A-030: Die Zeche Zollverein, mit Prof. Dr. Theo Grütter {LVR geSCHICHTEN}

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Dies ist eine Auftragsproduktion für das LVR-Projekt geSCHICHTEN Rheinisches Revier

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Verknüpfte Folgen

Aufnahme der Zeche Zollverein in die Welterbeliste der UNESCO (2001) (06.11.2024)

Das Ruhrgebiet als Nachbarregion des Rheinischen Reviers, mit Prof. Dr. Stefan Berger {LVR geSCHICHTEN} (07.11.2024)

Das Karbon (359-300 mya): Das Entstehungzeitalter der Steinkohle im Ruhrgebiet, mit Dr. Kristina Eck (13.04.2026)

Industriekultur als Identitätsanker, mit Anja Nixdorf-Munkwitz {LVR geSCHICHTEN} (28.05.2026)

Die Gartenlaube, "Das Ruhrkohlenbecken" (1889) (26.08.2026)

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Die Episoden werden thematisch und nicht nach Erscheinungsdatum nummeriert. Für einen chronologischen Durchgang zur europäischen Geschichte sollten die Episoden nach Namen sortiert werden. Unten in den Shownotes findet ihr die Liste der einzelnen Kategorien!

schwarze0fm hatte als Hobbyprojekt begonnen - inzwischen habe ich aber durch Auftragsproduktionen und Crowdfunding die Möglichkeit gewonnen, mehr und bessere Folgen für Geschichte Europas zu produzieren. Das Prinzip "schwarze Null" bleibt - die Einnahmen werden verwendet, für mich Rahmenbedingungen zu schaffen, den Podcast zu betreiben und weiterzuentwickeln. In dieser Folge habe ich das ausführlich erklärt.

This episode of "Geschichte Europas" by schwarze0fm (Tobias Jakobi) first published 2026-08-27.

CC-BY 4.0: You are free to share and adapt this work even for commercial use as long as you attribute the original creator and indicate changes to the original.

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Kategorien

Die Namen der Podcast-Folgen beginnen mit dem Schema „Buchstabe-Dreistellige Zahl“. Der Buchstabe steht dabei für die thematische Kategorie (die auch im Untertitel der Folge zu finden ist). So kann, zumindest für die Buchstaben B bis U, durch alphabetische Sortierung ein chronologischer Ablauf der Folgen dargestellt werden.

Die Kategorien der Episoden sind wie folgt:

• A = Epochenübergreifende Themen

• B = Geologische Geschichte

• C = Vorgeschichte und Altsteinzeit

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• E = Die Metallzeiten

• F = Griechische Antike

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• H = Das Frühmittelalter

• I = Das Hochmittelalter

• J = Das Spätmittelalter

• K = Erste Europäische Expansion

• L = Der Weg in die Neuzeit

• M = Reformation und Glaubenskriege

• N = Absolutismus und Aufklärung

• O = Zeitalter der Revolutionen

• P = Nationalismus und Imperialismus

• Q = Erster Weltkrieg

• R = Zwischenkriegszeit

• S = Zweiter Weltkrieg

• T = Kalter Krieg und Europäische Einigung

• U = Nach dem Kalten Krieg

• V = Europa aktuell

• W = Epochenübergreifende Biographien

• X = Geschichtswissenschaft und Erinnerungskultur

• Y = Quellen

• Z = Meta/ Podcast  

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00:00:00: Im Augenblick wird diese Industriekultur verherrlicht und fast heroisiert.

00:00:06: Ich bin mir nicht ganz sicher, wie man in zwanzig dreißig Jahren über die Industrie-Kultur spricht.

00:00:11: also wenn der ökologische Wandel so weitergeht, wie er jetzt läuft?

00:00:17: Und wenn ein ökologistisches Desaster ansetzt dann könnte es sein dass diese fossilen Energiemaschinen von den Zollverein als Welterbe vielleicht prägnanteste ist Irgendwann, auch als das Elend der Menschheit ins Bewusstsein eingehen wird und dass dann auf einmal aus diesen Denkmälern oder sowas wie Mahnmalen werden können.

00:01:16: Diese Folge von Geschichte Europas ist eine Auftragsproduktion für das LVR-Projekt Geschichten Reiniges Revier.

00:01:24: In dieser Folge spreche ich mit Professor Dr.

00:01:26: Tio Grütter über die Geschichte der Zeche.

00:01:28: Zollverein in Essen.

00:01:31: Herr Grütter schildert, wie die Gründung Träufer Eins mit der Industrialisierung der massenhaften Zuwanderung und dem raschenden Wachstum des Ruhrgebiets verbunden war.

00:01:40: Er ortelt die Entwicklung der Zeche in die politischen und wirtschaftlichen Umbrüche des zwanzigsten Jahrhunderts ein und erklärt, wie der Bergbau zunächst Wohlstand ermöglichte bevor aber Kohle- und Steilkrisen einen jahrzehntelangen Strukturwandel auslösten.

00:01:55: Schließlich beschreibt er dann die Rettung der Anlage nach ihrer Schließung ihren Aufstieg zum UNESCO-Welterbe und die Bedeutung des Ruhmuseums Unterzeichen Zollverein für eine kritische Erinnerung an die Industriegeschichte.

00:02:08: In den Schollennotserfolge findet ihr Kontaktmöglichkeiten, für Fragen, Feedback oder Kommentare sowie Wege, wie ihr mich in diesem Podcast unterstützen könnt – etwa durch Spinden via Paper und Kofi oder durch regelmäßige Beiträge über Steady & Kofie.

00:02:22: In dem Schallennot gibt es auch eine Liste inhaltlich verkiffte Folgen, die stets aktuell gehalten wird und in der verlinkten Ankündigung zur aktuellen Staffel für die FVR-Geschichten sind alle Episoden der Reihe zur Industriekultur verlinkt.

00:02:35: Herr Grütter ist neu dabei und stellt sich selbst vor, dann teufen wir ihn die spannende Geschichte vom Zollverein ab!

00:02:41: Ich wünsche euch viele neue Erkenntnisse mit dieser Aufnahme aus dem Juli, im Jahr zum Jahr auch im Jahr muss es sein.

00:02:47: Mein Name ist Theo Grütte.

00:02:49: bis vor drei Monaten war ich der Direktor des Hohemuseums auf den Welterbezollvereinen Der Vorstand der Zollvereinen beziehungsweise der Stiftung Zoll-Verein, das ist die Organisation, die das Welterbe Zollverein hier in Essen betreibt.

00:03:06: Ich bin von der Ausbildung her wie man sich denken kann historiker und er hat mich schon vorher über mehrere Jahre oder sogar Jahrzehnte mit der Geschichte des Ruhrgebietes auseinandergesetzt und zwar mit der vormodernen Geschichte und der Industriegeschichte.

00:03:21: also das ist mein wissenschaftlicher Hintergrund.

00:03:24: Ich kam mit dem Ruhmuseum nach Zollverein.

00:03:26: Das Ruhmusium ist das ehemalige Ruhr-Land Museum der Stadt Essen, ein sehr altes überhundertjähriges Museum, dass im Jahr der Kulturhauptstadt in Zoll vereinen verlagert wurde und hier als Ruhmmuseum zweites Leben bekommen hat.

00:03:43: und damals war ich noch Leiter der Dauerausstellung und stellvertretender Direktor.

00:03:48: Und dann wurde ich Zweitausend zwölf Direktor des Museums Bevor wir nachher noch mehr über das Museum und so weiter sprechen, gehen wir erstmal zur Zeche-Selbe als Zechezollverein.

00:03:58: Wo kommt ihr her?

00:03:58: Wann wurde die gegründet und warum heißt sie überhaupt so?

00:04:02: Die Zeche Zollvereine ist eine relativ alte Gründung also sie wurde schon Mitte des Neunzehn Jahrhunderts ganz konkret im Jahr eighteen hundert vierzig achtenvierzig abgetäuft und zwar von Franz Haniel Aus Duisburg, Franzaniel ist einer der großen Industriepioniere dieser Regionen.

00:04:21: Er hat den Fluss schiffbar gemacht und im Früh-Nolzenjahrhundert zum meistbefahrenen Fluss Deutschlands gemacht.

00:04:32: Übrigens mehr Befahren als der Rhein, weil dort die ganze Kohle aus dem Urteil zum Duisburger Hafen gebracht wurde.

00:04:39: Den Hafen in Duisberger Hafenruhrort, den Franzanil auch gegründet hat, der heute noch der größte Biddenhafen Europas ist.

00:04:47: Und Franz Daniel kaufte in den achtzehnhundertvierziger Jahren Land im nördlichen Ruhrgebiet, also im nörtlichen Essen das damals noch gar nicht zu essen gehörte.

00:04:59: Es war das sogenannte Stiftstoppenberg.

00:05:02: Er kaufte Land auf Ackerland in einer völlig unbesiedelten Region und zwar mit einer Erwartung oder Hoffnung Und zwar hatte gehört, dass die Köln-Minder Eisenbahn.

00:05:15: Das ist die erste große Eisenbahnstrecke Ost-Weststreckel in Deutschland also kurz nach Nürnberg führt wird.

00:05:22: diese Eisenbahn Strecke wie der Name schon sagt von Kölnen nach Minden also von West nach Ost geplant und die führt direkt durch das heutige Zollvereingelände.

00:05:32: Also Franzaniel weiß die Eisenbahn kommt.

00:05:36: Das ist einer der Gründe, warum er hier Land aufkauft.

00:05:39: Weil er weiß wenn die kommt sitzt er im Prinzip am Freitailer Knoten.

00:05:44: Der zweite Grund ist das geologische Forschung damals zu erkennen gegeben haben dass unter Zollverein große Kohlevorkommen lagern und zwar die sogenannte Fettkole.

00:05:55: Die unterscheidet sich ganz deutlich von den Kohlen die man an der Ruhe selbst geschürft hat, weil diese Ruhrkohle die eichelt sich mal gerade zum Hausbrand.

00:06:03: Aber diese Fettkohlen hat die energetische Qualität dass man damit Hux herstellen kann und mit Koks wiederum kann man Stahl herstellen.

00:06:11: das ist genau diese Zeit Ende der Achtzehnteinunddreißiger Anfang der Aachzehntenvierziger Jahre.

00:06:17: also Kohle ist da Die Eisenbahn kommt und Haniel ist der Player auf dem Spiel.

