesem Strukturwandel vielleicht so ein Stückchen angestoßen werden und vielleicht auch genau das etwas, dass die Menschen hier brauchen als Identitätsangebot.
00:22:11: Schau ich mal zurück zu den vielen Kolleginnen und Kollegen aus der Region, die hier sind...
00:22:17: Ich zahl das alles hundert zu hundert Prozent.
00:22:19: Ich würde aber historisch noch etwas hinzufügen wollen, ich glaube dass es am Ende dann doch die Frage und da sind wir eben.
00:22:27: Wir haben einen politischen Auslauf in dieser Branche, aber genau wie Giliwitz Hinreichend gesagt hat jetzt auch nochmal in der politischen Fahrlangs der letzten Jahrzehnte.
00:22:35: Es bleibt eine privatwirtschaftlich organisierte Industrie und ist als solches eine laufende Industrie, die am Ende politisch ausläuft.
00:22:42: Das ist das Modell Und das ist schon was deutlich anderes, nicht nur den Skal, die du angesprochen hast zur Steinkohle.
00:22:49: Die hat ab achtundfünfzehn eine Krisegerät.
00:22:51: und dann bei dieser großen Anzahl von Menschen... Das brauche ich jetzt hier alles runterbeten, das wissen wir alle!
00:22:56: Natürlich politisch gestützt den Adalas als solches zu steuern, weil man vor dem Angst hatte.
00:23:02: Schwarz und Rot ist gestern angesprochen worden.
00:23:04: Genau diese Fahrlang sieht das nicht passiert im Land Nordrhein-Westfalen.
00:23:07: Das ist die eigentliche Movens der auch Bereitschaften schafft da jetzt sozial einzugreifen bzw.
00:23:13: subventionstechnisch zu agieren.
00:23:17: Und das ist eine langjährige Verlusterfahrung, die es ja trotzdem bleibt.
00:23:21: wir müssen uns immer... Wir müssen uns das klar machen.
00:23:23: Die sechziger Jahre im Ruhrbergbau wird das halbiert von den Zahlen, die du gerade genannt hast.
00:23:29: Also da ist ein riesiger Adalast der in der Ruhrindustrie, in der eigentlichen Bergbau-Krise Christoph Nomm würde jetzt den Branchenindividulismus dazu nennen sozusagen, die da passiert.
00:23:37: und das ist aber ein Erfahrungshintergrund des Verlustes und dieser Verluste geschichtskulturell umgedeutet.
00:23:43: Der wird ich will da... Ich muss etwas festhalten Ich muss mir etwas revaren.
00:23:49: Jetzt können wir mit Hermann Luppe, also der Gegenwartsschrumpfung argumentieren, je schneller das geht und so weiter.
00:23:54: Und zuvor umso mehr muss ich eigentlich mehr Geschichte als Wert behaften usw.
00:23:57: Das ist der geschichtskulturelle Impetus.
00:23:59: Der kommt aus der Krise.
00:24:01: Das sind die Industrialisierungs-Faktoren.
00:24:02: Das ein Strukturwandelfaktor, der als solches da ein entsprechender Mowens ist.
00:24:07: Und er ist eben sozusagen hier auch in der Form nicht gegeben, weil ich meine, hier habe ich zwar im Zweifel nachher einen politischen Protest Aber ich habe eben nicht so ein ... dieses Adalas-Phänomen, was glaube ich auch ein wesentlicher Faktor ist.
00:24:20: Der natürlich für Identität mit Raum und am Ende industriell gebundenen ein großer Faktors.
00:24:26: Und das sind entscheidende Unterschiede wie auch zwischen Steinkohle und Braunkohlesee.
00:24:31: Ich würde es gerne ergänzen mit dem Hinweis dass man systematisch diese beiden Strukturwandelprozesse vergleichen müsste.
00:24:38: Nicht gleich jetzt sondern vergleichern müsste.
00:24:40: Dann kommt man zu ganz interessanten unterschieden.
