X-056: Industriekultur: vom Begriff zum Bundesverband, mit Karsten Feucht und Prof. Dr. Joseph Hoppe {LVR geSCHICHTEN}

Shownotes

Dies ist eine Auftragsproduktion für das LVR-Projekt geSCHICHTEN Rheinisches Revier

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Die Episoden werden thematisch und nicht nach Erscheinungsdatum nummeriert. Für einen chronologischen Durchgang zur europäischen Geschichte sollten die Episoden nach Namen sortiert werden. Unten in den Shownotes findet ihr die Liste der einzelnen Kategorien!

schwarze0fm hatte als Hobbyprojekt begonnen - inzwischen habe ich aber durch Auftragsproduktionen und Crowdfunding die Möglichkeit gewonnen, mehr und bessere Folgen für Geschichte Europas zu produzieren. Das Prinzip "schwarze Null" bleibt - die Einnahmen werden verwendet, für mich Rahmenbedingungen zu schaffen, den Podcast zu betreiben und weiterzuentwickeln. In dieser Folge habe ich das ausführlich erklärt.

This episode of "Geschichte Europas" by schwarze0fm (Tobias Jakobi) first published YYYY-MM-DD.

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Die Namen der Podcast-Folgen beginnen mit dem Schema „Buchstabe-Dreistellige Zahl“. Der Buchstabe steht dabei für die thematische Kategorie (die auch im Untertitel der Folge zu finden ist). So kann, zumindest für die Buchstaben B bis U, durch alphabetische Sortierung ein chronologischer Ablauf der Folgen dargestellt werden.

Die Kategorien der Episoden sind wie folgt:

• A = Epochenübergreifende Themen

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• O = Zeitalter der Revolutionen

• P = Nationalismus und Imperialismus

• Q = Erster Weltkrieg

• R = Zwischenkriegszeit

• S = Zweiter Weltkrieg

• T = Kalter Krieg und Europäische Einigung

• U = Nach dem Kalten Krieg

• V = Europa aktuell

• W = Epochenübergreifende Biographien

• X = Geschichtswissenschaft und Erinnerungskultur

• Y = Quellen

• Z = Meta/ Podcast

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00:00:00: Industriktur ist im Grunde genommen so etwas wie das Stellen der sozialen Frage in historischer und gegenwärtiger Absicht.

00:00:08: Also wir sprechen eben auch über die Frage, wie wollen wir arbeiten?

00:00:13: Wie wollen wir leben?

00:00:14: für wen wollen wir Arbeiten?

00:00:17: was war das Ziel?

00:00:20: Was war der Ertrag von Arbeit Für Wen?

00:00:23: Was soll zukünftig Der ertrag Von Arbeit Für Wien Sein?

00:01:00: Diese Folge von Geschichte Europas ist eine Auftragsproduktion für das LVR Projekt Geschichten Reiniges Revier.

00:01:08: Mit diesem Gespräch beginnt eine neue Staffel, in dem wir uns verstärkt mit den Begriff der Industriekultur auseinandersetzen und schauen wie unterschiedlichste Akteure diesen großen Begriff mit Leben füllen, Industrie-Kultur bewahren, erforschen und zugänglich machen.

00:01:26: Heute spreche ich dazu mit Karsten Feucht und Prof.

00:01:29: Dr.

00:01:29: Josef Hoppe.

00:01:31: Wir blicken auf Berlin, wo beide sich mit verschiedenen Projekten der Industriekultur Beschäftigten umbeschäftigen und wir sehen das Industrie-Kultur weit mehr ist als alte Fabrikgebäude und schwere Dampfmaschinen.

00:01:43: Industrie Kultur ist die kontroverse Beschäftigung mit Arbeit und Identität, mit Umwelt und Klima folgen, mit Gerechtigkeit und Ungleichheit.

00:01:53: Die beiden Berichten, wie im BZI – dem Berliner Zentrum für Industriekultur – Netzwerke und Projekte in der Bundeshauptstadt geformt und vorangetrieben werden.

00:02:02: Und auch wieso das Ende der Ampelkoalition also auch dazu führte, dass eine geplante Stiftung zur Industrie-Kultur vorerst nicht gegründet werden konnte?

00:02:14: In den Shownauts Erfolge findet ihr Kontaktwürdigkeiten für Fragen, Feedback und Kommentare sowie Wege wir mich und diesen Podcast unterstützen könnt!

00:02:22: etwa durch Spenden wie Papern und Kofi oder durch regelmäßige Beiträge über Steady und Koffie.

00:02:28: In den Show Notes gibt es auch eine Liste inhaltlich verknüpfter Folgen, die stets aktuell gehalten wird.

00:02:34: Auch in vorherigen Staffeln für das LVR-Geschichtenprojekt war die Industriekultur immer wieder mal Thema gewesen.

00:02:41: Hört also gerne da rein wenn ihr euren Zugang zu diesem Thema weiter vertiefen wollt.

00:02:46: Beide Gäste sind neu dabei.

00:02:48: Zuerst stellt sich erfeucht vor dann Herr Hoppe Und danach geht es auch schon los in die vielfältige Welt der Industriekultur, aber nicht nur in Berlin.

00:02:58: Ich wünsche euch viele neue Erkenntnisse mit dieser Aufnahme aus dem Februar im Jahr zwei Tausend sechsundzwanzig.

00:03:04: Ja ich bin Karsten Feucht von Haushaus Architekt hab mich aber schon im Studium sehr mit Architektor Soziologie beschäftigt weil ich immer wissen wollte wofür machen wir das alles dieses bauen und dann mit dem Motto von der Uni gegangen dass eigentlich Gespräch der härteste Baustoff ist.

00:03:24: Was heißt das?

00:03:25: Das heißt, wie wir Gebäude und Umwelt interpretieren, welche Bedeutung wir ihnen geben, eigentlich viel härter als das Gebäudeselbe.

00:03:36: Also eine schöne alte Fabrik ist schneller abgerissen.

00:03:41: Es ist vielleicht, dass sie abzureißen, als ihren Ruf oder ihre Bedeitung oder ihre Wertschätzung in der Gesellschaft zu kreieren Denn Beutdeltung und Wertschätzung ist ja Kommunikation, Gespräch gesellschaftlicher Konsens.

00:03:57: Und das hat mich also sehr beschäftigt.

00:03:59: Deswegen bin ich dann auch in meiner Arbeit jetzt weniger zum Bauen sondern mehr zur Erhalt zur Würdigung zu Entwicklung gegangen und bin deswegen bei der internationalen Baustellung der IBA in Lausitz gelandet am Ende.

00:04:15: Das war von zweitausend bis viertausendzehn eine spannende Aufgabe im ehemaligen Braunkohlebergbaugebiet, eine völlig neue Region zu schaffen mit Seen.

00:04:26: Wo es auch sehr darum ging das Image und die Nutzung der Landschaft zu ändern.

00:04:33: Auch das Denken oder den Ruf, den die Region hat zu ändern gings viel um die Wahrnehmungen von neuen Qualitäten und natürlich auch um die alten verbicken Kraftwerke Förderbrücken deren Qualitäten wahrzunehmen in neuen Nutzungen zu geben.