00:06:23: Man muss sich das so ein bisschen vorstellen wie der vielleicht bekannte Spielfilm, Spiegel als Lied vom Tod.

00:06:30: Also dort ist die Geschichte folgende der Protagonist kauft ein Stück Land mit Wasser vorhanden.

00:06:37: Da sind Wasserloch weil er weiß die Eisenbahn kommt und Hania kauft hier ein Stück land unter dem Kohle ist weil er weiss die Eisenbahnen kommt.

00:06:44: das ist im Prinzip die ich sage mal die Geburtstunde von Zollverein und der Geburt dieses Mütters.

00:06:51: Und diese Zutaten?

00:06:53: Kohle und dann auch Eisen sind ja das Rezept für die Industrialisierung, die damals im späteren Deutschland – es war ja noch nicht das geeinte Deutschland – beginnt.

00:07:04: Wie können wir uns – da haben wir gerade schon geschildert, wo jetzt große Teile von Essen sind bei damals so unbewohntes Ackergebiet?

00:07:10: Wie kann man sich dann das Ruhrgebiet in dieser Zeit dieser frühen Industrialisierung vorstellen?

00:07:16: Wie sah es damals aus, wer lebte dort?

00:07:18: Das Ruhrgebet war zu Anfang des XIX Jahrhunderts.

00:07:21: Kann fast sagen, erbärmliches Land.

00:07:23: der William Turner, der hier mal durchgereist ist.

00:07:26: Hat gesagt, er hätte selten so eine abgeholzt elendige Steppe gesehen wie das Ruhrgebiet im Bereich zwischen Duisburg und Dortmund.

00:07:33: Das ist etwa die Ausdehnung des heutigen Ruhrgebiets.

00:07:35: Es lebten in den Stadt Wuppertal, also damals noch die Gemeinden Barm- und Elberfeldt.

00:07:41: Die Weberstadt lebte zu dieser Zeit schon hunderttausend.

00:07:44: In Krefeldt lebten genauso viele Menschen als auch ne Weberstadt.

00:07:47: Ja, die Textilstadt hat auch genauso viele Menschen wie im Ruhrgebiet.

00:07:50: Das Ruhrbiet war im Mittelalter, Frühmittelalter, Hochmittelalter sehr wichtig und hatte in der Hansenzeit noch eine große Bedeutung.

00:07:57: wegen des Hellweges, da ist die große Ost-Westverbindung durchs Ruhrgebiet im Prinzip das Ruhrgebiet mit Deutschland oder sogar vom Atlantik bis nach Polen verbindet.

00:08:06: Da war es bedeutend, in der frühen Neuzart ist das Ruhergebiet vollkommen zurückgefahren und die größte Stadt war Dortmund mit dreitausend Einwohnern.

00:08:14: in der Stadt Essen weiteten längst die Kühe in der mittelalterlichen Stadtmauer.

00:08:17: also die Region war unbedeutend und erst durch diese Rohstoffe weil das Ruhgebiet hat einen Vorteil.

00:08:23: Es hat die Kohle vorkommen, also ein bisschen große Tiefen mit hoher Energiequalität und es hat für eine bestimmte Zeit Eisenvorkommen.

00:08:31: Das sogenannte Rasen-Eisenherz, das lagert ein, zwei Meter unter dem Boden auch hier im Emscherbruch und mit dieser Verbindung Erze und Kohle kann ich Stahl herstellen.

00:08:40: und genau die Zeit als Zollverein gegründet wird.

00:08:44: Also Anfang der oder Mitte den eighteen vierzehr Jahre entsteht überhaupt die Koksproduktion und Koks ist der Wunderstoff, Eisenverhüten kann ein Stahl herstellen.

00:08:54: Das ist die Zeit, also man kann sich das Jahr ungefähr merken, in der Art und Zeit um die Art und die Art, da beginnt die Koks-Produktion übrigens auch schon auf Zollverein.

00:09:03: Und damit beginnt das Industriezartalter hier im Ruhrgebiet aber letztendlich in Deutschland und damit auch in Europa.

00:09:10: Zoll vereinen kennen wir heute als diesen ikonischen Fördertrum und Sie haben ja gerade schon diese Tiefen angesprochen, die man vorstoßen musste, um diese gute Kohle zu finden?

00:09:19: Wie sieht er in den ersten Jahren der Abbau von Kohle aus?

00:09:23: und wie entdeckt sich dann Zollverein über die Jahre?

00:09:26: Ja, das ist vielleicht noch ein Wort zu dem Namen Zoll-Verein.

00:09:29: Das ist ja auch erstmal, wie man sagen verblüffend.

00:09:31: Warum nennt er Hanil diese Zeche Zollfein?

00:09:35: Aus dem Anfanggrund der Prostische Zoll fein wurde achtzehnunddreißig also einige Jahre vorher wurde der begründet und dass das genauso entscheidend für die Industrialisierung und für den Handel mit Schwergütern, also wie Kohle- und Stahl aber auch mit allen anderen Zuschleißstoffen.

00:09:54: Wie die Eisenbahn.

00:09:55: Denn Zollverein ist der Abbau von Zollschrankungen, von Handelsschranken, die Deutschland in der Kleinstadter Reihe der frühen Neuzzeit durchschnitten.

00:10:05: Und der Abbaus dieser Schranken durch den Zollvein verbilligt den Handeln durch Deutschland um die Hälfte, wenn nicht sogar um zwei Drittel.

00:10:14: Also deswegen die Begeisterung für dieses Langsamen.

00:10:18: Sie ist beeindruckend zusammenwachsene Deutschland bei der Grund, warum Haniel diese Säche so genannt hat.

00:10:25: und dann zur Entwicklung von Zollfahren.

00:10:29: Zollfang hatte insgesamt zwölf Schächter also der letzte Stadt, das ist der berühmte Stadt zwölft da kann man sicherlich gleich noch drauf zu sprechen.

00:10:35: Der Schacht-Eins liegt unmittelbar daneben.

00:10:38: Das sind nur hier zweihundert, dreihundert Meter vom Schacht zwölf entfernt.

00:10:42: dieser Schacht Eins war der sehr kleine und also wirklich in überschaubarem Größen angelegte Schacht mit dem man aber in relativ große Tiefen musste weil hier im nördlichen Ruhrgebiet liegt die sogenannte Merkeldecke über der Kohle Und das sind einige hundert Meter Sandgeröll weil überall mehrere Millionen Jahre war das Ruhrgebiet vom Meer bedeckt, um das Meer kommt und bringt Geröll und Sand.

00:11:09: Und diese Decke über der Kohle, über dem Carbon, Carbon ist da schon vierhundert Millionen Jahre alt also über die Kohlezeit, pässt die Kohles so zusammen dass ihr eben diese energetische Qualität bekommt, die sie braucht, um ihre Feuerkraft wieder freizusetzen.

00:11:26: Diese Merkledecke muss man durchkommen.

00:11:27: deswegen im Unterschied zur Ruhr wo die Kohlle bis zum Horizont reicht und wo man auch den Stollen baut Kohle abbauen kann, muss man hier schon in die Tiefe gehen.

00:11:36: Und das ist schon technisch anspruchsvoll, dass man einige hundert Meter sich in die tiefe bewegen muss.

00:11:42: Also da sind die Anfänge des sogenannten Liefbergbaus.

00:11:48: für den Zollverein steht und trotzdem muss man es im Vergleich zu der heutigen Zeche also das hat ein Hundertstell der Produktionen, die Zoll-Vereinen bei der Schließung hat Und man braucht ja auch erstmal diese Energie, man braucht da diese Kohle um die Maschinen zu betreiben.

00:12:02: Um das Wasser rauszupumpen, d.h.

00:12:04: Zächer ein hat sich ja auch teilweise erst mal selber versorgt und dann die Umgebung.

00:12:08: könnt ihr dann nochmal die Bedeutung von Zäufer ein hervorheben?

00:12:11: was siedelt sich denn darum herum an als jetzt diese Zeche anfängt loszulegen?

00:12:16: Ja, als die Produktion, also Zollverein ist dabei weit nicht die erste Zeche.

00:12:20: Der Bergbau beginnt wie gesagt im Ruhrgebiet zu oben.

00:12:23: Es gibt einen Vorbergbau an der Ruhr mittelhalterlichen, aber den will ich jetzt nicht weiter ausführen.

00:12:28: Der industrielle Bergbau begint schon dreißigvierzig Jahre vorher und der wandert von der Ruher, wo die Kohle nach oben strebt, wandert er weiter nach Norden.

00:12:37: und jetzt mit Zollfein hat man in Prinzip den Emscherbruch, also wie man sagt, die großen Kohlevorkommen erreicht.

00:12:44: Und durch diese Zeichen, die jetzt entstehen, die ja dann immer mehr werden und auch immer größer werden.

00:12:50: Weil immer größere Mengen gefördert werden, bringt die Eisenbahn nicht nur die Güter ins Ruhrgebiet und aus dem Ruhrgebiet heraus sondern auch Menschen.

00:12:59: Am Anfang kommen Zuwanderer aus den nahegelegenen Gebieten also aus dem Rheinland, aus Hessen.

00:13:06: Da sind sie im Prinzip Bauernsöhne, die hier gute Verdienstmöglichkeiten wittern.

00:13:11: Dann braucht man aber in kürzester Zeit Pausende, Jahrzehntausende von Menschen.

00:13:15: Das ist die großen Migrationswelle, die wir sicherlich alle aus dem Schulunterricht noch kennen, also ab den Achtzehnhunderts, Sechziger, Achtzenhunderts, Siebzieherjahren.

00:13:24: Also kurz nach der Gründung von Zollverein ein zwei Jahrzehnter weiter kommen manchmal mit der Eisenbahn an einem Tag mehrere Tausend Junge halbverhungerte Menschen, das sind vierzehn-fünfzehnjährige Bauern jung kommen aus Masuren und Polen ins Ruhrgebiet.

00:13:41: Das ist diese Massenmigration.

00:13:43: wenn Sie sich vorstellen wie gesagt, achtzehnhundertdreißig das Ruhrgebiet, siebzigtausend Menschen, achteinundneunzig über vier Millionen.

00:13:52: Das sind also knapp zwei Generationen.

00:13:55: aber wenn wir von Strukturwandel reden dann ist es nicht die Gegenwart sondern dieses Zeit Mitte des neunzehn Jahrhunderts Wo hier wirklich, also in Berlin bei den Preußen hieß das eine wilde West-Nemmstadt-Tal.