00:24:43: In der Zweiundachtzig gab es eine Pressekonferenz des damaligen Oppositionsführers Kurt Biedenkopf, der das Ruhrgebiet besuchte und dann einen Bilanz zog.
00:24:51: diese Presse Konferenz ist von der Öffentlichkeit völlig ignoriert worden weil zur dächenden Zeichenzeit Helmut Kohl zum Bundeskanzler gewählt wurde.
00:24:57: von so viel Misstrauernsputung aber alle Kameras waren in Bonn und nicht in Bochum.
00:25:02: trotzdem lohnt es sich diese Pressekonferenz mal nachzulesen weil es ist einer der für mich besten Analysen der Situation des Ruhrgebiets Anfang der Achtzigerjahre.
00:25:11: und Biedenkopf sagt da was ganz Wichtiges.
00:25:14: Er sagt nämlich, wir reden über Strukturwandel.
00:25:17: Aber vor jedem Strukturwandel muss ein Mentalitätswandel erfolgen!
00:25:20: Ich kann die Struktur nur verändern wenn ich das Bewusstsein der Menschen vorher verändert habe.
00:25:25: Sonst klafft da eine Lücke und das funktioniert am Ende nicht.
00:25:28: es geht nicht auf.
00:25:29: Jetzt hat sich die spannende Frage Hat es diesen Mentalitätswandel im Ruhrgebiet gegeben?
00:25:33: Wir wollen jetzt nicht darüber diskutieren aber Wäre ein solcher überhaupt hier, in diesem Falle des Rheinischen Reviers notwendig?
00:25:41: Das meine ich damit.
00:25:43: Im Ruhrgebiet wurden die Zeichen der Zeit, die ja nur noch Anfang der Achtzehn Jahre schon klar genug waren als Verlust an Drohungen wahrgenommen.
00:25:53: also man verliert etwas.
00:25:54: Man weiß nicht was man dafür bekommt und man verlieret etwas.
00:25:57: Insofern ist es fast einen Zusammenschluss auch gegen eine äußere Bedrohung.
00:26:02: Hier, sobald ich das beurteilen kann gibt es ja den Protest aus der Bevölkerung selbst.
00:26:09: Das heißt also zumindest ein erheblicher Teil der Betroffenen möchte diese Last loswerden.
00:26:15: Das ist keine äußere Bedrohung sondern eine intrinsische Motivation und das kann auch dazu führen dass es eben andere Protestformen gibt und andere Verlusterfahrungen gibt und anderen Transformationsbedürfnisse gibt.
00:26:28: Und insofern müsste man da eben auch sozial, psychologisch und kulturwissenschaftlich diese politische Dimension noch ergänzt.
00:26:37: Ja wobei ich dir in einem Punkt widersprechen möchte nämlich halt der Mentalitätswandel der notwendig ist.
00:26:43: Der ist bei uns allen notwendig und zwar nicht nur hier im Revier weil sonst kriegen wir das mit der Klimawende nicht gewuppt wenn sich nicht in unser allen Köpfen und Herzen was ganz schnell ändert.
00:26:52: Ja also Transformationsprozess ist ein wichtiges Stichwort finde Da möchte ich nochmal einhaken.
00:26:58: Die Frage, die sich stellt ist verändern sozusagen die aktuellen Entwicklungen, strukturellen Veränderungen und Transformation eigentlich auch unseren Blick auf die Geschichte.
00:27:10: Also ergeben sich neue Fragen, neue Fragestellung.
00:27:14: Ich denke, Geschichte-Geschichtswissenschaft entwickelt sich ja eigentlich immer weiter und jede Zeit stellt sozusagen wieder neue Fragen.
00:27:22: Und insofern ist es natürlich spannend zu schauen Gibt es jetzt neue Fragen, die jetzt gerade auftauchen und akut werden?
00:27:30: Gerade das Umweltthema, dass du jetzt auch angesprochen hast.
00:27:33: Das ist natürlich so ein Thema, das wir sehr stark in den Fokus nehmen sollten.
00:27:39: Ich finde andere Themen, die zum Beispiel noch gar nicht diskutiert wurden aber immer wieder aufgetaucht sind, z.B.