00:04:50: Und das war dann so mein Weg zur Industriekultur und bin jetzt sehr froh, dass ich in Berlin wirken kann beim Berliner Zentrum Industrie-Kultur wo wir ja genau das tun nämlich den industriellen Hinterlassenschaften wertzugeben sie zu würdigen ins Bewusstsein zurück und hier und da das ist meine spezielle Aufgabe vielleicht später noch dazu auch vielleicht noch leer stehen oder nach ungenutztem Projekten oder Objekte besser gesagt, aus Objekten noch Projekte zu machen und hier oder da noch ein Gebäude zu retten.

00:05:26: Oder in eine neue Nutzung zu geben oder wo schon neue Nuzungen sind unter die Arme zu greifen und zu helfen das der Ort sich weiterentwickelt als lebendig genutzter Industriekultur.

00:05:37: Mein Name ist Josef Hoppe.

00:05:39: ich bin was manche mit erstaunen feststellen eigentlich kein gebürtiger Berliner sondern aus Nordrhein-Westfalen aber tut ihr ja auch nicht so arg viel zur Sache.

00:05:48: weil ich jetzt schon viele Jahrzehnte in Berlin lebe, habe nach dem Studium mich zunächst mal eher mit Büchermachen beschäftigt.

00:05:57: Sowohl als Autor wie als Lektor wie auch als Programmmensch und bin dann über ein Technik-Historisches Thema, mit dem ich mich lange beschäftigt habe an das damals neu gegründete Museum für Verkehr und Technik heute, Deutsches Technikmuseum geraten und hab dann irgendwie gemerkt dass Museum machen, Ausstellung machen, Museumsarbeit doch für mich eine sehr ideale Option ist, die ich sehr ernst genommen habe.

00:06:23: Ich war dann zum Schluss zwölf Jahre Vizidirektor vom Technikmuseum und habe mich um viele Bauprojekte im und außerhalb des Technikmusiums gekümmert in dieser Funktion.

00:06:32: Wer das Beninas Technik Museum kennt der weiß es liegt auch auf einem industriekulturell extrem stark definierten Gelände nämlich dem ehemaligen Umfeld des Anagabanos des Größten Bahnhof ist überhaupt zu seiner Zeit in Berlin und nicht nur in Berlin, sondern auch in Europa.

00:06:49: Das heißt wenn man mit offenen Augen durch die Nachbarschaft gegangen ist hat man auf einmal überall Spuren entdeckt, die auf eine Nutzung hinwies und verweise von verschiedenen Nutzungskonzepten im Umfeld der Eisenbahn, die ohne weiteres aber eben nicht mehr ablesbar waren.

00:07:07: Und das hat mich dann dazu bewogen mich nochmal wieder mit diesem Thema Industriekultur intensiver zu beschäftigen.

00:07:15: Parallel pannte das Gleiche an der HTB statt und verschiedene Professorinnen dort hatten auch eine Gruppe gegründet, die sich mit dem ehemaligen AEG-Helände in dem der HTW heute wirkt befasste.

00:07:27: Wir haben uns zusammengeschlossen Und wir haben zusammen das Berliner Zentrum Industrie Kultur gegründe vor jetzt gut zwölf Jahren Und seit jener Zeit habe ich mich teilweise eben noch mit dem Technikmuseum hauptamtlich, seit ich raus bin hauptsächlich mit dem BZI beschäftigt und mache hier haubsächlich Dinge wie Veranstaltungen und Programme und Publikationen.

00:07:50: Also im Grunde genommen Interpretations- und Forschungsarbeit.

00:07:54: Wir werden uns nachher noch mit der Bundesverband Industriekultur genauer beschäftigen.

00:07:59: Erst einmal will ich, weil es auch eine der ersten Folgen aus dieser Reihe ist klären was überhaupt gemeint ist wenn wir von Industriekultur sprechen und welche vielen Facetten dieses dieser Begriff hat.

00:08:10: Also Herr Hoppe dann möchte ich Sie jetzt erstes zu einladen Was verstehen wir oder was sollten wir unter Industrie-Kultur überhaupt verstehen?

00:08:17: Und im Kopf haben?

00:08:19: also tatsächlich gibt es ziemlich viele Interpretationen oder Definitionen des Begriffes Industrie Kultur.

00:08:25: alleine in Deutschland kassieren da keine Ahnung mindestens zehn Teilweise wissenschaftlich schon etwas verschroben in ihrer Komplexheit.

00:08:35: Wenn ich so gefragt werde, wie sie mich das gerade gefragt haben dann sag' ich immer Industriekultur ist ein Thema der Steine es ist ein thema der Strukturen und ein Thema des Herzens.

00:08:47: Es ist ein tema der Steinen weil es gibt unglaublich viele gebaute Objekte die ganz klar auf eine industrielle Nutzung zurückzuführen sind.

00:08:54: Die haben ihre eigene Materialität Bautechnik, ihre eigene Ästhetik die in sich natürlich auch wechselt und solche Bauten sind eigentlich auch in aller Regel unverwechselbar.

00:09:05: Jeder weiß was damit gemeint ist.

00:09:07: Das zweite ist, dass die Kultur hat Landschaften und Stadtlandschaften extrem geprägt.

00:09:13: da muss man dann schon ein bisschen genauer hingucken weil Transportsysteme, Gesundheitssysteme Hygienesysteme Interaktion zwischen verschiedenen Industrie-Sparten usw.

00:09:24: Die haben bestimmte Strukturen herausgebildet, das sind Strukture des Verkehrs und des Transportes, der Energieverteilung

00:09:31: usw.,

00:09:32: auch das ist Industriekultur.

00:09:34: Und der letzte Punkt eine Sache des Herzens.

00:09:37: Industrie Kultur ist ein Thema dass vielen Leuten die überhaupt erstmal nur anfangen sich mit einem bestimmten Ort etwas intensiver zu beschäftigen.

00:09:45: Auch emotional stark erreicht weil immer klar ist wir reden hier über eine geschichte von generationen arbeiten der menschen die teilweise mit stolz teilweise mit schmerzen teilweise mit leid, teilweise mit freuden gewirkt haben stolz darauf waren was sie tolles geleistet haben.

00:10:02: Geschimpft haben weil die arbeitsbedingungen scheiße waren und so weiter usw.

00:10:06: das heißt wir reden über das echte wahre richtige leben?

00:10:09: Und auch das verbindet sich eben mit den orten der industriekultur diese Aspekte immer miterzählen und mitbedenken und mitkommunizieren, dann ist der Begriff Industriekultur in seinem ganzen Reichstum nicht ausgefüllt.

00:10:23: Herr Feuchten möchten Sie dieser Definition noch etwas hinzufügen oder uns Beispiele schildern wie wir diese Aspekte uns vorstellen können?

00:10:31: Ja ich bin dankbar dass du die drei Aspechte gleich genannt hast Josef weil tatsächlich im ersten in der ersten Konnotation denken viele halt an an alte Lokomotiven oder alte Fabrikhallen, Kraftwerke und eben an die Steine.

00:10:51: Aber ich denke es wird nun gut daran tatsächlich die ganzen Landschaften und die Geschichten, auch die Sozialgeschichte.

00:11:03: Es geht ja letztlich um wie wurde gearbeitet?

00:11:06: Was wurde erkämpft?

00:11:08: Gewerkschaften wurden gegründet.

00:11:10: Wie wird, wie hätte ich das ausgewirkt auf unseren Arbeitsalltag bis heute?

00:11:15: Also es ist auch heute hat die Industrie eine gewisse Kultur.

00:11:20: Wir sind sehr daran gewöhnt in der Industriegesellschaft zu leben.