00:14:07: Also die, will man sagen, die Züge nach Westen und den USA sind vergleichbar mit der Westwanderung in den deutschen Landen.

00:14:16: Und das ist ein Zustrom von Menschen, der ist undenkbar.

00:14:20: Und natürlich ist dementsprechend auch die Bautätigkeit gigantisch.

00:14:24: Meine Heimatstadt Gelsenkirchen hatte achtzehntsiebzig knapp tausend Einwohner und die Bauten im Ruhrgebiet, das war wie in Chicago.

00:14:36: Chicago hatte um die Zeit, dass das Ruhrgebiet vierundhalb Millionen hat drei Millionen Einwohner.

00:14:40: also die Verhältnisse sind wirklich amerikanische Verhältnisse.

00:14:43: Die Schlachthöfe in Gessenkirchen und in Bochum waren größer als die von Bert Brecht beschrieben Schlachthöfe in Chicago.

00:14:50: Also das ist ja der wilde Westen, in Preußenswesten und man kann die gigantischen Dimensionen überhaupt nicht einschätzen.

00:14:58: Übrigens es gab mehr Bauarbeiter im Ruhrgebiet als Bergleute.

00:15:03: Man hat die nur vergessen, weil die Bergleute organisiert waren.

00:15:05: Auch Gewerkschaften bildeten so weiter.

00:15:07: Die Bauleute, die vom Niederrhein und auch aus Westfalen kamen also waren die Ziegebrenner Wanderarbeiter.

00:15:14: aber die bauten diese gigantische Megalopolis Ruhrgebiet eine Stadt für am Ende Anfang des zwanzigjahrhundert fünf Millionen Menschen.

00:15:23: Sie haben jetzt diesen Müttersteuerverein Müttersruhrgebieten eben schon angesprochen.

00:15:27: ich finde das Bild von Wildem Westen da auch sehr schön unter und auch dahinter so ein gewisse Identität und ein gewisses Bild dahinter.

00:15:34: Das, was wir heute auch schon als Volklore über das Ruhrgebiet haben, wie wir danach darauf kommen, hat es damals schon angefangen, dass man das Ruhergebiet als etwas Neues, als etwas Besonderes gesehen hat?

00:15:45: Ja sicherlich!

00:15:46: Also diese Idee vom Meltingpot also wenn man sagen die war von Anfang auf ein Teil, das ist immer, wenn man sagt, das wird aus der Rückschauernstückwart natürlich verklärt.

00:15:55: Also, hier kamen unterschiedliche Applien.

00:15:57: Wie gesagt, das hängt ein bisschen mit den Industrieunternehmern zusammen.

00:16:01: Also, Grupp-Protestanten beholen sich in der Regel protestantische Masuren Malverni also die großen irischen Bergwerksgründer, die wir ja auch haben.

00:16:09: Die ersten waren in der Regel Franzosen und ihren, die ins Ruhrgebiet gekommen sind.

00:16:13: In diesem wilden Westfalen, weil man hier schnell Geld verdienen konnte, beholten sich dann katholische Polen in die Region Und diese Gruppen kamen nicht immer gut miteinander klar wie man sagen Die Widerstände gegen Migration, also auch von Polen war nicht unerheblich nach dem Ersten Weltkrieg.

00:16:29: Ist ein Großteil der polnischen Migrant zurück noch ober Schlesing gezogen oder weiter nach Belgien und da Frankreich?

00:16:35: Also es waren nicht so friedfertig wie das im Nachhinein, in dem man stückweit verklärt wird.

00:16:41: aber trotzdem will man sagen, weil natürlich dieses Ruhrgebiet ein Abenteuerland.

00:16:46: denn zwei Sachen hier kamen junge Menschen hin mit dem Versprechen auf Abwesenheit von Hunger.

00:16:53: Und Sie müssen sich vorstellen, in den vormodernen, vor industriellen Agrargebieten ist Hunger eine permanente Bedrohung.

00:17:00: Eine schlechte Ernte, schlechte Wetterbedingungen, Erbteilungen führen oder auch militärische Auseinandersetzung führen ganz schnell zur Verarmung und letztendlich auch zu Tod durch Verhuntern.

00:17:14: Das ist in der Industrialisierung mit der Vorratshaltung Massenproduktionen im Prinzip ausgeschlossen.

00:17:21: Also das Versprechen ist die Abwesenheit von Hunger, aber dass diese jungen Männer mitbringen ist ihr Leben und ihre Gesundheit.

00:17:30: Sie dürfen nicht vergessen in Bergbau auch im Ruhrgebet sind im Zuge der Industriegeschichte fünftausend Menschen unter Tage verunglückt und fast alle haben ihre Gesundheit ruiniert.

00:17:41: Mein Vater, der war Amtsarzt in Gelsenkirchen, erzählte immer die Geschichte von uns am Mittagsdicht entweder.

00:17:46: Die hatten die Lunge zerstört durch den Steinstaub, den sie oben einatmet übrigens bis in die neunzehntfünfzehn Jahre ohne jeden Gesundheitsschutz.

00:17:55: Die Därme und dem Magenwand vollkommen verseucht durch den Wurmfraß der Untertage dieser Hitze.

00:18:00: Der Wurmkultur hat sich entwickelt Klosetz oder wie man hier auch sagt, Scheißhäusern.

00:18:05: Der will man sagen die Därme und die Merkens errückte und die Knochen waren sowieso kaputt.

00:18:08: Also in der Prinzip war die Lebenserwartung erreicht in der Regel keine Sechzig Jahre also.

00:18:13: die riskierten ihre Gesundheit auch ihr Leben.

00:18:16: aber das Versprechen war dass meine Familie gründen konnte gewissen Wohlstand erreichen konnte und das will man Sagen ist das Wohlstanzversprechen der Industrialisierung.

00:18:27: dieses Wohlstandsversprechen trägt das ins Kaiserreich hinein.

00:18:32: und wie erlebt, dass Ruhrgebiet die erlebt Zollvereinen dann diesen großen Umbruch des Ersten Weltkriegs unter Gründung der Weimarer Republik?

00:18:41: Ja, vielleicht noch ein Wort zum Kaiserreich.

00:18:44: Also in Berlin hatte man große Befürchtungen vor dieser Region, wie gesagt dem wilden Westen.

00:18:51: Man braucht ihn also die Ruhstoffe.

00:18:53: ich glaube, ist es die Industrialisierung Die wichtigste Leistung der Prussian ist, also noch vor dem polskischen Kulturbesitz und Schlösser und Gärten.

00:19:00: Deswegen bemühen wir uns ja sehr intensiv hier eine Bundesstiftung Industriekultur aufzulegen.

00:19:05: Das ist die Industrialisierung Deutschlands, wie man sagen, die größte Leistung hat natürlich auch als Folge den ersten Wirklichen.

00:19:14: Da komme ich gleich drauf zu sprechen!

00:19:16: Also wie man sagen, aber in Berlin verachtete man dieses Ruhrgebiet den der neue vierte Stand.

00:19:21: Dieses Proletariat auch gerne Lumpenproletariat benannt das kein Deutschsprach wasserpolnisch also keine Moral hatte keine Wertevorstellung wie Berliner.

00:19:31: wir sind in der Zeit von Ibsen die sind in berlin militärisch stressiert die Frauen tragen hoch geschlossene Kleider und hier im Ruhr Gebiet herrscht eine in Berliner Augen unsägliches Sexualmoral.

00:19:44: Es gibt ja diese berühmte Geschichte von der vollen Kost und volle Kost voll, also mit Frau.

00:19:48: es gibt das Kosstgänger- und Schlafgängerwesen, also im engsten partieren Haustenmenschen... Also wir haben eine große Ausstellung gemacht die hieß vom Wohnen zum Hausen.

00:20:00: Die Verhältnisse waren tiefproletarisch.

00:20:02: man hatte den Preußen immer Angst davor dass dieser der vierte Stand mit diesen Massen von Menschen sich revolutionär verhalten würde.

00:20:08: Deswegen baut man die übrigens ums Ruhrgebiet, also in Düsseldorf, in Wesel und auch in Dortmund ab, bei großen Kasern bitte erwarten dass man irgendwann halt Militär reinschicken müsste ist so nicht passiert.

00:20:20: erst nach dem ersten Weltkrieg da kommen wir vielleicht gleich noch drauf zu sprechen.

00:20:23: Der erste Weltkrig da dreht es sich im Schwerpunkt ums Ruhrgebiet, weil das Ruhr-Gebiet ist vor allem im Ersten Weltkrieg die Waffenschmiede des Deutschen Reiches.

00:20:33: Im Zweiten gar nicht mehr so sehr, weil in dem Ersten-Weltkriech die Geschosse, die an der vor allem an den Westfront also in den Killing Fields in Verdun und in Flandern verschossen werden kommen zu neunzig Prozent von Grub oder von Rheinmetall und neunzehnt sechzehn kauft Grupprheinmetalle und dann hat Gruppe die komplette Waffenproduktion.

00:20:55: Ersten Weltkrieg, die dicke Bärte also geschützt.

00:20:58: Produktion kommt dazu auch Panzerungen für die Flotte.

00:21:03: Also das Ruhrgebiet ist die Waffenproduktion überhaupt und der erste Weltkrig ist ja auch ein Rohstoffkriech weil es geht auch um die Erzverkommen in Lothringen, die man hier im Ruhrgebiet dringend braucht.

00:21:14: Also der erste weltkriecht zwischen Frankreich und Deutschland, also der Kriech im Westen, ist auch ein Industriekriechen und da spielt das Ruhergebiet die absolut entscheidende Rolle ist aber für das Vollverein und auch für die anderen Zechen eine Herausforderung, weil man fährt die Kohleproduktion bruttals auf Verschleiß.

00:21:34: Weil man jede krumme Kohle rausholen muss um möglichst viel Stahl zu produzieren und mit dem Stahl möglichst viele Waffen zu produziern.

00:21:41: also der erste Weltkrieg ist so etwas wie ne Schaltmoment fürs Ruhrgebiet und für die Geschichte die danach beginnt.

00:21:50: Und das ist die Geschichte der Weimarer Republik, die ja von einem hin und her zwischen wirtschaftlichen Krisen und den goldenen Zwanzigang geprägt ist im Ruhrgebiet ja noch mit dem Zusatz dass dieses Jahr für einige Jahre besetzt gewesen ist.