00:27:47: das Wassermenagement.
00:27:48: Das haben wir immer wieder nebenbei aufgetauscht.
00:27:52: Aber man könnte ja zum Beispiel mal eine historische Untersuchung des Erftverbandes z.B machen, das wäre doch eine lohnende Thematik die denke ich auch anschlussfähig wäre an heutige Diskussionen und Fragestellungen zum Strukturwandel zum Transformationsprozess.
00:28:08: Vielleicht habt ihr noch andere Ideen, oder?
00:28:11: Ja ja.
00:28:11: Wir haben ein total wichtiges Thema was man aufhängen kann und auch aufhäng muss glaube ich an dem aktuellen Strukturwandel nämlich das ist das Thema der Demokratie.
00:28:20: in was für einer Gesellschaft wollen wir eigentlich leben?
00:28:22: und ist nicht die konstatierte ja das Risiko indem unsere Demokratie steckt nicht auch ein Ergebnis der politischen Und wirtschaftlichen Verflechtungen und Diskurse der letzten zehn Jahre, die auch hier passiert sind.
00:28:37: Dass sich hier Menschen auch von diesen Diskurs abgehängt fühlen.
00:28:41: Das ist auch der Punkt warum dieses Thema der Partizipation so wichtig ist!
00:28:46: Die Menschen, die hier seit Jahren protestieren und ihre Visionen in den Prozess einbringen wollen, dass man sie wirklich ernst nehmen muss.
00:28:54: Bin ich sehr nah bei dir.
00:28:56: aber wie weit das jetzt Elementar zur Krise, zur aktuellen Demokratiekrise wirklich beigetragen hat, müsste man noch ernsthafter untersuchen.
00:29:06: Dass es irgendwie was miteinander zu tun hat ja ist das Ausmaßes eben noch nicht klar.
00:29:12: aber ich denke was was geschichtswissenschaft auch leisten muss ist der den Blick zu weiten und sich eben zu verabschieden von der reinen Fokussierung auf regional oder lokale Phänomene nur erklären muss dass dieses reinische Revier eben für die alte bundessoblick Eine elementare Rolle spielt aber natürlich auch für das gesamte Land.
00:29:33: Und das Problem, was eben auch diese unterschiedliche Wahrnehmung der beiden Kraftzentren, wenn man mal mit Baumann zu sprechen dieses Landes betrifft ist ja dass das reinig westfälische Industriegebiet aus dem Ruhrgebiet wie der Name schon ursprünglich sagt beide Landesteile Insofern auch in Westfalen natürlich eine ungleich größere Aufmerksamkeit generiert hat, die immer generiert wird als das Rheinische Revier.
00:30:01: Also ich glaube im Herford oder Bielefeld ist doch kein Interessiert ob Lützerad oder Kuckum abgebaggert wird oder nicht.
00:30:10: Das ist doch völlig irrelevant gewesen und insofern war es eben auch ein Phänomen von Historikern, die sich konzentrieren auf einen bestimmten Raum diese Konzentration aufbrechen und die Zusammenhänge erklären, warum es eben für das gesamte Land, für die gesamte Gesellschaft auch eine wichtige Frage der Herausforderung ist.
00:30:33: Und da kann Geschichtssissenschaft meines Erachtens schon einen Beitrag zu leisten?
00:30:36: Also teile ich alles!
00:30:38: Das Entscheidende wird eigentlich genau sein wenn wir jetzt in die Zukunft gucken.
00:30:41: also ich meine ich bleibe genau bei dem Konzept Nebini Strichland und sozusagen und auch die zwanzig Jahre wo das herkommt.
00:30:47: Also ich meine, das was wir jetzt erleben ist in der Tat ein massiver Deindustrialisierungsprozess.
00:30:51: Das machen wir uns mal nichts vor.
00:30:53: und wenn wir international gucken... Ich arbeite unter anderem im internationalen Zusammenhang des Deindustrialsation on the politics of our time.
00:31:02: Da ist es genau die Frage!