00:11:24: Deswegen würde ich auch die Prägung, die uns heute nicht mehr bewusst sind weil sie im blinden Fleck liegen mit dazu zählen.

00:11:33: zur Auseinandersetzung mit dem Thema Industriekultur.

00:11:36: Ich habe mal so ein witziges Beispiel gemacht Der Wecker zum Beispiel.

00:11:39: Also die Uhr wurde ja dann an Fabrikhallen angebracht, weil man plötzlich in einem Industriezeitalter anders als vorher zu einer ganz bestimmten Zeit die da auf Maschinenhahn schmeißen musste oder mussten alle Arbeiter da sein.

00:11:53: also hat man plötzlich feste Arbeitszeiten gehabt und ich denke der Wecker hat einen Stellenwert bekommen in der Gesellschaft den er vorher nie hatte.

00:12:02: Was wir täglich benutzen nämlich dass wir uns morgens wecken ist, wenn man so will auch Industriekultur und prägt unser heutiges Leben.

00:12:13: Und eben nicht nur die Urenfabrik, die man irgendwo, die vielleicht stillgelegt ist oder die man besichtigen kann.

00:12:20: Insofern ist es sehr für mich ein sehr weiter Begriff.

00:12:22: das definiert jeder ein bisschen anders hat Josef Hoppe her schon gesagt aber Ich finde das sehr spannend.

00:12:29: Deswegen macht es mich auch so emotional herzungsmäßig an, weil ich denke, dass hat unglaublich viel mit uns, mit unserem Leben und mit unserer Zivilisation in unserer Gesellschaft zu tun was die Industriekultur da erforscht und aufzeigt.

00:12:44: Das macht für mich so spannend!

00:12:46: Und bei der Industrie-Kultur geht es ja nicht nur darum, dass wir uns mit dem vergangenen Beschäftigen und des Bewahrens.

00:12:54: Die Beschäftigung hat ja auch immer was mit dem hier und heute zu tun.

00:12:57: Das haben Sie mit dem Wegherrbeispiel gerade schon gezeigt, auf welcher Art und Weise können wir denn die Industriekultur nutzen um über uns und das Heute und vielleicht auch das Morgen nachzudenken?

00:13:07: Ich denke zum Beispiel immer drüber nach wenn wir eine alte Textilfabrik sehen zum Beispiel und die besichtigen.

00:13:14: das würde jeder sagen dass es Industrie-Kultur.

00:13:17: da kann man sehen wie früher gewoben wurde oder wie Stoffe gemacht wurden.

00:13:25: Und dann würde ich immer sagen, na gut warum steht das denn leer?

00:13:29: Warum ist es heute ein Museum.

00:13:31: Wo kommen denn die T-Shirts heute her?

00:13:33: Also dass man dann immer fragt und reflektiert das zum Anlass nimmt um zu gucken wo wird eigentlich heute produziert?

00:13:39: im Grunde hat die Industriekultur ja auch hier begonnen weil Fabriken anfingen leerzustehen weil sich die Welt globalisiert hat Natürlich auch wegen technischem Fortschritt, weil Produktion anders stattfand.

00:13:53: Aber auch weil sie woanders stattfahren begannen stattzufinden.

00:13:58: und da finde ich es immer spannend auf die globalen Zusammenhänge hinzuweisen und zu verstehen dass heute die Sachen vielleicht importiert werden, die früher hier im eigenen Land produziert wurden.

00:14:09: und auch der Export also dieses immense Wachstum von Berlin mit den großen Playern IG und Siemens dieses Bevölkerungsexplosion und die Bedeutungs-Explosion dieser Stadt als Industriestadt, ist ja nicht zu erklären ohne die Welt.

00:14:28: Man hat ja die ganzen Glühbirnen, Kabel, Generatoren, Straßenbahnen, Motoren

00:14:33: etc.,

00:14:34: ja nicht nur für die Berliner produziert sondern auch für den Weltmarkt.

00:14:38: also hier hilft die Industriekultur Zusammenhänge zu verstehen wie die Wirtschaft funktioniert hat oder auch funktioniert und was wir, wie wir heute leben.

00:14:51: In welcher Welt wir heute sind und da geht dann auch, reicht dann auch rein zu der Frage soziale Konsequenzen finanzielle Ungleichheiten vielleicht aber auch ökologische Konseqenzen in der Industrie.

00:15:06: Das sind alles Aspekte, die bei der Industrikultur mit reinspielen.

00:15:10: Herr Hoppe, was wir uns in der Gliederung einer Vorbereitung aufgeschrieben haben war auch gewesen, dass es wichtig ist, dass eine Industriekultur und ihre Präsentation kontrovers sein soll.

00:15:20: Und das wir da nicht eine gute alte Zeit verklären wollen.

00:15:24: Können Sie da diese Problematik, dass man da gerne hinabrutschen könnte?

00:15:28: Auch nochmal kurz erklären!

00:15:30: Ja, das kann natürlich dann passieren wenn man in irgendwelchen Fabriken oder Kraftwerken, oder anderen großartigen Bauten steht und sich von der Größe überwältigen lässt.

00:15:42: Das ist ein Effekt den wir ziemlich oft beobachten.

00:15:44: das heißt es wird auf einmal ein Objekt der Industriekultur nur als Raumkonzept oder als ästhetisches Konzept oder definiert über seine Größe gesehen ohne dass seine Funktion und all die Geschichten und die Geschichte die sich dort abgespielt hat überhaupt noch wahrgenommen wird.

00:16:03: Das glaube ich ist ein Phänomen, was wir gar nicht so selten haben.

00:16:08: Es gibt auch eine akademische Betrachtung von Industriekultur die sich wirklich rein auf bauhistorischer Aspekte beschränkt und genau herausfindet welches Baumaterial von wo und wann bis wann und durch welche Architekten usw.. das sind alles Aspechte die in unsere Betrachten mit eingehen aber nicht den Gesamtzusammenhang von Industriktur hinreichend abbilden.

00:16:34: Da bin ich ganz bei dem, was Kasten eben auch schon gesagt hat, Industrikultur ist im Grunde genommen so etwas widerstellen der sozialen Frage in historischer und gegenwärtiger Absicht.

00:16:45: also wir sprechen eben auch über die frage wie wollen wir arbeiten?

00:16:51: Wie wollen wir leben?

00:16:52: für wen wollen wir?

00:16:55: war das Ziel, was war der Ertrag von Arbeit für wen?

00:17:00: Was soll zukünftig der Ertag vom Arbeit für wehen sein.

00:17:05: Also

00:17:05: dass die jedenfalls als Diskussion mit anzuregen würde ich schon als einen wichtigen Aspekt der Beschäftigung und der Vermittlung von Industriekultur bezeichnen.

00:17:14: Und wir sind ja jetzt auch gerade politisch in einer Phase wo sehr viel über das Thema Arbeitszeit Leistung Produktivität wer arbeitet wann und wieviel stecken.

00:17:25: Ist das also was, was Sie beide in Ihrem Arbeitseitag erleben?

00:17:28: Dass sich jetzt auch in diesen Zeiten diese Diskussionen verstärken mehr werden vielleicht sogar verschärfen?

00:17:36: Nein!

00:17:37: Also wenn ich ehrlich bin so unmittelbar schlägt es jetzt jedenfalls in meiner Arbeit nicht auf weil ich auch nicht so sehr oft die praktische Mettlungsarbeit mache und mit Leuten die tatsächlich zu Industriekulturorten kommen zu tun habe.