00:22:04: Wie kommt Zollverein in und durch die Weimarere Republik?

00:22:09: Ja also diese Zeit wie gesagt im ersten Weltkrieg brutaler verschleißt, dann kommt die große Rationalisierungswellen in den zwanzigjahren.

00:22:17: Die übrigens weltweit stattfindet.

00:22:18: also das ist die Automatisierung des Fordismus Heilerismus aus dem USA.

00:22:23: man macht doch Industrie Spionage also die Industrie Kapitäne schon grob bis am nineteen Jahrhundert nach England gefahren um sich dort das beste mal Verfahren anzueichen.

00:22:33: und also auch Spionagen.

00:22:34: aber in diesen zwanziger Jahren holt man sie im Prinzip das Know-how vor allem aus in USA die ja im ersten wirklich aufgestiegen sind zur Weltmacht.

00:22:42: Radikale Rationalisierung, die wird nicht nur in der Stahl- und Verarbeitendinustie eingesetzt sondern interessanterweise auch im Bergbau.

00:22:51: Man rationalisiert den Bergbau unter Tage und übertage.

00:22:54: unter Tage unter anderem durch den Einsatz von Pressdrufthämmern.

00:22:58: also bis dahin hat man ja wirklich mit der Hacke über dem Kopf abgebaut und die Pressdruckthämmer unter Tage vervierfachen.

00:23:04: Die Produktionen sind aber nicht nur die Presto-Thema, sondern es sind auch Kohle-Schredder.

00:23:08: Also Maschinisierung und Untertage ist das eine Element, dass die Kohleproduktion wie gesagt um Vierfaches steigt.

00:23:15: Aber was jetzt hochkommt, auch auf Zollverein, sehen nicht mehr die über Kopf sorgfältig abgebauten Kohle vorkommen, sondern Gemisch von Kohle und Stein, weil diese Maschinen unter Tage können oder unter Tage nicht trennen.

00:23:28: Was jetzt hochgeliefert wird, ist wie gesagt die Hälfte etwa Gestein und die andere Hälftekohle.

00:23:34: Und was jetzt übertage passiert, und das ist ja dieser berühmte Zollverein Schacht zwölf.

00:23:39: Der, wie man sagen, ikonisch für Zoll-vereinen steht sind jetzt große Zechenanlagen die eigentlich nur eine Aufgabe haben.

00:23:46: Die müssen die hochgelieferten Kohlevorräte von den Steinen trennen.

00:23:52: Jetzt entstehen die großen Bergehalden, unsere Berg im Ruhrgebiet, die wir alle selbst gemacht haben.

00:23:57: Wir hatten keine Bergefeuer.

00:23:58: also das sind die Steine, die hochgefördert werden und die diesen großen Anlagen dann getrennt werden.

00:24:04: Und dafür steht Zollverein.

00:24:06: wie gesagt ikonisch Zeichensetzen.

00:24:08: das ist der berühmte Schacht zwölf von den beiden Architekten Fritschup und Martin Kremmer gebaut.

00:24:15: Das sind die beiden größten im Prinzip aber auch einzigen Bergbau Ingenieure in Deutschland, die bauen auch den Rammelsberg in Kostler auch ein Welterbe.

00:24:25: Die bauen aber auch die Zeche Nordsteine, gehen insgesamt zwölf große Zechen in kürzester Zeit.

00:24:31: Alle, die gleiche Aufgabe haben, maschinell über Tage diese Trennung vorzunehmen, die Kohle einzulagern und die Gesteine auf die Halle zu bringen.

00:24:41: Das sind die zwanzier Jahre eine, wie man sagen, erfolgreiche Produktionszeit im Ruhrgebiet.

00:24:46: Auf der einen Seite, auf der anderen Seite politisch mit ihren Unbrüchen behaftet, also sie haben den Rückkampf schon erwähnt.

00:24:53: Es geht ja im Jahr zwanzig-einzwanzig mit dem sogenannten roten Rückkampel.

00:24:57: jetzt kommen diese revolutionären Bestrebungen die die Preußen schon in Kaiserreich erwartet haben.

00:25:03: aber erst mit der Weimar Republik erstmal mit der Novemberrevolution werden die möglich und die Novemberrevolutions zieht sich im Ruhrgebiet im Prinzip von Kurz darauf, die Ruhrbesetzung.

00:25:18: Die Franzosen haben ihre Reparationsleistungen, die ihnen zustehen und die Deutschen liefern nicht.

00:25:22: Jetzt brechen sie ins Ruhrgebiet zusammen mit den belgischen Combatanten ein und holen sich die Kohle und besetzen zwischen Dreiundzwanzig und Fünfzwanziger das Ruhrgebiet.

00:25:30: Das ist nicht der Rurkampf, sondern die Ruher Besetzung wird hoffentlich durcheinandergespissen.

00:25:34: Aber man kann sagen, die Zeit von Nineteintachzehn bis Neunzehntinzeinteinzig ist politisch eine absolut revolutionäre Zeit Und trotzdem in der technischen Innovation eine sehr innovative Zeit, die dann in der sogenannten Stabilisierungsphase also nach fünfundzwanzig etwa so bis sieben zwanzig acht und zwanzi bis zum schwarzen Freitag dann auch ökonomisch erfolgreich wird.

00:26:01: Ja sowas wie Schacht Zwölf, so eine große Anlage, die baut man ja nur wenn man ein positives Bild von der Zukunft hat.

00:26:09: und jetzt haben sich schon erwähnt, die wird Ende der zwanziger gebaut und im Betrieb benommen.

00:26:14: Und dann kommt die Weltwirtschaftskrise und in mehreren Schritten danach folgt ja die Machtübernahme des Nationalsozialismus.

00:26:22: Wir laufen diese Umbruchjahre für Deutschland, für Europa, für die Welt im kleinen Inzollverein

00:26:28: ab.".

00:26:30: Die Zäche wird ja in kürzester Zeit übrigens nach einem Stabilbausystem.

00:26:35: Das ist dieses Stahlfachwerk, was man hier errichtet, also große Stahlbügel, so ähnlich wie bei Bahnhöfen und man hängt dann nur die Ziegel wie so eine Art Sichtschutz ein.

00:26:46: Also das ist Schachthölf ganz anders als die Vollerverschächte, die anderen elf die vorgebaut worden sind mit schweren Materialern gebaut worden sind.

00:26:55: Die Wende braucht man eigentlich nur als Sichtschutz, weil man die Industriespionage verhindern wollte und das Wetterschutz.

00:26:59: Das ist nicht reinrichtet.

00:27:00: aber eigentlich sieht man sagen sind das große Maschinen, die nur umkleidet werden also zwischen achtundzwanzig und dreißig.

00:27:06: in kürzester Zeit wird diese gigantomanische Säche übrigens die größte Tietbord-Säche der Welt mit zwölftausend Tonnen Aber eben nicht nur Kohle sondern Tonnen, zwölftausend Tonne Kohle und Stein pro Tag.

00:27:18: Also diese größte Sächer der Welt wird Ende des zwanziger Jahre errichtet Und die Produktion läuft schnell anläuft dann auch.

00:27:24: Es ist kurz vor der Machtübernahme und Sie wissen, also nach der Machtübernahme der Industrieproduktion wird hochgefahren.

00:27:31: Auch die Kriegsproduktion wird schon wieder hochgefangen.

00:27:33: Also Zollverein erlebt da keine Einbrüche mehr und produziert durch den zweiten Weltkrieg, wo man natürlich die Kohle von Zoll vereinen und überhaupt das Ruhrgebiet dringend braucht für die Waffenproduktion und auch bei den Bombenangriffen auf das Ruhergebiet.

00:27:49: Es bleibt Zoll für einen relativ unbeschädigt.

00:27:51: Die Übertagezeichen werden natürlich schon beschädigt, hier wird aber bei Weitem nicht so gebombt wie im Essener Süden.

00:27:58: die Gustahlfabrik Krupp hat dreinfünfzig Fliegerangriffe auf Zoll fahnen glaube ich gibt es drei oder vier die Zoll fahren überhaupt erreichen.

00:28:06: weil man weiß also die Stahl Fabriken kann nichts zerstören auch die Waffenproduktionen.

00:28:11: Aber die Kohle-Produktion findet unter Tage statt Und eine Zeche zu bombardieren ist relativ unerheblich.

00:28:18: Und dieses Stahl-Skeletzsystem, das ich gerade geschildert habe, ist dann auch nach und wirklich innerhalb weniger Monate wieder aufgerichtet.

00:28:24: Das sind Reparaturarbeiten die gehen ratzfatz.

00:28:27: Man kann sagen, dass Solverein schon neunzigzechsundvierzig wieder im Vollbetrieb ist.

00:28:31: Deswegen ist die Voraussetzung für den Wiederaufbau Deutschlands also die Kohleproduktion ist Ende der vierzehr Jahre auf dem Stand vom Zweiten Weltkrieg hat der Lutz Niedermann mal auf hingewiesen.

00:28:45: Also das dauert nur ganz, ganz kurz und ist die Voraussetzung für das Wirtschaftswunder und den Wiederaufbau Deutschlands in den Fünfzehrjahren.

00:28:52: Das ist übrigens auch die Varaussetzung dafür dass das Ruhrgebiet so bejubelt wird weil das Ruhergebiet liefert ganz schnell und deswegen schon Ende der vierzehr Jahre erkennbar, dass Deutschland aus den Riesentrümmerfeldern des zweiten Weltkriges wieder auferstellen wird.

00:29:08: Damit beginnt ja Phase ist sogenannten Wirtschaftsbunders, die Boomjahre.

00:29:12: Ich glaube an dieser Stelle werden mal ein paar Zahlen angebracht.

00:29:16: wie viel produziert?

00:29:17: Wie viel ergibt denn Zollverein insgesamt und wie viele Menschen arbeiten da um zu verstehen was so eine Bedeutung die Anlage für die Wirtschaft hatte?

00:29:28: Also Zollfallen hat wie gesagt nicht nur den Schacht zwölf, sondern mehrere andere Schächte.

00:29:32: Auf Zwölf übrigens fährt überhaupt kein Bergmann ein ist es eine reine Förderschaft.

00:29:37: also das praktisch wie in Perpetuum Mobil.

00:29:39: hier kommt die Kohle von Zauber an denn die fahren an den Außenschächten eins zwei acht vier sieben fahren die Bergleute ein.