00:31:03: Das machen mit sechs Befreundeten ganz viele Institutionen in sechs Ländern und man guckt natürlich auch auf Amerika In dem Zusammenhang und ich meine das kann man an so viel, also dass dieser Grundsätzlich zusammenhang mit einer Radikalisierung von Politik in den industrialisierten Zentren muss sich nicht auf den Rust Belt alleine gucken.
00:31:19: aber dem kann ich natürlich ganz besonders exemplifizieren.
00:31:23: Und eine solche Schiffe die kann ich jetzt strukturieren dann kann ich auch in Deutschland und so weiter fragen wie fällt es sich damit?
00:31:30: Und ich glaube, was wir uns klarmachen müssen ist das.
00:31:32: Wenn wir also den Steinkohlenmerkmal jetzt ausgesteuert... Jetzt machen wir noch ein paar jährchen Brown-Kohle.
00:31:36: Das sind diese zentralen Momente die eigentlich ab den zwanziger Jahren genau wirksam waren.
00:31:41: Das haben sie ja wunderbar dargestellt.
00:31:43: Die sind jetzt weg!
00:31:44: Also sozusagen man muss sich jetzt dann am Ende natürlich schon mal fragen in der Konstruktion eines und das über dann bei Landespolitik usw.
00:31:50: Was ist denn das, was das ersetzt?
00:31:52: Ja eben!
00:31:52: Was ist das denn?
00:31:54: Generell, was sind denn die neuen
00:31:55: Kraftzentren?!
00:31:56: Und insofern, ich meine das was wir aus der Braunkohle machen können ist.
00:31:59: Insofern dann diesen Prozess kritisch zu begleiten und immer besser zu erforschen um am Ende aber da anzukommen und zu fragen okay also das wird es nicht mehr sein?
00:32:06: Insoferen was kann auch solchen Prozessen werden die sozusagen in einer denustralisierung möglichst produktiv in die zukunft weisen?
00:32:17: Das wäre das was am ende eigentlich genau die frage mit der beendigung des braunkohlenbergs was auch zusammenhängt und das wäre dann eine tante zukunftsfrage.
00:32:25: Und die ist dann nicht vorrangig mentalitätsgebunden, sondern das sind natürlich ein großes... auch eine große Rolle.
00:32:30: Aber sie ist vor allen Dingen dann wieder eben nennt politisch
00:32:32: Ja!
00:32:32: Auch aber mir gerade was ganz spontan eingefallen.
00:32:36: In im Jahr- und Dreißig soll das Haus der Geschichte NRW eröffnen.
00:32:39: Im Jahr-und dreißig ist es Ausstiegsdatum für die Bronco.
00:32:43: Man könnte natürlich als auch versuchen dass nicht nur politisch und auch musial darzustellen und die Menschen eben mitzunehmen diese Fragestellung und vielleicht nicht Antworten liefern, aber Denkanstöße zu liefern.
00:32:56: Was sie sich selber von diesem Land eigentlich für eine Vorstellung machen wie die in der Vergangenheit geprägt war und wie Sie die Zukunft gestalten wollen.
00:33:03: Das finde ich eine sehr interessante Herausforderung.
00:33:07: Die daktisch pädagogische Geschichte als Unterhaltung an sich sondern eben auch als sinnvolle Beschäftigung mit ganz wesentlichem Gegenwatzfragen.
00:33:16: Dagmar, wie siehst du das?
00:33:17: Inwiefern könnten denn interdisziplinäre Ansätze hier auch Impulse liefern.
00:33:22: Ich glaube, das haben die zwei Tage hier gezeigt.
00:33:25: Gerade dass Interdisziplinäre gibt die Impulse weil nur damit gucken wir sozusagen raus aus unserem Teller mit dem wir uns sonst jeden Tag beschäftigen und von daher Interdiszipinarität ist glaube ich ohne dass wird es nicht gehen.
00:33:38: Das stimmt.
00:33:40: Stichwort Umweltgeschichte ist ja schon gefallen.