00:17:54: Das müssten andere Kolleginnen bei uns aus dem Projekt wahrscheinlich besser beantworten können.

00:18:01: Ganz so kurzgriffig funktioniert es dann eben doch nicht.

00:18:04: Tagesaktuelle Debatten schlagen sich jetzt nicht bei uns in bestimmten Anfragen oder Bemerkungen, also ohne weiteres Nieder.

00:18:12: Jedenfalls ist das meine Beobachtung.

00:18:14: Es wäre eher Josef vielleicht ein Thema für die nächste Veranstaltung, die wir machen?

00:18:19: Oder ein Forumsthema... Wie arbeiten wir?

00:18:23: Aber was um sich dann in aktuellen Debatten tatsächlich einzumischen, das ist jetzt nicht.

00:18:28: Das ist eher so.

00:18:29: der auch der Versuch denke ich muss es ja auch aus der Historie heraus verstehen.

00:18:34: zunächst ist das Thema Industriekultur entstanden Mitte letzten Jahrhunderts, sechziger, siebziger Jahre als der Strukturwandel begann und einiges anfing, leer zu stehen.

00:18:49: Und man einfach dachten, das kann ja jetzt dann weg die ganzen alten Zechen und die alten Fabriken.

00:18:57: Dann gab es eine Bewegung, die erst mal für den Erhalt sich einsetzte weil sie sagte dass ist ja auch Kultur.

00:19:03: nicht nur Kirchen und Schlösser sondern auch die Kathedralen des zwanzigsten Jahrhunderts sind eben auch oder das neunzehnten sind eben Kultur.

00:19:14: Das musste man erstmal Hinkriegen, also die beiden Begriffe Industrie und Kultur in eins Wort zu packen.

00:19:21: Das klingt ja erst mal widersprüchlich.

00:19:24: Die Industrie ist das was Dreck macht aber Geld bringt.

00:19:29: Und bei der Kultur ist genau anders, wo.

00:19:31: die kostet Geld und es für das Schöne zuständig.

00:19:35: Und dass in ein Wort zu parken war ja schon eine Provokation und war eine Anfangsphase denke ich.

00:19:40: Meine Vorgänger haben da erstmal große Arbeit geleistet.

00:19:43: Das hofft ins Bewusstsein zurück Und als Thema und als Erhaltenswert, und als Kulturgut.

00:19:52: Das Industrie auch kulturgutt ist!

00:19:55: Ich denke da ging es erstmal um die Materie, da ging's erst um die Steine wie Josef Hopper am Anfang meinte Dann nach und nach auch mehr um die Strukturen und ums Herz und jetzt auch mehr über die Prägung und um die sozialen Aspekte.

00:20:08: ich denke der erweiterte... Wir sind in beiden Begriffen ein bisschen zu erweitern zurzeit und gehen ja auch schon in Berlin auf Die Gesundheit mit ein, die mit einhergigen Krieg und Frieden ist ein Thema was wir behandeln.

00:20:21: Sauber und gesund Strom und Energie also all diese Perspekte die sich drum herum scharen soziale das gesellschaftliche.

00:20:30: aber dass es eine auch vergleichs also in der Entwicklung der Industrie des Begriffsindustrie Kulturen eine jüngere Entwicklung Das man jetzt also den Begriff erweitert Und auch dann über die Arbeitskultur und über die Lebensweisen mehr und mehr spricht auf dem Gebiet?

00:20:47: Nachdem wir jetzt diese Grundideen dargelegt haben, können wir, glaube ich, konkreter werden.

00:20:52: Herr Pfeuerfeucht Sie sind beim Berliner Zentrum Industriekultur und ich möchte sie einfach gerne einladen zu schildern was dieses Zentrum ist, was Sie da tun welche Ziele Sie verfolgen, welche Projekte Sie da anstoßen.

00:21:06: Was machen Sie um die Industrie-Kultur Berlins Auf die Arten und Weisen wie wir schon besprochen haben zu präsentieren?

00:21:14: Ja, ich habe es schon gesagt.

00:21:16: Die Gründung vor zwölf Jahren war letztlich eigentlich überfällig wenn man so will weil es war wenig im Bewusstsein im Vergleich zum Rohgebiet wo es ja da seit den neunzigerjahren schon Bemühungen gab den Begriff Industriekultur zu setzen und zu nutzen wo es mehr um die montanen Industrie ging wo es schon die Route der Industriekultur gab, die auch ausgeschildert war und so weiter.

00:21:46: Und Berlin hatte nun keine Bergwerke und keine montanen Industrie und hat aber durchaus eine Industrie-Geschichte und zwar eine ganz bedeutende.

00:21:57: Also Berlin war Mitte des neunzehnten Jahrhunderts in einer Residenzstadt von von fünfhunderttausend Einwohnern.

00:22:05: Und mit vier Millionen Einwohnern Die drittgrößte Stadt der Welt.

00:22:11: muss man sich mal vorstellen nach London und New York.

00:22:15: Und das ist nicht passiert, weil das Hauptstadt von Deutschland wurde sondern aufgrund dieser politischen Entwicklung aber auch der technischen Entwicklung ist Berlin zur Elektropolis geworden und hat also eine immense Industrialisierung erlebt.

00:22:30: ausgehend von der Schwerindustrie mit der Lokomotiv- und Produktionen und dem Bausigwerken ging es dann los mit der Elektrizität.

00:22:41: Also Berlin ist eigentlich aus Industrie gemacht, dieses Wachstum wäre ohne Industrie gar nicht denkbar.

00:22:48: aber eben aufgrund jetzt dass das hier keine Bodenschätze in dem Maße geht direkt in Berlin vor allem die Elektroindustrie also Berlin hatte ich nur ein paar Times in den dreißiger Jahren geschrieben ist die best beleuchtete Stadt der Welt alle... Es war die Stadt wo aus aller Welt Experten hergefahren sind, um zu gucken wie sieht eine elektrifizierte Stadt aus.

00:23:13: Wie funktioniert das mit der Stadtbeleuchtung?

00:23:16: Mit den elektrischen Straßenbahnen, mit den elektrischen U-Bahnen, Elektrisches Kochen

00:23:22: etc.,

00:23:22: etc.

00:23:23: war Berlin wirklich Pionierstadt für diese Elektrifizierung und hat ja auch mit AEG und Siemens zwei der vier Weltfirmen auf dem Elektrosektor in einer Stadt vereint.

00:23:39: Und ohne diese Industrielle, ohne diese Industrialisierung ist Berlin gar nicht erklärbar, klar nicht gar nicht denkbar.

00:23:46: dieses Wachstum, die Zunahme auch an Bedeutung des Ohne dieser Industrialisierung nicht erklärt war.

00:23:54: Nun um den Geschichtenabriss ganz kurz weiterzuführen es gab dann halt durch die Teilung der Stadt nach dem Zweiten Weltkrieg ein Abbruch in dieser Entwicklung.

00:24:07: Weil in Westberlin, der eingemauerten Stadt wurde in dieser prekären politischen Lage ungern investiert.

00:24:16: Wir kennen die, wir erinnern uns an diese Situation, dieser Insellage.

00:24:20: Es wurde eigentlich auf den Betrieben, die da waren vielleicht weiter produziert aber die Hauptsitze sind nach Westdeutschland verlegt worden und im Osten Deutschlands war es aus anderen Gründen eigentlich ähnlich Denn dort wurde auch auf den alten Maschinen weiter produziert, weil einfach die Strukturschwäche dazu führte, dass man nicht abreisen und neu bauen konnte oder die alte Industrie durch ganz neue Strukturen ersetzen.