00:29:46: hier auf Zoll fallen sind etwa zehn tausend Bergleute beschäftigt, da sind schon gigantische Zahlen.

00:29:52: Und wie gesagt diese Förderzahl sind diese zwölf tausend Tonnen die auch erst erreicht werden muss man dort sagen im Höhepunkt der Kohleförderung und dies interessanterweise nicht vor dem zweiten Weltkrieg sondern den Höhelpunkt erreicht die Kohle förderungen im Ruhrgebiet überhaupt Anfang der Neustadt.

00:30:09: fünfzehn Jahre das sind diese Boomjahre des Bergbaus die man sich Also ich bin Ende der fünfzehn Jahre geboren, die ist das Krisenjahr.

00:30:19: Im Jahr jahrelang hat der Wirtschaftsminister Erhard die Zollschrankten auf, dann kommt Importkohle aus den USA auch schon ganz schnell aus Polen und achtundfünfzig ist bereits die erste Technischließung.

00:30:32: also in diesem Jahr sieben, fünftig ist das Schicksal des Wohlgebietes kommt der Bergbau in die Krise, weil der Bergbauch zu teuer geworden ist und diese Importkohle wie aber den Höhepunkt der Kohleförderung des Wohlstands im Ruhrgebiet.

00:30:46: Und auch das Image des Ruhrgebietes – das ist der Beginn der fünfzehn Jahre!

00:30:51: Da ist das Ruhr-Gebiet in Deutschland beliebt, bejubelt, die Bergleute bekommen die besten Löhne in Deutschland, die verdienen diesen Fünfzehn Jahren so viel wie heute in Stuttgart beim Daimler oder bei Porsche.

00:31:03: Vielleicht ändert sich da ja nächster Zeit auch irgendwas und ich hoffe nicht, dass in Stuttgart die Ruhrgebietskrise noch bevorsteht.

00:31:12: Aber wie gesagt, in dieser Zeit bis in die zweite Hälfte der fünften Jahre konnte sich kein Mensch in Deutschland und dem Ruhrgebet vorstellen das das mal zurückgehen würde.

00:31:22: also man brauchte Kohle für den gesamten Wiederaufbau.

00:31:26: Und deswegen will man sagen, ist dieses deutsche Wirtschaftswunder unmittelbar mit dem Bergbau und unmittelbaar mit Kohle- und Stahlverbunden.

00:31:34: Wie sagt es?

00:31:34: Auf einmal kommt wie ein Blitz, siebenfünfzig, achtenfünfzig kommt dann diese Krise und damit einsetzende Strukturwandel der im kommenden Jahr muss man sich auf die Zunge zergehen lassen.

00:31:47: Siebzig Jahre!

00:31:49: andauert, also zwei Generationen Strukturwandel.

00:31:52: Mein gesamtes Leben war immer Strukturwandeln, das heißt irgendwas wird geschlossen und geht nicht weiter, geht nicht voran.

00:32:00: Also man sagt dann beginnt der langsame Niedergang des Ruhrgebietes, es gibt dann auch wieder aufstrebende Phasen, also etwa neunzeigundsechzig wird noch mal die Rückkohle AG gegründet und durch Konsolidierung und Zusammenlegung glaubt man die Krise überstand zu haben?

00:32:19: Sechzehrjahren gibt es noch mal Hoffnung und auch Aufspung.

00:32:21: Dann kommt aber die Stahlkrise in den siebzehren, die Ölkrise vierundsiebzig.

00:32:26: Sie können sich erinnern man sagen wo dann natürlich der neue Treibstoff nach der Kohle Öl die Kohle ersetzt.

00:32:33: das sind dann alles Schritte wie ganz allmählich zum Niedergang der Kohlekohle führen und die letzte Säche wird ja dann zwanzig achtzehn Prospahaniel hier nebenan im Botrop geschlossen.

00:32:46: Bundespräsident Steinmeier hat heute Morgen, ich war gestern noch in Bonn auf einer Feier wo er dann verkündet hat dass er das letzte Stück Kohle, das er aus Prospahan im Jahr zwanzig achtzehn bekommen hat.

00:32:59: Heute morgen, das ist glaube ich von der Stunde passiert ins Bonner Haus der Geschichte verbringen wird also dann Ende zwanzich achtzehnt im Ruhrgebiet die Förderung der Kohle und dann ist diese große Nachkriegsgeschichte der der Kohlehemruhrgebied beendet.

00:33:14: Zollverein selber war ja auch in dieser langen Strukturwandelphase.

00:33:19: Sie haben es erwähnt, sie haben sich irgendwie am Lema halten und dann aber Ende neunzehlt sechsundachzig wird die Zeche schlossen.

00:33:26: Was für Auswirkungen hatte das denn auf die Stadt?

00:33:29: Wenn das so ein vorher wichtiger Arbeitgeber gewesen ist, der jetzt über dreißig Jahre lang quasi langsam vor sich hingesiegt ist.

00:33:35: Ja also neunzelzechsundachtzig schließt die Zechelzollvereinen übrigens als letzte Zechenessen.

00:33:41: Essen war mal die größte Bergbarstadt in Europa und abwechslendlich gibt es keinen.

00:33:46: Übrigens, die Schließung erfolgt am XXIII.

00:33:49: Dezember oder am Tag vor Weihnachten.

00:33:51: Da werde ich gleich noch bei der Nachkohle-Geschichte von Zollverein noch ein Wort zu verlieren.

00:33:57: aber das ist natürlich wie man sagen psychologisch einen riesigen Einschnitt.

00:34:01: Aber Zollversein war nicht allein in Essen.

00:34:03: also Essen hatte übern Dutzend Zechen und diese wie gesagt immer als größte Bergbar Stadt in Europa.

00:34:10: Gessenkirchen und Herden, also die Nachbarstädte behaupten das übrigens auch von sich.

00:34:13: Da ist immer davon abhängig in welchem Jahr man zählt.

00:34:16: Also sind die einen schon zum Beispiel Gessen-Kirchen produziert noch weiter?

00:34:20: So Westerholt... Die Zeichen laufen auch bis in die neunzehnte Jahre.

00:34:24: deswegen übernehmen sie dann diese Führungssrolle.

00:34:26: aber wie gesagt das bedeutet für Essen ein Riesenanschnitt.

00:34:31: Hinzu kommt ja noch dass Essen nicht nur die größte Kohlestadt war sondern eben auch die Kupstadt, die Staatsstadt Deutschlands ist Und der Stahl erlebt ja dann am dem siebzehrjahren die Parallel-Krise.

00:34:42: Also hier gehen im Prinzip beide Elemente, der montanen Industrie, hier zur Grunde und deswegen ist der Einschnitt gerade hier oben im Essen an Norden fatal.

00:34:52: also ich kann mich als Kind erinnern dass wir in Essen nach Kattenberg da ging man nicht hin weil wenn man sagen wird war eine verkommene ehländige Region übrigens noch vom Bergband natürlich auch vollkommen abgenutzt Dreckig.

00:35:07: Die dürfen nicht die Umweltbeschädigung vergessen, die in dieser hohen Zeit das Bergbaus füftiger, sechzehr Jahre angerichtet wurden.

00:35:15: also da war Umwelt noch kein Thema kommt ja erst im Prinzip Mitte der siebziger oder dann jetzt in frühen Achtziger mit der grün und der grüne Umweltbewegung auf.

00:35:25: Also bis dahin wie man sagen war dieser Essen an Norden kaputt gearbeitet.

00:35:30: Die Häuser waren grau, die Menschen sehr schnell arbeitslos.

00:35:36: Die Bergleute sind in der Regel nicht ins bergfreie gefallen, sie wurden abgefangen und wurden auch mit wirklich guten und mehr als auskömmlichen Renten versäut.

00:35:44: aber diese gesamte Zulieferung also vom Fleischermeister bis zum Friseur, vom Kleinhandel bis zu irgendwelchen Märkten- und Wochenmarkthändlern die sind in wenigen Jahren ins Präkariat verfallen.

00:36:00: Früher waren zwar auch alle Arbeiter, aber es war ein gut verdienende Arbeiter.

00:36:05: Wohlhabender Arbeiter.

00:36:07: und was dann in den späten achtziger Jahren kommt ist präkariat.

00:36:13: der Anteil der Arbeitslosigkeit im Ruhrgebiet hat gerade in Essen und in Gersenkirchen zu der Zeit in den achtzigjahren um die zwanzig über zwanzich Prozent wenn man richtig zählt betragen.

00:36:24: und auch die Sozialhilfe, wie es damals noch hieß, Empfänger stiegen rapide in die Höhe.

00:36:29: Also das Ruhrgebiet ist verehlt nicht, muss man dort sich sagen.

00:36:32: Und wenn solch eine Industrie, die zu, ich sag mal, achtzig neunzig Prozent des Leben einer Region bestimmt, wenn sie in einer, ja nein, in einer Generation sich auflöst hat das Folgen... Ich find's, man hat sogar relativ sozial verträglich gestaltet.

00:36:50: Sie wissen, in England und in Frankreich ist man da ganz anders vorgegangen.

00:36:54: In der Setscher-Ära wurde in England die Kohle und die Montanen einfach geschreddert Die Gewerkschaften wurden zerstört Und in England ist nichts übrig geblieben und die Edensquartiere in Manchester und Liverpool existieren heute noch.

00:37:06: Im Ruhrgebiet hat man zumindest versucht über diesen langen Abschied von der Kohle Das heißt ja auch so also über ein zwei Generationen hat einigermaßen Sozial abzufedern.

00:37:16: und trotzdem war es ein schwerer Weg.

00:37:19: Der symbolisch, wie gesagt, im Jahr zwanzig achtzehn zum Ende gekommen ist, weil dann war die letzte Zeche zu.

00:37:25: Die letzte Auswirkungen merkt man heute noch.

00:37:29: Es gibt ja immer noch sehr problematische Gebiete im Ruhrgebiet und trotzdem hat sich in diesen Jahren eine Strukturwandel natürlich auch sehr viel getan.

00:37:37: Und ich persönlich glaube, das Ruhrgebiet jetzt offen sehr gut.

00:37:40: welches aber diese diese siebzig Jahre Strukturwandel waren Eine wirklich schwere Geschichte.