00:33:42: Michael, dann dich noch die Frage Wie ist es eigentlich möglich, dass wir eine Umweltgeschichte der Braunkohle schreiben ohne jetzt teleologisch von unserem heutigen Wissenstand aus die Entwicklungen zu bewerten?
00:33:56: Oder ist das überhaupt... Ja gut.
00:33:57: Das ist eine ziemlich schwierige Frage muss man ehrlicherweise sagen und ich muss dazu auch gestellt Ich bin ja kein Umwelthistoriker im Kern also da waren.
00:34:05: jetzt haben wir sehr profilierte Leute heute hier gehört weil seit gestern und ich finde auch durchaus Auch zutreffend in einer Form der Skalierung der Problemwahrnehmung aus einer historisch informierten Perspektive, die schon richtig ist.
00:34:18: Dass wir uns im Grunde nicht darin am Ende ausruhen können und dass das jetzt der Versuche, der Antwort auf deine Frage darin ausruhnen könnte, aber nach erzählen wie zeitgebunden im Grunden Rekultivierungslogiken sind.
00:34:31: So wie Philipp Kröger es gemacht hat also natürlich.
00:34:33: Das ist total relevant und historisch sauber!
00:34:37: Aber die Frage ist natürlich, also wie gehen wir aus unserer heutigen Gesichter mit um?
00:34:41: Das was das insofern natürlich ausgemacht hat und dann wären wir schon bei Klimafragende, sind zwar bei den Fragen des Anthropozäen, die uns umgeben.
00:34:50: So nach dem Motto Wie groß ist der Impact dessen was da passiert ist?
00:34:55: Und ob man jetzt Geschichte, da wäre ich jetzt ein bisschen anderer Meinung als Frank Ökötter, der glaube ich gar nicht mehr da ist.
00:35:00: Also ich glaube nicht, dass die primäre Aufgabe von Geschichte ist, den Menschen zu erschrecken.
00:35:04: Das glaube ich nicht!
00:35:05: Das wäre nicht mein Verständnis als Historiker.
00:35:08: Aber ich glaube das was gut ist eine kritische Haltung, die man historisch orientiert und historisch argumentiert, dass sie natürlich auch Dimensionen vom Problem offenlegt.
00:35:20: Und so würde ich glaube wenn man sich auf das methodisch verständigen kann dann ist es schon auch legitim die Dimension dessen Diese Form von höchst modernen Braunkohlenberg war von dem, was ich meine.
00:35:32: Wir sind halt eines der zentralen Länder in denen man das heute im zwanzigsten Jahrhundert so gemacht hat.
00:35:37: So viele andere gab es ja nicht die das in den Dimensionen so gemacht haben.
00:35:41: dann ist da schon auch wichtig glaube ich dass insofern einzuordnen wie was das bedeutet und Ob das non-teleologisch ist, so weiß ich gar nicht.
00:35:49: Aber das ist für mich ein Gefühl von auch was diese Tagung mir noch mal gezeigt hat.
00:35:53: Ich glaube man muss sauber argumentieren und ich glaube ums erschrecken geht es nicht.
00:35:56: aber wir müssen uns auch schon klar machen, was das bedeutet hat?
00:35:59: Was diese Umwelt folgen als solches und eben... Und ich glaube es ist eben nicht mit einer Rekultivierungslogik.
00:36:07: und dann bin ich im Ausgang meiner Ausführungen wenn man heute so guckt Ich meine, natürlich macht RWE Power viel für Rekultivierung und soviel in Höhe.
00:36:14: Könnt man jetzt als Durchdecklinie hin und so weiter?
00:36:15: Das kommt ja auch irgendwo.
00:36:17: da hat sich auch was ergeben und wir haben vorhin über bestimmte Areale, wo im Zweifelsfall Leute die Artenvielfalt sozusagen größer ist als vorher.
00:36:23: und so weit ergesprochen alles richtig aber es glaube keine.
00:36:26: Es kann keine unternehmerische Geschichte des.
00:36:29: am Ende ist das alles wunderschön und ist nachher eines eine große Erholungswelt.