00:24:48: So das dann mit der Maueröffnung und der Wiedervereinigung in den neunziger Jahren eigentlich ein Fundus – Altbauten sag ich mal an Industrikultur bauten in Berlin anzutreffen war, wie fast nirgends woanders.

00:25:07: In Deutschland und das führte dazu dass also aus dieser Industriestadt eine Industriekultur statt geworden ist.

00:25:14: Und wenn wir jetzt mal so denken an Berlin dann an das Image was fällt einmal als erstes ein?

00:25:22: Wenn man an die Nachwendezeit denkt.

00:25:25: die Clubs zum Beispiel Ob Nundressor oder Bergheim oder E-Werk sind alle in Industriekultur Bauten untergebracht.

00:25:35: Nabe E-Werk spricht ja für sich.

00:25:37: viele Startups, die ganze junge frische Ökonomie, die internationale Marketing und Internet- und Elektroszene, die hier sich niedergelassen hat sitzt in diesen alten Gewerbegebäuden, die leer standen nutzen diese sehr gerne.

00:25:56: also viel von einem Image von Berlin ist eigentlich unmittelbar mit der Industriekultur verknüpft und wir haben im BCI uns zur Aufgabe gemacht, das bewusst dazu machen.

00:26:08: Also wenn ich in die Welt fahre dann ist bei Industrie-Kultur immer das Hochgebiet erstmal.

00:26:13: Erinnerungen bei den Menschen durch diese IBA.

00:26:16: jeder Stadt war in den neunziger Jahren die Kulturhauptstadt, Jahrzehnte, mit Essen, Nachschild also die ganzen... Sogebieter sehr bekannt weltweit mit der großen Welterbestätte auch Sicherheitsholverein.

00:26:34: Aber wir denken, dass es eben auch sehr wertvoll ist diese Geschichte für Berlin zu erzählen und zu verstehen aus was Berlin gemacht ist wie Berlin entstanden ist.

00:26:44: das heißt wir haben also mehrere Schauplätze zusammengefasst die ähnlich wie in der Route der Industriekultur sagen man die wichtigsten Orte miteinander verbinden.

00:26:56: Das sind der IG-Tunnel zum Beispiel, wo zum ersten Mal überhaupt ein Zug unterirdisch fahren sollte und das erst mal versucht wurde.

00:27:06: Es ist ein Versuchstunnel, wo man also probiert hat ob es überhaupt geht dass man Bahnen unter die Erde bringt was heute weltweit mit dem U-Bahn in aller Welt üblich ist.

00:27:16: Das alte Wasserwerk wirklich sein BMW auch Werk was aktuell noch tätig ist das Deutsche Technik Museum natürlich Natürlich auch das Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit, dass diese Geschichte der Zwangsarbeit mit auf, mit vermittelt.

00:27:32: Als in Berlin in den dreißiger Jahren zu nahezu Zeit zwanzig Prozent aller Beschäftigten zwangsarbeiter waren, muss man sich mal vor Augen halten was da wieder gewirtschaftet wurde.

00:27:43: Das Thema Energie, das Thema Fliegen, des Thema Gas, das thema Rundfunk, Haus des Rundfunks.

00:27:49: also.

00:27:50: wir haben dann eben entsprechend immer Orte, die alle diese Themen mit der Industrie unser Leben und unsere Gesellschaft prägt abdecken.

00:28:00: Brauereien, Brotfabriken... Das alles ist also in dieser Route, in dieser Zusammenschau von Schauplätzen ist es mit dabei.

00:28:12: wir haben diese Orte vernetzt Wir arbeiten mit den Orten zusammen, wissen zu sagen die Netzspinde wenn man so will.

00:28:19: Wir schauen das diese Schauplätze und Geheimtipps entsprechend vermarktet werden.

00:28:24: Wir haben dieses Jahr ein großes Festival zum Beispiel im September, da lohnt es sich nach Berlin zu kommen und Industriekultur zu erleben.

00:28:33: Ein großes Festival wo wir diese ganzen Orte bespielen gemeinsam mit den Partnern vor Ort und also diese Industrie-Kultur erlebbar machen.

00:28:46: das ist ein wichtiger Aspekt.

00:28:48: die Industrie kulturellehbar zu machen zu erforschen natürlich, um auch fundiert mit Broschüren die wir rausbringen.

00:28:55: Mit der Schriftenreihe, das Wissen über diese Orte und über diese Entwicklung zu dokumentieren.

00:29:04: Und zum dritten ist es dann natürlich Vermittlungen.

00:29:08: Auch wir machen Schulprojekte Wir machen Werkstätten, Foren wo wir also entsprechend mit Konferenzen auch die Fachwelt einladen Themen zu diskutieren.

00:29:21: und last but not least, was dann eher so mein Berit ist als Architekt im Team.

00:29:26: Wir sind sehr interdisziplinär aufgestellt.

00:29:28: Es geht natürlich auch darum Orte die Hilfe brauchen zu unterstützen in ihrer Entwicklung.

00:29:34: Orte, die vielleicht noch nicht alle Potenziale entfaltet haben, weiterzuentwickeln mit Konzepten mit runden Tischen, mit Fördermittel, Akquise sozusagen zu gucken.

00:29:46: Wie kann man beim Erhalt und bei der Weiterentwicklung von Standorten mithelfen um Industriekultur in Berlin im Stellenwert gemäß weiterzuentwickeln?

00:29:57: Und ein bisschen das was Sie für Berlin tun wurde ja auch als Idee genommen einen Bundesverband und eine Stiftung Industrie Kultur die bundesweit agiert zu errichten.

00:30:11: Und ja Hoppe, da würde ich Sie gerne einladen zu schildern.

00:30:13: Erst einmal was sind die Unterschiede zwischen diesen beiden Formen?

00:30:16: Ein Bundesverband eine Stiftung und zu dem einen ist es inzwischen gekommen, zu dem anderen nicht.

00:30:22: und auch das ist eine sehr komplizierte und spannende Geschichte, die ich jetzt gerne von Ihnen hören würde.

00:30:28: Ja, sehr gerne!

00:30:30: Wir haben tatsächlich um noch mal kurz an das Anzuschließen, was Carsten Feucht gerade gesagt hat... uns nicht nur auf die Berliner Themen und die Berlierer Aspekte in unserer Arbeit beim BCD beschränkt, sondern wir haben vor allen Dingen beim Forum für Industriekultur und Gesellschaft.

00:30:47: Dass wir jetzt zum vierzehnten Mal in diesem Jahr machen immer wieder versucht Menschen aus ganz unterschiedlichen Regionen in Deutschland einzuladen um so auch interregionales oder überregionalen Gespräch, Austauschdebatte wie auch immer zwischen den verschiedenen Akteuren der Industrie-Kultur in Deutschland in Gang zu bringen und unsererseits natürlich auch sehr genau zuzuhören, um davon zu lernen.

00:31:09: Das heißt es war immer der eine Aspekt unserer Arbeit die DNA Berlins das Thema Industriekultur zu erforschen, zu vermitteln, zu stärken in der öffentlichen Wahrnehmung.

00:31:21: zum anderen zweites Standbein des BCTI dass wir uns als Austauschort, als Debattenort ein bisschen auch analog vielleicht zur Hauptstadtfunktion wenn man das mal so arroganterweise sagen kann verstanden haben.