00:37:48: Um das noch einmal aufzugreifen, was Sie vorhin zu den Ruhrpullen gesagt haben... Die Sechziger sind ja auch die Phase der sogenannten Gastarbeiter, die da wieder eine kulturelle Mischung in das Ruhrgebiet mit reinbringen.

00:38:02: Wie hat das stattgefunden?

00:38:05: War auch da vielleicht die Erfahrung dieser Menschen anders oder gleich?

00:38:08: beim Strukturwandel, beim Niedergang der Rohrkohle Ja.

00:38:12: Also diese, seit die Beginn der Jahr neunzehntfünfzig mit dem Anwerberabkommen in der Türkei erreicht.

00:38:18: dort, würde man sagen, seine Höhepunktfeuer kamen glaube ich noch die Portugiesen und die Griechen- und duoslawischen Anwalt gibt es sogar koreanische Bergleute, die ins Ruhrbiet kommen, Nordafrikanische mit Barokko gibt's Anwerbeabkommen.

00:38:29: Das Ruhrbrit brauchten dieser hohen Boomzeit der fünfte Jahre nach dem Krieg dringend Arbeitskräfte.

00:38:36: Teilweise auch mit nicht ganz, ganz lauteren Mitteln wird man massenhaft Arbeitskräfte an.

00:38:42: Die häufig aus dem Bergbau kommen die türkischen Kollegen hier oben im nördlichen Ruhrgebiet bei uns auf Zollvereinen ansichtlich.

00:38:49: Sie sind kommen in der Regel aus Sunguldag da ist es am Schwarzen Meer das ein Spitzenberg heute gewesen.

00:38:53: Die retten den Bergbau und wir verdanken diesen Gastarbeitern diese alles In dieser Zeit.

00:38:59: wie gesagt die kommt zu hunderttausend.

00:39:01: Das ist fast so vergleichbar mit dieser Polenmasuren Migration Ende des neunzehn Jahrhunderts.

00:39:08: Aber im Unterschied zu der ersten Migrationsphase, die nicht unproblematisch war und wie gesagt mal auch mit Rassismus- und Verteilungskämpfen begleitet war ist eigentlich diese sogenannte Gastarbeitergeschichte eine Erfolgsgeschichte.

00:39:22: also ich bin selbst in Gelsenkirchen als junger Mann Student an der Rhône-Vestet Bochum in einem Viertel aufgewachsen wurde.

00:39:29: sehr viele türkische Gastarbeiter wohnten und es war ein absolut Respektables, friedliches Zusammenleben.

00:39:36: Also da wird viel schlecht geredet was so überhaupt nicht stimmt.

00:39:40: also Probleme auch Migrationsprobleme gibt es eigentlich erst sehr, sehr spät in den neunzehnten oder neunzigjährigen Jahren und im Prinzip im neuen Jahrtausend als auch keine Arbeitsmigrationen stattfindet sondern fürchtlingsströme kommen.

00:39:53: Und ganz andere Fragen mit Migrationsverbunden sind also solange es Arbeitsmigration ist und diese Menschen dringend gebraucht werden und ja auch gutes Geld verdienen.

00:40:02: Also was will man sagen?

00:40:03: Für deren Integration ja auch ganz, ganz wichtig war und auch wie man sagen für deren Rückkopplung in die Heimat.

00:40:08: Also viele meiner Freunde Italiener auf Türken haben alle in ihren Heimatländern Sommerhäuser gebaut und so weiter.

00:40:15: Also es ist eine große Erfolgsgeschichte gewesen, die man sich auch nicht schlecht reden lassen soll.

00:40:19: Und das will man sagen, ist auch glaube ich ein Charakter des Ruhrgebietes.

00:40:23: Das Ruhr-Gebiet ist ne weltoffene Region.

00:40:25: also man darf da nicht beschönigen und verherrlichen also Meltingport und alle Menschen zusammen.

00:40:31: aber eigentlich ist der Ruhr Gebiet eine Integrationsregion.

00:40:35: mein Oberbürgermeister Thomas Kufen hat einen schönen Satz geprägt, der sagt dem Ruhrgebiet sind eigentlich alle fremd.

00:40:41: Die Frage ist nur wann?

00:40:42: also wie gesagt siebzig tausend am Anfang fünf Millionen am Ende.

00:40:47: Also die kommen alle von irgendwo her und diese, wie soll man sagen, große Zeit waren nicht die Gastarbeiterzeit.

00:40:55: Von Mitte der fünfzehr Jahre bis Mitte der siebzehrjahre.

00:40:58: dann kommen die Krisen im Ruhrgebiet und dann will man sagen gibt es ja auch Rückführungs-Bemühungen.

00:41:03: und dann läuft's ihm aber dieser so genannten Gastarbeiter, der Begriff ist ja nicht, aber dessen Zwischen glaube ich auch akzeptiert unter den den Kolleginnen und Kollegen selbst, also die Sanger stolz.

00:41:15: Wir waren die Gastarbeiter.

00:41:16: Also das ist eine der Erfolgsgeschichten in der Region.

00:41:20: Ende of the year, sie haben es erwähnt schließt die Zeche ein Tag vor Weihnachten.

00:41:25: Das müssen dann auch sehr angeschränkte Weihnachtstage vielleicht gewesen sein in vielen Arbeiterfamilien.

00:41:31: Ja!

00:41:31: Das Gebäude braucht man jetzt eigentlich nicht mehr.

00:41:33: Warum wird's sich abgerissen?

00:41:35: Warum steht das heute noch?

00:41:36: Es gibt ne wunderbare Geschichte dazu im an diesem Dreiundzwanzigsten Dezember.

00:41:42: Also die Zeche schließt zum Eindreißigsten Zwölften, aber die fahren keine Weihnachtsschichten mehr sondern in der letzten Schicht geht am Drei und zwanzigdezember um vierzehn Uhr das die Frühschicht geht raus und zwei Stunden später um sechzehnt Uhr kommt eine Gruppe von ich würde mal sagen knappen Dutzend.

00:41:59: dazu gehören der Bauminister Christoph Zöpel seinen damaliger Abteilungsleiter Karl Ganser, der spätere Leiter der Internationalen Bauerstellung Emscher Park.

00:42:09: Lutz Niedtamer, der Prorektor der Universität Essen.

00:42:12: Der sein Assistent Ulrich Borstdorf, mein Vorgänger als Direktor des Rohrmuseums und einige andere Personen reffen sich um sechzehn Uhr in der Kohlenwäsche wo heute das Rohrmusium ist dem größten Gebäude.

00:42:24: Und die der Zöpel.

00:42:25: der Minister hatte schon zwei Wochen vorher vorausschauend Zollverein unter Denkmalschutz gestellt weil er hatte Die Vorbilder, was im Ruhrgebiet vorher alles weggekloppt wurde.

00:42:36: Also man hat ja ganz schnell wenn eine Zeche aufgegeben wurde versucht die Weg abzureißen um irgendetwas neues entstehen zu lassen.

00:42:42: und der Zöpel hatte schon Mitte Dezember nineteen sechsen achtzig den Schutz von Zollvereinen eintragen lassen.

00:42:49: und jetzt schwören sich diese Gruppe von.

00:42:51: ich sage mal Historikern Industriepolitikern schwören sich, dass man aus dieser größten Säche der Welt was machen würde.

00:42:59: Also irgendeine neue Nutzung finden würde.

00:43:02: die wussten nicht welchen Nutzungen aber der Schwur den haben die oben in der Kohlenwäsche auf der vierundzwanzig Meter Ebene übrigens da standen noch die Adventsgrenze der Arbeiter auf Zollverein also die betraten zwei Stunden nach Schließung diese will man sagen neue Ruine und schworen sich.

00:43:19: Zoll-Verein muss erhalten werden war dann auch der Startschuss, was dann passierte.

00:43:25: Also das sogenannte Zweiteleben von Zollverein – das ist jetzt auch schon –, dass wir feiern diesen Jahr zwei Jubiläen, einmal vierzig Jahre Schließung der Zeche Zoll-Verein und dann fünf, zwanzig Jahre Welt, aber da komme ich gleich drauf zu sprechen!

00:43:44: Bei Welterbe, das muss ich als jemand aus Trier sagen.

00:43:47: Denk mal an römische Gebäude, Kathedrale und Mittelalter

00:43:51: usw.,

00:43:52: die Idee dass auch Dinge aus der Industrialisierung Weltkulturerbe sein können.

00:43:57: Die muss erst mehr entstehen und zwölf Vereins ist ja eine der Vorreiter.

00:44:02: Ja, nicht die allerersten.

00:44:03: Diese Idee entsteht wie gesagt die Industriekultur insgesamt weltweit.

00:44:08: Die kommt aus England.

00:44:09: also diese ganzen Krisen wie gesagt ein bisschen vorhin schon gelaufen sind auch in Bruttaler gelaufen.

00:44:15: und dann fängt man in England an erste Industrieanlagen auszumusialisieren.

00:44:20: Das schwappt dann rüber nach Deutschland.

00:44:23: Da komme ich darauf zu sprechen, in den Neunzehnhundert-Achzigerjahren.

00:44:26: Also kommt die Idee stoppen weil das darf nicht weg ist sonst logen?

00:44:30: War man doch irgendwie spürt?

00:44:31: Stopp mal!

00:44:32: Das war eine der größten Geschichten überhaupt.

00:44:35: Der Ulrich Herbert, der berühmte Historiker hat gesagt im Ruhrgebiet ist Weltgeschichte geschrieben worden also in den Weltpiegen und so weiter... Und das Ruhrgebiet war bis nineteenfünfvierzig der größte industrielle Ballungsraum Europas.

00:44:46: Es gab keinen größeren kann mich übrigens auch an keinen in größeren USA erinnern.

00:44:53: Also wenn man sagt, das ist schon Weltniveau gewesen und ums Ruhrgegebiet wie gesagt sind zwei Weltwege geführt worden also von daher und man spürt dieser radikale Umbruch kann nicht ohne jede, ohne jede Erinnerung bleiben.

00:45:08: Und dann kommt in den neunzehntachzehn Jahren die Idee auf das ist da steht Christoph Zöpelfürt der damalige Bauminister auch im Nordrhein-Westfalen dass man doch einiges erhalten muss und Es führt dann im Ruhrgebiet oder im Land Nordrhein-Westfalen zu einer großen, der größten jemals gemacht wordenen internationalen Bauausstellung.

00:45:28: Es gab vorher welche in Berlin und später auch in den neuen Bundesländern in Sachsen-Sachsen-Anhalt.