00:36:33: Das glaube ich kann nicht das Ziel sein also dass dann kann ich das Ziel von unserer Geschichte sein.
00:36:38: Ich würde gerne ergänzen Ich also rein methodisch ein entschiedener Kritiker jeder Ex-Post-Geschichtsschreibung bin.
00:36:47: Ja, also mit dem heutigen Wissenstand das Verhalten von früheren Gengarationshuburteilen.
00:36:52: Das wird nicht funktionieren!
00:36:54: Deswegen muss immer der Maßstab sein was konnten die damals handelnden Wissen?
00:36:58: Was konnten sie wissen und auf welcher Wissenschaftler haben Sie entschieden?
00:37:00: Das ist die viel spannendere Frage als jetzt zu erklären ja wir sehen doch wo das hingeführt hat, warum haben die das nicht gesehen?
00:37:07: Und ich würde es an einem Beispiel deutlich machen Wer eben jetzt in den fünftiger, sechziger Jahren diese Nordwanderung des rheinischen Braunkohletagebaus betrieben hat – aus welchen Motiven auch immer – konnte nicht von einer Klimaerwärmung von plus drei Grad ausgehen.
00:37:23: Das
00:37:24: war nicht bekannt und das ist trotzdem nicht irgendwo in der wissenschaftlichen Debatte oder in der öffentlichen Wahrnehmung irgendwo verankert
00:37:37: gewesen.".
00:37:38: Das kommt Mitte der Achtziger Jahre, das ist dann der Punkt wo es öffentlich debattiert wird.
00:37:43: Aber eine viel interessantere Frage ist und vor allem auch den Zusammenhang mit der Braunkohleförderung, also das war viel zu abstrakt.
00:37:50: Eine viel interessanter Frage ist warum sich die handelnden Akteure entschlossen haben diese Politik oder diesen Weg zu gehen Obwohl wir, wie wir jetzt erfahren haben, schon Anfang der fünftiger Jahre Leute haben die sich Gedanken machen über die Tötung von Landschaften.
00:38:08: Ich finde diesen Begriff total spannend!
00:38:13: Wenn man den Begriff ernst nimmt dann ist ja nichts mehr übrig.
00:38:16: wenn ich eine Landschaft töte kann ich die auch nicht rekultivieren, da ist es vorbei.
00:38:20: Also das ist ein Risiko, was die Menschen eingegangen sind.
00:38:23: Da muss ich fragen aus welchen Motiven und warum sie das getan haben?
00:38:27: Aus der Perspektive der Fünfzigerjahre nicht aus der Perspective der Zweitausendzwanzigerjahr.
00:38:33: Das kann man eben verschiedentlich durchdeklinieren.
00:38:36: Und dann kann man Verantwortlichkeiten und auch Beurteilungen natürlich fällen aber bitte nicht immer nur von dem Wissensstand der jetzt seid.
00:38:47: Und wir wissen auch gar nicht, was in zwanzig Jahren für den Wissenstand ist und es könnte sein, dass unsere eigenen Urteile dann schon wieder längst widerlegt sind.
00:38:54: also viel Vorsicht dabei der ganze Sache.
00:38:56: Okay!
00:38:56: Dann kommen wir zu einer Abschlussrunde.
00:38:59: wenn ihr euch jetzt in unserem Themenzusammang etwas wünschen dürfe?
00:39:04: Was wäre das?
00:39:05: oder anders gefragt wo wollen wir zukünftig hin?
00:39:08: Das war ja auch eine Fragestellung dieser Tagungen.
00:39:13: Ja, was sind diese Rata?
00:39:14: Was wünschen wir uns für die Zukunft der Erforschung der Braunkohle.
00:39:19: Ich wünsche mir erst mal ein schönes Buch das vielleicht nicht so lange wartet bis es da ist und dann würde ich mir wünscht dass wir uns in nicht allzu ferner Zeit in diesem oder im ähnlichen Kreis wieder treffen um quasi den nächsten Schritt in der erforschungen des Reviers zu gehen.