00:31:35: Das heißt, wir wollten auch gerne der Ort sein, der Menschen aus ganz Deutschland zusammenbringt und darüber hat sich dann eben schnell herausgestellt dass wir als die unterschiedlichen Stimmen der Industriekultur vielleicht noch auf der Landesebene wahrgenommen werden aber auf keinen Fall auf der Bundesebene war genommen werden weil die ganze Szenerie der Industrikultur viel zu heterogen aufgestellt viel zu viel Töne spricht und meistens eben auch mit viel zu schwacher Stimme, wenn überhaupt.

00:32:07: Das zweite Manko was immer wieder beklagt wurde wir sehen es in Berlin ein Stück weit.

00:32:13: in anderen Regionen vor allen Dingen in Ostern ist das ein massives Problem.

00:32:17: Wie finanzieren sich eigentlich Projekte der Industriekultur?

00:32:22: Sehr oft sind sie ehrenamtlich organisiert und müssen halt gucken wie Sie dann über eine kleine Projektförderung oder so überleben.

00:32:30: oft sind sie dann irgendwie angedockt, dann irgendeine kommunale oder Landkreisstruktur.

00:32:36: Das heißt das ist alles sehr fragile Konstruktionen und ermöglichen auch oft genug keine wirklich nachhaltige und erfolgreiche Arbeitsweise weil diese Förderung von einem Tag auf den anderen oder von allen Bier aufs andere oft genug auch wieder ausgesetzt werden, dann vielleicht wieder neu gestartet werden usw.. Also es war halt irgendwie auch klar Das Thema einer strukturierten Förderung, alles dessen was zu den unterschiedlichen Aspekten von Industriekultur in Deutschland gemacht wird ist ein großes Thema.

00:33:09: Wir haben das tatsächlich bei uns auf dem Forum mehrfach diskutiert.

00:33:13: es gab auch immer wieder mal Gespräche im Anschluss an solche Foren.

00:33:18: wir müssen jetzt einmal zusammenschließen daraus ist aber dann letztlich nie wirklich etwas erwachsen.

00:33:26: Es gab dann eine ganz interessante Bewegung, die aber über den Bundestag gestiftet wurde.

00:33:33: Und zwar durch einen Bundestagsabgeordnete aus Sachsen-Anhalt Katrin Budde, die gesehen hat wie in ihrer Region in Sachsen Anhalt die Szene der Industriekultur es schwer hat und dann mehrfach Initiativen im Bundestag startet hat um so etwas wie eine Bundesförderung in Form einer Stiftung zu initiieren.

00:33:53: da war sie Ein großes Stück erfolgreich, aber dann letztlich wieder auch nicht.

00:33:59: Dazu komme ich später noch.

00:34:01: Jedenfalls war damit auf einmal durch eine wirklich ideenreiche und tatkräftige Bundestagsabgeordnete unser Thema auf der bundespolitischen Ebene mindestens auf der parlamentarischen Ebne angesiedelt.

00:34:16: Von einem Bundesverband überhaupt noch gar nicht die Rede sondern es war immer die Rede von einer Bundestiftung also einer Fördereinrichtung die ausreichend auch ausgestattet sein sollte und die unterschiedlichen Aktivitäten von Industriekultur in Deutschland zu stützen, zu fördern.

00:34:32: Und auch besser miteinander zu vernetzen.

00:34:35: Dann gab es bei der vorletzten Legislaturperiode auf einmal einen merkwürdigen Schwenk in dieser Diskussion wo es dann hieß ja wunderbar laut Koalitionsvertrag Es soll eine solche Bundesstiftung geben aber sie soll in erster Linie die Sieben Welterbestätten der Industrie Kultur in der Bundesrepublik finanzieren.

00:34:52: Das war für ganz viele Menschen, die sich mit Industriekultur beschäftigt hatten und schon gewisse Hoffnungen auch hatten.

00:34:59: Dass es so etwas wie eine Bundesförderung geben könnte wirklich ein bisschen wie einen Schlag ins Gesicht.

00:35:04: Das kann doch nicht sein dass sie sowieso relativ gut ausfinanzierten Welterbestätten jetzt privilegiert für eine Förderung vorgesehen sind und die gesamte feinkönig in Deutschland verteilte Szene der Industrie- kultur mehr oder weniger leer ausgehen sollte.

00:35:22: Enttäuschung heraus hat sich zum ersten Mal so etwas wie ein Plenum der verschiedenen Akteure der Industriekultur formiert.

00:35:31: Wir haben uns meistens digital getroffen, anders wäre auch gar nicht vorstellbar gewesen aber insofern super dass dieses Instrument dann wenigstens als etwas Positives von Corona übrig geblieben ist hatten teilweise wirklich riesige Digitalkonferenzen und es hat sich schnell gezeigt das werden wir so nicht durchgehen lassen.

00:35:49: Wir haben parallel verschiedene Gespräche hier auch mit Ministerien geführt, die ihrerseits auch alle haben erkennen lassen.

00:35:56: Das was da im Koalitionsvertrag steht ist eigentlich auch ein bisschen quatschie weil Welterbe ist ländersache.

00:36:03: Die Länder sind verpflichtet die zu finanzieren und wir als bundespolitik das haben des Bundesbauministerium das Arbeitsministerium BKM und andere Einrichtungen einhellig erklärt Haben auch gar kein Interesse daran privilegiert das welterbe zu fördern.

00:36:19: Und daraus entstand dann die Idee einer neuen Form von Stiftung, die wesentlich offener seien sollte.

00:36:26: Also wir reden immer noch über das Großprojekt der Stiftungen.

00:36:31: Die Weltärbestätten hatten dann irgendwann eingesehen dass sie ihren Wunsch privilegiert gefördert zu werden auch gar nicht durchsetzen können und Wir haben dann so eine Art Kompromiss geschlossen und gesagt uns allen ist sehr daran gelegen dass ein Stiftungszustand kommt.

00:36:44: Wenn wir jetzt hier noch gegeneinander irgendwie argumentieren oder intrigieren, dann schadet das der Sache selbst sehr.

00:36:50: Lass uns doch zusammenschließen und versuchen dieses großartige Projektbundestiftung

00:36:55: durchzusetzen.".

00:36:57: Das hat nach einigen Anlaufsturchkeiten wirklich auch gut geklappt – muss man sagen!

00:37:01: Wir sind bis heute da in einem sehr fairen Auskommen miteinander.

00:37:06: In der letzten Legislaturperiode ist dann tatsächlich wieder unter der Regie von Frau Budde unterstützt ein paar Menschen aus dieser Szene, darunter auch ich.

00:37:19: Ein unglaubliches Engagement entfaltet worden um über den Ausschuss für Kultur und Medien einen Gesetzentwurf voranzubringen der diese Bundesstiftung begründen sollte.

00:37:27: Der war auch fertig und kurz bevor die Ampel geplatzt ist sollte er eigentlich im Bundestag abgestimmt werden.

00:37:35: dazu kam es dann aber nicht mehr.

00:37:37: Dann platzte die Ampel und der Gesetzentwurf viel vom Tisch runter Und seitdem ist dieses ganze Thema Bundesstifte wieder komplett offen und wir arbeiten jetzt erneut daran, das auf die Agenda zu setzen.