00:45:33: aber diese sogenannte IBA-M-Shutbank also im nördlichen Ruhrgebiet beginnt neunzehnneunundachtzig und geht dann bis neunzentneunneunzig.

00:45:42: Es gibt Vorläufer also etwa die Gründung der Industriemuseum neunzentneunsehbsig in Westfalen und dann aus der Niederscheinung.

00:45:51: Also das sind die Ersten, wo einige Zechen- und Industrieanlagen musealisiert werden.

00:45:56: aber die IBA also mit viel Geld im nördlichen Ruhrgebiet durchgeführte Weltausstellung führt dazu dass die ganz großen Anlagen also Zollvereinen Das war gerade gerettet, in den Øberhausen hinzu.

00:46:11: Dann kommt das Südtenwerk Meiderisch und Duisburg hinzu, dann kommen die Jahrhundert-Talle in Bochum dazu und auch die Kokerei Hansa.

00:46:18: Das sind wie man sagen die sogenannten Big Five aber auch einige ja fast weit über hundert Industrieanlagen, die im Ruhrgebiet erhalten bleiben und übrigens zum Zentrum der Industriekultur weltweit machen.

00:46:31: also die Polen Auch die Ukrainer im Augenblick, die Franzosen mit Nordpader Kalei kommen ins Ruhrgebiet und orientieren sich daran wie Industriekultur funktionieren kann.

00:46:41: Und dann kommt Ende der neunzehn-neinziger Jahre also als diese Erhaltungsbemühungen im Prinzip flächendeckend geworden sind, kommt auch die Idee dazu stoppen.

00:46:51: mal wenn ihr da diese solche Industriedenkmäler erhaltet Hat das irgendwann auch eine nationale oder sogar internationale Bedeutung?

00:47:01: Und dann kommt die Welterbe-Idee dazu.

00:47:03: Das Erste ist das Welterbe in Völkling, das ist dieses große Stahlwerk im Saarland an der französischen Grenze aber schon kurz darauf, dass es seit Ende des neunzehnten Jahres wird die größte Zecke der Welt, also Solverein zum UNESCO-Welterbe erklärt.

00:47:23: Inzwischen sind es übrigens deutschlandweit immerhin sieben, also insgesamt sind es einmal Vöckling.

00:47:29: Dann Trollverein, dann der Rammelsberg, dieses große Silberbergwerk im Harz auf von Schubkremmer gebaut.

00:47:35: Dann ist das in die Speicherstadt in Hamburg, dann ist noch die Faguswerke bei Hannover... klein, aber architektonisch sehr anspruchsvoll.

00:47:46: Und dann sind es jetzt seit einigen Jahren auch noch in Sachsen und grenzüberschreitend nach Tschechien die Erzwerkwerke in Sachsens, also in den neuen Bundesländern.

00:47:59: Also deswegen ist Industriekultur von den knapp vierzig Welterbenstätten in Deutschland eben zwischen Sieben Gönze in Industriekultur.

00:48:08: und wir bemühen uns auch im Augenblick darum, dass, wie man sagen mit einer Bundestiftung wirklich auf nationale Ebene zu bekommen.

00:48:16: Und ich glaube die Zahlen, die wir haben hier auf Zollverein und auch in allen anderen von mir gerade genannten industriellen Zeit sind extra orbitant.

00:48:26: also die Menschen sind fasziniert von diesen gigantischen Hinterlassenschaften einer gigantische Zeit Und von daher ist, glaube ich die Industriekultur längst akzeptiert in dieser Welterbe Bewegung.

00:48:40: Ich habe gestern noch mit dem Generalsekretär besprechen können und der sagt also, die Denkmalveranstaltung, die man bei euch auf Zollverein machen kann sind zeichensätzend und wir haben hier mit zwei Millionen Besuchern pro Jahr den Response, den wir brauchen und alles spricht dafür dass dieser Weg nach der Industrialisierung, der Industriekultur der Richtwerke.

00:49:05: Wir haben auch im Vorgespräch eben angesprochen ganz viel von diesem Weltkulturerbe ist ja auch inzwischen zu einer Marke, zu einem Merchandise geworden.

00:49:15: ich habe ja schon erwähnt hinter meiner Leggescholter sieht man eine Buchstütze im Formen des Förderturms über Schacht zwölf vom Zechezollverein.

00:49:23: und auch wenn das total nachvollziehbar ist würde ich aber ganz gerne kurz kritisch nachfragen.

00:49:28: Ich meine wir haben eben geschildert die schlechten Arbeitsbedingungen die Umweltauswirkungen, die der Kohlebergbau hatte.

00:49:35: Wird das nicht ein klein bisschen verkitscht durch so was?

00:49:38: Ja auf jeden Fall und sie haben vollkommen recht also diese ich sage mal Merchitalisierung des Ruhrgebietes läuft parallel zum Strukturwandel.

00:49:50: gibt es sowas wie eine Verklärung?

00:49:52: Ich hatte sie sehr vorhin gefragt, was steht da genau?

00:49:55: Wir haben Fallerhäuser mit dem Förderturm.

00:49:57: Es gibt Buchstützen und Sticker.

00:49:59: Es sind T-Shirts und eigene Startups, die hier Grubenhelden heißen, die ihre Artikel inzwischen sogar international promoten.

00:50:10: Es ist wie gesagt ein Riesentourismus ins Ruhrgebiet, das nicht ganz unerheblich ist weil es natürlich ein Wirtschaftsfaktor.

00:50:16: Also auch Zollverein arbeitet.

00:50:17: inzwischen noch keine siebentausend oder zehntausend Bergleute, aber immerhin vier bis fünftausend Menschen die irgendwie im Kultur- und Tourismusbereich tätig sind.

00:50:26: Also ist ja auch Wertschöpfung, die dadurch einsetzt und von daher wie man sagen alles richtig und es ist auch gut wenn das hohe Gebieten ein positives Image bekommt, an dem es jahrzehnte lang nur negatives Image hatte.

00:50:38: Aber wir sprechen ja bisher immer nur über Zoll vereinen und nicht zum Beispiel übers Hormuseum.

00:50:44: Das Ruhmuseum als großes regionalen Museum des Ruhrgebietes ist ja auf Zollverein beheimatet, also im größten Gebäude in dieser Kohlenwäsche.

00:50:52: Und das Ruhrgebiet erzählt natürlich auch eine sehr kritische Geschichte dieses Ruhr-Gebietes.

00:50:58: Also das Ruhergebiet erzählt von der Waffenschmie des Deutschen Reichs.

00:51:03: Das Ruhrgerät erzählt von den Zwangsarbeitern die auch auf Zohlverein... Wir hatten jetzt zwei Tausend Siebenhundert Zwangssarbeiter unter Tage gegangen sind, als die Werkleute an der Ostfront verheißen worden sind.

00:51:15: Also diese Geschichten werden erzählt?

00:51:17: Die Frage der Umweltzerstörung wie nirgendswo in Deutschland vielleicht in Europa einige Jahrzehnte so dramatisch war wie im Ruhrgebiet also diese ganze Dialektik mit dem Ruhrgebiet verbunden ist.

00:51:31: Das Ruhlgebiet ist immer beides das Versprechen auf Wohlstand und auf der anderen Seite die Ermittlichung von Kriegen und ein bisschen zur Welt kriegen.

00:51:39: Also, dass diese Janusköpfigkeit der Moderne, kann man vielleicht nirgends wo der Klaus Regen wird, hat man darauf hingewiesen.

00:51:45: das Ruhrgebiet ist ein Labor, wo man wie man sagen diese Moderne in ihrer ganzen Widersprüchtigkeit auch entdecken kann.

00:51:53: Das wird natürlich im Ruhmuseum gezeigt, wird aber auch bei den Führung über Zollvereinen Gezeigt, also hier wird auch der Schicksal der Arbeitenden gezeigt.

00:52:05: Also wir sind nicht unkritisch aber wie gesagt es ist eine ambivalente Geschichte übrigens im Augenblick wird diese Industriekultur verherrlicht und fast heroisiert.

00:52:16: ich bin mir nicht ganz sicher wie man in zwanzig dreißig Jahren über die Industrie Kultur spricht.

00:52:22: also wenn der ökologische Wandel so weitergeht wie er jetzt läuft Und wenn ein ökologisches Desaster ansetzt, dann könnte es sein dass diese fossilen Energiemaschinen von denen Zollverein als Welterbe vielleicht der Prägnanteste ist irgendwann auch als das Elend der Menschheit ins Bewusstsein eingehen wird und das dann auf einmal aus diesen Denkmälern oder sowas wie Mahnmale werden können.

00:52:53: Das ist noch nicht ententschieden.

00:52:55: also die Gegenwart ist immer zukunftsoffen und warten wir mal ab, also wie sich die Haltung zu dieser Industriekultur im Allgemeinen und Zollverein in den Besonderen in den nächsten Jahren entwickeln wird.

00:53:08: Sie haben vorhin gesagt mit dem Umzug in die Zeche Zoll-Verein ist das Homuseum in ein zweites Leben gestartet.

00:53:17: Wie sieht dieses zweite Leben jetzt aus?

00:53:20: Diese Momentum ist das Kulturabstattjahr, was übrigens auch ganz wichtig für diese gesamte Industriekultur war.

00:53:27: Weil im Kulturabstand die erfolgreichste Kulturabstadt in Europa hier stattgefunden hat.

00:53:32: Wir hatten ja hier Menschenzahlen also auf diesem sogenannten Stillleben der

00:53:35: B.A.,

00:53:36: es waren mehrere Millionen Menschen unterwegs und auch die Schachtzeichen, die gelben Ballons über den ehemaligen Zechen vierhundert an der Zahl im Ruhrgebiet aufgestiegen sind, waren spektakuläre Bilder.

00:53:47: Also dieses Jahr, Zwei-Tonzehn-Kulturabstadtjahr ist nochmal nach der internationalen Bauausstellung das zweite Momentum und dem Welterbetitel, den Zollfang bekommen.

00:53:56: Da sind die drei spektakulären Momente wo dort Ruhrgebiet gefeiert wurde und sich auch selbst gefeuert hat.

00:54:02: in diesem Jahr wurde das Ruhrmuseum hier auf Zollverein eröffnet.

00:54:06: wie gesagt Das Ruhrmuseum ist mit Eltern also hundert Jahre älter, neunzehnten, hundert vier gegründet.