00:39:35: Diesen beiden Wünschen möchte ich mich ausdrücklich anschließen aber noch ergänzen, dass ich mir wünschen würde wenn wir eine solche Veranstaltung auch zu anderen Themenkomplexen hinbekommen.
00:39:46: Denn die Geschichte des Rheinischen Braunkohlreviers ist nicht das einzige Desiderat was wir in der Landesgeschichtsforschung haben.
00:39:52: es gibt noch viele andere.
00:39:54: und wenn jetzt das gelingt in der Dichte und in der Interdisziualität auch andere komplexe Themenbereiche aufzuarbeiten oder zumindest Forschungen anzustoßen, neue Ideen zu geben mithilfe der Landschaftsverbände mit den militären Instituten.
00:40:09: Dann denke ich wäre auch diese Tagung ein Modell was man sehr schön in die Zukunft tragen könnte.
00:40:16: Dem habe ich natürlich jetzt wenig hinzuzufügen weil hier zwei Vertreter für mich stehen auch für die institutionelle Macht das umzusetzen.
00:40:24: Das ist ganz entscheidende!
00:40:27: so wann alle nur applaudieren können und wenn das ernst gemeint ist, dann freue ich mich da total drauf.
00:40:31: Und jetzt ganz kurz noch mit Einsatz von meiner Seite der ja ein bisschen Absatz an dieser institutionellen Logik ist.
00:40:38: also dass was mich total freut und was ich hoffe, dass es genauso kommt ist nämlich, dass ich schon das Gefühl habe für mich isst das was wir hier machen, eine Braunkohle Geschichte machen, dann machen wir etwas im weitesten Sinn, da machen wir Montageschichte.
00:40:48: Und Montageschechte als solches hat in den letzten fünfzig Jahren bestimmte Auch Wellen durchlaufen.
00:40:54: Es gab so einen Ups und Downs usw.
00:40:57: Und ich würde mal sagen, im Moment hat es die Montagengeschichte auch nicht ganz einfach vor den Herausforderungen, die wir gerade hier diskutiert haben.
00:41:04: Wenn wir ein bisschen angucken an die Universitäten
00:41:06: usw.,
00:41:07: der eine oder andere Lehrschul ist doch aktiv!
00:41:10: Aber es gibt auch viele Lehrschule wo das eigentlich noch keine wirklich große Rolle spielt.
00:41:14: Und umso mehr ist es eigentlich wichtig, dass man gerne auch über die Strukturen, die man in dieser Region hat und im Zeugsfall überall das eine oder andere externen Institut was das dann mitmacht.
00:41:25: Kann ja auch ein Leibniz-Institut sein!
00:41:28: das als solches umsetzt.
00:41:30: Und also ist es wichtig, Montagengeschichte weiter glaube ich zu betreiben, weil sie im Moment auch natürlich nicht ganz so unrecht manchmal ein bisschen in der Kritik steht wenn Sie zu sehr disziplinär gebunden argumentiert was glaube ich gerne diese Tagung hier eben nicht gemacht hat sondern im Grunde darüber interdisziplinärt war und das ist eigentlich ein schönes Zeichen.
00:41:49: Ja also kann mich auch nur anschließen.
00:41:51: Ich wünsche mir ja auch dass die Podcast die Publikationen die ansteht Anstöße liefern, um weitere Forschung in Gang zu bringen voranzubringen und dass wir dadurch auch ein gewisses Fundament schaffen.
00:42:07: Auf dem wir dann diese ganzen Fragen von Harry-Tetch, was bleibt?
00:42:11: Wie gehen wir mit dem Erbe um?
00:42:13: Dann entsprechend fundiert diskutieren können.
00:42:16: Das finde ich sehr wichtig!
00:42:18: In diesem Zusammenhang möchte ich mich besonders bei den Archivarinnen und Archivaren allen Vereinen, die hier mit dabei waren bedanken weil ich das eben sehr schön fand diesen Austausch zustande zu bringen und dadurch eben auch die Forschung nochmal zu befruchten und anzustoßen.
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