00:37:49: Wir haben aber gemerkt in der all diesen Diskussion dass es uns auch wirklich Die Arbeit sehr erschwert wenn wir gegenüber den Bundeseinrichtungen oder wem auch immer eine herausgehobenen politisch Verantwortlichen Wenn wir da immer sozusagen als loser verband auftreten und keiner so richtig weiß mit welchem mandat man da eigentlich ausgestattet ist.

00:38:12: deswegen haben wir dann parallel auch darüber gesprochen, wie wir uns organisieren können.

00:38:17: Und daraus entstand dann die Idee ein Bundesverband zu gründen sowie alle Kultursparten, alle Industrie-Sparten und alle Freiberufler.

00:38:26: keine Ahnung.

00:38:26: Alle haben ihren eigenen Verband plus die Industriekultur hatte keinen.

00:38:30: Das war nicht ganz einfach weil das ist eigentlich ein Verein der aber gleichzeitig gemeinnützig sein muss.

00:38:37: Da müssen verschiedene Anforderungen erfüllt werden und alleine die Ausarbeitung der Gründungsdokumente Satzung, Beitragsordnung, Geschäftsordnung und so weiter.

00:38:46: Das hat ganz schön lange Zeit in Anspruch genommen aber im vergangenen Jahr am ersten April haben sich hundertachtzig Leute in Dortmund getroffen auf der Zeche Zoller ein unvergesslicher Moment und haben diesen Bundesverband gegründet und den gibt es seitdem und Seit dem ist er sozusagen auch offiziell mandatiert die Interessen der Szene der Industriekultur gegenüber der Politik und gegenüber anderen Akteuren zu vertreten.

00:39:15: Sie haben ja geschildert, dass diese Stiftung jetzt eher wegen des überraschenden politischen Wandels im November XXIII sich nicht gründen konnte.

00:39:25: Jetzt sind wir aber schon in einer neuen Legislaturperiode.

00:39:28: die neue Region ist seit einem guten Jahr im Amt, seit ungefähr einem Jahr im amt.

00:39:34: Wie weit sind sie denn damit?

00:39:35: Diese alte Idee, die anscheinend schon sehr weit fortgeschritten gewesen war sozusagen zu recyceln und das nochmal aufs Tapet zu bringen.

00:39:44: Ja, ich wünschte, ich würde jetzt irgendwelche super erfreulichen erfolgreichen Nachrichten verbreiten können.

00:39:50: Das ist aber nicht so!

00:39:52: Wir mussten ziemlich nüchtern konstatieren dass viele unserer Bündnispartner in Anführungszeichen aus verschiedenen politischen Fraktionen bei den Grünen, bei der SPD zum Teil auch bei der CDU oder der FDP sogar, dass die alle nicht mehr im Parlament sind.

00:40:09: Das heißt, wir haben es mit einer komplett neuen Generation über weite Strecken hin.

00:40:13: Komplett neun Generationen von Abgeordneten zu tun die sich alle erstmal neu einfinden müssen ihren Platz suchen müssen ihre Themen finden müssen und so weiter.

00:40:23: Da sind wir jetzt gerade dabei genau diese vielversprechenden interessanten jungen Abgeordnete zu kontaktieren Und hoffen sehr mit Einigen von ihnen dann wieder neu auch in eine Art Bündnis oder Agreement kommen zu können, wo sie sich für dieses Thema einsetzen.

00:40:43: Man muss natürlich auch auf der anderen Seite sagen die Rahmenbedingungen sind insgesamt nicht besser geworden.

00:40:51: Es gibt zwar gigantische Infrastruktur- und Investitionspakete aber davon sind bei Definitionen solche Maßnahmen wie jetzt für die Industriekultur ausgeschlossen.

00:41:04: Jedenfalls haben wir noch keinen Schlüssel gefunden um bei einem dieser Programme mit unseren Ideen irgendwie unterkommen zu können.

00:41:10: Das heißt, wir müssen sozusagen im Resthaushalt danach schauen wie und wo eine solche Finanzierung denn angelegt und auch dauerhaft verankert werden kann.

00:41:21: Wie gesagt, Deutschland mangelt es ja nicht unbedingt an Steuereinnahmen und der Staatshaushalte ist größer als er jemals gewesen ist aber es gibt immense Verteilungskämpfe noch ein Stück härter geworden, trotz der großen Investitionspakete.

00:41:40: Ja da versuchen wir gerade die Lücken zu finden und die Türen zu öffnen, die uns dazu bringen dass wir hoffentlich dann im Verlauf dieser Legislaturperiode in der einen oder anderen Form es muss vielleicht auch gar nicht unbedingt eine Bundesstiftung sein sondern irgendein nachhaltig agierendes Förderprogramm auf das man sich beziehen kann diese Unterstützung für die Arbeit der Industriekultur in Deutschland geregelt bekommen

00:42:03: Um es jetzt mal ganz dünnig auszudrücken, außer dass es Geld kostet, gibt's ja auch keinen Nachteil und auch das wäre wahrscheinlich auch gut investiertes Geld.

00:42:11: Also es spricht ja... Ich meine klar, ich frag hier einen der Hauptbefürworter dafür trotzdem.

00:42:16: Es gibt ja wirklich keine guten Gründe gegen diese Stiftung oder?

00:42:20: Das sagen natürlich alle!

00:42:21: Dass es keine guten gründe gegen die Stiftungen gibt und dass es eigentlich nur gute Gründe dafür gibt.

00:42:26: aber es ist halt die Haushalts- und Finanzszene des Bundes Im Moment sehr, sehr heftig umstritten.

00:42:35: Es gibt unglaublich viel Besitzstandswahrung.

00:42:38: Wenn man mit einem neuen Thema auftaucht, sagen alle – um Gottes Willen das könnte ja möglicherweise meinen Anliegen, meinen Themen meiner Finanzierung in irgendeiner Form schädlich sein lasse ich lieber die Finger davon und das ist die große Kunst sich mit unserem Berechtigten anliegen so zu präsentieren, so zu argumentieren.

00:43:00: Dass sich da niemand irgendwie in die Engel gedrückt fühlt sondern klar wird es ist ein Mehrwert für alle wenn auch das Thema Industriekultur neben der Förderung vieler anderer Kultursparen also die Filmförderung ist gerade soweit ich weiß verdoppelt worden.

00:43:16: Da reden wir über Beträge von denen träumen wir ja nur Und das gesamte Thema Industriekultur taucht bestenfalls punktuell mal in irgendeinem Unterunter-Unterprogramm auf.

00:43:26: Das ist eine absolute missliche Situation.

00:43:31: und ja, hoffentlich können wir es dieses Jahr noch ändern.

00:43:33: In welcher Form wie gesagt weiß ich jetzt auch nicht.

00:43:36: wird es eine Stiftung sein?

00:43:37: Wird es eine Unterschriftung sein?

00:43:39: wird es ein Förderprogramm sein dass als kontinuierliches Förder Programm bei irgendeim Ministerium angelegt sein wird?

00:43:47: da müssen wir glaube ich im Moment eher offen sein.

00:43:51: Gibt es noch Aspekte, die Sie zum Abschluss des Gespräches gerne einbringen möchten?

00:43:56: Ich würde gerne noch eine kleine Anekdote nachtragen, die ihm zusammen an dessen was Kasten Feuchte über die Anfänge der Industriekultur erzählt hat seinen Platz hat.

00:44:07: und zwar ist einer der vielleicht der Großvater der Industrikturbewegung In Deutschland, Hermann Glaser.