00:54:12: aber was ganz wichtig ist Landmuseum, wie es früher hieß, war ein städtisches Museum.

00:54:16: Das Ruhrgebiet als größter Ballungsraum in Europa hatte bis zum Jahr zwanzigzehn kein Museum seiner eigenen Geschichte.

00:54:25: Die Museen die das Ruhrbiet bespielt haben waren die Museen des Landschaftsverbandes einmal im Bonn für den Landschaftsverband Rheinland und dann in Münster, für den Landesverband Westfalen-Lippe.

00:54:35: Also aus den beiden Landsmannschaften nicht dem preußischen Provinzen Westfalern und Rheinlands wurde das Ruhrgebiet bestätigt.

00:54:41: Das hat ein großes Ungerechtigkeitsgefühl im Ruhrgebiet schon seit Jahrzehnten hervorgebracht.

00:54:47: also das Ruhergebiet hat immer Probleme.

00:54:48: wir haben hier keine politische Vertretung sondern die Regiusbezirke sind alle außerhalb des Ruhrgerichtes in Hansberg, Düsseldorf, Münster Göln, Getmold und die Landschaftsverbände mit den Sitzen in den gerade genannten Städten.

00:55:01: Also das Ruhrgebiet ist zwar wichtig, ökonomisch aber politisch ein Zwerg.

00:55:07: Und deswegen ist dieses Jahr zwanzigzehn und diese Gründung des Ruhrmuseum so wichtig gewesen war.

00:55:13: von dem Moment an seitdem hat das Ruhergebiet einen Museum seiner eigenen Geschichte.

00:55:19: da bin ich auch sehr stolz darauf dass wir es hinbekommen haben.

00:55:22: damals waren sehr viele Menschen wie Norbert Lammert wie auch Christoph Zöpel Karl Ganser, wie gesagt der Leiter, der über daran beteiligt das wir dafür gekämpft haben dieses Museum hier auf diesem prominenten Platz hinzubekommen.

00:55:36: und von daher, wie man sagen kann, war da dieses kleine Heimatmuseum, Ruhrlandmuseum der Stadt Essen.

00:55:41: Das schon viele Ausstellungen zum Ruhrgebieg gemacht hat.

00:55:44: Wir haben im Vorlauf immer wieder Projekte zum Ruhergebiet gemacht aber jetzt hatten wir den politischen Auftrag.

00:55:49: Wir sind auch in der Trägerschaft des Landes der Stadtessen und des Landschaftsverbandes.

00:55:54: Also alle Gebietskörperschaften sind hier auf Versammelt diesen Museum, deswegen war das so wichtig!

00:55:58: Und wir bedienen genau diese Identitätsfrage des Ruhrgebietes.

00:56:02: also was ist das Ruhrgebiet?

00:56:04: Wo kommen wir her?

00:56:04: Wir wollen wir hin, da ist ja die zentrale Frage.

00:56:07: Bedient das Ruhergebiet für die Menschen in der Region und wir sind natürlich ein wichtiger touristischer Standort.

00:56:13: Also wir zählen ja unsere Besucher.

00:56:14: Die Hälfte kommt aus dem erweiterten Ruhr-Gebiet Die kommen auch häufig, weil sie ihre eigene Geschichte aufsuchen und die andere Hälfte sind Touristen.

00:56:22: Die überhaupt mal wissen wollen wenn sie zum Welterbe kommen was ist überhaupt das Ruhrgebiet?

00:56:26: Und diese will man sagen beiden Sachen bedient das Ruhermuseum und deswegen dieses zweite Leben.

00:56:32: wir haben natürlich auch unsere Besucherzahlen verzehntfach.

00:56:36: Also wir hatten am alten Standort wie bei vielen Museen in Deutschland so eine Zahl zwischen zwanzig, dreißig, vierzigtausend Besucher.

00:56:43: Hier jedes Jahr mindestens ne vierte Million also zweieinhalbfünfzig tausend Übrigens zusammen mit den Führungen über Zollvereine also durch das Denkmal selbst über die Dicht der Kohle durch die Kokerei Noch mal zweihundertfünfzigtausend, also hier besuchen pro Jahr fünfhunderttausende zahlende Besucher diese Städte.

00:57:01: Also sowohl das Museum als auch Zollverein und damit gehören wir übrigens zu den zehn bestbesuchten Einrichtungen in Deutschland.

00:57:09: Also neben Preußischer Kulturbesitz Berlin oder deutschen Museumen in München ist Zoll-Verein auch museal.

00:57:16: Inzwischen eine zentrale Adresse und die Besucherzahlen sind doch sehr stabil.

00:57:21: Eher noch ein bisschen weiter nach oben und also von daher ist auch das diese industriekulturelle Neunnutzung von Zollverein eine große Erfolgsgeschichte.

00:57:30: Also zollvereinen sind eben nicht nur Tourismus, es ist ganz interessant sondern Zoll-vereinen ist auch um den Standort zu beschreiben.

00:57:37: Sie hat ehemalige Zeche.

00:57:38: heute ist Zoll verein Nicht Nur Das Ruhmuseum, sondern auch das Red Dot Design Zentrum.

00:57:44: Da ist das bedeutendes Designzentrum der Welt!

00:57:47: Die vergeben den Red Dot und wenn die denen hier... Also es ist ja der Designpreis für gestaltete Objekte.

00:57:54: Es gibt auch noch Kommunikationspreis, die vergeben sie in Berlin.

00:57:58: Aber diese gestalten Objekten, da kommt Wirtschaft aus Korea, Japan oder China und holen sich diesen Preis ab.

00:58:07: Das ist der wichtigste Designpreis dieser Welt dort.

00:58:10: Die sitzen hier auf Zollverein.

00:58:11: Es gibt die Fortbahnhochschule Künste mit den Fachbereichen Fotografie und Gestaltung also auch Objektesign.

00:58:19: Also wir sind auch Hochschulstandort.

00:58:21: es gibt das choreographische Zentrum Pakt eines der wichtigsten Tanz Einrichtung in Nordrhein-Westfalen, also Essen ist die Stadt von Pina Bausch, die zwar in Brupathal tätig war, aber hier an der Vorkwangkurschule tätig waren.

00:58:34: Also das sind alles Elemente.

00:58:35: Wir sind ein wichtiger Kulturstandort.

00:58:37: und letztes wir sind auch ein wichtiger Wirtschaftsstandort wie der Wall.

00:58:42: Die RAG, die ja immer noch existiert und den ganzen Nachfolgekosten des Bergbaus.

00:58:47: Also Wasserhaltung wenn hier unter Zollverein nicht gepumpt wird, wird das Ruhrgebiet im Raum zwischen Duisburg und Dortmund innerhalb von anderthalb Jahren voll Wasser laufen, weil wir das Ruhrgebiet durch den Bergwahrt dreißig Meter abgesagt sind.

00:59:02: Und wenn wir die Stollen nicht weiter von Wasser frei halten, laufen sie zu durch Grundwasser in das Ruhlgebiet.

00:59:08: Wir sind ein See der ungefähr so groß wie der Bodensee, die entstehen geht wohl.

00:59:12: also ihr könnt keine Menschen mehr leben.

00:59:13: Das heißt, Sie müssen solange hier Menschen leben wollen... Das sind die sogenannten Ewigkeitskosten.

00:59:24: Nicht nur das Atom und die anderen Energiearten haben Ewigkeits-Kosten, sondern eben auch die Kohle.

00:59:32: Und deswegen, wenn man sagt sitzt die R AG auf Zollfallen und die aus der R AG für diese Zwecke gegründete R AG Stiftung.

00:59:39: Das ist übrigens die größte... Beteiligungsstiftung in Europa mit zwei Tausend Firmenbeteiligung, die haben auch ihren Sitz hier auf Zollverein.

00:59:47: Das heißt wir sind ja auf Zöllverein auch ein großer Wirtschaftsstandort und das ist ein besonderer Charakter dieses Weltherbes also ein Welterbe wie die Pyramiden in Diesel sind Pyramidien und bleiben Pyramide.

00:59:59: Der Kölner Dom ist ein Dom und bleibt ein Dom, auch wenn man da jetzt eintritt.

01:00:05: Erhebt um da reinzukommen.

01:00:06: Aber wie man sagen die erinnern nur an ihre ehemalige Funktion Zollverein erinnert an diese große Geschichte des Bergbaus Ist aber auch im Zukunftsstandort.

01:00:14: Wir haben bei uns in Ersatzung stehen.

01:00:16: Zoll-Verein ist Welterbe weil es die Verbindung von Vergangenheit gegen Watte und Zukunft symbolisiert und symbolisieren soll.

01:00:24: Also von daher will man sagen Deswegen glaube ich ist auch der Zuspruch so groß.

01:00:29: Und noch ein letztes, Zollverein ist ein wichtiger Standort im nördlichen Ruhrgebiet.

01:00:34: also es ist uns gelungen in den letzten Jahren wirklich die Migrationsbevölkerung, die natürlich ganz stark verbunden ist zum Standort zu bringen.

01:00:42: das ist auch inzwischen anfangen wir dort ganz anders ihr Standort auf der einen Seite und auf der anderen Seite sind wir in Welterbe- und internationaler Tagungsstandort.

01:00:51: Die Landesregierung schätzt Zoll vereinen oben der Erich Brostal auf der Kohlenwäsche ist, die gute Stube unseres Landes.

01:00:59: Wir haben diese Spannbreite von Stadtteil zu Internationalität.

01:01:04: Ich glaube wir können die einigermaßen aufreden.

01:01:07: Hier gibt es große Festivals wie die Litrua, die ist inzwischen erfolgreicher als die Lit-Colona, das große Literaturfestival.

01:01:13: Die Hurtriennale mit großen Theateraufführungen ist hier ansetzt.

01:01:17: Es gibt große Musikfestivals Stone Techno und eines der größten Techno-Festivals, also Zollverein ist alles.

01:01:25: Und deswegen ist Zollerein mehr als eine alte Zeche aber eben auch ne alte Zechel und deswegen kann ich alle Zuhörer nur einladen kommen sie nach Zollvein schauen Sie sich die große Geschichte aber schauen sich auch die über hundertfünfzig Großveranstaltungen pro Jahr die wir ja machen an und besuchen sie unsere museumeinrichtung also sowohl auf Zollfein als auch im Ruhrmuseum.

01:01:50: herzlich willkommen Glückauf!

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