00:44:15: Ein heute kaum noch bekannter Kulturpolitiker der SPD.

00:44:19: Kulturedizident der Stadt Nürnberg.

00:44:22: Nürrberg ist ja auch eine Stadt der Industriekultur überweite Strecken jedenfalls Jahrhundert, zwanzigste Jahrhunderte.

00:44:28: Angefangen hat über das Thema Alltagskultur nachzudenken und dann beim Germanischen Nationalmuseum angefragt hat also dass Germanische Nationalmusik sammelt sozusagen alle Aspekte der deutschen Geschichte von an Beginn bis in die Gegenwart.

00:44:44: Welche Objekte habt ihr eigentlich in euren Sammlungen, die die Welt der Arbeit repräsentieren?

00:44:51: Die Antwort war außer ein paar Knöpfen haben wir gar nichts und die Knöpfel waren nur drin weil sie irgendein Kunsthistorischen Wert möglicherweise hatten.

00:45:01: Und das war so für ihn und viele die dann mit ihm gegangen sind ja wie so ein Erweckungserlebnis.

00:45:08: Wie kann es sein dass die gesamte Hochkultur Alle Aspekte der Arbeitswelt, des Arbeitens und der mit industrieverbundenen kulturellen Leistungen so komplett ignoriert.

00:45:19: Und daraus ist dann eine Bewegung entstanden zunächst für Nürnberg, dann fürs Ruhrgebiet, dann für viele andere Städte sich dieser Geschichte doch nochmal in intensive Art und Weise zuvergewissern.

00:45:31: Ich würde gerne noch ein Wissen darauf eingehen auf das Potenzial Das Potenzials was die Industriekultur darstellt Für Stadt, Verstadtentwicklung, für Gesellschaft.

00:45:42: Einmal baulich ja die Steine als oft Lehrraum, oft Experimentierraum auch für neue Arbeits- und Wohnen und Kultur-Experimente.

00:45:59: Und Form das hat so sein Platz bei dieser Frage.

00:46:03: was machen wir jetzt mit dieser Stadt der Industriekultur in Berlin?

00:46:08: Es hat natürlich auch in der aktuellen Debatte um Klimaschutz und Nachhaltigkeit, auch den großen Wert solche Dinge zu erhalten und nachzunutzen.

00:46:20: Viel viel ist immer viel viel besser Bestand umzubauen anzubauen vielleicht aufsägen und was drauf setzen oder was dran kleben als komplett abzureißen und neu zu bauen.

00:46:35: Dafür führen wir einen großen Kampf nicht nur in Berlin sondern in ganz Deutschland und ganz Europa zurzeit Weil die gesamte Städtebauförderung, die gesamten Gesetzgebungen auch für Baugenehmigung und so weiter geht immer noch.

00:46:50: Die Finanzierungswelt für Immobilien da gibt es ja auch viel Diskussion gerade um Wohnungsbau geht immer auf Neubau und das ist immer noch viel leichter was abzureißen als etwas neu zu bauen.

00:47:04: dabei dürfte man eigentlich gar nicht mehr abreisen in den gegenwärtigen Zeiten und hat mal einer ausgerechnet, um ein Quadratmeter Neubau wieder was da an CO² sozusagen freigesetzt wird.

00:47:22: für einen Quadratmetern Neubauer muss eine Buche Achtzig Jahre wachsen.

00:47:27: Wir hätten also nach dem Zweiten Weltkrieg Hektar quadratkilometerweise Wälder pflanzen müssen, um das auszugleichen, was wir jetzt bauen.

00:47:36: Also wenn man sich es einmal klarmacht dann müsste man eigentlich einen Abrissmoratorium erlassen und sagen, auch alle Industriebauten die rumstehen, die noch da sind nachnutzen.

00:47:48: Auch das ist einfach ein Potenzial für eine ökologische Umgang mit Bestand in der Industriekultur zu sehen.

00:47:56: Was besonders spannend ist natürlich auch die Industrie-Kultur, die nach dem zweiten Weltkrieg gebaut wurde.

00:48:01: ich sage immer vereinfacht vor den Zweiten Weltkrigs sind die Backstein bauten, die finden alle mittlerweile hübsch Unterhaltenswert und wertvoll, was nach dem zweiten Weg gebaut wurde ist oftmals eher in Beton.

00:48:15: Und das ist dann so in der gesellschaftlichen Kommunikation.

00:48:18: sowas wie ja das kann weg.

00:48:20: Das ist ja hässlich!

00:48:21: Ich habe es tatsächlich auch schon in Diskussionen erlebt dass es hässlig das muss weg wenn man jetzt den ökologischen Wert, den Klima-Impact von diesen von so einem Abriss unseren Neubau sieht dann kann natürlich nicht weg.

00:48:36: Und wenn wir schon mit den Bauten von vor dem Weltkrieg behutsam umgehen, warum denn nicht mit den anderen auch?

00:48:44: Es gibt so tolle Beispiele was man aus Bautn machen kann.

00:48:49: Es gibt in Kreuzberg eine Kita die in einem alten Beton Parkhaus eingebaut wurde.

00:48:55: Das hat hier über schon in siebenundachtzig gezeigt dass das geht.

00:48:58: also da gibt es ganz viel zu tun.

00:49:01: auch ein Bewusstsein zu schaffen für diese Potenziale die die Industrikultur darstellen geht über weiter zur Identität, die solche Gebäude darstellen für den Stadtbild.

00:49:13: Für den Kiez, für den Tourismus der Bildungsaspekt dass man sagt gut das ist ein Potenzial auch kommenden Generationen zu erklären wie wurde gearbeitet?

00:49:25: Wie arbeiten wir heute?

00:49:27: was ich eigentlich sagte wo kommt das T-Shirt heute her?

00:49:29: also da das sind einfach Orte und Themen die ihnen unglaubliches Potenzial darstellen.

00:49:36: Und das ist so ein bisschen unser Anliegen auch beim WZI, dass da das zu schöpfen.

00:49:43: Das ist dann auch die Aufgabe für eine Städtebau sozusagen hier.

00:49:48: Vorsicht, das ist wertvoll und da können wir was draus machen!

00:49:52: Das ist ein bisschen der Duktus oder die Motivation, die mich da antreibt und die auch in der Vernetzung natürlich spannend ist, weil das gilt ja nicht nur für Berlin.

00:50:03: Es geht ja bundesweit europaweit weltweit dass man sagt gut so ein Bundesverband kann da auch nochmal eine Stimme erheben und sagen erst mal eben in der kollegialen Beratung untereinander, dass man sich besser austauscht, dass Man sich über Erfahrungen auch gut austausht.

00:50:20: wie habt ihr das hinbekommen?

00:50:21: fragen dann die Rheinländer die Franken oder die Berliner werden gefragt Welche Erfahrungen habt ihr gesammelt?

00:50:30: Und da freue ich mich drauf, dann auch im Bundesverband nicht auszutauschen und Erfahrungen auszutauschen.

00:50:37: Und dann auch entsprechend eine Stimme zu haben um vielleicht in der Gesetzgebung, in der Finanzierungspolitik Dinge auch zu ändern die tatsächlich geändert werden sollten meines Erachtens.

00:50:50: Um einen nachhaltigeren Umgang, bewussteren Umgangen, behutsameren Umgang Und ein wertschätzenderer Umgang mit den Hinterlassenschaften und der Industriekultur zu erreichen in Deutschland.

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